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Er ſcheint wö⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl.
Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen,
Friedberger Intelligenzblatt.
Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petit zeile oder deren Raum
nie Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg.
ſammen 7 kr.
. 15 76.
Freitag, den 29. September.
1851.
Mit dem 1. Oktober beginnt ein neues Vierteljahr- Abonnement auf das Friedberger Intelligenzblatt. Beſtellungen beliebe man bei der Expedition oder bei dem zunächſt gelegenen
Poſtamte zu machen.
Ueber Verſicherungsanſtalten.
Es kann nie genug darauf aufmerkſam gemacht wer⸗ den, wie wichtig für jeden Hausvater die Verſicherung ſeiner Gebäude, ſeiner Mobilien, ſeiner Vorräthe, ſeiner Thiere und ſelbſt ſeines eigenen Lebens iſt, denn trotz aller Belehrungen und Aufforderungen in dieſer Beziehung, die faſt in jeder Zeitung und in jedem„Blättche⸗ zu leſen ſind, zeigen uns alltägliche Erſcheinungen, daß hier irrige Anſichten und feſtklebende Vorurtheile gegen die Verſiche— rungsanſtalten, dort am unrechten Orte angewandte Spar— ſamkeit und Scheue vor der geringen Ausgabe der jährlichen Geldbeiträge, anderwärts wieder ſorgloſe Leichtfertigkeit gar Manchen noch abhält, den guten, wohlthätigen Zweck dieſer Anſtalten zu erkennen und zu würdigen, und auch ſich durch den Beitritt zu ſolchen Verſicherungsanſtalten ein Recht auf Unterſtützung und möglichſte Schadloshal— tung bei Brandunglück, Hagelſchlag, Viehſterben ꝛc. zu erwerben und anderſeits durch ſeine Betheiligung bei einer Lebensverſicherungsanſtalt ein Kapital zu erübrigen, das nach ſeinem Tode zur Erhaltung ſeiner verwaisten Familie dient, die ſich ſonſt vielleicht in tiefe Armuth und in Elend verſetzt ſieht, ſobald ſie ihres Ernährers beraubt iſt. Nur all— zu oft, wenn Unglücksfälle, Tod, Brand, Hagel, Seuchen hereingebrochen, wenn ſich die Betheiligten von den größten, empfindlichſten Verluſten betroffen ſehen, dann erſt will man erkennen, was zur rechten Zeit zu thun verſäumt wurde,— dann aber iſt es zu ſpät.— In die Ge⸗ walt der ſchwachen Menſchen iſt es nicht gegeben, Unglück und Mißgeſchick gänzlich abzuwenden, den Prüfungen der Vorſehung zu entgehen, wohl aber vermögen vereinte Kräfte und Mittel, ſich durch gegenſeitige Unterſtützung vor materiellem Schaden zu ſichern und erlittene Verluſte ſo— viel möglich zu erſetzen.
Dies iſt der Zweck der Verſicherungsanſtalten, auf welche wir an dieſem Orte nochmals aufmerkſam machen woll— ten, indem wir einem kürzlich in dritter Auflage erſchienenen Buch:„Der kluge Haus vater von Dr. W. Löbe) das in vielfacher Beziehung wichtige Belehrungen für den Stadt⸗ und Landbewohner enthält und deßhalb nur em— pfohlen werden kann, folgende Auszüge entnehmen:
Die Lebensverſicherung. Eine der wohlthätigſten Einrichtungen? der neueren Zeit ſind unzweifelhaft die Lebensverſicherungsanſtalten,
) Der kluge Hausvater und die kluge Hausmutter. Ein treuer Rath⸗ geber für den Sladt⸗ und Landbewohner in allen Vorkommniſſen der Hauswirthſchaft und des geſammten Gartenbaues. Von Dr. William Löbe, Redacteur der Landwirthſchaftlichen Dorfzeitung. Dritte, abermals gänzlich umgearbeitete Auflage. Mit eingedruckten Abbildungen. n
iſt vorräthig in C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg.
d. h. ſolche Anſtalten, welche ſich verpflichten, gegen Er— legung einer jährlichen Summe(Prämie) während der Lebenszeit des Verſicherten bei deſſen Tode eine beſtimmte (nach Verhältniß der jährlichen Prämie) Summe auszu⸗ zahlen. Der, welcher ſein Leben verſichert, erhält darüber einen Schein ausgeſtellt, den man Police nennt. Die Lebensverſicherungsanſtalten haben ſo viele Vortheile in ihrem Gefolge, daß ihnen die größtmögliche Ausbreitung zu wünſchen iſt.„Nichts“— ſagt ein engliſcher Schrift ſteller, Babbage, in der Einleitung zu ſeinem Werke über Lebensverſicherung—„iſt dem Sprüchwort nach ungewiſſer als das menſchliche Leben. Wenn dieſes in Bezug auf den Einzelnen auch wahr iſt, ſo ſind doch wenige Dinge geringeren Schwankungen unterworfen, als das menſchliche Leben, wenn man es durchſchnittlich bei einer großen An— zahl von Perſonen berechnet. Die Zahl von Todesfällen unter unſeren eigenen Bekannten iſt oft ſehr verſchieden in verſchiedenen Jahren, und es iſt nichts Un gewöhnliches, daß die Zahl in einem Jahre doppelt, dreifach oder noch viel größer iſt, als in dem folgenden Jahre. Betrachten wir größere Geſellſchaften, z. B. die Bewohner eines Dor— fes oder Fleckens, ſo iſt die Zahl der Todesfälle ſchon gleichfͤrmiger, und bei noch groͤßeren Maſſen, wie 3. B. bei den Bewohnern eines ganzen Reiches, herrſcht eine ſolche Gleichförmigkeit, daß die Mehrzahl von Todesfällen in einem einzelnen Jahre, über die Durchſchnittszahl, ſelten einen kleinen Bruch überſteigt.“ Dieſe einfache Wahrheit bildet die Grundlage des ganzen Syſtems der Lebensver— ſicherungen. Die Ungewißheit über das Leben des Einzel⸗ nen iſt es gerade, welche den Bedachtſamen veranlaßt, auf ein Ereigniß ſich zu richten, welches früher oder ſpäter jedes menſchliche Weſen trifft. Die Gewißheit dagegen in Bezug auf die durchſchnittliche Dauer des menſchlichen Le⸗ bens iſt es, welche eine ausgebreitete Geſellſchaft in den Stand ſetzt, eine Gefahr zu übernehmen, die nur bei Ein— zelnen von Bedeutung iſt, und welche in demſelben Ver— hältniſſe abnimmt, wie die Geſchäfte der Geſellſchaft mit Einſicht und Behutſamkeit ausgedehnt werden. Bei den Berechnungen eines ausgebreiteten und geſchickt geführten Geſchäftes kann in der That die Durchſchnittszahl der Sterbefälle unter einer beträchtlichen Zahl von Perſo— nen während einer Reihe von Jahren faſt mit mathema— tiſcher Gewißheit vorher beſtimmt werden. Wie groß die Vortheile ſind, welche mit der Lebensverſicherung verbun— den ſind, zeigt ſich am deutlichſten in England. Von dem Könige auf dem Throne bis herab zu dem fleißigen Hand⸗ werker, von dem reichſten Edelmann oder Banquier bis zu Dem, deſſen Vermögen mit ſeinem eigenen Leben ein Ende nimmt, bedient ſich dort eine jede Klaſſe dieſer wohl— thaͤtigen Einrichtung, an deren Vortheilen der Verſſcherte


