Ausgabe 
18.8.1854
 
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ſie die hartherzigen Erben ſicher auch mit den gleichen Waffen bekämpfen, denn dieſe hatten an die Stelle der billigen Theilung eine Art eigenmächtiger Plünderung ge ſetzt, wo Jedes ſich aneignete, was ihm nur in die Hände fiel. Das Beiſpiel Anderer entſchuldigte alſo ſicher ein ähn liches Verfahren von Seiten Emiliens und ihres Beſchützers.

(Fortſetzung folgt.)

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doch zu klein.

Miszellen.

Als Friedrich der Große eines Tages aus dem Fenſter ſah, bemerkte er, wie einer ſeiner Pagen eine Priſe Tabak aus ſeiner Doſe, welche auf dem Tiſche ſtand, nahm. Er hinderte ihn nicht daran, ſagte aber, ſich umdrehend:Iſt dieſe Tabaksdoſe nach Deinem Geſchmack? gerieth in die äußerſte Verlegenheit, und war keines Wortes Der König wiederholte die Frage.

mächtig.

der erſte. Der Page

Zitternd er⸗

widerte der Page, daß er ſie ſchön fände.Nun ſo nimm ſie hin, ſprach Friedrich,denn für uns beide wäre ſie

Der junge geiſtreiche, ungemein lebensluſtige Graf, ſpäterhin Fürſt Kaunitz, welcher im Jahre 1804 öſtreichiſcher Geſandter zu Kopenhagen war, dehnte ſich einſt gegen Mit⸗ tag von einer durchſchwärmten Nacht müd und ſchläfrig in ſeinen Lehnſeſſel, als ihm der als langweiliger Witzjäger bekannte Baron N. gemeldet wurde. der Eintretende dem ſchläfrigen Grafen zu,Ew. Excellenz gähnen, gewiß hatten Sie heute ſchon viele langweilige Beſuche?O nein, erwiderte Kaunitz.

Mein Gott! rief

Sie ſind

Troſt. Karl:Wenn du wüßteſt, was mich das koſtet, Laura zu verlaſſen! Alfred:Gewiß nicht ſoviel, als ſie zu behalten!

Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-⸗Anzeigen.

Jagdverpachtung. [1272 Die der Gemeinde Oſſenheim zuſtehende Feld⸗ und Waldjagd ſoll

Samſtag den 19. Auguſt l. J.,

Vormittags 10 Uhr, in der Behauſung des Gaſtwirths Heil, unter den bei der Verpachtung bekannt gemacht wer⸗ denden Bedingungen öffentlich meiſtbietend ver⸗ pachtet werden. Oſſenheim den 12. Auguſt 1854. Großherzogliche N Oſſenheim o p p.

Edictalladung.

112821 Nachverzeichnete, dem Herrn Grafen Friedrich von Alt⸗Leiningen⸗Weſterburg zu Schloß Ilbenſtadt in der Gemarkung Aſſenheim zuſtehenden Grundrenten, als:

a) eine durch Allodification eines, von Chri⸗ ſtian Müller und Conſorten beſeſſenen Erbleihgutes, entſtandene Grundrente, im jährlichen Geldanſchlage von 594 fl. 14 kr.,

p) ein Geldzins im jährlichen Anſchlag von 13 fl. 4 kr.,

ſollen nach den beſtehenden geſetzlichen Beſtim⸗ mungen abgeloſt werden.

Es werden daher alle bei dieſer Ablöſung be⸗ kannte und unbekannte Betheiligte hiermit aufge⸗ fordert, ihre etwaigen Rechts anſprüche innerhalb zwei Monaten bei dem unterzeichneten Gerichte um ſo gewiſſer anzumelden, als ſonſt die Aus⸗ zahlung der Ablöſungskapitalien an den genannten Herrn Berechtigten geſtattet werden wird.

Friedberg den 8. Auguſt 1854.

Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann.

Bekanntmachung. 112831 Dienſtag den 29. Auguſt d. J., Vor⸗ mittags um 9 Uhr, wird in der Behauſung des Bürgers und Wagnermeiſters Adam Menges auf deſſen freiwilligen Antrag und wegen Nie⸗ derlegung ſeines Wagnergeſchäfts ein vollſtän⸗ diges Wagnerhandwerkzeug, ein großer Vorrath von Werkholz, worunter 20-30 Eichſtämme, 60 70 birkene Stangen zu Deichſeln und Lei⸗ terbäumen und ſonſt hierher gehörende Gegen⸗ ſtände, öffentlich meiſtbietend verſteigert.

Friedberg den 16. Auguſt 1854. In Auftrag Großherzogliches Ortsgericht Friedberg: Bender, Ortsgerichtsvorſteher.

der Erben nochmals öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert. Friedberg den 16. Auguſt 1854. In Auftrag Großberzogliches Ortsgericht Friedberg: Bender, Ortsgerichtsvorſteher.

garten dahier meiſtbietend verſteigert werden. Steigerer können dieſelben ſtehen laſſen oder auch abbrechen. 5 Heegheim den 12. Auguſt 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Heegheim Klehm.

Hofraithe⸗Verſteigerung. 1285] Dienſtag den 22. Auguſt d. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, wird in hieſigem Rath⸗ hauſe die zur Verlaſſenſchaft der Karl Ludwig Quandt's Wittwe dahier gehörende Hofraithe nochmals öffentlich meiſtbietend verſteigert und ſoll nunmehr bei annehmbarem Gebot der un⸗ widerrufliche Zuſchlag erfolgen.

Friedberg den 16. Auguſt 1854. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Großherzogliches Ortsgericht Friedberg: Bender, Ortsgerichtsvorſteher.

Arbeits ⸗Verſteigerung. [1286] Montag den 21. l. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll in dem Gemeindewirthshauſe zu Wölfersheim:

1) das Verputzen und der Oelanſtrich, ſowie das Unterfangen einer Schwelle mit Back⸗ ſteinen, am Schulgebäude, veranſchlagt zu

180 fl. 31 kr., 2) die Anfertigung eines Schichtpflaſters am Springbrunnen, veranſchlagt zu 121 fl. 55 le., wenigſtnehmend veraccordirt werden. Wölfersheim den 14. Auguſt 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Wölfersheim All wohn.

Jagdverpachtung. [1290] Montag den 21. d. M., Nachmittags 1 Uhr, ſoll die Gemeindejagd der Gemeinde Dorn⸗ aſſenheim auf 6 Jahre auf dem Rathhauſe da⸗ ſelbſt nochmals meiſtbietend verpachtet werden.

Dornaſſenbeim den 15. Auguſt 1854. Bommersheim, Bürgermeiſter.

verpachtung.

Jagd [1291] Dienſtag den 22. l. M., Nachmittags

2 Uhr, ſoll die der Gemeinde Fauerbach I. zu⸗ ſtehende leihfällige Feld- und Waldjagd unter den bei der Verpachtung näher bekannt gemacht werdenden Bedingungen auf dem Gemeindehaus meiſtbietend verpachtet werden. Fauerbach J. den 15. Auguſt 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Fauerbach J. Philipps.

Jagdverpachtung.

[1292 Montag den 21. Auguſt l. J., Nach⸗ mittags 3 Uhr, wird die Jagd in hiefiger Ge⸗ markung, beſtehend in 2282 Morgen Feld⸗ und 1735 Morgen Wald, einer öffentlichen Verpach⸗ tung auf die nächſten 6 Jahre auf dem Bürger⸗

meiſterei⸗Büreau dahier ausgeſetzt.

Butzbach den 14. Auguſt 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Butzbach

Seippel.

Faſelochsverſteigerung.

[1287] Montag den 21. d. M., des Morgens um 10 Uhr, ſoll der hieſige Gemeinde-Faſelochs bei Wirth Philipp Weitz meiſtbietend verſteigert werden.

Heuchelheim den 15. Auguſt 1854. l

Großherzogliche en Heuchelheim

e i tz.

Bekanntmachung. [1288] Dienſtag den 22. Auguſt, Morgens 10 Uhr, wird die hieſige leihfällige Jagd zum zweitenmale auf weitere 6 Jahre anderweit ver⸗ pachtet.

Pfaffenwiesbach den 11. Auguſt 1854. Rupp, Bürgermeiſter.

Hofraithe⸗Verſteigerung. [1284] Dienſtag den 22. Auguſt d. J., Vor⸗ mittags um 11 Uhr, wird in hieſigem Rath⸗ hauſe die zur Anton Suhrada's Verlaſſenſchafts⸗ Maſſe dahier gehörende Hofraithe, in Folge eingelegten Nachgebots, auf freiwilligen Antrag

Bekanntmachung. [1289] Dienſtag den 26. September l. J., Vormittags 11 Ühr, ſoll die Hofraithe der Jo⸗ hannes Ickes Eheleute, beſtehend in Wohnhaus, Scheuer und Stallung, von geſundem Eichen⸗ holz gebaut, nebſt dem dabei befindlichen Gemüs⸗

Verſteigerung von Bauarbeiten. [1293] Dienſtag den 22. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen im Rathhaus zu Münzenberg die zur Herſtellung einer Bohlenbedachung auf dem öſtlichen Thurm der Schloßruine daſelbſt erforderlichen Arbeiten:

1) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 7fl. kr. 2) Zimmerarbeit, 1 10* 3) Schreinerarbeit, worunter die

Lieferung von 1350[◻c] aus⸗

getrocknete Eichenbohlen von

1,5 Stärke, und größten⸗

theils von 15 Länge 378 05 4) Schloſſerarbeit, veranſchlagt zu 19 58. 5) Glaſerarbeit, 2% 40 6) Weißbinderarbeit, 40 10 7) Spenglerarbeit, 6 54 an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden.

Der Voranſchlag liegt bei der unterzeichneten Behörde zur Einſicht offen. Gießen den 16. Auguſt 1854. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen Holzapfel.

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