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Freundliche Bitte an Friedbergs Bewohner.
Der Vorſtand der hieſigen Kleinkinderſchule hat in ſeiner letzten Sitzung beſchloſſen, für dieſes Jahr in der bisherigen Weiſe den be— dürftigen Kindern in unſerer im Segen wirkenden Anſtalt durch zweckmä⸗ ßige Gaben der Liebe das Weihnachtsfeſt zu verherrlichen, damit ſich auch dieſe unſchuldigen Seelen mit dankbarem Herzen des heiligen Chriſt—
feſtes kindlich erfreuen.
Der Anſtalt ſelbſt ſteben, wie bekannt, nur ſehr beſchränkte Mittel zu Gebote und ſieht ſich aus dieſem Grunde der Vorſtand ge— nöthigt, den ſchon ſo oft bewährten Wohlthätigkeitsfinn der Bewohner Friedbergs zu dem fraglichen Zwecke auf dem Wege dieſer öffentlichen Anſprache anzuregen und an dieſe hiermit die Bitte zu richten, für die
bevorſtehende Chriſtbeſcheerung in der Kleinkinderſchule irgend eine Gabe, ſei es an Geld, Kleidungsſtücken, Spielzeug u. ſ. w. gütigſt zu ſpenden und ſolche recht bald an das eine oder das andere Mitglied des Vorſtands gelangen zu laſſen.
Möge dieſer Aufruf allen denen gegenüber, welche in der Lage ſind, eine Liebesgabe ſteuern zu können, ein recht gedeihliches Reſultat liefern und ein Jeder eingedenk ſein, daß die fröhlichen Geber Gott lieb hat und Geben ſeliger denn Nehmen iſt.
Friedberg den 4. Dezember 1854.
In Auftrag des Vorſtands: Trapp III.
Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-Anzeigen.
Fruchtverſteigerung. 11826] Montag den 11. Dezember, Nachmit⸗ tags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe von dem Fruchtvorrath des vereinigten Armen— fonds 60 Malter Korn und 30 Malter Gerſte, zweimalterweis, meiſtbietend verſteigert.
Friedberg den 2. Dezember 1854.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg
eder.
Aru f fox derung. 11828] Die längſt fälligen Holzgelder ſind, bei Vermeidung gerichtlicher Beitreibung, innerhalb drei Wochen an den feſtgeſetzten Zahltagen, Donnerſtag und Freitag, Vormittags,
anher zu berichtigen.
Ockſtadt am 2. Dezember 1854.
Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Munz er ei r.
Faſelochsverſteigerung. [1829] Montag den 11. Dezember, Morgens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe ein dem vereinigten Armenfond dahier gehörender ſchlachtbarer Faſelochs meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 2. Dezember 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender.
Main Weſer⸗ Bahn. [1842] Zur Erbauung der Stationsgebäude zu Friedberg, Niederwöllſtadt und Vilbel ſollen auf dem Bahnhofe zu Friedberg Montag den 18. Dezember, Nachmittags 1 Uhr, folgende Arbeiten an die Wenigfinehmenden öffentlich veraccordirt werden: A. Stations haus zu Friedberg.
veranſchlagt zu 1) Schreinerarbeiten, 2763 fl.— kr. 2) Glaſerarbeiten, 5
3) Schloſſerarbeiten, 4) Weiß binderarbeiten, 1250,—, B. Stationshaus zu Niederwöllſtadt.
veranſchlagt zu 1) Schreinerarbeiten, 1064 fl. 13 kr. 2) Glaſerarbeiten,„„ 3) Schloſſerarbeiten, 22 4) Weißbinderarbeiten, 679, 57 C. Stationshaus zu Vilbel. veranſchlagt zu 1) Schreinerarbeiten, 1085%, 17% 2) Glaſerarbeiten, 363„ 54% 3) Schloſſerarbeiten, 362„ 29 4) Weiß binderarbeiten, 696„ 46, Steigbedingungen, Arbeitriſſe und Muſter liegen auf dem Geſchäftszimmer des Unterzeich⸗ neten zur Einſicht bereit. Friedberg den 4. Dezember 18584. Der Großherzogliche Sections-Ingenieur der Sectionen Friedberg und Vilbel Hochgeſand. 369 Gulden
[18431] liegen in der Kirchenkaſſe dahier zum Ausleihen bereit. Niederwöllſtadt den 5. Dezbr. 1854. Hildebrand, Kirchenrechner.
Müphlen⸗ Verkauf.
[1844] Donnerſtag den 14. Januar 1855, Nachmittags 2 Uhr, will der hieſige Bürger und Müllermeiſter Johannes Weidmann II. durch den Großherzoglichen Ortsgerichtsvorſteher zu Ockſtadt bei Friedberg ſeine daſelbſt gelegene völlig pachtfreie Mühle wegen Wohnungsver— änderung an den Meiſtbietenden auf hieſigem Rathhauſe unter ſehr vortheilhaften Bedingungen verſteigern laſſen. Die Mühle iſt oberſchlächtig mit einem Gang, hat ein Gefäll von 24 Fuß und das ganze Jahr Waſſer zum Mahlen; die— ſelbe liegt nur einige hundert Schritte von Ockſtadt, wohin ſie ſeither eine ſehr ausgebreitete Kundſchaft beſaß.
Die Mühle beſteht aus dem Mühlbau und den zum Mablbetrieb gehörigen Geräthſchaften, Wohnhaus, Scheuer, vollſtändigen Oekonomie— gebäuden und verſchließbarem Hofe; alles faſt noch neu und in beſtem Zuſtande befindlich; ferner 1 Morgen 1 Viertel Ackerland, 2 Mor- gen 2 Viertel Wieſe und ungefähr/ Morgen Garten, Ortsmaas; daſſelbe liegt unmittelbar um die Gebäulichkeiten herum.
Von dem Kaufſchilling kann ein bedeutender Theil auf dem Verkaufsobjecte ſtehen bleiben.
Die Bedingungen können vor der Verſteige— rung eingeſehen werden.
Ockſtadt den 5. Dezember 1854.
Großherzogliches Ortsgericht Ockſtadt
Gröninger, Ortsgerichtsvorſteher.
Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn [1845] Zur Uniformirung des Locomotiv- und Zugsperſonals und der Bahn- und Weichen⸗ wärter ſoll die Lieferung von 8 Paletots, 25 Röcken, 70 Hoſen und 78 Mützen, veran— ſchlagt zu 1076 Gulden auf dem Submiſſions- wege in Accord gegeben werden.
Die Vorſchriften und Bedingungen liegen bei der unterzeichneten Stelle zur Einſicht offen, an welche die Gebote längſtens bis zum 16. d. M., des Vormittags um 9 Uhr, verſiegelt und mit der Aufſchrift verſehen„Uniformirung betreffend“ eingereicht ſein müſſen.
Gießen am 4. December 1854.
Großherzogliche Magazins Commiſſion. In Verhinderung des Vorſitzenden: Daudt, Maſchinenmeiſter.
Zur Beachtung. [1846] Der Schloſſermeiſter Chriſtian Bender von Friedberg hat für die hieſige Gemeinde eine gußeiſerne Waſſerpumpe von 70“ Länge ange— fertigt, die bei der geringſten Anſtrengung ein reichliches Waſſermaas auswirft. Mit der Ar⸗ beit, als auch dem ſehr mäßig geſtellten Preiſe genügend zufrieden, empfehle ich denſelben gleich- zeitig bei vorkommenden Fällen für Gemeinden, wie für Privaten. Kleinkarben den 28. November 1854. Sto Großherzoglicher Bürgermeiſter.
Bekanntmachung. [1847] Auf der Bürgermeiſterei Steinfurth ſoll Dienſtag den 12. December, Morgens 10 Uhr, die Lieferung eines Kochofens in die Wohnſtube des Pfarrhauſes, veranſchlagt zu 37 fl., an den Wenigſtfordernden vergeben werden.
Steinfurth den 5. December 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Steinfurth Thönges.
Aus zuleihen. [1848] Mit Ende des Jahres 1854 werden in unſeren Kirchenfond 1400 fl. abgetragen, welche ſogleich gegen gerichtliche Obligation wieder ausgeliehen werden können. Petterweil den 16. November 1854. Für den evang. Kirchenvorſtand Schmidt, Pfarrverweſer.
Fett⸗Grieben-Kuchen, [820] die zum Mäſten der Schweine und Futter
der Hunde ꝛc. ſehr anwendbar find, ſind billig zu haben bei
Siegmund Simon, Seifen- und Lichter⸗Fabricant.
An zeig [1833] Unterzeichneter iſt vom 15. Dezember d. J. an hier als practiſcher Thierarzt und wohnt in dem Ernſt Falk'ſchen Hauſe vis-à-vis der Stadtkirche. Friedberg den 3. Dezember 1854. L. Britſch, pract. Veterinärarzt.
Anzeige. 11838] Meine bekannten vorzüglichen Lebkuchen in allen beliebigen Größen bringe ich einem verehrlichen Publikum auf bevorſtehende Weih— nachten in empfehlende Erinnerung. E. St e Uſergaſſe.
Ein Logis [1839] im Hinterhaus, welches ſogleich bezogen werden kann, hat zu vermiethen
Philipp Simmerock.
Empfehlung. Do [1821] Zu bevorſtehenden Weihnachten empfehle ich Anisgebackenes und feine Lebkuchen, ſodann den immerwährenden Vorrath der ſchon be— kannten Zwiebacke. Auch erlaube ich mir auf den Mehlverkauf im Kleinen aufmerkſam zu machen, bei welchem ſich ſtets ein extra feines Blumenvorſchußmehl auszeichnen wird. Friedberg den 1. Dezember 1854. b Georg Weiffarth, im Hauſe des Hrn. Gemeinderath Steinhäußer neben der Poſt.
Anzeige 1849] Eine neue Sendung ächter Bremer— und Havanna ⸗Cigarren iſt wieder ange⸗
kommen bei Louis Winheim.
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