Bitte an Menſchenfreunde!

Jeruſalem. Nach einem im Staatsanzeiger für Würtemberg abgedruckten Privatſchreiben üben die orientaliſchen Zuſtände einen er⸗ ſchrecklichen Rückſchlag auf die Bewohner Paläſtinas aus. Unter der deutſch⸗israelitiſchen Gemeinde wüthet der Hungertyphus, der durch das dortige Klima unterſtüzt, ſeine Opfer fordert. Das k. k. öſterreichiſche Conſulatszeugniß erzählt folgende Begebenheit:Ein Israelite, Bilo mit Namen, der mit Frau und Kindern ſchon drei Tage hungerte, nahm in der Verzweiflung einen ſeiner Söhne auf die Schulter und war gerade im Begriff, ihn an einen Türken auf öffentlichem Markte zu verkaufen, als ein jüdiſcher Kaufmann, Uriel Kabili, hinzukam und durch

246

die deutſchen Israeliten erlaſſen, in dem ſie flehentlich um Hülfe rufen Vieler Orte hat man ſich, auch in unſerm engern Vaterlande, für dieſen Gegenſtand lebhaft intereſſirt, und wir hoffen, daß die hler erzählte Thatſache hinreichend iſt auch manchen Chriſten wie Israeliten zu be⸗ wegen ein Opfer auf den Altar der Liebe zu legen. Gerne ſind die Unkerzeichneten bereit dieſe Gaben in Empfang zu nehmen und mit vielen andern an den Ort ihrer Beſtimmung gelangen zu laſſen. Ge⸗ wiſſenhaft werden ſie ſ. 3. Rechnung über das Anvertraute ablegen. Friedberg im Juni 1854. Mayer J. Hirſch, Kaufmann. J. P. Schäfer, Vorſteher der Blindenanſtalt.

Nie verehrl. Redactionen benachbarter Blätter werden um koſten⸗

eine Gabe von einem Piaſter(21 kr. nach unſerm Gelde) die Schreckens⸗ Die Rabbiner der h. Stadt haben einen Aufruf an

that verhinderte.

freie Aufnahme obiger Bitte höflichſt erſucht.

Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-⸗Anzeigen.

Jagdverpachtun g. Llo83] Montag den 24. Juli d. J., Nachmit⸗ tags 2 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhauſe die der Gemeinde Ockſtadt zustehende Jagdberechtigung von circa 3242 Normalmorgen Feld und 1423 dergl. Wald, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen auf weitere ſechs Jahre öffentlich verpachtet werden.

Ockſtadt den 5. Juli 1854.

Großherzogliche Bürgermeiſterei Ockſtadt

Gröninger.

Bekanntmachung. L41122] Jacob Brückmann von Dornaſſenheim mit Frau und drei Kindern, ſowie der Wittwer Wilhelm Hartmann von da mit ſeinen beiden Kin⸗ dern, beabſichtigen nach Amerika auszuwandern.

Reichelsbeim den 12. Juli 1854. Herzogl. Naſſ. Kreisamt v. Preuſchen.

Steinkohlenlieferung. 111241 Donnerſtag den 27. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll die Lieferung von 750 Centner Steinkohlen für die Garniſon dahier auf dem Soumiſſionsweg an den Wenigſtverlangenden in Accord gegeben werden. Die Bedingungen darüber liegen in unſerm Büreau zur Einficht offen.

Friedberg den 11. Juli 1854.

Großherzoglicher Verwaltungsrath

des 2. Bataillons 4. Infanterieregiments.

Jagdverpachtung. 11127] Die der Gemarkung Weckes heim ge⸗ hörige Jagdberechtigung, umfaſſend 1701 Nor⸗ malmorgen, ſoll Samſtag den 22. d. M., Nach⸗ mittags 1 Uhr, dahier auf weitere ſechs Jahre unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen meiſtbietend verpachtet werden.

Weckesheim den 8. Juli 1854. Großherzogliche Bürgermeisterei Weckesheim Walther.

Güter⸗ Verpachtung. 11140] In Auftrag der Frau Anton Eich's Wittwe dahier werden Montag den 24. Juli, Morgens 9 Uhr, in hieſigem Rathhauſe deren Güterſtücke, in hieſiger und Fauerbacher Gemar⸗ kung liegend, auf den Zeitraum von 6 Jahren meiſtbietend verpachtet.

Friedberg den 15. Juli 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg

Bender.

Güter Verpachtung. L11421 Dienſtag den 25. Juli l. J., Morgens um 9 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die zur erſten Pfarrei dahier gehörenden Güterſtücke, beſtehend in 100 Morgen, in den Gemarkungen Friedberg, Fauerbach II. und Ockſtadt liegend, auf 9 Jahre meiſtbietend verpachtet.

Friedberg am 15. Juli 1854.

Weißbinderarbeit in der Reiter⸗ caſerne zu Butzbach. [11471 Dienſtag den 25. d. M., des Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſoll das Ausweißen verſchie⸗ dener Localitäten der hieſigen Reiter-Caſerne auf dem Wege der Soumiſſion vergeben werden. Es werden daher die zur Uebernahme dieſer Arbeit luſttragenden Weißbindermeiſter hierdurch aufge⸗ fordert, ihre Soumiſſionen verſiegelt und mit der AufſchriftWeißbinderarbeit betreffend, bis zu dem bemerkten Termin in das am Ein⸗ gange des Verwaltungsbureaus in beſagter Ca⸗ ſerne aufgehäugte Soumiſſionskäftchen einzulegen. Voranſchlag und die Bedingungen, die das Nähere beſagen, ſind zur Einſicht aufgelegt. Butzbach den 14. Juli 1854. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter.

Materiallieferung für das Großherzogliche Braunkohlenbergzwerk bei Dorheim. [1157] Mittwoch den 9. Auguſt, Vormittags 10 Uhr, ſoll auf dem Dorheimer Bergwerk die Lieferung von nachſtehenden Materialien, näm⸗

lich von: I. Floßholz: 88 Böden 10ter Stämmen, 8* ter 1 5 Ster 10 II. Brettern 1. 100 Stück ſchmalen Schreinerdielen, 150 Dachdielen, 50 Doppeldielen, 200 Latten, g III. Pfählen: 20,000 Stück 4 Fuß langen Eichenpfählen, IV. Fettwaaren: 800 Maas Rüböl, 80 Pfund Talg, auf dem Soumiſſionswege vergeben werden. Die Soumiſſionen ſind ſchriftlich, verſiegelt und frankirt mit der Adreſſe der unterzeichneten Be⸗ hörde und der Aufſchriftdie Lieferung von... betreffend verſehen, längſtens bis zum 9. Au⸗

guſt Vormittags 10 Uhr abzugeben. Die Er⸗ öffnung derſelben geſchieht in Gegenwart der erſchienenen Soumittenten. Die Bedingungen, unter welchen die Vergebung der Lieferung ſtatt⸗ findet, können vom 1. Auguſt an dahier einge⸗ ſehen werden. Dorheimer Bergwerk den 18. Juli 1854. Großherzogliches Bergamt Dorheim gen.

Steinkohlenlieferung. [11581 Donnerſtag den 27. dieſes Monats, des Nachmittags um 2 Uhr, ſoll auf dem Verwal⸗ tungsbureau hieſiger Garniſon die Lieferung der für dieſelbe in der Winterperjode 185455 er⸗ forderlichen 800 Centner Steinkohlen, ſogenann⸗ tes Fettſchrott, erſter Qualität, aus den Ruhrer Steinkohlenwerken, auf dem Wege der Sou⸗ miſſion in Accord gegeben werden. Dies den Intereſſenten mit dem Anfügen zur Nachricht, daß die Lieferungsbedingungen in dem obenge⸗ dachten Bureau Vor⸗ und Nachmittags einge⸗ ſehen werden können. Butzbach am 18. Juli 1854. Großherzoglicher Diviſions⸗Verwaltungsrath des Garderegiments Chevauxlegers.

Holzverſteigerung. 111591 Dienſtag den 25. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, werden im Rodheimer Gemeindewald, Diſtrikt Grauenberg:

4442 Buchen⸗Wellen, 3250 Eichen⸗ 2227 Nadel⸗ und 150 Weichholz ⸗Wellen, öffentlich an die Meifibietenden verſteigert. Gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine wird eine Zahlungsfriſt bis zum 15. September d. 1 geſtattet. Der Zuſammenkunftsort iſt auf der Wald⸗ bahn an den ſog. drei Eichen. Rodheim am 17. Juli 1854.

Großherzogliche Bürgermeiſterei Rodheim Jacobi

Reiſenden oder Agenten der

feilgeboten und verkauft habe.

tragt haben.

Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender.

Friedberg.

Oeffentliche

111601 Es iſt zu unſerer Kenntniß gekommen, daß in Friedberg und der Um⸗ gegend ein Menſch quasi hauſirend herumgezogen ſei, welcher ſich fur einen

Warnung!

Heilbronner Bleiche bei Wimpfen

ausgegeben und ein angeblich auf dieſer Bleiche gebraucht werdendes Bleichmittel

Wir erklären dieß hiermit öffentlich für eine Betrügerei, indem wir

ſelbſten keinerlei dergleichen ſchädliche Bleichmittel anwenden noch verkaufen

und auch Niemanden mit dem Verkaufe irgend eines Bleichmittels beauf⸗

Die Verwaltung der Heilbronner Bleiche bei Wimpfen e ee. Louis Hörner. Aufträge für dieſe reine Naturbleiche werden immer noch beſorgt.

Eduard Ruths.

1. Preis f

u Die foſtet fl. 7. (ausführliche

ese = We unt

1137 Einem 11 7 use der WII irſchorn! 1 mein Schi nerung bringe, Schime in jede tath habe, wie

besorge. Außer atbeilen und Hauben, Cher geneigten Zuß und reelle Be

Friedberg

Neue Feg 11155] gut g

300 fl.

Ils 0) biegen Niedertot

3 11162] Ein Haus haltung miethen. Naß

Zum Ctuez] wird e Friedberg.

Grundl Luld] wird; dei det Expedi

Rheir

Lite) kf

verkaufen

Pen

11166] ein ich ergebenſt Nauheim au in jeder Gr die vollkomn ich eine rich mich in

Probedild aufgeffüt.

Naubeim