Ausgabe 
3.11.1854
 
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Ich dank' Euch, Jergmichel! unterbrach den Alten Daß Ihr's gut mit mir meint, weiß ich, aber Ihr ſeid ja ſelbſt arm. Wie geſagt, ich dank' Euch!

Man dankt, wenn man genoſſen hat! erwiederte Von was' ich leb' und was e eee e Schweſter und meiner alten Mutter bei ihren Lebzeiten gethan habt, daran wollt Ihr, nicht denken. Thut's dem alten Jergmichel nicht zu Leid und macht ihm

gerührt die Wittwe.

der Alte etwas beleidigt. ich habe, verdanke ich Euerm Vater, ſelbſt an meiner i

die Freud': kommt in mein Haus mit

Ja, Mutter,

jetzt plötzlich der Freude gewichen,

Als noch am nämlichen Abend die

dem alten Jergmichel aus dem

ſes trat, um es nie wieder zu betreten, der dicke Bürgermeiſter des Dorfes, unter dem Fenſter und glotzte vergnüglich herüber nach dem neu- Haus, als ſähe er es heute zum Erſtenmale. Das Weinglas, das er geleert, auf das Fenſterſims hin⸗ gar ſelbſt gefällig zu und brummte in Jetzt wird doch einmal ſie,

Herr Nachbar, erworbenen

ſtellend, nickte er ſich ſeiner Freude vor ſich hin:

wir wollen zum Jergmichel ziehen! rief jetzt der Kleine noch ſchluchzend; aber ſein Gram war Tag und Nacht in dem

kleinen netten Häuschen des alten Jergmichel ſein zu können, und die Mutter mußte jetzt einwilligen.

Thor des väterlichen Hau

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ich ſeh'!

Euerm Fritz!

nicht tröſten laſſen,

Schulzenſuſel mit ihr zu ſpielen.

meine Alte, mit mir zufrieden ſein! Das Haus ſteckte ihr ſchon längſt im Kopfe, wie ſie meinen Genieſtreich erfahren hat. und wie? Um ein Spottgeld, hol' Nun, nun! der Nachbarin preſſirt's mit dem Umzug, wie Deſto beſſer, iſt mir die Ausweiſung erſpart.

Der Glückliche achtete gar nicht in ſeiner Selbſtbe wunderung auf die Klagen und die Thränen ſeines kleinen Töchterchens, das draußen auf der Gaſſe Schulzen Fritz nachblickte, als dieſer fröhlich hüpfend an der Hand des alten Jergmichel die Gaſſe hinauf der neuen Woh nung auf dem Kirchberg zuwandelte. wollte ſich von ſeiner Mutter, der Frau Bürgermeiſterin, gar bis man ihr verſprochen hatte, daß

ſie hat aber auch geſchmunzelt, Jetzt hab' ich's, mich der Guckuck!

ſtand und des

DasZuckermädel

derböſe Fritz morgen wieder kommen müſſe, um mit

(Fortſetzung folgt.)

da lag eben der

nannten 18 kr.

Für die Brandbeſchädigten zu Felda

iſt bei dem Unterzeichneten eingegangen: Tr. III. auf der Eiſenbahn 1 fl., Dom. B. durch die Botin 1

E. in P. 2 fl., K. 5 fl.,

Ferner ging bei uns ein:

Von Darmſtadt 30 kr.,

M. Hirſch 1 fl, Zuſammen 10 fl. 30 kr. K. Strack. Von C. N. H. fl. 1., einem Unge⸗

Die Exped. des Frie db. Int.⸗Bl.

um weitere Gaben wird gebeten.

Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-Anzeigen.

Mobilien-Verſteigerung. L16621 Dienſtag den 7. November d. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr anfangend, werden in hieſigem Rathbauſe die zum Nachlaſſe der Frau Berg⸗ rentmeiſter Hutter dabier gehörenden Mobilien, beſtehend in Bettung, Kleidern, Weißzeug, Tiſchen, Stüblen, Kommoden, ein Sopha, Bettſtellen, Schränken und ſonſtigen Hausgeräthſchaften, öffentlich meiſtbietend verſteigert.

Friedberg den 30. Oktober 1854.

In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg: Bender, Ortsgerichtsvorſteher.

Güter- Verſteigerung. 1672] Donnerſtag den 9. November d. 31 Vormittags um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe auf freiwilligen Antrag der Heinrich Rauſch 11. Wittwe und Kindern dahier deren nachbeſchriebe ne Güterſtücke, nämlich: Gemarkung Friedberg: Pag. No. Flur No. Klftr. 562/30 12 142 385 Acker im Kleingalgenfeld, Gemarkung Fauerbach II.: Pag. No. Flur No. Ruth. 449%3 40½ Acker in der oberſten Elach, 702/10 9% Grasgarten in der Elach, erbabtheilungshalber öffentlich meiſtbietend ver ſteigert. Friedberg den 2. November 1854. In Auftrag: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Bender, Ortsgerichtsvorſteher.

8 Zur Beachtung. [1673] Im Intereſſe der Landwirthſchaft bringe ich zur öffentlichen Kenntniß, daß wir in hieſi⸗ ger Gemarkung im Laufe dieſes Herbſtes eine Drainage unter der techniſchen Leitung des Herrn Geometer Lautz zu Friedberg angelegt haben. Die genannte Anlage zeichnet ſich durch ihre Zweckmäßigkeit und Billigkeit vor andern Ent⸗ wäſſerungsanlagen aus und die vortreffliche techniſche Ausführung verſpricht uns den beſten Erfolg. Wölfersheim den 1. November 1854.

Verſteigerung. 11674] Donnerſtag den 16. November, Vor⸗ mittags um 9 Uhr, werden auf freiwilligen Antrag des Oeconomen Karl Berg dahier zwei Wallachpferde, eins 5, das andere 7 Jahre alt, eine in gutem Zuſtande ſich befindende ſechs⸗ ſitzige Chaiſe und ein zweiſpänniger ſtarker Wagen mit eiſernen Achſen in deſſen Wohnung öffentlich meiſtbietend gegen gleich baare Zahlung verſteigert. Friedberg den 1. November 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender.

Wohnungs-Verſteigerung. [16751 Dienſtag den 7. November, Morgens um 11 Ubr, wird in hieſigem Rathhauſe, Folge eingelegten Nachgebots, die ſtädtiſche Polizei- dienerwohnung in der Vorſtadt meiſtbietend ver ſteigert. Friedberg den 1. November 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender.

Güterverſteigerung oder Verpachtung.

[1676] Samſtag den 11. November d. I Vormittags 10 Uhr, ſollen in hieſigem Rath⸗ hauſe auf freiwilliges Anſuchen des Lehrers Beck zu Gießen nachgenannte Güterſtücke: Gemarkung Fauerbach II.:

Mg. V. RNth. 1 38% von dem neuen Schlag, 4 im Bachborngrund, 11 in der Pferdswieſe, 14% am Eſelspfad, 11½ zieht durch den Mainzerthorweg, 33 daſelbſt,

7% daſelbſt,

15. 1 Bachbornpfad neben der Eiſen⸗

ahn,

nach den bei der Verſteigerung oder Verpach⸗ tung bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich meiſtbietend verſteigert oder verpachtet werden.

Fauerbach II. den 1. November 1854.

In Auftrag:

1 1 1 2 1 1

G!

Oeffentliche Aufforderung.

11677] Etwaige bis jetzt unbekannt gebliebene Abſender oder Adreſſatrn von Geldſendungen, welche in neuerer Zeit durch das Poſtamt da⸗ hier zu beſtellen waren und nicht eingetroffen ſind, werden mit Bezug auf die Unterſuchungs⸗ ſache gegen den früheren Briefträger Klös, wegen Unterſchlagung, hierdurch aufgefordert, binnen 8 Tagen ſchriftliche oder mündliche An⸗ zeige zu machen und ſich demnächſt der gericht⸗ lichen Vernehmung über die näheren Umſtände zu gewärtigen. Friedberg den 31. Oktober 1854. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann, v. Preuſchen, Landrichter. Landgerichts ⸗Aſſeſſor.

Fruchtmarkt

zu Nauheim.

[1678] Nachdem durch Beſchluß Kurfürſtl. Re⸗ gierung zu Hanau die Abhaltung eines öffent- lichen Fruchtmarktes am Dienſtag einer jeden Woche dahier genehmigt worden iſt, ſo bringe ich hierdurch zur allgemeinen Kenntniß, daß der erſte Fruchtmarkt

nächſten Dienſtag den 7. November dahier ſtattfinden wird und lade zugleich zu recht zahlreichem Beſuche ein.

Nauheim am 30. Oktober 1854.

Der Kurfürſtliche Bürgermeiſter Hartmann.

Bekanntmachung. [1679] Samſtag den 2. Dezember, Nachmit⸗ tags 2 Uhr, ſoll eine der Civilgemeinde Dorn⸗ aſſenheim gehörende Wieſe, genannt die Schweins⸗ weide, von 1 Morgen, 84 Ruthen, 64 Schuh Flächengehalt, in der Gemeindeſtube daſelbſt öffentlich verſteigert werden.

Reichelsheim den 31. October 1854. Herz. Naſſ. Landoberſchultheißerei Hildenbrand.

Für e [1680] Auf dem Gräflichen Braunkohlenberg⸗ werke bei Bauernheim iſt eine bedeutende Quan⸗

Großherzogliches Ortsgericht Fauerbach II. Wo

Großherzogliche Bürgermeiſterei Wölfersheim All wohn.

Ortsgerichtsvorſteher.

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