Ausgabe 
29.5.1923
 
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berhesst

dee Organ für die Interessen des werktätigen Volkes ane

e der Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete.

* efnes 1 N 5 17 Die Oberh. Volkszeitung erscheint jeden Werktag vormittag in Gießen.

Vergntwortlicher Redakteur: J. Vetters. Für den Inseratenteil verantwortlich: R. Strohwig. Verlag von Hermann Neumann& Cie. sämtlich in Gießen. Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt G. m. b. H. Offenbach a. M.

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Gießen, Dienstag, den 29. Mai 1923

18. Jahrgang

Das Garantieangebot von Industrie und Landwirtschaft.

in der Gemeinde Stiepel liegenden Zechen sind, da die Not⸗ standsarbeiten verweigert werden, in Gefahr zu ersaufen.

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eiern e 9 ache Aber die Bedingungen! Ausshem Besprechungen mit den Parteien.

cnc de In den letzten 14 Tagen haben innerhalb des Präsi⸗

10 diums des Reichsverbandes der deutschen Industrie Ver⸗ werde un handlungen über die Garantiefrage stattgefunden. Der Wan gute der 9. hat die endgültige Formulierung seiner Vor⸗ . schläge der Reichsregierung am Samstag überreicht. ö Nach den Besprechungen, die der Reichskanzler am r en amen mit den Füßen der ozinldemakratie und der s über dr bil Arbeits gemeinschaft der Mitte hatte, empfing er am Sonn⸗ rat vom 15 J tag die Deutschnationalen, denen er ebenfalls den Vorschlag den Aufscke des Reichsverbandes der deutschen Industrie über die Be⸗ ben irh f teiligung der deutschen Wirtschaft an der Garantieleistung zee ud h t unterbreitete. Am Montag empfängt der Reichskanzler, wie

e der Berliner Lokalanzeiger meldet, die Vertreter der Land⸗ nt. Denn wirtschaft und des mobilen Kapitals, d. h. der Finanzwelt, den Veniehn um mit ihnen ebenfalls die Frage der Garantieleistung zu rlbersmmegh erörtern. Diese Teile der deutschen Privatwirtschaft sollen eder dieses sch nach Auffassung des Vorstandes der Industrie drei Fünftel wirtschaftlhn'der Garantieleistung von 500 Millionen Gold⸗

zwingt algeeh mark übernehmen. Am Dienstag wird der Hauptaus⸗ n die Landwaz schuß des Reichsverbandes der deutschen Industrie zu⸗ Finden hier zur sammentreten, um ebenfalls die Garantiefrage zu erörtern.

me restose kr e Die Eisenbahnen als Gegenleistung? e Teile der Die Verliner Montagspost schreibt: Wie wir hören, handelt es

gewinnen 2 sich in der Garantiefrage um die Bereitwilligkeit der Industrie, einen die Ländern Betrag von 200 Millionen Goldmark verzinsen zu wollen. Die In⸗ Mittel berizehn dustrie stellt dafür eine Reihe von Bedingungen, die insbesondere nach der und knen der Richtung gehen, daß die deutsche Wirtschaft von allen noch auf ihr Aufgabe dei den lastenden Bedingungen befreit und daß andererseits die deutschen a Eisenbahnen nach privatwirtschaftlichen Grundsätzen verwaltet wer⸗ 7 den. ö ich kann solte Danach wird die Uebernahme der Garantie durch die Industrie⸗ q der Eimnun herben an Bedingungen geknüpft, die es uns nicht leicht machen, die ir entsprechene in Verhandlungen aufzunehmen. Besonders werden wir uns entschieden . dagegen wenden, daß Reichseigentum in einer mehr oder minder ver⸗ schleierten Form der Privatwirtschaft ausgeliefert wird. Der helden⸗ utmacn mütige Kampf gerade der Eisenbahner verdient es nicht, daß seine anut Träger und die zahlreichen Opfer der Privatwirtschaft ausgeliefert an Kreis Hie werden. Außerdem scheint das Angebot mit Bedingungen bepackt zu Streiberel. I sein, die eine Erleichterung der außenpolitischen Lage nicht bedeuten. sorge. Der Versailler Vertrag legt unserer Wirtschaft Bindungen auf, maltags. ge deren Beseitigung wohl Berechtigung hat aber Frankreich will, wie Nflegegelbel, ks es wiederholt erklärte, in keine Aenderung des Friedensvertrages hren der Schale einwilligen, so daß das Angebot der Gefahr der Ablehnung ausgesetzt

tt ichen= ist. 5 1 8 75 Die Lage im Ruhrgebiet.

age zu Hung. 0

Ar. a. 50 Weitere Ueberfälle bewaffneter Banden. salender. In Dortmund wurde am Samstag ein von Hörde 0 kommendes, mit Polizeimannschaften besetztes Auto von den

ein ane Aufrührern überfallen und aus Häusern, Höfen usw. mit eee Handgranaten beworfen und beschossen. Dabei wurde ein Polizeiwachtmeister getötet, ein anderer durch zwei Lungen⸗ ie schwer verletzt. Sechs andere Polizeibeamte erhielten 5 leichtere Verletzungen. Zwei weitere zur Hilfe anrückende chung. Autos mit Polizei wurden in ähnlicher Weise überfallen. L Sachbezüge. Die an dem Ueberfall beteiligten Aufrührer waren mit le der versce allen modernen Feuerwaffen, besonders Handgranaten aus: em Tuben g gerüstet. Ein für Samstag nacht geplanter allgemeiner 10 fit dene Angriff gegen die Polizei unterblieb trotz der zum Teil

Aut, bereits gestellten Hundertschaften, anscheinend wegen des 1 ben duch, Nichteintreffens aller aufgebotenen Hundertschaften. i

In Gelsenkirchen ist die Lage unverändert. Die christ⸗ lichen Gewerkschaften haben am Sonntag ihren Austritt aus

4 0 der hier auf gewerkschaftlicher Grundlage gebildeten Sicher⸗ ufe des Samstag haben mehrere

wehr erklärt. Im La haber 6 106 Mann starke Banden die ZecheConsolidation still gelegt. Auf der ZecheRhein⸗Elbe haben die Aufrührer auf Grund eines von der Sicherheitswehr unterschriebenen

gh

Requisthionsscheines verschiedene Lastkraftwagen beschlag⸗ ak nahmt. Im Landkreis Gelsenkirchen ist es ruhig. Es wer⸗ d en scharfe Zusammenziehungen aufrührerischer Elemente

˖ ach Wanne gemeldet. ö In Bochum gelang es am Samstag abend der von den

frübrern belagerten Feuerwehr dusch einen Ausfall die

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17886 5 thestörer zurückzudrängen. Die Feuerwehr ist hier im 1 ö gemeinen Herr der Lage. Bei einer am Sonntag statt⸗ 91 undenen Ansammlung auf dem Marktplatz wurde ein

1 Selbstschutz angehörender Stadtsekretär namens Blum den Aufrührern hinterrücks erschossen. Eine Anzahl terer Personen wurde verletzt. Die Täter sollen von den mzosen verhaftet worden sein.

In Herne ist es zu neuen Unruhen nicht gekommen. Hörde und dem Landkreis liegen keine Meldungen

In Witten sind bei den Unruhen am Samstag etwa 10 Auf⸗ rührer schwer verletzt worden.

Plünderung von Gewerkschaftsbureaus.

Aus Bochum wird weiter berichtet:

In der Nacht vom Samstag zu Sonntag kam es an verschiedenen Stellen der Stadt, vor allem in der Rottstraße, in der Kronenstraße, im Stadtparkviertel und in der Wiemelhäuserstraße zu Zusammen⸗ stößen zwischen Abteilungen der proletarischen Hundertschaften und der Feuerwehr und dem Selbstschutz. Im Stadtparkviertel versuchten die Kommunisten, einige begüterte Bürger zu verhaften und sie als Geiseln fortzuführen. Der Selbstschutz konnte aber rechtzeitig ein⸗ greifen und die betreffenden Herren befreien. Die verschiedenen Plänkeleien dauerten die ganze Nacht hindurch bis in den frühen Morgen, aber überall behielt der Selbstschutz die Oberhand. Eine bewaffnete Hundertschaft versuchte das Gebäude des Deut⸗ schen Metallarbeiterverbandes in der Rottstraße zu plündern. Auch hier schritt der Selbstschutz ein und verhinderte das Vorhaben. Im Laufe der Nacht wurden mehrere Vechaftungen vorgenommen. Gegen 4 Uhr morgens eröffneten vier Kommunisten, die sich auf dem Bahndamm in der Nähe der Wiemelhäuserstraße niedergelegt hatten, das Feuer auf eine vorübergehende Abteilung des Selbstschutzes. Der Obersekretär Blum wurde getötet und ein Mann des Selbstschutzes erheblich verwundet. Eine herbeieilende Abteilung des Selbstschutzes verhaftete die Täter. Die Zahl der Toten in den Gefechten vom Samstag nachmittag steht noch nicht fest. In den Hospitälern liegen 7 Leichen. Die Zahl der Verwundeten dürfte 20 übersteigen. Es steht fest, daß die Banden aus der Ober⸗ hausener und Hamborner Gegend in Bochum eingerückt sind, teils be⸗ waffnet mit Karabinern Modell 88. Eine französische Kommission sprach gestern morgen im Hauptquartier des Selbstschutzes vor, um festzustellen, ob sich Leute im Besitz französischer Karabiner befänden. Im Laufe des Vormittags durchfuhren mehrere französische Panzer⸗ wagen die Stadt. Bis jetzt ist der Selbstschutz und die Feuerwehr, gebildet aus Angehörigen der Gewerkschaften, vollständig Herr der Situation. Einzelne Abteilungen versuchten an der Bahnlinie ent⸗ lang die Passanten nach Pässen zu revidieren. Der Selbstschutz hat im Laufe des Vormittags Verstärkung erhalten, sodaß er für alle vor⸗ kommenden Fälle gewappnet ist. 5

Bankraub in Essen.

Bei dem Ueberfall auf die Reichsbankstelle in Essen sind den Franzosen weit höhere Beträge in die Hand gefallen, als man zuerst annahm. Ihre Beute beziffert sich nach den bisherigen Feststellungen auf 97 Milliarden. Am Sonntag morgen wurde dieser Riesenbetrag von Papiermark auf 6 Lastkraftwagen verladen und abgefahren. Angesichts der Teuerung und der dadurch dringend gebotenen Lohn⸗ erhöhungen erhöht dieser Geldraub weiter die Schwierigkeit der augenblicklichen Lage, da die Entziehung einer solchen Riesensumme unbedingt eine vorübergehende Geldknappheit zur Folge haben muß.

Schlageter erschossen.

Das vom franzöfischen Kriegsgericht gefällte Todesurteil an e wurde Samstag morgen um 4 Uhr durch Erschießen voll⸗ streckt.

Stockholms Allahanda schreibt dazu: In der gesamten Welt muß diese Grausamkeit berechtigte Entrüstung hervorrufen. Schlageters Tod wird als Märtyrertod betrachtet werden und was aus dieser Blutsaat hervorsprießen kann, wird die Zukunft zeigen. Man wird lebhaft an den französischen Terror im besetzten Deutschland unter Bonaparte erinnert, wo Schills Tapferen gemordet oder ein Leben schlimmer als der Tod auf französischen Galeeren erdulden mußten, weil sie vaterländisch handelten. Dies war der Anfang zu Europas Befreiungskrieg gegen die damaligen französischen Bedrücker. Dee Geschichte ist eine Lehrmeisterin. Dem, der ihre Lehren verachtet, geht es auf die Dauer nicht gut.

Die europäische Krise.

Aus London wird gemeldet: Die Times schreibt, es bestehe kein Zweifel, daß die Lage Europas schlimmer werde. Eine neue akute Krise sei in der Entwicklung der Beziehungen zwischen den sieg⸗ reichen Alliierten und Deutschland in Sicht, eine Krise, die die Be⸗ ziehungen Großbritanniens zu Frankreich tief berühre. Die fran⸗ zösische Regierung sei entschlossen, in ihrer Verfolgung der separa⸗ ten Politik, die sie im Ruhrgebiet angenommen habe, zu verharren. Unter Hinweis auf die letzte französische Regierungskrise schreibt Times, soweit die Ruhrfrage in Betracht komme, zeige die fran⸗ zösische öffentliche Meinung für den Augenblick kein Zeichen der Schwäche. Augenblicklich sei es wesentlich, daß nicht gestattet werde, daß die Unordnung in Deutschland sich ausbreite, und es gabe kein beunruhigendes Symptom, als die Ausbreitung derf kom munistischen Unruhen im Ruhrgebiet. Die Zesetzung Gelsen⸗ kirchens durch die Kommunisten und die Ausschreitungen in Dort⸗ mund und Bochum seien ernste Ereignisse, die die Franzosen in einem Gebiet, das sich unter ihrer starken militärischen Kontrolle befindet und das sie des Polizeischutzes beraubt hätten, nicht hätten gestatten dürfen.

Die Höchster Farbwerke freigegeben. Die militärische Besetzung der Höchster Farbwerke ist aufgehoben worden. In dem seit dem 15. Mai stillgelegten Betrieb wird die Arbeit am Montag wieder aufgenommen

heitere Unruhen vor. In Hattingen ist es ruhig. Die

werden.

Griechisch⸗türkische Einigung. b

Auf der Konferenz in Lausanne wurde Sonntag mittag im einer mehrstündigen Sitzung zwischen den Griechen und Türken in der Re⸗ parationsfrage eine Einigung erzielt. Diese erstreckt sich auf folgende vier Punkte:

1. Griechenland erkennt grundsätzlich seine Verpflichtung zu

Reparationszahlungen an;: 2. Die Türkei verzichtet praktisch auf diese Reparationszahl⸗ ungen:

vorgenommen werden, derart, daß der Ort Karagatsch an die Türkei fällt. Die türlische Forderung nach der Grenze von 1915 wurde aufgegeben.

4. Griechen und Türken erstatten einander die seit dem Waffen⸗ stillstand von Mudros, das heißt nach Abschluß des Weltkrieges, beschlagnahmten Schiffe zurück. Dabei ist zu bemerken, daß die Türken nur sehr wenig Schiffe zurückzugeben, aer eine beträcht⸗ liche Anzahl zu erhalten haben.

Frankreich und die griechisch⸗türkische

Einigung.

Zum griechisch⸗türkischen Friedensvertrag schreibt der Temps: So sehr wir uns auch darüber freuen, daß die für die Griechen wich⸗ tigste Frage zur Erledigung gekommen ist, können wir doch nicht um⸗ hin zu bemerken, daß die für Frankreich besonders ausschlaggebenden Fragen noch in der Schwebe sind. Man kennt noch nicht das Schicksal, das den französischen Konzessionsinhabern in der Türkei zuteil wird. Man weiß auch nicht, in welcher Währung die Kupons der türkischen Anleihen eingelöst werden sollen. Diese Situation hängt mit den Fehlern zusammen, die vor und während der ersten Lausanner Kon⸗ ferenz begangen worden sind. Weiterhin schreibt das Blatt:Was die Konzessionsinhaber betrifft, so heißt es daß die Verhandlungen in Angora zu Hoffnungen berechtigen. Was dagegen die Einlösung der türkischen Kupons betrifft, so können wir es nur bedauern, daß die Reise des Ministers Hassan Bey nach Paris leinerlei Ergebnis hatte. Man fragt auch mit Recht, ob die französische Regierung, um die Türken zur Mäßigung gegenüber Griechenland zu bewegen, ihnen nicht am Ende Erleichterungen in der Frage der tückischen Schulden

rung eine derartige Verpflichtung keineswegs übernommen hat. hätte auch nicht das Recht dazu gehabt.

Politische Uebersicht.

Worte oder Taten?

In den nächsten Tagen wird der parlamentarische Aus⸗ schuß zur Untersuchung der Aktion gegen die Markstützung zusammentreten. Seitdem dieAktion, die hier zur Unter⸗ suchung steht, stattgefunden hat es waren die Devisen⸗ käufe, welche zur ersten Unterhöhlung des Markkurses führten und am 18. April den Dollar auf 30 000 hinauf⸗ trieben ist der Dollar weit über 50 000 hinausgeschossen und von der Markstützung nach dem Kursstand der fremden Devisen so gut wie nichts mehr übriggeblieben. Wenn es einen Sinn haben soll, eine einzelne Aktion von Interessen⸗ gruppen am Devisenmarkt zu untersuchen, so doch nur dann, wenn man sich wirklich über die Ziele der Devisenpolitik auseinandersetzt und den vielen Worten, die man bisher darüber gemacht hat, auch Taten folgen läßt. 5

Was man bisher mit der Devisenverordnung erlebt hat, läßt jedenfalls nicht darauf schließen, daß man gesonnen ist, mit Taten die Mark zu stützen. Es ist noch erinnerlich, daß seinerzeit die Reichsregierung eine Bestandsaufnahme sämt⸗ licher im deutschen Besitz befindlichen Devisen für erforder⸗ lich gehalten hat. Die Devisenverordnung nun, die jetzt mehr als 14 Tage in Kraft ist, enthält von dieser Bestands⸗ aufnahme nichts. Dagegen gibt sie der Reichsbank das

techt, über die Devisenkäufe, die ihr gemeldet werden müssen, von den Käufern Auskunft zu verlangen und die Notwendigkeit der Devisenkäufe nachzuprüfen. Sowohl die sozialistische Presse wie das bürgerliche Berliner Tageblatt hat die bisher unwidersprochene Behauptung aufgestellt, daß von diesem Auskunftsrecht überhaupt noch kein Ge⸗ brauch gemacht worden ist. Man braucht sich dann nicht zu wundern, daß das Verbot der Zahlungen im Inland mit ausländischen Zahlungsmitteln keine denn es ist selbstverständlich, daß sich die Interessenten an Verbote, deren Wirksamkeit sie nicht zu spüren bekommen, nicht kehren. So hat kürzlich der Berliner Baumwoll⸗ fabrikant und Großhändler Benas Levy die Zahlungs⸗ bedingungen einer großen Weberei veröffentlicht, aus denen hervorgeht, daß diese von ihren Abnehmern die Zahlung in fremder Valuta verlangt. Ja noch mehr. Da der Fall ein⸗ treten kann, daß der Käufer nicht die Erlaubnis zum Er⸗ werb fremder Devisen besitzt, erbietet sich die fragliche Weberei, die Beschaffung der fremden Devisen durch ihre Abnehmer auf den eigenen Namen zu übernehmen und den Abnehmern sogar noch die für diesen Fall notwendige Er⸗ laubnis des Finanzamts zu beschaffen. Man fragt sich, was unter diesen Umständen ein Verbot der Zahlung mit fremden Depisen überhaupt noch für einen Sinn haben soll, wenn Industriefirmen ihren eigenen Namen dazu hergeben, um unberechtigten Kreisen Devisenkäufe möglich zu machen!

3. Es soll eine Grenzberichtigung im Gebiet von Karagatsch

versprochen hat. Wir glauben zu wissen, daß die französische 1

Beachtung findet