Die Gießener Partei- und Gewerkschafis⸗ geno ßen begehen ihre Maiseier Dienstag, den 1. Mai, nachm. auf der Liebigshöhe. Versamm⸗
Ugunden und sie wird in nachster Zeit an die Duraführang rer Ziele gehen, als deren erstes die Versorgung tuber⸗ llöser Kinder in Aussicht genommen ist.
höchstsäge der Erwerbslosenunterstützung ab 16. April 1923.
In den Orten der Ortsklassen: für männliche Personen:„ͤ ö ) über 21 Jahren, sosern sie nicht
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im Haushalt eines andern leben 2400 2250 2100 1950 ¼ i b) über 21 Jahren, sofern sie im Haushalt eines andern leben. 2100 1950 1800 1650% ec) unter 21 Jahren 1450 1350 1250 1150% 1 weibliche Personen: f a) über 21 Jahren, sofern sie nicht im Haushalt eines andern leben 2100 1950 1800 1650% b) fiber 21 Jahren sofern sie im Haushalt eines andern leben. 1750 1650 1550 1450 ¼ en c) unter 21 Jahren 1300 1200 1100 1000% als Familienzuschläge für: wi; a) dem en 850, 800 780 700 b) die Kinder und sonstige unter⸗ stützungsberechtigte Personen 700 650 600 550 ¼¼
7 Aus Kohlenschacht und Eisenhütte lautet der Vortrag, den s uf Veranlassung der Gießener Volkshochschule Herr Dr. Flörke
f tert und in Lichtbildern vorgeführt. Eingehend beschäftigte sich chlag des Stusster Vortrag mit der Gewinnung und Herstellung des Eisens und in Erbach nastahles; in zahlreichen Lichtbildern wurden die gewaltigen An⸗ Die Durchfih agen der Eisenhütten und Eisenwalzwerke, der Koksöfen gezeigt. deffng von der Vortrag fand beifällige Aufnahme. — Volkswirtschaftliche Bedeutung des Ruhrgebiets. Diesez hema behandelt heute, Freitag abend 8 Uhr Gen. Dr. Quarck einem von der Volks hochschule veranstalteten Vortrage im großen hörsagle der Untversität. Wir weisen nochmals darauf hin und 5 fehlen N Besuch des Vortrages, der vieles Wissenwerte schrlheeten wird. — Für das dentsche Volksopfer. Uns wird geschrieben: Von zem Personal der beiden hiesigen Postämter wurden 329 000 Mk. als eitere Rate für das deutsche Volksopfer gespendet. Grünberg. Zur Regelung der Vorbereitungen für unsere gezirksmaifeier, die am Sonntag, den 29. April in rünberg im Lokale Beltrog stattfindet, 1 am Sonntag eine Bezirksvorstandssitzung statt und wurde folgendes Programm sen. istgelegt. Die Ortsvereine und Gewerkschaftsmitglieder sammeln ich um 2 Uhr im Lokale Beltrog. Bei günstiger Witterung Demon⸗ ben nummeh fargtionszug durch die Stadt, anschließend Festrede durch den Gen. e Landorte bh lstadtv. Mobsdorf⸗Gießen, Konzert und Volksbslustigungen. 1— Zur Finanzierung der Feier sind die Ortsverekne verpflichtet, en; in mete o Mk. pro Mitglied an die Jinanzkommission bei Beginn der tt ab, in ein lzeier zu entrichten. Arbeitslose Mitglieder haben freien Zutritt. ut Stimmenslehen älle Parteigenossen, Gewerkschaftler und Freunde unserer aß über die 30 ache in den Orten des Unterbezirks richten wir noch die Auf⸗ 5 surderung, durch zahlreiche Beteiligung unsere Feier zu einer ein⸗ man witterte alrrucksvollen Kundgebung gestolten zu helfen. ind ranenth;[reis riedberg⸗Büdingen. venig geneig?. Wohnbach. Auf Veranlassung maßgebender Kreise fand im dann nicht, oem bis zum letzten Platz gefüllten Saal„Zur Linde“ unter dem Nutzen hat. dugzorsitz des Herrn Bürgermeister Kratz am Sonntag nach Ostern 9 Ausmuhne und 14 Tage später bei noch größerer Beteiligung aller Stände 1 11 ein Woßhltätigkeitsabend statt. Nach der Ansprache des Herrn berhessen A Uürgermeisters und den sehr schön vorgetragenen Prologen von — Alt folgten Liedervorträge des Gesangvereins Eintracht und
Stadttheater Gießen.
Zum Schlusse der Spielzeit wurde als Benefiz⸗Vorstellung fiir Volkstragödie„Glaube u 1 d
1 N u lemäß, und das ist es auch 9 den schweren Kampf derjenigen, zum lutherischen Glauben föhnen und deshalb ahne Nücgscht aus der Heimat aus⸗ Uh zewiesen werden In den einzelnen Familien dieser Apenbewohner, %% ihret hängen, wie am Leben, verursacht dies grau⸗ saͤlte ih hme Gebot größten Jammer. In den drei Aufzügen sieht man das sie die Naht! Anglüc über die verschiedenen Einwohner hereinbrechen und durch ie Gewalttaten der Soldaten zur Katastrophe kommen. Die Tra⸗ a zu Ach nie hinterläßt tiefen Eindruck, wenn ste gut wiedergegeben wird: ganz eld das
immer bor erb.
draußen obe gab Oskar 101 a f Heimat und chte nit ange 6 Meibes fehr 55 endlich beafsh Türe mufs sprühender Jugendkraft außen. Gäre Türk den Spatz auf die Bühne. Nicht zu übertreffen on dn 1 and von gewaltigem Eindruck war der Sandperger von Karl Vol ck. fene de f 4 i ift und ben werden Ul r Engelbauer hätte nicht typischer aussehen und gegeben ö önnen, als es von Rudolf Go Il geschah. Mit gleicher Sorgfalt gab g Franke die Sandpergerin, Paul Schubert den Unteregger, n. aur Ju ler des Kalfers und Richard Hell bor 1 huke den Reiter 8 v herein. liber, Auch die Mitwirkenden, die mit kleineren Aufgaben Bottes; d t waren, waren gang am Platze. Von Seiten des Publikums en Klee lehrt bei celle 5 sie a se be Aden 9, zu U 0 f 45 1 bot eie 5 1 wäch der N 1 0 1.
großartige Marmorgruppen des Turnvereins„Gut
Heil“,
wechselnd mit Theateraufführungen. Letztere fanden ihren Höhe⸗
punkt in dem dramatischen Schauspiel„Teuere Heimat— Opfer
der Fremdenlegion“. Reichen Veifall ernteten die Veranstalter und Dank sei allen für die. Spende, die den Betrag von etwa 150000 Mk. ergab und jenen Männern an Ruhr und Rhein zugute kommen wird.— Die Leitung lag in den Händen des all- seitig bekannten Herrn Richard Bohn.
Marburg ⸗Kirchhain.
8 Konsumvereinsversammlung. Eine gut be⸗ suchte Versammlungd es Konsumvereins Gießen, Verteilungsstelle Marburg, fand am Sonutag im Friedhofschen Saale statt. Vereinssekretär Tillmann berichtet über das laufende Geschäfts⸗ jahr und forderte zum regen Warenefnkauf und Zahlung des er⸗ höhten Geschästsauteils auf. In der Aussprache wünschte ein Mit⸗ glied, daß nicht die Säumigen nach zwei Jahren Indifferentismus aus geschlossen werden sollen, doch wurde sowohl vom Referenten wie auch aus der Versammlung dem entgegengetreten und den Worten des Vereinssekretärs noch ergänzend beigetreten. Der Wunsch nach einer zweiten Verteilungsstelle wurde auch wieder geäußert. Die Versammlung nahm einen befriedigenden Verlauf. 8 Marburger Schwurgericht. Für die diesmalige Schwurge⸗ richtsperiode sind drei Wochen vorgesehen. Zum ersten Male befinden sich unter den Geschworenen auch einige Fraueu. Wegen Urkun⸗ denfälschung wurde ein noch nicht bestrafter Angeklagter, der seinen Wandergewerbeschein abgeändert hatte, unter Strafaufschub und Zahlung von 5000 Mark zu drei Wochen Gefängnis verurteilt. Wegen Betrugs und Urkundenfälschung erhielt ein Kriegsbeschädigter drei Monate Gefängnis unter Stvafausschub. Er hatte einen vom Stadtfürsorgeamt ausgestellten Schein auf 5 Mk. eine Null angehängt.— Von der Anschuldigung des Meineides und der Anstiftung dazu in einem Alimentenprozeß wurden ein Dandwirt aus Mengsberg und zwei weitere Angeklagte frelgesprochen.
Kleine Nachrichten.
Frankfurt a. M., 25. April. Frankf. Getreidemarkt. Bei fester Stimmung und kleinem Angebot wurden bezahlt für je 100 Kilo Weizen Mk. 120430 000, Roggen Mk. 110—120 000, Gerste Mk. 95—109 000, Hafer inländ. Mk. 80—95 000, ausländ. Mk. 120—125 000, Mais(La Plata und Mixed) Mk. 135—140 000, Weizenmehl südd. 190— 220 000, Roggenmehl Mk. 150—165 000, Kleie Mk. 55—57 000. 8
Frankfurt a. M., 24. April. Ein Millionendiebstahl. In einem hiesigen ersten Juwelengeschäft ließen sich am Montag zwei Ungarn etwa 30—35 Jahre alt, Schmucksachen vorlegen. Dabei stahlen sie eine Perlenkette müt 85 Perlen im Werte von 60— 80 Millionen Mark Erst nach ihrem Fortgehen bemerkte man den Verlust, doch blieb bis jetzt jede Fahndung nach den beiden Dieben ohne Erfolg.
Frankfurt a. M. 24. April. Die„Fürstin von Schöll⸗ krippen“. Die Schwindlerin, die einen hiesigen Kaufmann durch allerhand liebliche Vorspiegelungen falscher Tatsachen um das Vermögen brachte, und worüber wir neulich ausführlich be⸗ richteten, ist nunmehr festgestellt worden. Es ist eine Frau Dorothea 1 Breth aus Frankfurt a. O. Ihr Begleiter, der Kaufmann Lebrecht aus Frankfurt a. M., als dessen Ehefrau sie sich ausgab, erklärte bei seiner Vernehmung, von ihr um vier Millionen Mark geprellt worden zu sein. Er habe sogar, um den maßlosen Aufwand der Schwindlerin, an deren Glaubwürdigkeit er bis zur Stunde nicht gezweifelt habe, bestreiten zu können, selbst sein Ge⸗ biß mit Goldzähnen verkauft. Die Liebe des Herrn Leberecht muß doch wirklich tief gewesen sein. In Mlinchen erschwindelte sich 205 Frauenzimmer von einer Firma für zwei Millionen Mark
aren.
Höchst a. M., 25 April. Die Valutamaus. Die Farb⸗ werke brauchen bekanntlich für Vecsuchszwecke mit Seren Mäuse. Früher kostete so ein Grauröcklein 10 Pfennig, später sogar 20 Mk. Heute bieten die Farbwerke sogar 100 Mark für ein Mäuslein. Also auch hier wirkt der Dollar preistreibend.
Die Nerblndung mit Coblenz
Die Verbindung mit Coblenz, die durch Postautos Limburg⸗ Ems⸗Cobleniz aufrecht erhalten worden war, mußte eingestellt werden, da die Franzosen die Autos nicht mehr aus dem besetzten Gebiet herausließen.
Steben Arbeiter verschsittet.
In Ueberlingen am Bodensee ereignete sich am 21. April ein schweres Unglück, bei dem drei Arheiter getötet und vier schwer verletzt wurden. Im Speicher Kraftwerk waren kurz vor Feier⸗ abend auf der Höhe des Geländes in der Nähe des Wäldchens die Arbeiter mit dem Aufgraben des 7 Meter tiefen Grabens be⸗ schäftigt. Sie waren bereits in einer Tiefe von 5½ Metern, als sich plötzlich von einer Seitenwand die Erdmassen loslösten und 7 Arbeiter verschütteten. Durch die sofort aufgenommenen Rettungsarbeiten wurden vier Arbeiter, allerdings schwer verletzt, geborgen und in das Krankenhaus nach Ueberlingen gebracht. Die anderen brei konnten nur als Leichen geborgen werden.
Ein verurteilter Ehrabschneider. Am 20. April fand vor dem Schwurgericht in Wien die Verhandlung in einer Ehren⸗ beleidigungsklage des amerllanischen Schriftstellers Upton Sin⸗ elan gegen den ehemaligen österreichischen Ministerprästdenten und Kirchenrechtslehrer Hussarek statt, der in einer am 22. Sept. vorigen Jahres in der Reichspost erschienenen Keitik„Reviston und Profit“ von Sinesair geschrieben hat, daß er ihn für einen Schurken halte. Die Geschworenen bejahten die Schuldfrage auf Vergehen wegen Ehrenbeleidigung mit 9 gegen 3 Stimmen und erkannten mit 9 Nein, und 3 Ja, daß der Wahrheitsbewels nicht erbracht worden sei. Der Gerichtshof verurteilte Dr. Hussarek zu efner Geld⸗ strafe von 500 000 Kronen, im Nichteinbringungsfalle zu 24 Stun⸗ den Arrest. 1.
Arbeitsrecht, Gewerkschartliches, Arbeiterbewegung. Schlichtungsausschuß der Provinz Oberhessen in Gießen. Sitzung vom 25. April.„
der Lohnstreitigkeit der Metallindustrie des Lahn⸗
gebiekes und Oberhessens erging folgender Schiedsspruch:
——
lung nachm. 1 Uhr auf Oswaldsgarten.
ab⸗
FFFVPFbbVCVCCCVCVVCVVDVTVTPCPCVCVPTCVCVTCTCTCTCTCTCTCTGTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTGT0TCTCTCTCT0TCCTTTTTTTT 1. Mit Wirkung vom 23. 4. 1923 beträgt der Stundenlohn der gelernten Arbeiter über 25 Jahren Mk. 1500.—. Die übrigen Löhne erhöhen sich in dem entsprechenden Verhältnis. Hierbei sind 5 Mark und mehr in der letzten Stelle auf 10 Mark nach oben, weniger als 5 Mark auf Null nach unten abzurunden.
2. Die Arbeiterinnen erhalten 75 Prozent der Arbeiterlöhne der⸗ selben Gruppe und Altersklasse. b
3. Die Sozial zulagen bleiben wie im Schiebsspruch vom 28. 8. 1923 bestimmt bestehen. 1
4. Die Löhne der Wetzlarer optischen und mechanfschen Industrie erhöhen sich ab 23. 4. 1923 in demselben Verhältnis und mit der⸗ selben Abrundung wie unter Ziffer 1 0
5. Für die Zeit vom 1.— 22. 4. 1923 besteht die Lohnregelung gemäß dem Schiedsspruch vom 28. 3. 1923 weiter. f
Die bisherigen Löhne(Spitzenlohn Mk. 1420.—) galten seit dem 15. 2. 1929. Die Streitteile erhielten Frist für ihre Erklärung über
Annahme oder Ablehnung des Schiedsspruches bis zum 30. 4. 1923.
Wirtschaft, Handel, Soziales.
Erhöhung der Großhandelspreise.
Nachdem das deutsche Großhandelspreisniveau mehrere, Wochen hindurch nur unwesentliche Veränderungen aufgewiesen hatte, hat in der abgelaufenen Woche der Preisspiegel eine erheb⸗ liche Erhöhung erfahren. Ebenso wie der Anstoß zur Senkung der Großhandelspreise durch die Stützungsaktion der Reichsmark ge⸗ geben wurde, ist der allgemeine Tendenzumschwung auf die Ent⸗ wicklung des Markkurses zurückzuführen, die neue Unstcherheit in das deutsche Wirtschaftsleben gebracht hat. Die Preise stiegen in der Woche vom 14. bis 20. April mit dem Sinken des Außen⸗ wertes der Mark. Der Großhandelspreisindex der Industrie⸗ und Handelszeitung hat sich von 6195,33 in der Vorwoche auf 6647,66, also um 7,29 Proz. erhöht. Die Preisbewegung war in den ein⸗ zelnen Gruppen einheitlich nach aufwärts gerichtet. Am stärksten wirkte sich der neuerliche Markverfall in der Gruppe der Rohstoffe Kohle, Eisen usw. aus( 9,84 Proz.); nur die Holzpreise, die früher besonders stark in die Höhe gegangen waren. sanken in der vorigen Woche. Die Textilpreise stiegen um 2 25 die Preise der Gruppe Häute, Felle, Leder um 4,89 und di“ der Gruppe Fleisch usw. um 4,50 Proz. Noch erheblich größer war die Preissteigerung bei der Gruppe Getreide, nämlich 8,17 Proz.
Lokale Parteinachrichten.
An die Ortsvereine des 7. Unterbezirks(Rabenau). n Am Sonntag, den 15. April wurde in unserer Konferenz be⸗ schlossen, auch dieses Jahr am 1. Mai eine Maifeier zu veranstalten und zwar in Allendorf. Der dortige Ortsverein wurde mit der Durchführung und Vorbereitung beauftragt. Wie die vorangegangenen Feiern muß auch dieses Jahr unser Weltfeiertag zu einer macht⸗ vollen Kundgebung der Arbesterschaft in der Rabenau gestaltet wer⸗ den. Ferner wurde beschlossen, einen Matfeierbettrag von 300 Mk. pro Mitglied zu erheben und an den festgebenden Verein abzuführen. Es wird erwartet, daß sich alle politisch und gewerkschaftlich organi⸗ sterten Arbeiter an unserer Maifeier beteiligen. Die Arbeitergesang⸗ vereine Londorf, Nüddingshausen, Allertshausen sind dazu einge⸗ laden, ihr vollzähliges Erscheinen wird erwartet. Genossen! Helft uns die Maifeier zu einer machtvollen Kundgebung zu gestal ten Die Feier beginnt um 2 Uhr im Gasthaus„Zum kühlen Grunde“ von H. Bergen, Allendorf a. d. Lumda. Die Ortsvereine Rüd⸗ dingshausen, Gailshausen Ullertshausen, Kesselbach treffen sich um
1½ Uhr in Londorf bei Gastwirt Boeger von da Abmarsch.
Der Vorstand des 7. Unterbezirks: H. Schäfer.
Straftammer Gießen.
Sitzung vom 24. April. ö
Ein rückfälliger Dieb ist der Heizer Wilh. Barget von Orienberg. Im September 1922 war Barget nach Verbüßung einer zweijährigen Zuchthausstrafe aus der Strafanstalt Marien⸗ schloß entlassen worden. Wegen Diebstahlsverdachts war er bereits am 5. Dezember 1922 wieder in Haft genommen, aber Ende Februar 1928 wieder entlassen worden. B. ist heute geständig, am 1. März 1923 auf seiner Neise nach seinem Heimatsort Orten⸗ berg in 3 Fällen bei Landwürten in Glauberg und Lindheim aus den Hofreiten und Gärten durch Einsteigen Wäsche, Brot und Liköre und andere Sachen im Gesamtwerte von etwa 200 000 Mark gestohlen zu haben Er gibt heute an, in Not gehandelt zu haben, da er nach seiner Entlassung ohne einen Pfennig dagestanden habe; die Strafkammer glaubte aber— damit die. Strafe über⸗ haupt noch auf Barget ne Wirkung ausübe— von mildernden 51. abzusehen, 1 N 1 147 Gesamtzucht⸗ ausstrafe von 3 Jahren onaten 5
ep elite Gefälligkeiten. Ein Handlungsgehilse aus Friedberg war in einem Friedberger Warenhaus angestellt. Er war in seinem Bekanntenkreise gern gesehen, denn es kam ihm auf ein Geschenk nicht an, auch besorgte er bereitwilligst gelegent⸗ lich Wäsche, Kleidungsstlcke und, sonstige Sachen, denn das Warem⸗ haus war für ihn die billigste Bezugsquelle, wenn er auch schließ⸗ lich wegen fortgesetzten Diebstahls eine Gefängnisstrafe von mehreren Monaten vom Schöffengericht Friedbera erhielt.. Sieben seiner Bekannten hatten sich aber wegen Hehlerei zu ver⸗ antworten, wurden jedoch vom Schöffengericht mangels Beweises freigesprochen. Auf die Berufung der Staats anwaltschaft beschäftigte sich heute die Strafkammer nochmals mit dem Fall, konnte aber auf Grund der Angaben des Handlungsgehilfen den Beweis nicht für erbracht ansehen. daß die einzelnen Angeklagten gewußt haben oder den Umständen nach hätten annehmen müsson, daß die Sachen gestohlen gewesen seien. Die Berufung der Staats⸗ anwaltschast wurde deshalb zurückgewiesen. 1
Aus dem Material⸗Magazin der Eisenbahn⸗ werkätte„besorgte“ ein Bahnarbeiter ans Leihgestern aus Gutmütigkeit einem⸗ Arbeitskollegen aus Großen⸗Buseck 5 Pack Drahtstifte, die bieser beim Bauen eines eigenen Häuschens brauchte. Er wußte sie sich beim Materialausgeben zu beschaffen und behauptet, die Nägel von einem vertretungsweise die Aus⸗ gabe der Materialsen besorgenden Lagerarbeiter auf sein eindring⸗ liches Bitten erhalten zu haben. Dec schon mehrere Jahre auf
3.
Henkels Putz und Scheuerpulver für Haushalk, Gewerbe und Induftrie b unentbehrlien.
Atteste Grün
Ales Linn und Dei erregte vd. Luer usw. rau oder Malehen
zahlt die höchsten Preise zur Führung eines kleinen Zufall f Lausbalis nach Alsfeld. Wolkengasse. Näh. d. d. Geschäftsst. d. Bl f
CCC ᷣͤ Berüthsichtigt unsere Inserenten!


