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Neuulrichſtein: Flegethon, Hellbraun, 16 Fauſt 1 Zoll groß, edler ſtarker Reitſchlag, Mecklenburger⸗Geſtüt,
vom Laffayette und der Herodia.
Sam ſon, braun, 16 Fauſt 2 Zoll groß, ſtarker Reit- und Wagenſchlag, Mecklenburger-Geſtüt, vom Fra-Dlavolo, dieſer vom Cardinal und der Amandamore.;
Arthur, braun, 16 Fauſt 2 Zoll groß, ſtarker Reit- und Wagenſchlag, Mecklenburger-Landgeſtüt, vom Landbeſchäler Herkules und einer Napoleon-Stute.
Beliſar, Dunkelfuchs, 16 Fauſt 3 Zoll groß, großer ſtarker Wagenſchlag, Mecklenburger-Geſtüt, vom Landbeſchäler Correggio und einer Mecklenburger Stute.
Romrod:. nicus
Polinicus, Schimmel, 16 Fauſt 1 Zoll groß, ſtarker Reitſchlag, Mecklenburger-Geſtüt, vom Poli⸗ und einer Ivenacker-Morwick-⸗Stute.
Ocean, braun, 16 Fauſt 1 Zoll groß, gedrungener ſtarker Reit- und Wagenſchlag, Mecklenburger— Geſtüt, vom Neptun und einer ſtarken Mecklenburger Stute.
Othello, Rapp, 16 Fauſt 2 Zoll groß, ſtarker Reit- und Wagenſchlag, Mecklenburger-Landgeſtüt, vou Vollbluthengſt Othello und einer Mecklenburger Stute. 1 Budjadinger, rothöraun, 16 Fauſt 2 Zoll groß, ſtarker Wagenſchlag, Oldenburger Landzucht,
von dem Prämienhengſt Cäſar, und der Prämienſtute die Glückliche. Das Großherzogliche Oberſt-Stallmeiſter-Amt. N
von Trotha.
Die Erbſchleicher. (Fortſetzung.)
Annie ſetzte ſich ſehr verſtimmt und unzufrieden zum Frühſtück. Ihrer Auſicht nach hatte Beſſy etwas höchſt Thörichtes begangen, und ſie wunderte ſich, wie der Vater die Handlungsweiſe der Schweſter hatte billigen mögen. Sie hatte ſtets ſehr großes Vertrauen in Beſſy's Verſtand geſetzt, allein nun war ihr Glaube daran gewaltig erſchüt⸗ tert. War es nicht der ausdrückliche Wunſch des alten Nat, allein zu bleiben? und was für ein Recht hatte irgend Jemand, ſich dieſem Wunſch zu widerſetzen? So urtheilten alle Verwandten, und ſo urtheilte auch Annie. Die menſchliche Selbſtſucht iſt ſtets ausnehmend ſinnreich in Auffindung von Gründen zur Rechtfertigung oder Be— ſchönigung ihrer eigenen Handlungen. Die jüngere Schwe— ſter war ein für allemal entſchloſſen, ihr eigenes Intereſſe an Nat's Erbſchaft zu wahren; und in dieſer Abſicht blieb ſie ruhig zu Hauſe während Beſſy in ihrer menſchenfreund— lichen Abſicht nach Norton's Hauſe ging. Ihre Morgen— und Abendbeſuche daſelbſt wurden von Tag zu Tag länger, denn Nat's Krankheit und Schwäche nahmen unverkennbar zu. Vielleicht verhinderte ihn nur der Mangel an Erfah- rung im Krankſein, von welchem ich ſchon früher geſprochen, das raſche Herannahen ſeiner Aufloͤſung zu bemerken. Er empfing noch ſeine Pächter und die Zinſe, die ſie ihm brach—⸗ ten, gab Befehle wegen Holzverkäufen und Landveräuße— rungen und traf noch allerlei Vorkehrungen wegen baulicher Unternehmungen und Reparaturen, aber trotzdem laſtete eine dumpfe Bangigkeit auf ihm und er ſah gern die ſanfte Beſſy in ſeinem Zimmer. Nat geſtand ihr dies zwar nicht, denn das wäre gegen ſeine Natur geweſen; allein das Auge des Alten ward milder und freundlicher, wenn ſie in's Zimmer trat, und er gab ihr immer wohlwollende Worte zum Abſchied.
Mittlerweile hielten die Aufregung und die Umtriebe von Nat's Verwandtſchaft das ganze Städtchen in Athem. Die Verwandten kamen Alle darin überein, daß es ſehr frech und vermeſſen von Beſſy ſei, ihren kranken Vetter zu beſuchen, und nur Mrs. Woodward war andrer Anſicht. Sie hatte nämlich die ganze Geſchichte ihrem Sohne ge— ſchrieben, welcher auf der Harvard-Univerſität zu Cam— brigde bei Boſton ſtudirte, und Weſtland hatte merkwür— digerweiſe dem Verfahren Beſſy's ſeinen vollen Beifall gezollt. Die drei alten Damen waren daher in dieſem Stücke verſchiedener Anſicht, aber es gab noch Anlaß ge— nug, ihren Geiſt anderweitig zu beſchäftigen und ſie zur Einigung aufzufordern, um gegen die Angriffe von außen Front zu machen. Der Hader zwiſchen den betheiligten
Familien wegen des betreffenden Antheils an der zu er— wartenden Erbſchaft war beinahe in offene Feindſeligkeit ausgebrochen. Jeder Aſpirant auf die Erbſchaft wußte aus Eigennutz zum Nachtheil der Anſprüche der Anderen ſo viel Ungünſtiges auszuſagen, daß noch gar manche an⸗ dere Dinge, welche damit eigentlich nichts zu ſchaffen hatten, auf's Tapet gebracht wurden. Der Zank ward von Tag zu Tage gehäſſiger und eckelhafter, und wer weiß, wohin es noch gekommen wäre, hätte er nicht eine ganz uner⸗ wartete Beilegung gefunden. Als nämlich Beſſy eines Abends ſpäter als gewöhnlich nach Norton's Hauſe kam und Cäſar ihr die Thüre öffnete, erſchien ihr der alte Neger ungewöhnlich verſtört.„O, Miß Betty, wie froh bin ich, daß Sie kommen!“ ſagte er mit einem betrübten Kopf— ſchütteln.„Der alte Herr iſt ſehr ſchlecht auf; er kann es nicht mehr lange treiben. Den ganzen Tag über war er mit dem alten Hawkes eingeſchloſſen, um ſein Teſtament zu machen oder dergleichen, und heute Abend hat er den Laufburſchen nach dem Doctor Wands worth geſchickt!“
Beſſy wußte nicht, was der Neger unter dieſem Schicken nach dem Doctor Wandsworth verſtand. Dieſer war ein ſehr berühmter und ſtark beſchäftigter Arzt in der nächſten, mehrere Meilen entfernten Stadt, die höchſte me— diziniſche Autorität der Gegend, nach welchem man in der Regel ſandte, wenn die Kunſt der übrigen Aerzte erſchöpft war. Beſſy eilte an Nat's Bette und fand, daß eine große Veränderung zum Schlimmern mit ihm vorgegangen war; er athmete nur mühſam und ſein Geſicht war blau und eingefallen.
„Du kommſt heute ſpät, mein Kind, und ich bin ganz erſchöpft von Geſchäften, denn ich habe mein Teſta— ment gemacht,“ ſagte Nat.„Dort iſt es in jenem Schreib⸗ pulte, aber ſie werden wohl noch eine gute Weile auf ihre Vermächtniſſe zu warten haben!“ Bei dieſen Worten haftete Norton's Auge mit einem ſcharfen forſchenden Blicke auf Beſſy. Sie hatte oft verſucht, ſeine Aufmerkſamkeit von Geld und Gut und andern Dingen, die er bald verlaſſen mußte, ab- und auf den Zuſtand ſeiner Seele nach dem Tode hinzulenken; allein Nat hatte ſeither alle Anſpielungen auf derlei Dinge mit der Theilnahmsloſigkeit einer ſiebzig⸗ jährigen Verhärtung angehört. Er war der Welt ſo lange
dienſtbar und mit ihrem Treiben einverſtanden und in ihrem Verkehr ſo erfahren geweſen, er hatte ſich mit ihren Gü⸗ tern ſo geſättigt, daß ſein Gemüth für keine geiſtlichen Eindrücke mehr empfänglich ſchien, und die Ausſicht auf den Tod trieb ihn nur an, ſeine Angelegenheiten ſo zu ordnen, wie er einen Handel abgemacht haben würde, näm— lich nach ſeinem eigenen Gutdünken.
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