haltungen dieſes Vereins. Aber wir wollen davon am wenig⸗ ſten reden, was der Verein für Andere, ſondern gerade da— von, was er ſeinen eignen Leuten ſelber gethan hat. Hat es den Mitgliedern nicht wohlgethan, ſich auch einmal aus dem Gewühl des geſchäftigen Lebens heraus zu flüchten und geiſtigen Genüſſen zuzueilen? That es ihnen nicht wohl, daß man anerkannte, daß der Vorwurf über Geſchäfte, Händel und Schacher in jetziger Zeit nicht mehr ſo begruͤn⸗ det ſei, als früher? Und daß man mit anderen Vereinen Gemeinſchaftliches ausführte, lag darin kein Fortſchritt? Daß der Verein dem israelitiſchen Vorſtande nicht gebührend entgegen kam, gehört nicht zu den angenehmen Erinnerungen an ſein Beſtehen und war auch die Haupturſache des Zerfalls. Man wird nun, freilich zu ſpät, eingeſehen haben, daß man ſich auf Die, die fortziehen, nicht verlaſſen kann, und wären es ſelbſt Banquier, ſondern auf Die, die dableiben und denen Hebung der ganzen Gemeinde von Intereſſe ſein muß. Die ganze Judengemeinde muß ſich betheiligen, wenn ein israeli— tiſcher Singverein hier gedeihen ſoll, was wir als Freund des Geſangs und der Bildung in allerlei Volk wünſchen
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Verſchiedenes.
Ein Baſſiſt, der bei dem Theaterdirektor J. ein Enga⸗ gement ſuchte, endete ſein ſchriftliches Geſuch mit den Wor⸗ ten:„Ich ſinge einen Ton tiefer, als alle Baſſiſten der Welt, aber noch lange nicht ſo tief, als die Hochachtung iſt, mit welcher ich verharre u. ſ. w.“
Für die Brandbeſchädigten zu Felda
ſind bei Hrn. Oberpfarrer Fuhr eingegangen: Von Hrn. Pfarrvicar Wel⸗ ker zu Staden 1 fl. 30 kr., von den Bürgern zu Oberrosbach 12 fl. 24 kr., desgleichen zu Niederrosbach 8 fl. 44 kr, von Hrn. Apotheker Eiſenhut zu R. 30 kr. von F. 5 fl., in Summa 29 fl. 8 kr.
Bei dem Unterzeichneten gingen ein: Von Fr. Dietz für die alte Magd 48 kr., v. Th. 1 fl., Pf. B. in O. 1 fl. Es wurden am 6. dss. nach Felda abgeſendet 55 fl. 5 kr., nämlich obige 29 fl. 8 kr., ſodann 21 fl. durch die Expedition dieſes Blattes, 4 fl. 48 kr., welche bei mir einge⸗
gangen waren, und 9 kr. noch von der vorigen Sendung. Es bleiben noch 2 fl. bei mir vorräthig. Oberros bach den 9. Dezember 1854. Stra ck,
Bei der Unterzeichneten ging ferner ein: Von H. 24 kr. Um weitere Gaben wird gebeten.
müſſen.
e
Die Exped. des Frie db. Int.⸗Bl.
Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-⸗Anzeigen.
Edietalla dung. 11776] Nach Einlagebüchelchen Nr. 1044 wur⸗ den im Jahre 1839 für Apotheker Engelmann's Kinder von bier bei der hieſigen Sparkaſſe dem Mathildenſtifte 200 fl. angelegt. Dieſes Capital ſoll bis auf 50 fl. abgetragen ſein, wovon die Zinſen von 1839 an zurückſtehen.
Da das Einlagebüchelchen Nr. 1044 nach Anzeige der Engelmann'ſchen Kinder verloren gegangen, ſo werden auf deren Antrag alle, welche An— ſprüche an daſſelbe zu haben vermeinen ſollten, auf⸗ gefordert, ſolche ſogewiß binnen 3 Monaten von heute an hier anzuzeigen, als ſonſt die Schuld— urkunde für erloſchen erachtet werden und dem- gemäß die Rückzahlung des erwähnten Reſtkapi⸗ kals ſammt Zinſen an die Engelmann'ſchen Erben erfolgen wird.
Friedberg den 16. November 1854.
Großherzogliches Landgericht Friedberg
Hofmann.
Main ⸗Weſer ⸗Eiſenbahn. 11845] Zur Uniformirung des Locomotiv- und Zugsperſonals und der Bahn- und Weichen⸗ wärter ſoll die Lieferung von 8 Paletots, 25 Röcken, 70 Hoſen und 78 Mützen, veran⸗ ſchlagt zu 1076 Gulden auf dem Submiſſions⸗ wege in Accord gegeben werden.
Die Vorſchriften und Bedingungen liegen bei der unterzeichneten Stelle zur Einſicht offen, an welche die Gebote längſtens bis zum 16. d. M., des Vormittags um 9 Uhr, verſiegelt und mit der Aufſchrift verſehen„Uniformirung betreffend“ eingereicht ſein müſſen.
Gießen am 4. December 1854.
Großherzogliche Magazins Com miſſion. In Verhinderung des Vorſitzenden: Daudt, Maſchinenmeiſter.
Bekanntmachung. 118251 In dem ehemaligen Karl Klein'ſchen Hauſe ſind noch einige Wohnungen zu vermiethen.
Diejenigen hieſigen Einwohner, welche von den fraglichen Wohnungen zu miethen beabſich— tigen, können ſich bei der unterzeichneten Stelle melden.
Friedberg den 2. Dezember 1854.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. 30 Gulden 118321] Schulkapital liegen gegen gerichtliche Verſicherung à 5 pCt. zum Ausleihen bereit. Dorheim den 1. Dezember 1854. Gimbel, Kirchenrechner.
Main ⸗Weſer⸗ Bahn.
11842] Zur Erbauung der Stationsgebäude zu
Friedberg, Niederwöllſtadt und Vilbel ſollen
auf dem Bahnhofe zu Friedberg Montag den
18. Dezember, Nachmittags 1 Uhr, folgende
Arbeiten an die Wenigſtnehmenden öffentlich
veraccordirt werden:
A. Stationshaus zu Friedberg.
veranſchlagt zu
1) Schreinerarbeiten, 2763 fl.— kr. 2) Glaſerarbeiten, 833/35 3) Schloſſerarbeiten, 224„—„ 4) Weißbinderarbeiten, 1250„—5„
B. Stationshaus zu Niederwöllſtadt. veranſchlagt zu
1) Schreinerarbeiten, 1064 fl. 13 kr.
2) Glaſerarbeiten, 363„ 54, 3) Schloſſerarbeiten, 9 4) Weißbinderarbeiten, e
C. Stationshaus zu Vilbel. veranſchlagt zu
1) Schreinerarbeiten, 1085, 17%
2) Glaſerarbeiten, 363% 54% 3) Schloſſerarbeiten, 352% 29% 4) Weißdinderarbeiten, 696„ 46„
Steigbedingungen, Arbeitriſſe und Muſter liegen auf dem Geſchäftszimmer des Unterzeich⸗ neten zur Einſicht bereit.
Friedberg den 4. Dezember 1854.
Der Großherzogliche Sections-Ingenieur der Sectionen Friedberg und Vilbel Hochgeſand.
Bekanntmachung. 1874] Der Salinenſchreiner Johannes Hart⸗ mann von bier iſt wegen Irrfinns heute unter Curatel des Maurers Chriſtoph Grünewald hierſelbſt geſtellt worden.
Nauheim am 7. Dezember 1854.
Kurfürſtliches Juſtizamt Re u l. vdt. Schlarbaum.
Bekanntmachung.
11875] Montag den 18. Dezember, Morgens
um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die
erforderlichen Schubfuhren für 1855 an den
Wenigſtnehmenden verſteigert. Friedberg den 9. Dezember 1854. In Auftrag Großherzoglichen Kreisamts Friedberg:
Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg
Mende
A uf fo r de üng. 11831] Bei der am 10. Mai d. J. ſtattgehabten Gemeinderaths⸗Verſammlung wurde von dem mit dem Handlungshauſe Simon und Samuel Lindheimer zu Friedberg negociirten Anlehen ad 3000 fl. die Partial⸗Obligation Nr. 26 mit 100 fl. auf den 1. Auguſt l. J. rückzahlbar. Da dieſer Betrag bis heute noch nicht in Em— pfang genommen wurde, ſo wird der Inhaber gedachter Obligation hiermit nochmals auf⸗ gefordert, dieſe Summe alsbald bei hieſiger Gemeindeeinnehmerei, gegen Rückgabe der Obli⸗ gation in Empfang zu nehmen, da der Zins⸗ lauf vom 1. Auguſt d. J. an aufgehört hat. Höchſt a. d. Nidder am 26. Novbr. 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Höchſt Meininger.
Holzverſteiger ung. [1830] Mittwoch den 13. d. M., des Vor⸗ mittags 10 Uhr, werden in dem hieſigen Ge⸗ meindewald, Diſtrikt Waſſerdöll u. ſ. w., nach⸗ benannte Holzſortimente, als;
J. Brennholz:
2 Stecken Buchen⸗Scheitholz,
1 5
„ Eichen⸗ 7%„ Nadel-„ 6„ Buchen-⸗Prügelholz, 2„ Eichen⸗„ 4„ Nadel⸗* 4„ Buchen⸗Stockholz, 7 Eichen⸗ 17 10 Nadel⸗ 7. 525 Wellen Buchen⸗Reiſerholz, 138 7 Eichen⸗ 7 52⁵„ Nadel⸗ 5
75„ Aspen Reiſerholz, 56 Gebund Ginſtern zu Backholz; II. Bau⸗, Werk⸗ und Nutzbolz:
91 Stämme Kiefern⸗Nadelholz von 5½— 12“
Durchmeſſer und 11-60“ Länge= 1572 Cubikfuß,
5 Stangen Nadelholz— 23 Cubikfuß, unter den im Termin eröffnet werdenden Be⸗ dingungen an Ort und Stelle meiſtbietend ver⸗ ſteigert.
Hierbei wird bemerkt, daß die Verſteigerung am ſog. Hühnerpfad, Punkt 10 Uhr, beginnt und im Diſtrikt Waſſerdöll mit dem Verkaufe des Nadelholzes ſich endigt.
Niederrosbach den 2. Dezember 1852. Großherzogliche W Niederrosbach
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