Ausgabe 
30.4.1923
 
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Arbeiter, Angestellte und Beamte sind heute mehr denn je die Träger des Reiches. Auf ihrer Arbeit basiert die Existenz und die Zukunft unserer Republik. Die Arbeitskraft ist das letzte, was Deutschland an Volksvermögen besitzt. Mit Hilfe dieses letzten Besitzes sollen die Schulden der verflossenen Herrschaften bezahlt und der Grundstein zu neuem Emporblühen gelegt werden. Gern und freudig wollen alle ihre harte Pflicht erfüllen. Sie sind bereit, mit den übrigen Volksgenossen zu entbehren, was ihnen unerreichbar ist. Niemand von ihnen vergißt, daß das Unternehmertum, das Kapital und seine feilen Mameluken gestern, heute und immer die Todfeinde der frei denkenden Arbeitsbienen sind, aber sie sind dennoch bereit, ihre vaterländische Pflicht zu erfüllen.

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Das Rapital sammelt sich goldene Schätze und bringt sie in Sicherheit, während im Lande die Witwen, Waisen, Greise, Kriegsopfer wie die vielen weiteren Opfer derherrlichen Nachkriegswelt betteln gehen. Die durch ihre skrupellose Rafflust reich Gewordenen wohnen in Palästen mit ausschweifend⸗ ter Ausstattung, während Tausende in der vergifteten Atmosphäre unge- sunder Räume hausen müssen oder gar obdachlos umherirren. Für die Reichgewordenen hat die deutsche Wirtschaft die herrlichsten Leckerbissen, die schönsten Weine bereit, weil sie bezahlen können, und in derselben Zeit degeneriert die Klasse derer, die arbeiten wollen und dazu keine Gelegenheit haben, hungern und verhungern die, denen das unerbittliche Geschick die nötige Gaunerfrechheit versagt hat, die nun einmal die Voraussetzung für das arbeitslose Einkommen ist.

Die Dividenden und sonstigen Profite der Unternehmer gehen ins Gigantische, aber als zur Markstützungsaktion gerufen wurde, da waren Unternehmertum und Regierung darin einig, daß in erster Linie die arbei⸗ tende Klasse die Mittel dazu zu liefern habe, obwohl sie durch die Form der Besteuerung ohnehin vielfach mehr belastet ist als der Besitz.Lohnabbau ist die neue Parole, die man aufstellte, ohne die alte,Veseitigung des Acht⸗

Die Frauen und das

Der Wellfeiertag der Arbeit ist für die Frau nicht allein die Kundgebung für den Achtstundentag, er ist für sie auch der Gedenktag ihrer Gleichberechti gung mit dem Mann. Durch die Jahrhunderte hindurch lastet auf den Frauen der niederdrückende Glaube ihre Unterdrückung, ihre Rechtlosigkeit sei etwas Gottgewolltes. Die herrschende Klasse hat diesen Wahn weidlich ausgenutzt und daher in der Frau immer und überall ein williges und gefügiges Aus bleutungsobjekt gefunden.

Erst der Sozialismus hat endlich auch der Proletarierin die Augen ge öffnet. Sie sah und sieht nun, wie der Kapitalismus es ist, der sie unter sein Joch beugt, daß nichts anderes als die herrschende Produktionsform die Ur⸗ sache alles Elends ist, ihres wie das ihres Mannes.

Das Gespenst der Sorge hockt auf der Schwelle des Heims der Prole- tarierin bei Tag und bei Nacht. Niedergedrückt durch diese Not, doppelt be⸗ lastet durch die Pflichten des Haushalts und der Mutterschaft mußte die Ar- beiterin widerstandslos auch doppelt und dreifach das Elend, das der Kapi- talismus seinen Sklaven auszwingt, über sich ergehen lassen.

Später noch als die Männer der Arbeit konnten daher erst die Arbei⸗ terinnen erwachen und schwerer als die Erweckung der Arbeiter ist die ihrer Frauen.

Da ist der 1. Mai unser Mai zu den Frauen gekommen als Künder einer neuen, einer besseren Beit, das alljahrlich wiederkehrende Früh- lingsfest aller Proletarier, ohne Unterschied der Nation und Nasse, ohne Unter- schied des Geschlechts und der Religion.

Und die Arbeiterin, die der Kapitalismus so ost zur Konkurrentin des Mannes, zur Lohndrückerin erniedrigt, sie ist zur Mitstreiterin geworden gegen den gemeinsamen Feind: das Kapital, Sie hat sich denen ange schlossen, die den Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung auf ihre Fahne geschrieben. Sie fühlt sich eins mit den Männern ihrer Klasse, deren Losungsmort lautet:

Gleichberechtigung für Mann und Weib] d sassung garantiert, aber noch nicht durchgeführt ist. gleiche Arbeit! Gleiche Rechte und gleiche Pflichten! f

Darum hört, ihr Frauen und Mäd⸗hen, was der Maienlag euch kündet: Kampft um den Achlstundentag, denn für euch selbst wie für eure Nachkom⸗ men könnt ihr nur durch diese Verkürzung eurer Fronlast Zeit erringen, um euch und euren Kindern zu leben. f

Du, Frau des Volkes, bist ja die Mutter des Volkes, die Mutter der Zukunft. Aus deinem Schoße erstehen die kommenden Geschlechter, die

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stundentages, außer Kraft zu setzen. Von irgendwelchen Rechten der Arbeiter ist überhaupt nicht mehr die Rede.

Trotz alledem erfüllen Arbeiter, Angestellte und Beamte ihre Pflicht, indem sie die ihnen zufallenden Aufgaben erfüllen. Wohl kämpfen sie dabei auch gegen die Schmarotzersippe, die sich vom Erkrage ihrer Arbeit mästet, aber nur, wie man ekelhaftes Gewürm bekämpft und in dem Bewußtsein, daß zu gege⸗ bener Zeit die ganze Plage abgeschüttelt werden wird.

Auch unser Tagwird kommen

Und heute ist Maitag! Jahrzehnte hindurch schon hat dieser Tag die Herzen aller frei denkenden Menschen der Welt zusammen höher schlagen lassen in dem Gedanken der gemeinsamen Feinde, des gemeinsamen Kampfes, der gemeinsamen Ziele. Auch heute soll dieser Tag gefeiert werden. Die Zeiten sind ernst, und die uns umgebenden Verhältnisse lassen keine frohe Festesstimmung aufkommen. Dennoch rufen wir allen Leidenden zu:

Werdetfrei!

Und ob ihr mit tausend Ketten gefesselt seid: seid frei, frei wie der Vogel, frei wie die Molke, frei wie die Luft, die ihr atmet! Schüttelt die Ketten der Sorge u n d Not von euch, lacht der einengenden Fesseln, mit denen man euch zu lähmen versucht! Ihr seid frei, wenn ihr wollt! Wagtes nur!

Wer einem schwerkranken Menschen die Botschaft bringt, daß er genesen und leben wird, der kann erkennen, welch erhebendes Glücksgefühl er dem lieben Nächsten gab. Auch wir predigen ein Evangelium: der leidenden Menschheit den Sozialismus! Nur ter kann Erlösung bringen aus der Not der Zeil! Nur ker bringt uns die Freiheit, das Ende jeder Knechtschaft. Ihm wollen wir dienen, nicht als Knechte, sondern als Gleiche und als Träger einer besseren Zeit. Eine Welt wollen wir erringen und wir wissen: sie wird unser sein. Und dann erst werden wir dauernd frei sein!

Auf zur Sonne, zur Freiheit! Empor!

Weltfest der Arbeit

kommenden Streiter für Freiheit und Recht! Aber nur, wenn du selber ein wackerer Streiter bist, kannst du auch wackere Streiter erziehen. Dazu aber bedarfst du zweier Dinge: du mußt stark sein und wissend. Doch du kannst nicht stark sein, wenn deine Arbeitszeit zu lang ist, zu eintönig und zu unge sund. Du bist nicht stark, wenn du bis kurz vor deiner schweren Stunde in der Fabrik oder in der Heimarbeit dich überanstrengen mußt.

Und weil du nicht stark bist, kann es auch dein Kind nicht sein. Mußt du doch so häufig selbst auf die Erfüllung deiner Mutterpflicht verzichten, kannst dein Kind nicht selber nähren, weil du zurück mußt in die Fabrik, um den largen Lohn nicht länger einzubüßen.

Du brauchst Zeit, damit auch du, Proletarierin, deine Kräfte erhalten kannst für ein kommendes starkes Geschlecht.

Und kannst du dein Kind denn erziehen? Wohl hast du den Wunsch, den Keim des Guten und Großen in dein Kind zu legen, wohl willst du es lehren aber kannst du es denn?

Unter der Herrschaft des Kapitals gibt es für dich keinen Ausweg aus deiner Not da bleibst du Proletarierin, bleibst du Proletarierfrau, so lange du lebst.

ede gegen dein und deiner Familie Leben beuket dich der Kapi- talismus aus; seine Profitwut sucht deine Arbeitszeit zu verlängern, deinen Lohn zu kürzen. Die Maschine ermöglicht ihm, die ungelernte Frau an die Stelle des gelernten Mannes zu setzen, die schwachen Kräste des Kindes aus- zunsitzen. Und hat in vergangenen Zeiten der Mann allein den Unterhalt für eine amilie bestritten durch se ner Hände Arbeit, war sein Lohn groß genug, nicht nur sich, sondern auch Weib und Kind zu erhalten, so muß unter der Herrschaft des Kapitals jedes einzelne Glied der Aube tersamilie zum gemein- samen Lebensunterhalt beitragen Mann, Weib und Kind, sie sind zu Lohnsklaven geworden.

Cb in der Fabrik, in der Heimarbeit oder in der Landwirtschaft, immer bist du, Proletarierin-Mutter, gezwungen, deine efgenen Krüfte zu erschöpfen, deine Wietschaft zu vernachlässigen, deine Rinder sich selbst zu Überlassen. Aber auch als Hausfrau bist du von Sorgen geplagt daß du nicht zu dir selbst lommen kannst.

Arbeiterinnen, wollt ihr Rechte haben, so müßt ihr sie euch erkämpfen! Freiwillig wird euch nichts gegeben! Ist es nicht empörend, Arbeiterin, daß du rechllos bist in dem Staate, den auch du durch deine Arbeit erhaltst? Waren es nicht deine Kinder, die ihr Leben lassen mußten, ihn zu schlltzen? Du mußt deine Steuern zahlen, gleich dem Manne; deine Vergehen straft

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