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der Menschheit betrachtete Veron,
ferner auf Antrag des beteiligten Beamten 9. bei Versetzungen in den Ruhestand, 5 10. bei Unterstützungsgesuchen,
bei der 1 erkrankter eilanstalten,
dei Seed und Jeststellung der Beschaffenheit der Dienst⸗
wohnungen, 1955 1
bei der verwaltungsmäßigen Entscheidung über die Haftpflicht
eines Beamten,.
14. bei der Verhängung von Ordnungsstrasen.
Das Recht der Mitbestimmung sollen die Beamtenräte noch dem demokratisch⸗sozialdemokratischen Antrag haben in folgen⸗ den Fällen: 5 0 a
1. Wenn ein Beamter in der Wahl seines Wohnorts und seiner
Wohnung beschränkt werden soll. f
bei Einsicht in die Perfonalnachweise hinsichtlich der Fest⸗ setzung der Dienststelle, bei der sie einzusehen sind, wenn sie an anderer els der Dienststelle des Beamten sich befinden, bei Urlaubsverweige rungen, g 5
wenn Urlaubszeiten unter Berufung auf Art und Umfang der Tätigkeit des Beamten über die planmäßig vorgesehene g Urlaubszeit hinaus verlängert werden sollen,
5. bei Verweigerung oder Widerrufe der Genehmigung zur Aus⸗ übung eines Gewerbes durch einen Beamten oder zur Ueber⸗ nahme einer mit fortlaufendem Entgelt verbundenen Neben⸗ beschäftigung, ö g
6. bei Verteilung der aus öffentlichen Mitteln für Beamte her⸗
gestellten Miets wohnungen, 2
7. bei Zuteilung von Dienst⸗ und Pachtland,
8. bei Gewährung von außerordentlichen Vergütungen,
9. bei Kündigung des Dienstwerhältnisses eines auf Kündigung angestellten Beamten und der im§ 2 Ziffer 2 und 3 genann⸗ ten Personen,
. ferner für die im 8 2 Ziffer 2 und 3 genannten Personen:
10. bei Vereinbarung der Arbeitsordnung,
11. bei Festsetzung von Ordnungsstrafen.
Die Beamten räte haben ferner das Recht der Mitbe⸗ st immung:
12. bei der Enlscheidung über die Wahlberechtigung und Wähl⸗ barkeit eines Beamten im Sinne dieses Gesetzes,
13. bei Einsprüchen gegen das Wahlverfahren und die Zu⸗ sammensetzung der Beamtenvertretungen,
14. bei Aberkennung der Mitgliedschaft in einem Beamtenrat,
15. fei Ensprüchen gegen die Geschäftsordnung oder die Ge⸗ schäftsführung eines Beamtenrats,
16. ei allen Streitigkeiten, die sich aus den in diesem Gesetz vorgeschriebenen Wahlen ergeben.
Beamter an Aerzte oder
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E Deutschvölkische Frechheit.
Von einem für den Charakter und die Anhängerschaft der „Deutsch⸗Völkischen Freiheitspartei“ bezeichneten Vorgang weiß der Vorwärts zu berichten, indem er m eine Mitte Febrrar im Reichstag abgehaltene deutsch⸗völkische Tagung erinnert, in der auch der bekannte Oberleutnant a. D. Roßbach als Nedner auftrat. Der Vorstaund des Reichstages hat sich kürzlich damit beschäftigt, worüber das Blatt folgendes mitteilt:
In der Reichstagsitzung vom 27. Februar berichtete der Abge⸗ ordnete Künstler:„Als kürzlich die Herren Wulle und von Graefe im Saal 1 des Reichstages ihre Tagung abhielten, kam die drei⸗ und mehrfache Zahl der gemeldeten Teilnehmer, sodaß die Garderobe auf den Fußboden gelegt werden mußte. Dabei kollerten auts verschiedenen Ueberziehern Revolver und sonstige Waffen her⸗ aus.“ Der Reichstagpräsident Löbe richtete daraufhin an den Ein⸗ berufer der Tagung, den deutschvölkischen Abgeordneten v. Graefe, ein Schreiben, worin er um Aufklärung ersuchte und mitteilte, daß er vorläufig weitere Tagungen der Deutsch⸗Völkischen im Reichstage verboten habe. Gleichzeitig wurden die Reichstagsdiener ternommen. Sie bestätigten die Angaben Künstlers und berichteten, daß der Andrang so groß gewesen sei, daß die Sgaltüren zeitweilig nicht ge⸗ schlossen, sodaß manche Redner im Vorraum verstäadlich gewesen — 5 Diener hörten, wie Roßbach zur Gewaltanwendung auf⸗
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0 befaßte sich eine Sitzung des Reichs gs vorstandes mit der Angelegenheit. Der hierzu geladene Abg. v. Graefe suchte die Sache ins Lächerliche zu ziehen, was ihm eine energische Zurück⸗ weisung durch den Präsidenten und andere Vorstandsmitglieder ein⸗ trug. Entgegen den Ausreden des Abgeordneten v. Graefe wurde fest⸗ gestellt, daß anstatt der gemeldeten erst 40 und dann 140 Personen rund 400 Personen eingetroffen waren. v. Graefe versuchte das Tragen von Revolvern damit zu rechtfertigen, daß die Betreffenden wohl einen Waffenschein gehabt hätten. Der Vorstand des Reichstages nahm aber einmütig den Standpunkt ein, daß Bewaff⸗ nete, ob mit oder ohne Woffenschein, von Abgeordneten nicht in den Reichstag eingeführt werden dürften. Von sozialdemokratischer Seite wurde bei den Verhandlungen hervorgehoben, daß bei der Her⸗ gabe der Reichstagsräume eigentlich doch ein' Unterschied zu machen sei zwischen Parteien, die politisch kämpften, und den Deutsch⸗Völ⸗ kischen, die nur mit militärischen Gewaltmitteln ihre Ziele durch⸗ setzen wollten.
5
Der Vorwärts betont mit Recht, daß die jetzt aufgedeckten Putsch⸗
häne der deutsch⸗völkischen Organisationen zeigen, wie richtig diese Auffassung ist. 10 N
„Der Franzose macht alles kaputt!“
Wir haben beretis über den grauenhaften Vandalismus berichtet, den die Franzosen im Bahnhof Sberhausen betätigt haben. Das Zerstörungswerk übersteigt tatsächlich alle Begrisse. Neuere Schilderungen gehen noch weit über das hinaus, was wir mitteilten. In Wahrheit sind hier von der Soldatesba des Reparationsgläu⸗ bigers nach oberflächlicher Schätzung Millionenwerte aus Mut⸗ willen und Rachsucht sinnlos vernichtet worden. Um nur noch ein Beispiel anzuführen, so sind uch aus den Maschinen, die zur Ausflihrung von Reparaturarbeiten dienen, zumeist einzelne Teile herausgebrochen worden, um sie gebrauchsunfähig zu machen.
Der Eindruck, den man von diesem Bild der Verwüstung gewinnt, läßt sich nicht besser zusammenfassen, als in den Morten
des belgischen Offiziers, der nach dein Abrücken der Fran⸗ zosen den Hauptbahnhof ftr Belgien besetzen wollte:„Der Franzose ist ein Schwein, er macht alles kaput.“ Die französisch⸗bel⸗ gische Bundesgenossenschaft erscheint übrigens dadurch in —— rr r
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Stadttheater Gießen.
„ueber den Wassern“, Drama von Georg Engel. Bereits im vorigen Jahre wurde das Stück an unserer Bühne aufgeführt, das uns am Montag abend wiederum geboten wurde. Schade daß das Theater nur mäßig besetzt war, das Werk selbst, wie nicht minder die ausgezeichnete Darstellung hätten ein volles Haus verdient. Der Verfasser ist 1866 in Greifswald geboren. Für mehrere seiner Blühnenwerke suchte er seine Motive in dem Leben der Küstenbevöl⸗ kerung, in den Fischer⸗ und Sthifferdörfern am Ostseestrande. In einem Fischerdorf spielt sich dioses Stück ab. Dort amtierte ein alter, gemittlicher und nachsichtiger Pfarrer, der mit seinen Gläubigen leut⸗ selig verkehrt, vielleicht auch über manches ein Auge zudrückt, was er als Pfarrer hätte verurteilen müssen. Er wird deshalb abgesetzt und ein jüngerer tritt an seine Stelle, der mit eiserner Strenge die Dorfleute zur Frömmigkeit erziehen will. Er will mit denjenigen
nichts zu tum haben, die irgendwie schuldbeladen sind. Das ist beson⸗ ders bei der Magd Stine der Fall, die vom Pfade der Tugend abge⸗ wichen und deshalb in Verruf gekommen ist. Sie hat aber mehr Ehrgefühl als der junge Pastor annimmt, der sie wie eine Aussckgige behandelt. Eine Sturmflut bricht herein, vernichtet den ganzen Ort, zuletzt guch das Pfarrhaus, in das sich Stine geflüchtet hat. Nun
einem besenderen Lichte, daß jene Worte gegenüber deutschen Beamlen gefallen nd. 0 a Die Franzosen zucken bekanntlich solchen„Begleiterscheinungen
des Krieges“ gegenüber die Achseln mit dem Satze: C'est la guerre!
(Das ist eben der Krieg!) Sie haben an sich nicht unrecht. Wer aber richtig Krieg führen will, muß eben richtig zerstören lönnen. Nur so karm man den Gegner klein kriegen. Freilich letzten Endes wird jeder Krieg mit seinen Zerstörungen an Gut und Blut nicht nur für den Besiegten, sondern auch flir den Sieger selbst eine„falsche Re ch⸗ nung“ bleiben, wie ein kluger und humaner Engländer in einem bekannten, schon or dem Weltkriege erschienenen Buche so über⸗ zeugend dargelec: hat. Aber wann wird sich diese Ueberzeugung über⸗ all durchgerungen haben? Trübe Frage! Daher und trotzdem wollen wir Sozialisten wenigstens immer wieder und unablässig den gellen⸗ den Ruf in alle Welt Hinaussenden: Nie wieder Krieg!
Anhebung der Standesvorrechte.
Die hessische Regierung leat dem Landtage einen Gesetzentwurf
vor, der die Aufhebung der Standesrechte vorsieht. Nach Artikel 2
werden für die in Betracht kommenden Familien aufgehoben:
12 9955 1 eigener Gesetzgebung(Autonomie) und Gerichts⸗ arkehlt;
2. das Recht, durch besondere Behörden oder Beamte öffentlich rechtliche Befugnisse a üben oder Staatsbeamte mit der Wahrnehmung hausrecht r Aufgaben zu beauftragen;
3. das Necht auf Beileaung der Prädikate Königliche Hoheit, Großherzogliche Hoheit, Hoheit, Durchlaucht, Erlaucht und dergleichen sowie das Recht auf besondere Ehrungen(Landes⸗ tratter, Kirchengebet, Trauergeläute, Ehronwachem. Kautz lai⸗ zeremonien und dergleichen); 5
4. das Recht auf schuldige Ehrerbietung innerhalb der Standes⸗ herrschaft; 5
5. das Recht, ihre Besitzungen und Vermögens verwaltungen mit einem herrschaftlichen Titel zu bezeichnen, wie Groß⸗ Herzogtum. Fürstentum Grafschaft. Großherzoglich, Fürstlich, Gräflich und derglaschen:
6. das Recht, Titel oder Auszeichnungen zu verleihen, die den Anschein staatlicher Titel oder Auszeichnungen zu erwecken geeignet werden: ob dies der Fall ist)b wird bei Zweifel von dem Gesamtminsisterium bindend festgestellt;
7. das Recht besonderer Vertretung in Körperschaften öffentlichen Rechts:
8. die Befreiung von öffentlich⸗ rechtlichen Pflichten. Lasten und Abgaben;
9. die noch bestehenden Rechte (Geldstrasen):
10. das auf Grund⸗ Haus⸗ oder Standesrecht in den Häusern
des vormaligen Landesherrn und der Standesherrn etwa
noch bestehende besondere Eheschchdungs⸗, Entmündigungs⸗ und Vormunöschastsrocht. sowie das besondere Recht der
Eheschließung namentlich auch insoweit es Nachteile an eine
des
auf den Vezug von Strafen
den Ebenbürti begriffen des Hausrec nicht ent⸗ sprechende Eheschließung knüpft. Doch bestimmt sich die
Gültigkeit ener vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes ge⸗ schlossenen Ehe nach den bisherigen Gesetzen.
Gießen und Umgebung. Lohunhöhe und Ernährungslasten.
Zu der Frage, ob die Löhne die Preissteigerungen ver⸗ ursachen, bringt die Holzarbeiter⸗Zeitung pom 17. März einige interessante Zahlen. Der Holzarbeiterverband hat über die Steigerung der Löhne im Verhältnis zur Steigerung der Ernährungskosten in 50 Städten aus verschiedenen Lohn⸗ gebieten eine Untersuchung angestellt. Von diesen Orten wurde der durchschnittliche Lohn der Facharbeiter in der Vorkriegszeit festgestellt und unter Berücksichtigung der Zahl der Arbeiter an den verschiedenen Orten der Durch⸗ schnitt gezogen, der als gewogener Durchschnittslohn der Holzarbeiter in Deutschland angenommen werden kann. In der gleichen Weise wurden auf Grund der Lohnabkommen Monatsdurchschnitte und aus diesen wieder ein Reichsdurch⸗ schnitt berechnet. Mit den so berechneten Löhnen wurden die vom Statistischen Reichsamt berechneten Ernährungs⸗ kosten verglichen. Das Resultat dieser Untersuchung ist
folgendes: 1 5 Vielfaches gegen Der Lohn sauiede⸗ 0 15 0 Frieden 5 F* 8 5 e er e stundenlohn Durchschnitts⸗ Ernährungs⸗ Friedens⸗ Mark wochenlohnes kosten reallohnes 1914 Frühjahr 0,60 1,0 1,50 100,0 1922 Janu ag 11,86 1775 24,6 71, ii, 18,76 27,6 43,6 63,0 a 30,70 45,3 68,4 66,0 Oktober 107.— 157,5 266,2 99,0 November 203,.— 256,9 549,8 47,0 Deßember 326,.— 481,8 807,0 60,0 1923 Jauuar 467,.— 649,3 1366,0 47,5
Es sei hier besonders bemerkt, daß die Kaufkraft des Lohnes in Wirklichkeit noch stärker zurückgegangen ist, als aus dieser Statistik hervorgeht, in der nur die Er⸗ nährungskosten berücksichtigt sind.
In der gleichen Nummer veröffentlicht die Holzarbeiter⸗ Zeitung einen Artikel über den Lohnanteil am Warenpreis und zwar stützt sie sich dabei auf die Angaben der Unter⸗ nehmer selbst. Es geht daraus hervor, daß in der Holz⸗ und
Möbelindustrie nach Angabe der Unternehmer der A nteil des Lohnes am Warenpreis zpwischen 7 und 25 Prozent schwankt. In Wirklichkeit dürfte jedoch dieser Prozentsatz, wie die Holzarbeiter⸗Zeitung überzeugend nach⸗ weist noch erheblich zu hoch gegriffen sein Der in die Höhe
8 Pfarrhaus wird ebenfalls überflutet und seine Ben fich in die Kirche. Der nahe Untergang scheint für alle freut sich dessen, für sie hat der Tod krine Sch si zu verlieren, ihr hat nie
ner retten er. Stine hat nicht viel
5 Zu⸗
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sammen mit dem am Leben hängenden, sie vera e zu Grunde zu gehen bereitet ihr eine Genugtuung. des Todes bringt der alte Pastor den jungen dazu, si wegen seines Verhaltens zu entschuldigen. Von da ab legt d ven Trotz
ab und ist eine ganz andere. Schließlich opfert sie sich noch auf, in⸗ dem sie in die tosenden Fluten springt, um ihre Vergang mheit zu füühnen. Den Uebrigen wird Rettung in der höchsten Not.— Die Darstellung war eine ganz glänzende, die besten Kräfte wirkten mit. In erster Linse Rose Rubner, die die Gestalt der Stine mit voll⸗ endeter Meisterschaft verkörperte. Wie echt war der Trotz des ver⸗ bitterten Mädchens, das leidense che Anklagen gegen den eifern⸗ den, wenig von christlicher Sanftmut erfüllten Pastor erhob! Und glaubwürdig wußte die Künstlexrin die Veränderung darzustellen, die nech der⸗Aussprache mit Holm in dem Weibe vorgegangen war. Eine sehr gute Leistung bot, wie immer, Karl Volck in der Rolle des ab⸗ gesotzten Pastor cb
s, den er mit verzeihendem, volkstümlichem Wesen antsstattete.— Karl Juhnke wurde als der junge Pastor, seiner Aufgabe ebenfalls vollkommen gerecht, ebenso Heinz Bechstein als
muß Pastor Holm dulden, daß die von ihm verachtete, als Auswurf Ar mit ihm unter einem Dache haust.
Küster und Auguste Marcks als Wirischafte rin. S
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getriebene Preis der Waren müß also erst ganz wesenllich herabgedrückt werden, ehe an eine Stabilisierung des Lohnes gedacht werden kann.
Keine Einreise ins besetzte Gebiet. Wie uns aus Mainz mitgeteilt wird, treffen dort wie in den anderen Orten des besetzten Gebietes Arbeitslose in größerer Zahl aus dem um⸗ liegenden unbesetzten Landesteil ein in der Hoffnung, dort Arbeit zu finden. Sie wenden sich dann dort an die Ge⸗ werkschaften, die aber nichts anderes können, als darauf hinzuweisen, daß die Hoffnung, im besetzten Gebiet Arbeit zu finden, trügerisch ist, da hier die Arbeitslosigkeit sogar größer ist als sonst überall. Die dortigen Arbeiter haben unter Arbeitslosigkeit noch mehr zu leiden, wozu noch die größere Teuerung und die besonderen Leiden im besetzten Gebiet kommen. Wer ins besetzte Gebiet geht, erschwert die dortige Lage, ohne sich selbst zu nützen.
Guthaben von He rern usw. Vor kurzem wurde in der Presse mitgeteilt, daß die Erstattung der bisher von der englischen Regierung zurückbehaltenen Axbeitslöhne und Postgelder bevorstehe.
Diese Nachricht ist, wie das Reichsfinanzministerium mitteilt, un⸗
zutreffend. Es haben zwar Verhandlungen mit der englischen Re⸗ gierung stattgefunden, die günstic abschließenden Ergebnisse haben sie aber bedauerlicherweise noch nicht geführt. Die Aufforderung an die Heimkehrer zum Empfang ihrer Guthaben war daher leider verfrüht. Wann dies geschehen kann, wird amtlich bekanntgemacht werden. Die Reichsregierung wird nach wie vor alles tun, was dazu dienen kann, den Heim⸗ kehrern zu ihrem Recht zu verhelfen. Anfragen einzelner Per⸗ sonen in dieser Angelegenheit sowie. Anfragen in Beihilfeange⸗ legenheiten aus Anlaß entgangener Truppengebührnisse und ein⸗ gebüßter Gegenstände müssen infolge der notwendigen Personal⸗ verminderung unbeantwortet bleiben, nachdem die Landeshilfs⸗ ausschüsse ihre Tätigkeit eingestellt haben. ö
— Schutz den Anlagen! In letzter Zeit werden die öffentlichen gärtnerischen Anlagen wieder durch Abreißen von Zweigen und Betreten der Rasenflächen stark beschädigt. Sache jedes Bürgers ist es, den Anlagen der Stadt seinen besonderen Schutz angedeihen zu lassen. Die Polizei⸗ und Sicherheitsorgane sind nach einer Be⸗ kanntmachung des Polizeiamtes angewiesen worden, menden Beschädigungen gegen die Täter unnachsichtlich vorzu⸗ gehen; auf das Verbot, Hunde in den Anlagen frei umher laufen zu lassen, wird dabei besonders aufmerksam gemacht. 4
— Osterfeiertage am Kreisamt. Die Bureaus des Kreisamtes sowie des Roltzelamtes werden außer am Karfreitage und an den beiden Ostertagen auch am Karsamstage geschlossen blei⸗ den, dagegen am Osterdienstage vor⸗ und nachmittags zu den ge⸗ wohnten Geschäftsstunden geöffnet sein.
— Gültigkeit der Sonntags Von der Eisenbahndirektion Frankfurt wird mitgeteilt: Zu den be⸗ vorstehenden Osterfeiertagen wird die Gültigkeit der Sonntagsrück⸗ fahrkarten verlängert. Es können benutzt werden: 1. Die am 29. und 30. März gelösten Sonntagsrückfahekarten a) zur Hin⸗ fahrt: am 29. März ab 12 Uhr mittags und am 30. Märgz, zur Rückfahrt: am 30. März, sowte am 1. und 2. April. 2. Die am l. März, sowie am 1. und 2. April rückfahrkarten a) zur Hinfahrt: mittags, sowie am 1. und 2. April, b) 1. und 2. April. i
— Die Mehl⸗ Kreises Gießen sind setzt: Weizenbrotmehl 205 2 200 Mk. pro Pfund. Brot: 2 Pfund⸗Laib 390 Mk.
— Viehmarkt in Gießen findet am 10, und 11. April statt und zwar am 10. Rindviehmarkt und am 11. Schweinemarkt. Auf die Bekanntmachung des Oberbürgermeisters im heutigen Blatte sei hingewiesen.
0
zur Rückfahrt: am
und Brotpreise in den Land gemeinden des mit Wirkung vom 1. April wie folgt festge⸗ „Roggenmehl 195 Mk., Gerstenmehl der 4 Pfund⸗Laib 780 Mk., der
Kreis Alsfeld⸗Lanterbach.
b. Nieder⸗Ohmen. In unserer Gemeinde wurden bei den nachstehenden Sammlungen die angeführten Beträge an Geld und Naturalien aufgebracht: Hessenhilfe: 30 000 Mk, 2 Ztr⸗ Roggen, 80 Pfd. Mehl und 70 Ztr. Ztr. Kartoffeln. Kreiskranken⸗ haus: 53 000 Mk., 250 Eier, 45 Pfd. Butter, 20 Pfd. Mehl, 3 Pfd. Speck und 7 Laib Brot.— R uhrhilfe: 332900 Mk., 17 Ztr. Kartoffeln, 25 Ztr. Roggen und 2 Pfd. Wurst. Diese Opferwillig⸗ keit ist um so beachtenswerter, als die Einwohnerschaft größtenteils aus Arbeitern und kleinen Landwirten besteht.
f. Nieder⸗Ohmen. Der Kriegskamerad als Gast und Einbrecher. In dem nahen Bü zfeld wurde einem Landwirt die einem Kriegskameraden erwiesene Gastfveundschaft übel belohnt. Der letztere weilte bereits im vorigen Jahre etwa 4 Wochen mit seiner angeblichen Braut bei dem erwähnten La wirt. Dieser Tage stattete er nun seinem Gastfreund und Kriegs⸗ kameraden wieder einen Besuch, aber unangemeldet, in der Art, wie es Meister Reinecke macht. In der Nacht zum 20. März schlich er sich abends in das Haus ein, in dem er ja genau Bescheid wußte und begab sich in die oberen Räume, wo er Nachdem man dem Einbrecher wahrgenommen Landwirt und sein Küecht die Türe auf. auf die beiden los, schlug sie zu Boden und. Hause in das Dunkel der Nacht. Der Fall wurde an die Gen⸗ darmerie in Nieder⸗Ohmen gemeldet, worauf der Einbrecher an dem dortigen Bahnhof am nächsten Tage, als er mit dem Zuge nach Franksurt abdampfen wollte, dingfest gemacht und in das Ge⸗ fängnis nach Homberg gebracht wurde.
7 2 2 Kleine Nachrichten.
0„völkischer“ Kriegsheld. Der Frankfurter Volksstimme wird geschrieben: Bei den Verschwörern gegen die Republik spielt ein Hauptmann d. D. Weberstedt eine Rolle, der auch mi dem berüchtigten Heinz von Frankfurt brieflichen Verkehr unter⸗ hielt. Es würde mich sehr inte ressieren, zu erfahren, ob das der selbe aus Halle a. S. stammende Of r ist, der im Herbst 1915 Chef der Etappenkommandantur L icht nur niederträchtiger grausamer Soldatenschinder sonbern auch als Schlemmer und„Volleul“ im ganzen Ab⸗ schnilt von St. Quentin bis Chaungy berüchtigt war. Dieser Ehren⸗ i fuhr u. g. mit französischen Prostituierten im Auto spazieren, von ihnen hatte er sogar einen Paß ausgestellt, damit sie ihn gestört besuchen könnte und als en Posten diesen Paß bean⸗ ndete und die„Dame“ nicht di sen wollte, wurde er von dem Herrn Hauptmann in, ordinärster Weise beschimpft. Wüste Ocgien der Offietere waren in Le Nouvion an der Tagesordnung, einmal ließ We dt nachts um 2 Uhr sogax das Musikkorps eines Landsti wecken und befahl ihm, einen Umzug durch das Dorf mit klingendem Spiel zu veranstal ten. hinter dem johlend und gröhlend die„Herren
stedt sei auch im Naben
entkam aus dem
+ 2
= 2 2 2 . 2 3 2 8 2 2 3 2 *
sbeller.. Er 0 e. Vielleicht hilft einer
Bild dieses Mannes noch zu vervoll⸗
mimmnen.
Frankfurt a. M., 27. März. Für die Fra ukfurter Stadtbibliothek. Zur Unterstützung der finanziell schwer
Ober⸗
furter Stadtbibl
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