Ausgabe 
23.6.1923
 
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Die Nahrungsaufnahme der Pflanzen.

l Unsere grünen Kulturgewächse nehmen die für ihr Leben not⸗ wendigen Nöhrstosse aus dem Boden und aus der Luft auf. Die Nahrungsaufnahme durch die eig. Walde Pflanseheguge duns diefer

a sangeworgane Da von der Tätigkeit dieser Organe das

wollen wir im folgenden eine kurze Darlegung geben. 1. Die Nahrungsaufnahie durch die 1

Die Wurzel senkt sich mit ihrer Hauptwurzel umten in eden Au diese aber nur eine kleine Erdmenge durchzieht und mur sehr wenja von ihven Nährstossen auszunützen vermag, treibt sie bald nach allen Richbungen Sesten⸗ oder Neben⸗ wurzeln aus. Diese lösen ich wieder in immer feinere Aeste auf, ganzes 1. Wurzeln 6 ganze Bodenmasse du eht. Nimmt man eine 0 cats dem Boden heraus. Bodenballen an der Wurzel. Selbst

Hilfe eines Mikroskops. so 9 r Wurzeln äußerst seine und zarte Härchen, die die feste Verkjttuna mit den een eee Aus dieser innigen Verwachfung der gel Erdteilchen bildet sich die Wurzelhose, die besonders bei jungen Keimpflanzen deutlich sichtbar ist. Die Lebensdauer der in einiger Entfernung von der Wurzelspitze entstandenen Wurzel⸗ haare ist lurz; sie sterben aum entgegengesetzten Ende von der Wurbelfpite in dem Maße ab. als sich neue Wurzelhaare in der Nähe der Wurzelspitze bilden. So kommen die immer frisch ge⸗ blldeten Wurzelhaare mit den einzelnen Bodenschichte in Bo⸗ rührung. Die in den Voden eindringende Wurzelspitze hat sich zu ihrem Schutze mit einer Wurzelhaube⸗ umgeben, deren Außerster Nand eine gafertartige, schmiersige Beschafffenheit hat, um sich zwischen den Gesteinstrümnierchen leicht und unversehrt hinburchwinden zu können. 1 Die Wurzelhaare haben aber nicht nur weck, die P in den tieferen Bodenschichten sicher zu verankern, sondern ion en fällt in erster Linie die Aufgabe zu, die Pflanze mit Natur stofsen und Wasser versorgen. Denn der hinter den Wurzelhaaren liegende ältere Teil der Wurzel hat sich müktlerweile mit einer wasserdschten Korkschicht umgeben,

von Nährsalzen und Wasser unmöglich macht. i a Da in den Wurzelhaaren keinerlei Oeffnungen sind, durch die Wasser und Nährstoffe eintretan können, muß zwischen der Nährstosflösung des Bodens und dem Safte der Wurzelhaare ein unmittelbarer Austausch durch die Wandungen erfolgen. Dieser Austausch erfolgt nach dem Gesetze der sogen. Os mose. Man versteht hierunter den gegenseitigen Austausch von zwei ver⸗ schiedenen mit einander mischbaren Flüssigkeiten, die durch eine engporige Wand von einander geschieden Der Aus⸗ tausch dauert solange fort, bis sich beide

geht die schwächere in größerem Maße Da nun die Flüssigleit des Bodens geringere Salzmengen enthält 10 als die der Wurzelhaare, so wandert die schwächere Salzlösung 1 bes Bodens durch die Poren der Wandung in die dichter Wurzelhaarlösung hinein, während nur geringe Stoffmengen aus dem Safte des Wurzelhaares austreten.

6 1. eie 16 7 des Bodens sind aber nicht im Wasser 0 Sli Diese wür der

dies aber nicht geschieht. find die Pflanzenwurzeln befähigt, die zur Auflösung zu bringen. Zu diesen Zweck scheiden Wuczeln Säuren ats, unter den besonders die Kohlensäure die Auflösung der Bodensalze bewirkt. Auf diese selbst an der Bereitung ihrer Nährstofflösung.

N Die Kartoffel als Grundlage der Volksernährung.

Jn der Deutschen Tageszeitung bespricht Oekonomierat Franz 5 J dieses Thema und führt dabei sehr zutreffend folgen⸗ des aus: J

aDie Kartoffel dient der menschlichen Ernährung unmittelbar und durch Brotstreckung in frischem und getrocknetem Zustande. Der tierischen Ernährung in derselben Art. Die Verarbeitung der Kartoffel 55 Stärke und Alkohol ist den Nährmittelfabriken und den medizinksch⸗technsschen Industrien unentbehrlich. Die Rückstände der Stärke⸗ und Alkoholfabrikationen dienen ebenso wie die ge⸗ trockneten Kartoffeln als hochwertiges Futtermittel: der Mlilch⸗, Fleisch⸗ und Fetterzeugung. 0 Er richtet daher an die Landwirte die Aufforderung, die Kartoffelanbaufläche nach Möglichkeit zu vergrößern, um auf diese Weise die Volksernährung sicherzustellen. Damit ist ein Thema wieder angeschnitten, welches schon in den Kriegsjahren in

nicht allein von Kartoffeln leben kann, so ist doch bei der jetzt für die demnächst in Aussicht stehenden Verdoppelung des Brotpreises zweifellos damit zu rechnen, daß die Kartoffel besonders im kom⸗ menden Jahre das Hauptnahrungsmittel für die große Masse der Bevölkerung sein wird. Deshalb scheint es angebracht, erneut zu erörtern, inwieweit eine Steigerung der Kartoffelvor⸗ räte für die Zwecke der menschlichen Ernährung möglich ist. Die Gesamternten an Kartoffeln im Deutschen Reiche stiegen in den 25 Jahren von 1885 bis 1919 von 29 706 645 Tonnen auf 45 969 466 Tonnen. Im Jahre 1913 betrug die Ernte rund 44 000 000 Tonnen, im Jahre 1922 nahezu schon wieder 40 000 000 Tonnen. Die Mög⸗ lichkeiten, um die Kartofselvorräte für die Volksernährung zu stei⸗ gern, sind verschledener Art. Es kommen besonders in Frage:

1. Ausdehnung des Kartoffelbaues,

2. Einstellung bezw. Verbot der Kartofselbrennerel,

3. Beseitigung der großen Nährwertverluste bei der Aufbewahrung

der Kartoffeln.

Wollen wir prüfen, inwieweit die Ausdehnung des Kartoffel⸗ baues zweckmäßig und möglich ist, so wird zunächst festzustellen sein, ob die Kartossel, die mit 2,1 Prozent Eiweiß und 21,9 Prozent

stickstossfreien, Stoffen nicht gerade sehr nährstoffreich ist, durch

Massenerträge höhere Nährwerte von der Flächeneinheit bringt als

andere Früchte, deren erweiterter Anbau in Kriegszeiten ebenfalls 5 in Frage kommt. Wir vergleichen die Kartoffel da am besten mit dem Roggen, weil der Roggen ungeführ dieselben Ansprüche an den Boden stellt und ebenso wie die Kartoffel bei entsprechender Pflege und Düngung mehrere Jahre ohne Nachteil hinter sich selbst ange⸗ baut werden kann. Der Roggen enthält 11,5 Prozent Eiweis und 75,5 Prozent stickstoffreie Stoffe. Bei unserem Vergleich wollen wir jedoch sehr vorsichtig zu Werke gehen und nur relativ niedrige Durchschnittserträge bei beiden Friichten annehmen, die in guten 5 gewaltig übertrossen werden. Wir erhalten dann folgendes

Stickstoffreie Stoffe: 21,9 Prozent 87,60 Ztr.

Ertrag auf 1 Hektar: Eiweiß: b Kartoffel 400 Ztr. 2,1 Prozent 8,4 Ztr. J Roggen 50 Ztr. 11,5 Prozent 5,75 8tr. 75,5 Prozent 37,75 Str. 1 Mithin liefert die Kartoffel auf derselben 5 Fläche 2,05 Zentner Eiweiß und 49,85 Zentner stickstoffreie Stoffe

Pflanzen abhängt. ihre Kenntnis also ven großer Beben ist.

die eine Aufnahme

gemischt haben. Bel verschieden f 715 stärkeren über. der Weise

Pflanze aber verloren gehen. Damit

Weise betelligt sich also die Pflange

hohem Maße die Gemüter erregte, und wenn nun der Mensch auch

mehr als der Roggen. ber in sehr hohem Grade verdaulich sind, so kann die Ausdehnung

Kartoffelbaues nur dringend empfohlen werden.

Wo wird dieselbe nun am Platze sein? Wir denken da beson⸗ ders an die Gegenden mit leichten, aber humösen Sandböden. Dort gehören jetzt die Kartoffeln hin und ferner auf alle weu kultiwierten Oed⸗ und Heideländereien, 1 Stallmistdüngung meist auch sehr gute Erträge liefern.

Um festzustellen, welche Erhöhung die Kartoffelnvorräte für die menschlich Ernahrung durch Einstellung der Kartoffel⸗ brennerei und Beseitigung der Verluste bei der Auf⸗ bewahrung erfahren können, müssen wir einmal nachweisen, welche Verwendung die Kartoffelernten bisher in Deutschland ge⸗ funden haben. Nach einer Zusammenstellung von Behrend dienten von den etwa 430 Millionen Doppelzentnern Kartoffeln, die in dem Zeitraum von 1907 bits 1910 jährlich in Deutschland geerntet wur⸗

den: 1

176 Millionen oder 40 Prozent als Futterkartoffeln,

120 Millionen oder 30 Prozent als Speisekartofsfeln,

52 Millionen oder 11 Prozent als Saatkartoffeln,

25 Millionen oder 6 Prozent als Brennereskartoffeln

14 Millionen oder 3 Prozent als Stärkekartoffeln

und 43 Millionen oder 10 Prozent gerieten in Verlust.

Hieraus ergibt sich, daß bei einer Ausdehnung des Kartoffel⸗

baues in der angegebenen Weise allein durch Verbot der Kartofsel⸗ brennerei sechs bis acht Prozent der gesamten Kartoffelernte in Höhe von 25 bis 30 Milltonen Doppelzentnern erspart und

der menschlichen Ernährung überwiesen werden

könnten. i Die großen Verluste an Kartoffeln, die rund 10 Pro⸗

ent der Gesamternte ausmachen, entstehen bei der Lagerung durch

tmung, Verdunstung und Fäulnis und steigen mit zunehmender Lufttemperatur. Nach Untersuchungen von Keller betragen sie auch bei sorgfältigster Aufbewahrung in der Zeit von Oktober bis März monatlich 1,3 Prozent, zusammen also 7,8 Prozent, und steigern sich dann schnell, um im Juni eine Höhe von etwa 20 P Frühjahr vorhandenen Mengen zu erreichen. Dieses Ergebnis wit bestätigt durch sorgfältige Versuche der Landwirte aus der Mügelner Gegend(Sachsen), die folgende Zahlen ermittelt haben:

vom 15. April bis 15. Mai 7 Prozent, vom 15. Mai bis 15. Juni 18 Progent, vom 15. Juni bis 15. Juli 26 Prozent, vom 15. Juli bis 15. August 33 Prozent,

was einem Durchschnittsverlust von 21 Prozent entspricht. Diese großen Verluste lassen sich aber sehr wohl vermeiden, wenn die Kar⸗ toffel in eine Form gebracht wird, die haltbra und beförderungs⸗ fähig und außerdem schmackhaft und bekömmlich ist. Das aber ist die Trocken kartoffel.

Nachdem man mit dem Trocknen verschiedener Futtermittel, wie Biertreber, Rübenschnitzel, Getreideschlempe usw. gute Erfahrungen

2 hatte, erließ 1893 der Verein Deutscher Spirttusfabrikanten und Stärkeinteressenten ein Preisausschreiben zwecks Herstellung von Dauerkartoffeln als Handelsware im Großbetrieb, und zwar als Futtermittel, Nahrungsmittel und Rohstoff für die technischen Nebengewerbe. Die Aufgabe wurde damals schon in befried igen⸗ gelöst für die Trocknung von Kartoffeln zur menschlichen Ernährung. Die Trocknungsverfahren, die näher zu beschreihen, hier nicht der Ort ist, find inzwischen natürlich erheblich verbessert worden, sodaß es etzt möglich ist, ohne zu graße Kosten und ohne

jeglichen Verlust die Kartoffeln in ein vorzilgliches Nahrungsmittel

durch die Trocknung überzuflihren. Aufgabe der Regierung ist es also, für den Bau entsprechender Trocknungs⸗ anlagen zu sorgen und durch Beseitfgung der großen Verluste,

die sonst bet der Aufbewahrung der Kartoffeln entstanden, die Vor⸗

räte für die menschliche Ernährung zu erhöhen und sicherzustellen.

Inniarbeit im Gemüsegarten.

Gießen, Jauchen, Jäten und Hacken, das sind neben der Neu⸗ bepflanzung abgeernteter Beete die Hauptarbeiten, die uns im Junt obliegen. In der Zeit des größten Wachstums der Gemüfepflanzen hängt viel davon ab, daß die Beete stets die nötige Feuchtigkeit ent⸗ halten, daß ihre Oberfläche der Luft Zutritt zu den Wurzeln ge⸗ stattet und daß weder diese noch die oberirdischen Teile der Pflanzen durch Unkraut in ihrer Entwicklung gehemmt werden. Gießen und Hacken ergänzen sich gegensettig. Das Hacken lüftet den zusammen⸗ geschlämmten Boden wieder und verhindert die Verdunstung der Bodenfeuchtigkeit. Niemals darf der Gartenboden verkrusten; denn dann trocknet er viel schneller aus und imter der harten Decke ver⸗ sticken die Wurzeln. Zum Gießen verwende man möglichst weiches Wasser, am besten also Regenwasser. Brunnenwasser sollte min vor⸗ her abstehen lassen, auch schon wegen seiner niedrigen Temperatur. Denn kaltes Gießwasser schadet den Pflanzen, namentlich abends nach sehr warmen Tagen. Weniger gefährlich ist es morgens, da sich die Pflanzen und der Boden während der Nacht dann sehr abgekühlt haben. Eine zu jähe Abkühlung durch das Gießwasser soll man ver⸗ meiden. Manche Pflanzen sind dagegen sehr empfindlich. Durch diese Rücksicht wird auch die geeignete Stunde der Bewässerung be⸗ stimmt. Solange die Nächte noch kühl sind, etwa bis Johanni, gieße man lieber morgens, damit das Erdreich fich nicht schon abends durch das Gießwasser abkühlt, was ja auch bei Verwendung luftwarmen Wassers unvermeidlich ist. Im Hochsommer dagegen wirkt die Abend⸗ bewässerung nachhaltiger, da sie den Pflanzen in der Nacht Zeit gibt, sich vollzusaugen, während morgens die Sonne die Bodenoberfläche zu schnell wieder austrocknet. Gemüse von wirklich zarter Beschaffen⸗ heit erhalten wir nur, wenn das rasche Wachstum der Pflanzen nie durch Wassermangel unterbrochen wird. Man überzeuge sich des⸗ halb, bevor man mit dem Gießen aufhört, ob die Beete in gehöriger Tiefe durchfeuchtet sind.

Im leichten sandigen, von Natur warmem und trockenem Boden reicht das Gießen oft nicht aus. Man ergänzt es deshalb durch Vodenbedeckung. Durch Beschaffung am Tage erhält sie dem Boden die ihm zugeführte Feuchtigkeit, in der Nacht verhindert sie zugleich die Wärmeausstrahlung. Man verwendet hierzu seuchte Streu, alte Gerberlohe Torfmull, Laub und vor allem verrotteten Stalldung. Namentlig erm Feldgemsssebau, bei dem die künstliche Bewässerung nicht möglich ist, wird dieses Mittel angewandt.

Verschiedene Erntefreuden blühen uns im Juni schon. Die Spargelernte geht zunächst weiter bis ins letzte Drittel des Monats, dazu lommen die Erdbeeren. Bald gibt es die ersten Radieschen aus dem freien Land, den ersten Salat, die ersten Erbsen; dann folgen Kohlrabt, Mohrrisben, Früh kartoffeln.

Leer gewordene Beete sind sofort umzugraben, bei Trockenheit tiichtig zu überbrausen und gegen abend wieder zu bepflanzen. Ob man sie nochmals düngt, hängt davon ab, welche Düngung der Vor⸗ frucht gegeben wurde und welche Nachfrucht man bauen will. Selbst⸗ verständlich darf nicht dieselbe Frucht wieder auf das abgeerntete Beet kommen. Stark zehrende Hackfrüchte fordern neue Düngung, dazu darf aber nicht frischer Stallmist verwendet werden, sondern nur Komposterde, Kunstdünger und Jauche. Gepflanzt können noch werden: Rosenkohl, Wirsing, Grünkohl, Kohlrüben, Rote Rüben, Kohlrabi, Salat, Sellerie und Poree. Tomaten auszupflanzen, ist es guch noch nicht zu spät. Zweite Aussaaten von Mohrrüben, Erbsen

und Buschbohnen sind vorzunehmen.

wo sie als erste Frucht bei entsprechender

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chafnliches und Gartenbau

Berücksichtigt man ferner, daß diese Nähr⸗

die Nährstoffe Zeit haben, sich erst gehörig zu zersetzen. Ei

weilen auch für die Grau⸗ und

darf die Bodenbearbeitung(öfter durchhacken) nicht verng

wenig Erhöhung über dem Boden angelegt werden. Die

1

Düngung ergänzt w ckener das

Heringslake. werden. Auch die Ho

bei. Dies alles wird aber schon im Herbst oder Winter gegeben,

liche Düngung des Landes einige Wochen vor dem P Kainit und Superphosphat wirkt Wunder. Jede frische Düngung ist nämlich die Ursache für den Rost oder Schorf. Schwarzfärbung des Fleisches, sonders wenn noch Feuchtigkeitsmangel hinzukommt. 1 Beim Auspflanzen wird jede Pflanze einzeln angegossen, mit Vorsicht, daß das Herz nicht zugeschlemmt wird. In der teren Behandlung liegt nun die Klippe, an der so oft der Selleriebau scheitert. Der Sellerie braucht Wasser, Wasser un mals Wasser. Schon wenige trockene heiße Tage können den ertrag und die gute Beschaffenheit der Knollen in Frage Gleich nach dem ersten Behacken muß man, wenn die Sonne bre und Regen ausbleibt, jeden zweiten Tag abends ausgiebig be rn und nicht nachlassen, solange es nötig erscheint. In der Haun tumszeit soll Sellerie im Wasser schwimmen, damit er flott üppig treibt und die Eutwicklung nicht ins Stocken kommt,. dann ist es möglich, große Knollen mit zartem, weißem Fi ernten. Selleriebau ist bei guter und richtiger Düngung sandigen Boden möglich, wenn für Bewässerung gesorgt ist. 2

werden, ferner muß der Sellerie mindestens müchentlich ei Dungguß erhalten, doch gut vergossen und am besten bet R wetter. Andernfalls muß hinterher Wasser folgen. Solange die

im Wachstum ist, darf an der Pflanze nicht gerissen werden, Lockerung der Wurzeln stattfinden. Das Abblatten und fernen der oberen Wurzeln vor der Ernte ist eine Schäl sollte überall unterlassen werden; höchstens gelbe welke wegzunehmen. Wenn sich die Sellerieblätter zur E neigen, darf man die Pflanze als ausgewachsen betrachten und mit der Ernte beginnen. Im November kommt der Sellerie dem Boden, wird fast ganz abgeblättert und im Mistbeet os Keller eingeschlagen. i 90

Grünfütterung bei Schweinen.

Durch Grünfutter wird die Futterversorgung der schweine erleichtert. Die einfachste Art der Grünfütterung darin, daß die Schweine das Futter auf der Grasweide e anderen Grünsutterweiden aufnehmen. Wo diese Gelegenheit eboten wird, da ist das Grünfutter im Stall oder auf dem hof zu verabreichen. Alles für Rindpleh und Pferde Grünfutter und zwar Gras, Klee, Mengfutter, Grün mais kann mit Vorteil auch bei der Schweinfütterung Verwe finden. Schweinzüchter, die ertragsfähige Comfrevanlagen b steht in dieser Futterpflanze ebenfalls ein schätzenswertes futter vom Frühjahr bis zum Spätjahr zur Verfüung Fällen, wo das Grünfutter im Stall oder auf dem Laufhof legt wird, findet nicht selten eine Futterverschwendung statt, e es wird Futter verdorben. Verluste treten namentlich dann wenn das Grlinfutter in die nassen Tröge oder auf na Fußboden zu liegen kommt. Will man das Grünfutter in Trögen darreichen, so sind die Tröge vorher trocken zu Die Fütterung des Grünfutters aus den trockenen Trö immer doch besser als das Hinwerfen auf den Fußboden, da von den Tieren zu viel vertreten und beschanutzt wird. Sollen Schweine das Grünfutter auf dem Laufhof erhalten, dann w man dazu einen gegen egen geschützten, möglichst etwas erhö Platz aus. Die beste Axt der Verabreichung des Grsinfut steht aber in dem Vorlegen in aufen, die auf ganz einfache am zweckmäßigsten an einer trockenen Stelle des Laufhofes,

reichung des Grünfutters an Schweine aus Raufen hat gar manchen landwirtschastlichen Betrieben und Schwei

großen Vorteile der Grünfütterung doch sichern will einge Die aRusen können leicht aus nicht zu starkem Stangenho hergestellt werden. Bei langstengeligem Grünfutter erzielt eine bessere Ausnutzung urch Schneiden des Futter,

namentlich bei Comfrey oder Grünmais zu beachten 13 kommt bei den Schweinen nur dann zur rechten Ausnutzung, w er nicht später als zu Beginn der Blüte gemäht wird.*

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Der Kleintierhof im Juni. Viel Arbeit aber auch vie! hat der Züchter mit dem jungen Nachwuchs auf dem Ge Wird bol dem kleinen Volke in den ersten Lebeuswoch versäumt, dann läßt sich das nicht wiedergutmachen. Dabeß d jedoch auch die Alten micht vernachlässigt werden. Auf Fütterung ist großes Gewicht zu legen. Viel zu wenig Wert auf auimalische Futterstoffe gelegt, das trifft hauptsächlich wo freier Auslauf fehlt. Wo also die natürlichen anima Futterstoffe fehlen, greife man zu Kunstfutterstoffen, wie: mehl, Knochenschrot. Fischmehl, Garnelen. Von den Rassen kann mam in diesem Monat noch Nachzucht ziehen. Bruütlust der Glucken zu unterbinden, greise man ni u barbarischen Mittel des Unterwassertauchens, vielmehr sper die Tiere in einen Naum mit zementiertem Ne stangen und Gimstreu. füttert man dazu reichlich, dann ist lust nach einigen Tagen vergangen, dem jungen Enten widme man seine ganze Aufmerksamkeit. Von Nes durchwäßte Tiere, die auf kalten Fußböden nächtigen, we vom Krampf besallen. Solche tauche mam in überschlagenes und stecke sie der Mutter unter die Flügel. Sollten noch zur Brut angesetzt werden, dann lege man nach acht Te Hühmereier zu, die dann gleichzeitig mit den Putenefern kommen. Von den intelligenteren Hühnerksiken lernen die das Futter aufnehmen. Die Tierchen sind etwas müssen einen trockenen, warmen und zugfreien haben. Jungen kaninchen gebe man hauptsächlich Te rünzeug nur in klameren Mengen. Wassertränke nicht verg Bei der jetzt vollständicgen Abtrocknung und Erwärmung Bodens ist das Mitnehmen der Lämmer unbedenklich. Man jedoch alle zu weit entfernten Weiden. Sonst ist wie im Mai fortzzusetzen.* 5

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