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Verſchiedenes.
In Bonſton heirathete kürzlich ein Wittwer ein junges Mädchen, und der Sohn des Mannes bot ſeine Hand der Mutter ſeiner Stiefmutter, welche den Antrag auch annahm. Durch dieſe Verbindung entſtand nun ein ganz eigenthüm— liches Familien-Verhältuiß: der Vater iſt jetzt Schwieger— ſohn ſeines eignen Sohnes, und ſeine Frau iſt nicht allein Schwiegertochter ihres eigenen Stiefſohnes, ſondern auch
wieder Schwiegertochter ihrer eigenen Tochter iſt, und ihr Mann iſt Schwiegervater ſeiner Schwiegermutter und ſeines eigenen Vaters.
Na, was es aber für ung'ſchickte Leut' gibt,“ ſagte ein Zeitungsleſer zu ſich ſelbſt,„da ſchickt der Admiral der türkiſchen Flotte drei Kreuzer zur Verſtärkung. Wenn ihnen mit ſo wenig gedient iſt, da geh ich auch in d'Tür—
Schwiegermutter ihrer
eigenen Mutter,
während dieſe
kei; da muß's enorm billig unten ſein!“
Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-Anzeigen.
Edicetalla dung. 11326] Ueber das Vermögen des Johannes Jöckel und deſſen Ehefrau zu Friedberg iſt von Großherzoglichem Hofgericht der Provinz Ober- beſſen der förmliche Concursprozeß erkannt worden.
Es werden deßhalb deren ſämmtliche Gläu— biger aufgefordert, ihre Forderungen und An- ſprüche jeder Art
Mittwoch den 11. Oktober, Vormittags 9 Uhr, dahier bei Meidung ſonſt erfolgenden Ausſchluſ— ſes von der Maſſe anzumelden.
In dieſem Termine ſoll zugleich ein Arrange⸗ ment verſucht und über die Maſſe ſelbſt Beſchluß gefaßt werden, weßhalb die nicht perſönlich er⸗ ſcheinenden Gläubiger ihre Vertreter hierzu, wie zur Wahl eines Gläubigerausſchuſſes und Maſſe⸗ curators beſonders zu bevollmächtigen haben, widrigenfalls ſie als den Beſchlüſſen der Mehr- beit der erſchienenen Gläubiger beitretend ange⸗ ſehen werden.
Friedberg den 16. Auguſt 1854.
Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann.
(Butzbach und Darmſtadt.) Verkauf ausrangirter Reitpferde. 11469 Freitag den 29. September d. J. ſollen 49 ausrangirte Reitpferde in der Reiterkaſerne zu Darmſtadt und Dienſtag den 3. October d. J. 25 Stück ausrangirte Reitpferde in der hieſigen Kaſerne öffentlich meiſtbietend verſteigert werden, welches man mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß ausländiſches Gold in Zahlung nicht angenommen wird.
Die Verſteigerung beginnt in beiden Garniſo⸗ nen Vormittags um 10 Ubr. Butzbach den 20. September 1854. Der Großherzogliche Diviſions-Verwaltungsrath des Garderegiments Chevauxlegers.
Bekanntmachung. 11461] Die Inhaber der Partial-Obligationen der Großh. Heſſ. Gemeinde Niederurſel werden hierdurch in Kenntniß geſetzt, daß für die am 1. Mai l. J. zu Ende gegangenen Zinscoupons des im Jahr 1834 negociirten Anlehens von 15000 fl. die neuen auf weitere 10 Jahre ge⸗ fertigten Zinskouponsbogen gegen Vorzeigung der Partial⸗Obligationen bei der unterzeichneten Gr. Bürgermeiſterei in Empfang genommen werden können.
Niederurſel den 12. September 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Niederurſel Seidler.
Schaafpferche⸗ Verpachtung. [1494] Donnerſtag den 28. d. M., Morgens um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe, eine Anzahl Schaafpferche, welche den 1. October l. J. ihren Anfang nehmen, meiſtbietend ver⸗ pachtet.
Friedberg den 25. September 1854.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg
Bender.
Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. 11495] Die Lieferung von 300 Stück eichenen Stoßſchwellen auf eine beliebige Station der Main⸗Weſer⸗Bahn ſoll auf dem Submiſſions⸗ wege in Accord gegeben werden, worüber die Bedingungen auf dem Büreau des Material⸗ verwalters dabier eingeſehen werden können. Die Gebote ſind längſtens bis zum 2. Okto⸗ ber l. J., des Vormittags 9 Uhr, verſchloſſen und mit der Aufſchrift verſehen„Schwellenlie⸗ ferung betreffend,“ bei unterzeichneter Stelle einzureichen. Gieſſen den 21. September 1854. Großherzogliche Magazins ⸗Commiſſion. In Verhinderung des Vorſitzenden: Daudt, Maſchinenmeiſter.
A e p f ode rs gering 1496] Die der Gemeinde Reichelsheim zuge⸗
hörigen diesjährigen Aepfel, taxirt zu 16 Malter, à 200 Pfd., ſollen Donnerſtag den 28. l. M., von Vormittags 10 Uhr an, an den Stämmen abtheilungsweiſe verſteigert werden. Reichelsheim den 21. September 1834. Schmid, Bürgermeiſter.
Bandagen 11482] in allen Sorten, ſolid gearbeitet, em⸗
pfiehlt Nauheim. Fr. Klinkerfuß, Sattlermeiſter.
Ein Logis im unteren Stocke, [1497] welches den 1. December bezogen wer⸗ den kann, iſt zu vermiethen bei
Wittwe Weckerling auf dem Hauck.
Die Frankfurter Lebens-Verſicherungs-Geſellſchaft
114871 mit einem Grundkapital von drei Millionen Gulden, leiſtet Ver⸗
ſicherungen zu äußerſt billigen Prämien.
Den auf Lebenszeit Verſicherten wird nach ihrer Wahl ein Gewinn-Antheil von 50 pCt. oder ein Rabatt von 10 pCt. auf die Jahresprämie bewilligt. Bei dem Eintreten von epidemiſchen Krankheiten, wie z. B. die Cholera, werden ohne Prämien⸗Erhöhung unverändert Verſicherungen angenommen. Die Prämien können in halb- oder vierteljährigen Raten entrichtet werden. Die Geſellſchaft übernimmt auch Kapitalien auf Leibrenten, welche letzteren
außergewöhnlich hoch feſtgeſetzt ſind.
Verſicherungen werden durch den unterzeichneten Agenten, bei welchem auch Proſpectus und Antragsformulare unentgeltlich zu haben ſind, auf's Prompteſte
vermittelt.
Friedberg den 20. September 1854.
H. Hahn,
Agent der Frankfurter Lebens-Verſicherungs-Geſellſchaft.
Aecht Englischer Portland Cement
114981 von R. White& Sons in London a fl. 13. pr. Tonne von
Georg Schepeler,
circa 430 Pfd. bei
Frankfurt a. M.
Die erſte Nummer des vierten Quartals der
Allgemeinen Minſter-Zeitung,
Album für weibliche Arbeiten und Moden,
11499] iſt bereits erſchienen und wurde mit dieſer Nummer zugleich die Prämie
für das vierte Quartal ausgegeben.
Preis vierteljährlich 54 kr.
Zu Beſtellungen empfiehlt ſich Friedberg.
C. Vindernagel's Buchhandlung.


