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Landmiclschaflliches und 1
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etwa 2 bis 2½ Kilogramm. Man gräbt fein verteilten Dung in der obersten Bodenschicht unter oder zeht tiese Rillen, in die man den Dung streut, um darüber gleich zu pflanzen, nachdem man eine leichte Eröschicht darauf gebracht hat.
Herstellung eines Mistbeetes..
Die Größe des Mißbectes richtet sich nach den beabsichtigten Kulturen. Soll im Mistbeet eine möglichst hohe Wär me erzielt werden, so soll es mindestens drei Fenster umfassen. Bet kleineren Ausmaßen erwärmt sich der Dung nicht immer in der erwünschten Weise; diese sind darum nur in jenen Fällen zulässig, wo es sich um Anzucht von Setzpflanzen handelt, die weniger oder auch gar keine Bodenwärme gebrauchen. Die L ängsrichtung der Beete soll tunlichst von Osten nach Westen gehen. Die Breite der Kästen richtet sich nach den zur Verfügung stehenden Fenstern; am
2. für die Zufuhr von Kali: die Abraumsalze der Steinsalz⸗ lager, entweder roh gemahlen als Kainit oder in Form gereinigter und konzentrierter Kolisalze(40prozentiges Kali) und des Chlorkali(5052 Prozent Kali):
für die Zufuhr von Stickstoff: der Chilesalpeter (Natronsalpeter), der 5 Norg. 5 pe 55 100 1 2 1 am Niagarg und am Brenner durch elektris utladungen 1 kann. Danach wird dann die Samen⸗ dewe e ferner Ammontiaksalze, wie sie bei der menge zusammengestellt. Kann man nicht selbst die erforderliche Gas- und Koksbereitung aus Steinkohle hergestellt werden, Menge ermitteln, so überlasse man diese Feststellung dem Samen⸗ sowie die neuerdinas nach verschledenen Versahren aus der Padre indem man bei der Bestellung angibt, für wieviel Luft gewonnenen Ammoniak⸗Salpeter⸗ und Kalkstickstoff⸗
a der nd 0 5 3—. de dünger⸗
Handelt, die an Ort und Stelle ausgesät werden. Bei Gemüse⸗ Für die osphorfäuredüngung gelten folgende arten, die im Saatbeet ausgesät und nachher versetzt werden, gebe. Da die Phosphorsäure im Boden f
0 man die Stückzahl der für die Pflanzung vorgesezenen Sämlinge weglich ist, weil sie weder dem Lauf des Regenwassers noch der wen u an. Der Samenhändler weiß danach die richtige Samenmenge zu Zirkulation der Bodenfesohtigkeit solt so kann ohne Gefahr
Behandlung der Sämereien. Frithjahrsbestellung
6 Beschaffung und 3 Jetzt, wo es die höchste Zeit ist, an die 5 im Garten zu denken, muß die erste Sorge die Beschaffung der . Sämereien sein. Zunächst muß eine Wufstellung gemacht 3. werden, was man im Garten alles ziehen will. Dann muß man
5 überschlagen, wie viel Land man für die einzelnen Gemüsearten
zur Verfügung stellen
ion wählen. Kauft man am Orte, so kann man sich leicht mit dem seennenswerten Verl e linstigsten si f 2 Lä 5 a ö r. 5 sust durch Versickerung ein großer Vor⸗ ustigsten sind Fenster von 142 Ztm. Länge und 95 Ztm. Breite. ielnderz Händler verständigen. Bei schriftlicher Bestellung nach rat davon auf längere Zelt hinaus im Boden aufgespeichert Die Nordwand des Mistbeetkastens soll etwa 25 Zim. höher liegen iln eri außerhalb muß man angeben, für welcher Gegend und Lage der werden. Und dies muß geschehen, wenn Höchsterträge erzielt als die Südwand. Das Regenwasser soll von den Fenstern nach 10 lt Samen sein sal, auch ift Angabe der Bodenverhältnisse erwünscht, werden sollen. Denn die Phospgovsdureaufnah me it keine stetige. außen, nicht in die Kasten hineingeleitet werden. Die Pfosten, die 1 A. vb dieser mehr sandig oder lehmig oder humusreich, ob er trocken Es kommen trockene Tage und Wochen wo die Pflanzen dürsten die Bretter des Kastens zusammenhalten, setzt man am besten dus u oder feucht it. Der Händler weiß dann ganz genau, welche Sorten und beine Phosphorsaure aufnehmen können. Kommt dam Regen nach außen; das erleichtert die Bearbeitung des Mistbeetes. Auf 0 er von den einzelnen Arten zu wählen hat falls der Besteller nicht mit warmer Witterung. so müssen die Pflanzen das Versäumte] Fensterbreite werden in die Längswände des Kastens Talz⸗
5 selbst aus eigener Erfahrung die geeignetsten Sorten anzugeben eiligst nachholen. Das können sie aber nicht. wenn nicht ein latten eingelegt, so daß jedesmal die aneinanderstoßenden
Uermag. Nicht alle Sorten einer Art gedeihen in jedem Boden Mehrfaches von dem was sie normalerwelse an Phosphocfäure Längsseiten zweier Fenster auf eine Falzlatte zu liegen kommen. el. gleich gut. Es ist auch nicht immer richtig jene Sorten anbauen zu brauchen im Boden ist. Denn die Pflanzenwurzel muß die Phos⸗ Diese Falzlatten geben einmal den Fenstern wie dem Kasten ee e en Arieige Keltern vborbure aufenher uud mit ihrem saueren Saft lösen. besseren Halt, dann sorgen sie auch für besseren Abschluß gegen die ben, 1 15 550 der Badenbeschofsenheit bedingen wechselnde Erfolge mit Selbstverständlich darf aber die Ueberschußdüngung Außenluft. Um das Mistbeet warm anlegen zu können, ist gleichen Sorten. Von großer Bedeutung ist es, daß der Cin⸗ nicht zu einer Ueber fluß düngung ausarten. Weum der Boden frischer Pferdedung erforderlich Die Erde im Kasten darf des du Ta uff bei einem unbedingt zuverlässigen Händler er⸗ mit Phosphorsäure genügend angereichert ist. so bedarf es nur des nicht gefroren sein, sonst würde sie dem Dung zu viel Wärme ent⸗ schieben folgt. Es haben sich im Laufe der Jahre leider nicht wenige un⸗ regelmäßigen Ersatzes, der ihm in der Ernte entnommenen Mengen; ziehen. Der Dung wird gleichmäßig in den Kästen ausgestreut und
bestem reelle Elemente im Samenhandel breitgemacht. Große Vorsicht 5 1 vor allen Dingen unbekannten reisenden Samenhänd⸗ 8 lern gegenliber zu walten; dies ganz besonders dann, wenn sie
fesigetreten. Die Höhe der Schicht richtet sich nach der Jahreszeit und nach den beabsichtigten Kulturen. Für Frühtreiberei und bei festgetretene Schicht etwa 7 Meter hoch
ist er gar übersättigt worden. so kann jede Neudüngung für einige Zeit unterbleiben.
5 1 5 ganz a f Der Bedarf der Pflanzen an Phosphorsäure ist verschieden. großer Kälte muß die 9 her Sämereien zu sehr niedrigen Preisen anbieten. Samenkauf ist Getreide verlangt reich lie Mengen, um vollwertige Körner sein. Sie kann um so niedriger bleiben, je weniger Bodenwärme Vertrauenssache. Ver Verkäufer muß für seine Ware mindestens zu bilden. Die Kohl⸗ Rüben und Kleeacten sind im erforderlich ober erwünscht ist. Ist der Dünger sel trocken, so n. ant feinem Namen und feiner Adresse einstehen, daß er jederzeit ersten Entwicklungsstadium einer Phosphorsäurezugabe besonders muß er beim Packen angefeuchtet werden, da er sich sonst nicht er⸗ 1 ih u ben 1 8 8 895 e ee An 3 15 e da ihr Samen wenig Nahrung enthält und die Keim⸗ wärmt. Für die 3 8 im Gee 1 7 viel Lone 2 4 20 pflänzchen daher schon selrr bald auf die Phosphorsäure des Bodens Bohenwärme nötig. Es genügt da eine dünnere ht, die man ub er von der angebotenen Sorte stammt. Nun kann dem angewiesen sind. 1 121 auch wohl mit Laub durrchsetzen kann, wenn nicht geniigend
* reellsten Samenhändler durch irgendwelche Zufälle ein Mißgeschick derten gustoßen, das hinterher der Gartenbesitzer auszufechten hat. Aber man darf in solchen Fällen sicher sein, bis zu einem gewissen Grade entschädigt zu werden. Der reelle Samenhändler garantiert für
Dünger vorhanden ist. Dieses Laub muß über Winter trocken aufbewahrt worden sein; schon faulendes Laub ist ungeeignet, da es keine Wärme mehr entwickelt. Das trockene Laub ist beim Ein⸗ streuen anzufeuchten, damit es nun in Verwesung übergehen kann. Ist der Kasten fertig gepackt, wird die Oberfläche angebraust⸗
Die Phosphorsäuredüngung gibt dem Landwirt auch ein Mittel in die Hand, die Vegetationsdauec in gewissen Grenzen zu beeinflussen. Je schmeller sich die Pflanzen mit Phosphorsäure sättigen. un so schneller geht der gauze Entwicklungsprozeß vor sich. So können Rüben, die stark mit Phosphorsäure gedüngt sind.
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* die Sortenechtheit und die Güte des Samens und leistet zumeist 1 Entschädigung in der Höhe des Kaufpreises. Weiter zu gehen ist ihm in der Regel nicht möglich, denn er ist selbst nicht gegen Miß⸗
geschick gefeit. N Werden bei der Bestellung bestimmte Sorten ange⸗ geben, so neun man stets eine Er satzsorte, die zu schicken lit, falls die erste Sorte vergriffen sein sollte. Es komut leicht vor, daß eine Sorte ausgeht. Schon um alle gewünschten Sorten zu erhalten, tut man gut, recht frühzeitig zu bestellen. Alle Samen, die nicht gleich ausgesät werden können, sind an einem tro cke ⸗ nen, luftigen Orte aufzubewahren. Dabei ist zu be⸗ en, daß Mäuse große Liebhaber für Samen sind. Hat man im Vorjahre selbst Samen geerntet, so ist dieser über Winter zu nigen und dann ebenso aufzubewahren. Ist von der vor⸗ gen Bestellung noch etwas übrig geblieben, so kann man sich eine Keim probe überzeugen, ob solche Samen dieses Jahr gebrauchsfähig find: in der Regel ist das der Fall, wenn die aufs quelle lauter vor. Zu einer Keimprobe zählt man, je nach Größe der Samen, 20—50 Körner ab und legt diese locker ö zwei wollene, gut durchgefeuchtete Lappen. Die Lappen werden in eine Schüssel gelegt, deren Boden soviel Wasser enthält, daß der untere Lappen nicht ganz davon bedeckt wird. Die Schüssel wird in Ofennähe aufgestellt, so daß das Wasser immer lauwarm bleibt. Nach 4 oder 5 Tagen wird man feststellen können, ob und eviel von den eingelegten Samen keimfähig war. Ist garnichts imt, und zeigt sich auch nach weiteren 3 oder 4 Tagen kein eben, so darf man getrost den ganzen Samen fortwerfen; er ist nichts mehr nütze. Vollkommen ausgebildeten reifer Samen, richtig nd in größerer Meugen aufbewahrt. hält sich länger: in schlechten Zeiten geernteter unde lllommen gereifter, aber schlecht und feucht derwahrter verliert schnell seine Keimkraft. Die Lebensdauer ist abhängig von der Aufbewahrung. Es gensgt also nicht, daß man weiß, wie lange die Sämereien im allgemeinen ihre Keimkraft be⸗ halten, sondern man muß auch dann Keimungsproben machen, wenm es sich um mehrjährige Samenarten handelt. Immerhin ist diese Kenntnis beim Einkauf von Gemüsesämereien von Nutzen. Zwiebel, Petersilie, Porree, Kerbel, Estragon, Spinat und 0 rzwurzeln find 2 bis 3 Jahre keimfähig. Möhren, Karotten, Sellerie und Erbsen haben 3 bis 4 Jahren keimfühtg bleibende Samen. Rettich, Radies, Salat, Endivien, Kardy, Artikschocken und alle Kohlarten liefern 4 bis 5 Jahre lang keimende Samen. Speise⸗ und Salgtrüben, Mangold, Kürbis und Puffbohnen keimen noch im 5. und 6. Jahre. Die höchste Keimungskraft besitzen Tomaten und Gurken, bei denen 6 bis 7 Jahre als Keimfähigkeitsgrenze angegeben wird.
Die künstliche Düngung.
Nachdem wir in der vor gen Land wirtschaftlichen Beilage die
issen Grundlagen der rationellen Düngung dargelegt ben, wollen wir nun etwas näher auf die rationelle Dlingung und uns heute zunächst mit der künstlichen Wir folgen hierbei im wesentlichen der Darstellung eines bahnbrechenden Forschers auf diesem Gebiet, Prof. De. Paul Wagner in Darmstadt(Vergl. Nr. 59 unserer Jeileng: Gelechrten- Jubi
K iläum).
Es gibt organische und mineralische künstliche Dünger. Zu den ersteven gehören Guano, Flessch⸗ Horn⸗, Blut-, Knochen⸗, Wollabfälle, Dedermehl, Gerbereirlckstände und einige und wurden auch schon vor dem Wirtschaftszusammenbruch in viel geringeven Mengen verwendet als die mineralischen Düngemittel. Die wichtiasten mineralischen Düngemittel sind:
1. für die Zufuhr von Phosphorsäure: die Supercphos⸗ hate hergestellt aus Rohphosphaten. die zum größten Teil aus dem Ausland stammen(Guanophosphate, Koprolithe
Austw.). Außerdem gehört hierher das Thomasmehl, das
als Schlacke bei der Gußstahlherstellung(õnach dem Thomas⸗ verfahren daher der Name) gewonnen wird;
Osterbäckereien.
Deutscher Napfkuchen. „VBebarf: 500 Gramm Mehl, 125 Gramm Margarine. 80 Gramm Zucker. 2 Eßlöffel Süßstofflösung. 1 gequirltes Ei oder 20 Gramm in 3 Eßlöffel Wasser gelöstes Trocken⸗Volleipulver, 2 Liter Magermilch. das abgeriebene Gelbe einer Zitronenschale, ½ Päckchen Vanillin. Prise Muskatblüte, Körnchen Salz 40 Gramm Hefe, gehackte Mandeln. Nuß⸗ oder Obstkerne. Herstellung: Margarine, Zucker, Salz und Gewürz
20 Minuten schaumia rühren. alsdann abwechselnd löffelweise Mehl, Ei Süßstoff und etwas Milch zutun, zuletzt die in der rest⸗
ͤ lauwarmen— nicht heißen— Milch vollständig glatt ver⸗
5 ene Hefe beifügen und die geschmeidige Masse solange schlagen, bis sie Blasen wirft. Inzwischen eine Form tüchtig fetten. mit den Nüsfen bestreuen den Teia einfüllen, eben streichen, ein 4 an einem zugfreien warmen Orte etwa 60 Minuten aufgehen
*
sen und bei ziemlich scharfer Hitze ungefähr 4555
Industrieabfälle. Diese Dünger sind jedoch minder wichtig
8—12 Tage früher gehackt werden als schwach gedüngte, und Ge⸗ treide, das mit Phosphorsäure gedüngt ist, reift erheblich früher.
Was den Unterschied der Wirkung von Superphosphaten und Thomasmehl betrifft so entwickeln sich die mit ersterem gebüngten Pflanzen in der Regel schneller und kommen früher zur Reife da das Thomasmebl langsamer in aufnahmefähigen Zustand übergeht. Wo also eine schnellere Entwicklung der Pflanzen nicht nur keine Vorteile, sondern sogar Nachteile bringen kann, wie bei den Sommerhalmfrüchten oder bei Gerste auf leichten. trockenen. . Böden, da bietet die Thomasmehldüngung die größten
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Kalidüngung bann nicht wie Phosphorsäuredüngung auf langdauernden Vorrat gegeben werden. Den das Kali ist leichter beweglich im Boden. die Gefahr von Verlusten also viel größer. Die Kalidüngung ist dem besonderen Bedarf des Bodens und der Pflanze weit mehr angupassen als die Phosphorsäuredüngung. Die kalibedürftigsten Pflanzen sind die Rüben⸗ und Kohl⸗ arten. Geringere Anfprüche stellen die Getreidearten.
Durch die Kalidüngung ist ein ausgiebiger Futterbau auch auf den von Natur sehr kaliarmen Sandböden und leichten Wiesen⸗ bödem möglich geworden. Sehr leichte Böden können durch die
Kalidüngung vermittels Kainit auch in physikalischer Hinsicht
verbessert werden. Der Kainit enthält nämlich nebenbei große Mengen von Natron, wodurch stark durchlässtger Sandboden bindiger gemacht wird. Dieselbe Eigenschaft des Kaimits kann aber auf schweren Böden sebr nachteilig wirken. Denn das Natron wird non den tonigen Teilen des Bodens gebunden, und die An⸗ ziehungskrast zwischen Natron und Tonteilen ist so groß. daß eln mit Natron stark gebünater Lehm⸗ oder Tonboden zäher wird, sich schwerer bearbeiten läßt zur Krustbildung neigt beim Austrocknen harte Schollen bildet. das Wasser weniger leicht durchsickern läßt und dem Eindringen der atmosphärischen Luft größeren Wü derstand entgegensetzt.
Aber auch abgesehen don dieser phnsikalischen Verschlechterung des Bodens kanm der hohe Clor⸗ und Natrongchalt des Kainits ungünstig auf die meisten Kultucpflanzen wirken. Um diesen Uebelständen zu begegnen. stellen die Kaliwerke in dem 40pro⸗ zentegen Kall dungsalz der Landwirtschaft ein Düngemittel zur Verfügung, das wegen seines wesentlich geringeren Gehalts an Nebeustoffen die starke Kalidüngung auch auf schwereren Böden ungefährlich macht. Die gleiche Bedeutung hat das Chlorkali.
(Schluß folgt.)
Die Nutzung des Geflügeldungs.
Der Geflügeldung übertrifft den gewöhnlichen Stallmist be⸗ deutend im Gehalt an Nährstoffen, sowohl an Stickstoff wie an Phosphorsäure wie an Kali. In zehn Doppelzentnern Tauben⸗ und Hühnerdung sind ungefähr die gleichen Pflanzennährstoffe enthalten wie in einem Gemisch von je einem Doppelzentner Chili⸗ salpeter, Superphosphat und Kainit. Es gehen also gewaltige Werte verloren, wenn der Goflügeldünger nicht richtig gesammelt und verwendet wird. Es ist nicht richtig, daß die von unserem Ge⸗ flügel erzielten Düngermengen zu gering seien, da sie ja tagsüber freien Auslauf haben. Untersuchungen haben ergeben, daß die jährliche Düngermenge eines Huhnes etwa 5,52 Kilogramm be⸗ trägt und daß von dieser Menge etwa 60 v. H. zur Nachtzeit von den Hühnern ausgeschieden werden. Der Wert des Geflügel- dlingers läßt sich noch erhöhen, wenn man ihn. trocknet. Am ein⸗ fachsten geschieht dies dadurch daß man Torfmull als Streu im Hühnerstall benutzt. Jeden Morgen wird der Dünger mit Torf⸗ mill überstreut und mindestens einmal in der Woche entsernt.
Wer Kotbretter im Hühnerstall hat, kann sie leicht täglich reinigen. Vermengt man diesen mit Torfmull gemischten Dung noch mit Kohlenasche, dann kann man ihn längere Zeit in einem Fasse oder einer Kiste aufbewahren. Er wird schließlich zu einem leicht streu⸗ baren geruchlosen Pulver. Davon gibt man auf 20 Quadratmeter
die Fenster werden draufgedeckt. Nachts werden die Fenster mit Strohmatten oder ähnlichem Deckmatertal belegt, damit möglichst wenig Wärme entweichen kann. Für Frühkultu ren wird man den Kasten auch von außen mit altem Dünger oder altem Laub ein⸗ decken müssen, sonst kühlt der Kasten sich vorschnell ab. Nach etwa drei Tagen wird der Dünger im Kasten eine Wärme von etwa 50 Grad aufweisen. Er wird nochmals festgetreten und dann ge⸗ ebnet. Nun wird Erde auf die Düngerschicht getan, die aber tunlichst nicht gefroren und nicht zu naß sein soll; beides würde wieder zu viel Wärme zehren. Diese ganze Arbeit muß schnell von⸗ statten gehen, damit die Fenster schnell wieder auf den Kasten kommen, sonst gibt es Wärmeverluste. Wie hoch die Erdschicht im Kasten sein soll, richtet sich nach den Kulturen. Für die Anzucht von Sämlingen genügen 5 bis 8 Ztm.: für Treiberei von Gemüse würden bis zu 20 Ztm. erforderlich sein. Im allgemeinen
man das Mistbeet besäen oder bepflanzen, wenn die Düngerschicht auf 30—40 Grad Celstus abgekühlt ist. Mistbeete, die mit Pflanzen bestellt sind, müssen gelüftet werden, wenn die Sonnenwärme im Kasten sich stärker bemerkbar macht. Das Lüften erfolgt durch Unterstellen eines Holzes unter eine Fenstersette, und zwar an der dem Winde abgekehrten Seite. Das Holz wird tunlichst unter 5 555 der Fensterseite gelegt, sonst verziehen sich die Fenster
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Haus und Garten.
Hilfe gegen Würmer bei Schweinen. Schweine haben häufig Wiirmer von bedeutender Länge, die die Verdauungsorgane stark be⸗ lasten. Sie können den Tod bei jüngeren Tieren herbeiführen, die sich noch in der Entwicklung befinden. Zur Beseitigung dieses Uebels trifft man folgende Maßnahmen. Man säubert den Stall gründlich und unt während der Behandlung den Kot alsbald nach seinem Abgang. Dadurch wird verhindert, daß das Schwein neue U aufnimmt, bevor die alte aus dem Körper entfernt ist. Bei knapper flüssiger Koft gibt man dem Tier 5—6 Eßlöffel Rizinus ein und zwar so, daß man von einem alten Schuh die Spitze etwas abschneidet, damit eine kleine Oeffnung entsteht, die min dem Patienten ins Maul steckt. Darein schüttet man das durch Anwärmen leichtflüssig
gemachte Oel und läßt das Schwein dann an der Spitze kauen. Der
durch Rizinus erzeugte Durchfall sichert der am folgenden Tage zu verabreichenden Gabe von 4 Gramm Kamila eine stärkere Wirkung. Zum Schluß wiederholt man noch einmal die Einflößung von Rizi⸗ nusöl. Sitzen die Würmer im Enddarm, dann hilft auch ein Klistier von Knoblauchwasser oder Knoblauchlösung in Ziegenmilch. Bei Jung⸗ tieren tut mitunter geriebener Rettich dieselben Dienste. Neuseeländer Spinat als Nutz⸗ und Zierpflanze. Obwohl der Neuseeländer Spinat ein vorzügliches Gemüse ist, wird er doch noch verhältnismäßig selten angebaut. Er liefert den Spinat des Hoch⸗ sommers und ist viel ausgiebiger als der gewöhnliche Spinat. In seiner tropischen Heimat bildet die mit den Eiskräutern verwandte Pflanze einen kleinen, vielverzweigten, auf dem Boden ausgebreiteten Strauch, der mehrere Jahre ausdauert. Bei uns wird er durch den Frost im Herbste vernichtet, entwickelt sich aber im Laufe des Som⸗ mers sehr schnell und ersetzt alle abgeschnittene Zweige mit erstaum⸗ licher Zähigkeit und Schnelligkeit. Man sät die Körner zeitig im Frühfahr aus, etwa im März, in kleine Töpfe zu je 2 bis 3, gewöhnt die Pflanzen an die Luft und die volle Sonne und pflanzt sie von Mitte Mai an auf ein gut vorbereitetes Beet mit 60 Zentimeter Abstand. Da der Neuseeländer Spinat den Boden bald ganz bedeckt, wird er von Unkraut wenig gestört, auch in der Insekten⸗ und Pilz⸗ welt scheint er keine Feinde zu haben. Er eignet sich zum Begrifnen, von Flächen während des Sommers und zum Füllen von Lücken in Staudenbeeten. Hat man ihn einmal an einer Stelle gehabt, dann gehen im folgenden Jahre dort von selber neue Pflänzchen auf, wenn man die von Frost vernichteten Pflanzen im Herbst flach untergräbt.
Minuten backen. Der Kuchen soll vor dem Stürzen eine Weile
ruhen. Blech⸗ oder Butterkuchen.
Bedarf: 500 Gramm Mehl, 50 Gramm Margarine 50 Gramm Zucker, 2 Eßlöffel Süßstofflösung, 1—2 Eier oder 40 Gramm in 4 Eßlöffeln Milch glatt verrührtes Trocken⸗Volleipulver, 7 Liter Magermilch.„ abgeriebene Zitronenschale, Spur Mus⸗ katblüte, Prise Salz 2 Tropfen. Mandelöl Stäubchen Kardamom, 30 Gramm Hefe.— Zur Auflage: 125 Gramm Zucker, 100 Gramm Margarine gehackte Mandeln oder Nüsse nach Belieben.
Herstellung: Von ungefähr 200 Gramm Mehl, der in der Hälste lauwarmer— nicht heißer— Milch vergriffenen Hefe ein Hefestlück herrichten und 30 Minuten zum Gehen in die Wärme stellen. Alsdann sämtliche anderen Zutaten, zuletzt die weiche Margarine unterkneten energisch verschaffen und locker schlagen, den ziemlich sesten Teig knauy bleistiftdick austreiben so auf ein gefettetes Blech ordnen, daß rings ein dreifingerbreiter Rand fres
bleibt und mit einem Tuch bedeckt 40 bis 60 Minuten aufgehen
lassen.
Nun mit geschmolzemer Margarsne bestreichen, den Auf⸗ in Abständen von 2 Zenti⸗
lagezucker nebst Mandeln überstreuen.. darauf legen und bei
metern haselnußgroße Margarinestlickchen
flotter Hitze goldbraun backen.
Einfacher Mürbeteig.
Bedarf: 500 Gramm Mehl, 150 Gramm Margarine, 130 Gramm Zucker, 2 Eßlöffel Süßstofflösung, 1 Ei oder 200 Gramm in 2 Eßlöffel verquirltes Trocken⸗Vollespulver. Stäubchen feinen Zimt und Muslbatblüte die abgeriebene Schale einer Zitrone. Korn, Salz, eine Mesfserspitze Hirschhornsalz oder ein Backpulver, und wer es kann oder will, 3 Eßlöffel reinen Branntwein 3. B. Rum, Aquavit, Nordhäuser usw. sonst 5 Eßlöffel Wasser oder
Milch.
Herstellung: Sämtliche Veslandteile auf dem Brett in einem kalten Raum schnell und leicht zu einem festen Teig ohne
vieles Kneten zusammenwirken und vor weiterem Gebrauch em Zeitlang kühl lagern.— Dieser Teig eignet sich zu Torten. Oost duchen und allerlei Kleingebäck.


