Ausgabe 
1.6.1855
 
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betreffend. leldet nicht don Ochſen et, wie ſolche Loßen Preiſe ſchen wir

utraets: Ochſen ber, wie unſeres ten, das

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i rten etwas beſſer geſtellt als bei uns, keinen erheblichen Unterſchied gegen d e aden ſollen müßte vorerſt durch einen Vergleich bezüglich der Qualität des Ochfenfleiſches ermittelt werden, wir find ueberzeugt daß es allgemein anerkannt iſt, daß wir flets erſte Fleiſchſorte geliefert haben, und wenn die Qualität der genannten Orte, der von uns verwendeten nicht nachſtehen ſollte, ſo könnten wir den Stand unſerer dortigen Collegen unter den jetzigen Umſtänden, ebenſoſehr bedauern als unſeren eigenen.

Sämmtliche Ochſenmetzger Friedbergs. b Georg Schmidt. G. e. 15 Schäfer. E. Hanſtein. Engel.

Aus der Feder vorſtehender Herren iſt obige Erklärung und Abfertigung nicht gefloſſen, das wiſſen die Leſer, denen bekannt iſt, daß in der alten Ausgabe von Schmidt, Schäfer ze. ꝛc. die Worte Sphäre, abſorbiren und ähnliche Fremdwörter noch nicht zu finden ſind. Dieſe Herren werden mir deßhalb auch gewiß gerne geſtatten, wenn ich, anſtatt mich an dieſelben zu wenden, lieber nach dem eigentlichen Verfaſſer greife. 5 Dem Publikum gegenüber bedarf mein Wunſch nach Belehrung keiner Rechtfertigung. Es iſt in vorſtehendem Inſerate zugeſtanden, daß die Klagen der Metzger über die zu nied⸗ rigen Fleiſchpreiſen bei den Conſumenten ſo wenig Glauben fänden und ſo⸗ mit iſt derunwiſſende Setzer nicht der einzige, dem in Anbetracht der Fleiſch⸗ preiſe benachbarter Städte die neuliche, vielbeſprochene Verſchwörung hieſiger Ochſen ſchlachtenden Metzger nicht gerechtfertigt erſcheinen wollte und ſo glaubte ich dem Wunſche vieler meiner unwiſſenden Leidensgefährten zu genügen, wenn ich eine weitere Beſprechung derRindfleiſchfrages und die zu wünſchende Belehrung des unwiſſenden Publikums ver⸗ anlaſſen wollte, indem ich mir einen kleinen Abſtecher auf dasGebiet der Natio

ökonomie erlaubte. 0 oipende Setzer hat nun freilich für ſeinevorlaute Anmerkung⸗ nicht allein Belehrung erhalten, ſondern, wie das gewöhnlich bei den Zugaben der Fall, noch viel mehr als er in der That gewünſcht, er iſt, wie man zu ſagen pflegt, gehörig abgemuckt. Die überaus freundliche Belehrung und Zurechtweiſung muß ich mit Dank an⸗ nehmen ich hätte wahrlich von dieſer Seite ſo verſchwenderiſche Höflichkeit gar nicht er⸗ wartet; allein die mir von dem bekannten Löbl. Verfaſſer zugedachte Ehre, kann ich doch unmöglich annehmen, ohne unbeſcheiden zu erſcheinen. Ich werde nämlich, wie die ver ehrten Leſer erſehen haben, aus der Spähre der Druckerſchwärze und des Preßbengels zum Nationalökonomen erhoben und das iſt doch gewiß die Selbſtverläugnung und Großmuth von Seiten des Löbl. Verf. zu weit getrieben, ſo lange wenigſtens, als es ihm nicht ge⸗ lingen will, ſich ſelbſt zu etwas Rechtem zu erheben. Mich dem Dunſtkreiſe deſſelben zu nahen, und ihm perſönlich meinen Dank abzuſtatten, dazu konnte ich mich nicht entſchließen, da ſich dieſem beſcheidenen Manne gegenüber der vorlaute unwiſſende Setzer nur i ämt fühlen müßte.

* 1 55 ſchließlich das alte SprüchwortSchuſter bleib' bei deinem Leiſten anbe⸗ langt, ſo dürfte wohl nicht leicht Jemand mehr Veranlaſſung haben, zu bedauern, daß er vieſes Sprüchlein ſchon ſo oft im Leben vergeſſen konnte, als gerade der Löbl. Verf. Dem Kinde Israels noch mehr als vorſtehende Worte zu widmen, iſt der Jünger Gutten bergs nicht Willens, denn wenn man auf alten Plunder klopft, fliegen Schaben und Motten davon und Staub und Geſtank bleibt zurück. 5 f Herr v: Schiller hatte übrigens Recht als er die Worte dichtete: Gefährlich iſt's den Löb zu wecken! Der unwiſſende Setzer.

Noch eine vorlaute Anmerkung. Ganz verblüfft und niedergeſchmettert durch die ihm zu Theil gewordene Abfertigung hat derunwiſſende Setzer leider heute überſehen, hie und da einen orthographiſchen Fehler zu berichtigen und die fehlenden Interpunktionszeichen beizufügen, was das geneigte Publikum demſelben und dem Schreiber zu gut halten möge.

Der Setzerlehrling.

. 0. N Mobiliar⸗Verſteigerung. Montag den 4. Juni l. J.,

(7721 Vormittags 8 Uhr anfangend, ſoll das den Erben der verſtorbenen Joh. van Vashuiſſen ſchen Ebeleute dahier zuſtehende, größtentheils faſt noch neue und geſchmackvolle Mobiliar unter den im Termin ſelbſt bekannt gemacht werdenden Bedingungen, in der Behauſung vis-a-vis dem Kurgarten, einer freiwilligen öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt werden. Die zur Verſteige rung kommenden Gegenſtände beſtehen in einer größeren Anzahl einſchläfriger nußbaumenen polirten eichenen und tannenen Bettſtellen; nußbaumenen Nachttiſchchen; Commoden; Tiſchen; Stüblen; ausgezeichnetem Polſtermöbel; verſchiedenem Bettwerk, worunter ſehr gute Roßhaarmatratzen und Flaumplumeaux; ſonſtiges mannichfaches Hausgeräthe; Leinen- und Bildzeug; Vorhänge; Rou leaux; Spiegel u. ſ. w.

Die verſchiedenen Kaufobjecte werden erſt am Tage nach beendeter Verſteigerung verab folgt und können bis zum Verſteigerungstermin täglich in Einſicht genommen werden.

Nauheim den 30. Mai 1855. 0

Die Vormünder und Bevollmächtigten: Hermann Auffarth. Johs. van Bashuiſſen.

Die Tapeten-VNiederlage

von Louis Weis in Friedberg

1592] bringt ſowohl dem hieſigen als auswärtigen Publicum zur Kenntniß, daß ſie eiue große Auswahl von den ordinärſten bis zu den feinſten Tapeten aus der berühmten Fabrik von V. Scherer zu Heidelberg, zu den ſtaunenswerth billigſten Preiſen erhalten hat.* g

Muſterkarten werden gerne zur Einſicht abgegeben.

ZurNindfleiſchfrage. 1773] In Folge einer von mehreren Metzgern erlaſſenen Bekanntmachung dürfte nachſtehende pin, für Manchen nicht ohne Intereſſe ein:

Ein Maſtochſe guter Qualität von, wir wol len annehmen 800 Pfund Kaufgewicht ko ſtet den Metzger nach dem offerirten Preis a 17 kr. pr Pfund im Ankauf 226 fl. 40 kr.

Ein ſolcher Ochſe bat, erfahrungs⸗ gemäß, mindeſtens 100 Pfd.

Nierenfett und Talg, dieſe ha

ben nach dem gegenwärtigen

Verkaufspreis à 24 kr. einen

Werth von 40 fl.

Die Haut iſt anzuſchlagen zu 12

Der Kopf ſammt Zunge, Hals, Füße, die Einge weide ꝛc. ergeben etwa 8,

Der Erlös für dieſe beim Ein kauf nicht mitgewogenen Theile mit vorſtehend berechneten

an obiger Einkaufsſumme abge zogen ergiebt 166 fl. 40 kr. als wahren Kaufpreis der eingekauften 800 Pfund Fleiſch, ſomit für das Pfund 12½ kr., ein Betrag, welchem der dem Metzger gebührende Verdienſt, wir wollen annehmen 10 Procent, alſo pr. Pfund kr. zugeſetzt werden müßte, um zu erfahren, wie viel bei dem offerirten Einkaufspreis und der den Metzgern zu niedrigen Taxe verdient werden muß, und um zu begreifen, wie an andern Orten die von dem Setzer d. Bl. erwähn ten enormen Beſteuerungen ertragen werden können. Mehrere Einwohner Friedbergs. Wir ſind gern zur unentgeldlichen Aufnahme weiterer dieſen Gegenſtand ruhig beſpre chender Erörterungen bereit, da es nur dem Wunſche der Conſumenten wie dem In⸗ tereſſe der Herren Metzger entſprechen kann, wenn die ſo verſchiedenen Anſichten beider Theile recht bald die zu wünſchende Ausgleichung finden. Die Red.

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Ein junger Menſch [747] kann in die Lehre treten bei- Friedberg. E. Wal ieee,

Schreinermeiſter. * 7 Für Bäcker. L742] Eine Wohnung mit vollſtändiger Ein richtung für einen Bäcker, worin ſchon eine Reihe von Jabren das Bäckergeſchäft mit be ſtem Erfolge betrieben worden, und welche ſogleich bezogen werden kann, iſt zu vermiethen. Auch kann daſſelbe auf Verlangen käuflich ab getreten werden. Friedberg im Mai 1855. FF 1743] Bei Unterzeichnetem finden Knaben, welche die hieſige Realſchule beſuchen ſollen, Koſt, Logis und Nachhülfe. Olff, Reallehrer.

5 0 fl. Vor mundſchafts geld 774] liegen zum Ausleihen bereit bei Dorheim. Chriſtian

Ge ſuch. [775] Ein mit guten Zeugniſſen verſebener Knecht, welcher auch mit Pferden umgeben kann, wird geſucht. Von wem? ſagt die Expedition dieſes Blattes.

Ein ſchwarzer Schleier [776] wurde am verfloſſenen Markttage auf der breiten Straße gefunden und kann gegen die Inſerationskoſten in Empfaug genommen werden. Näheres bei der Expedition

Reuß v.