Friedberg Summe
fl. kr. 1 kk. ff. 1 45 Nachweiſung des Activ⸗ und Paſſiv⸗ Standes. A. Activſt and: Betrag nach voriger Rechnung H„%% 96 611831339 357985 Hierzu die in dieſem Jahr nach Rubrik IX ausgeliehenen 313„ 22867— 41035— 63002— 8 Summe 26253956 159348039(421888 35 Nach Rubrik v find an Darlehn zurückbezahlt worden... J. 3⁵⁵8⁰ 2 25081— 358639 02 Bleiben 2289814[134267 0 353240 5
Hierzu den Einnahme⸗Ueberſchulunnns
16104,17½% 4797 j0 20901 57%
Weng, ⅛ bià.
8 Summe 245086 II 155055 17 3841571 30% n. Paſſioſtand: F 24401117 11196925 35598042 Hierzu die Einlage nach Rubrik III a n 24403]— 26098 36 50501036 g b 5 Summe 26841417 138068 1(40648218 Nach Rubrik X an Einlagen zurückbezahlt„„„ 4 36447 1619721 5264421 Bleiben[23196717[121870 40 135383757 Verglichen mit dem Aetioſtand bleibt Ueberſchuß J 13118054½ 1719439 30313033 ½ Nach wei fü ng des ſich in dieſem Jahre ergebenden Ueberſchuſſes. Einnahme: IV. Zinſen FCC 1183615 6539 22 18375037 VIII. Sonſtige Einnahmen. 4. 56755 41 568036 Summe 12404010 6540,03 1894413 Ausgabe: e,, eee. 9337— 459124 13928024 XII. Verwaltungskoſten„„«ß́ꝑ?qſrſ. 8 800028 713,40 151408 XV. Erloſchene Darlehnsforderungen in Folge von Adjudicationen“. 85732 85732 XVI. Sonſtige Ausgaben„. 3800—— 30 38030 Summe 11375— 5305034 1668034 Abſchluß: 151 Die Einnahme beträgt e 1240410 654003 1894413 „Ausgabe„ 1 1 11375— 5305/34 16680034 N 4 Verglichen bleibt Ueberſchuß 102910 123429 2263.39 Hiervon ab die pro 1852 geleiſtete Unterſtützung. 1501— 150— 300— Bleibt disponibler Ueberſchuß 879110 108429 1963039
Friedberg am 29. November 1854.
Zur Beglaubigung: Der beauftragte Rechnungs-Reviſor Fa a tz.
Die Mitgift. (Fortſetzung.)
Pauline war ganz verdutzt, und wußte nicht, was ſie davon denken ſollte; auch Papa war ganz anders— beim Mittagmahl liefen ihm einmal um's andere ſtille Thränen über die Wangen, und doch deutete ein gewiſſer entſchloſſener Zug in ſeinem Geſicht auf eine ſeltene Sinnes— änderung bei ihm. Als Pauline ihn fragte: ob er dem Verwalter böſe ſei, ſchüttelte er verneinend den Kopf und ſagte:„Nein, liebes Kind! Hettich iſt ein grundbraver Mann und mein beſter Freund! Ich bereue aufrichtig, je— mals Anderen mehr geglaubt zu haben, als ihm; es ſtünde beſſer um uns Alle, wenn ich ihm mehr Vertrauen und Offenheit gegönnt hatte!“
Dieß machte Paulinen noch begieriger nach der Löͤſung dieſer Räthſel, und ſie konnte den Abend kaum erwarten, um zu Hettich's hinüber zu eilen. Was ſie hier erfuhr, erſchreckte ſie nicht allzuſehr, denn ſie hatte das insgeheim längſt geahnet: Das Vermögen ihres Vaters war in Folge der ſteten und ſteigenden Verſchwendungsſucht ihrer Stief⸗ mama ſehr beeinträchtigt, und den Vater hatten nur die dringendſten Anforderungen ſeiner Gläubiger endlich ver— mocht, ſeinen Verwalter hierüber in's Vertrauen zu ziehen. Das einſt nicht unbeträchtliche Kapitalvermögen des Hrn. v. Altenhof war längſt erſchöpft, ein Theil der Güter waren
mit Hypotheken belaſtet, und die üppige Ausſtattung, welche Frau v. Altenhof der älteſten ihrer leiblichen Töchter mitgegeben, war mittels eines Berliner Bankiers beſchafft worden, welcher nun die Deckung für eine bedeutende Summe verlangte. Ja noch mehr, die ſtolze prahlende Mama hatte Eugenien neben einer nicht unbedeutenden baaren Mitgift noch einen Jahresgehalt von tauſend Thalern im Ehevertrag ausſetzen laſſen; dieſe Beſtimmungen hatte der ſchwache Vater durch ſeine Unterſchrift ſanktionirt, und nun erſt, nachdem dieſe Verpflichtungen und andere ihn beinahe erdrückten, theilte er Alles dem alten treuen Diener mit, den vor Entſetzen über dieſe thörichte und gewiſſen— loſe Handlungsweiſe, wie er es unumwunden nannte, bei— nahe der Schlag rühren wollte. Dem guten Hettich war es nun überlaſſen, die Folgen des Geſchehenen ſo gut wie möglich abzuwenden und die Schulden zu decken, indem er neue Summen unter Verpfändung der Guter aufnahm; zu dieſem Zwecke ſollte er noch in dieſer Nacht nach Leipzig reiſen.
„Armes Kind!“ ſagte der alte Mann, und eine dicke Thräne rann ihm in den grauen Bart,„Du allein dauerſt mich vom ganzen Hauſe. Die hochfahrende Mama mit ihren verzogenen Frätzchen von Töchtern hätte es wohl verdient, daß ſie an den Bettelſtab kämen, um auch einmal zu erfahren, wie es den Armen zu Muthe iſt, und der


