Ausgabe 
17.5.1923
 
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. Der Reichstag erledtag

c! Reichshaushaltsplans mit Ausnahme der Haushalte des Reichs⸗ des Reichskanzlers und des Reichsaußenmimisteriums, Mittwoch in eimer politischen Ausspvache behandelt werden

Bei dem Haushalt des Reichsverkehrsmini i ums führte Genosse Brunner Besch nisteri⸗

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Meichs wehrmimister Debatten notwendig seien. gesprochen mit dem Bemerken. zu halten. Das Material über

Strenge genrüft weredn, denn ein Zusammenarbaiten mit der⸗ artigen stec tsgesährdlenden Organisationen sei absolut ausge⸗

schlossen.

bereitet wie bei uns

Offiziere die sich longl in den Dienst Döberitz sei die ape A8 aufgestellt worden, um Hinden⸗ dem Nei

burg, sondern um

0 Gießener Konz Elias. Oratorium für Bartholdy.(Leitung Gustav Trautmann.)

t. Mit Marg. Kallweit(Sopran), Berlin, Ruth Arndt:

(Alt) aus Franhfutrt, Reinh. Gerhard (Orgel) aus Halle, de

des Staatlichen Kurorchesters ö freunden hat sich der Musikprofessor unserer Landesun großes Werk gewagt, um es tztes

der Sladtkirche öffentlich zur

Nicht nur die wohlwollende, sondern auch eine gerechte Kritik hat festzustellen, daß großes Wollen an und 1 N wer. it. Der BefehlIinger davon lassen ist auch im Reiche der Kunst der Todfeind des Fortschrittes.

Die Schauspiele, namentlich

Konzertvereins in bringen.

eme äh pfychologisch geschulter Beobachter konnte denn auch gabe am 14. Mai die Wahrnehmung

Juschauter merklich nd hovenscher Sätze obachten mag.

iognomi die Stadtkirche 6 4 257 e eee die Erkenntnis glücklichster der ierebb en N 1 0 nsfreude, 5 4948 auf, 1951 die Mendelssohn empfänglichen Gemütern unendlich viel zu sagen hat. Bekanntlich hat kein Geringerer 15 Felix Meme ag 150 5 Le ee besonders wohltätig Wenn wan zutreffend er⸗ N daß dender so e jener Sprosse einer Deutschlands Ge Altertums stäh

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Deutscher Reichstag.

en. Mit Befriedigung könne Asztsführung trotz der politischen S der Reichswehr passiert fei. der Umwälzung eine Armee

oder wieder anders bei rt Andacht, Ergriffenheit und Freude paarten sich in den

undGötz von 1 den er ister aller Kult

Berlin, 15. Mai. am Dienstag die 3. Beratung des

de darüber. daß jetzt, Eisenbahner, dae

schlagung

Reichswirtschaftsministeriums (Soz.)

In der Amerikaner habe er gesagt, wir würden Per⸗

bedauert, daß solche

Wo habe jemals in solchen Zeiten dem Staate

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8 sichtlich in vollem Maße in Anspruch ne Eindruck gehabt, dan Hindenburg mit seiner

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den Beigeordneten Pennrich in Bingen Bezug nahm, erwiderte der

orgeschriebenen milttärischen. Ehrungen 1 erweisen, die er me. habe nicht den f Rede eine monarchisti⸗ habe.(tel Friedrich sei nicht als 0 a Herrscherhauses, sondern als e des Regiments bei der Feier auwesend gewesen. Die Republlt 8 utschland so sesthegründet, daß man es ruhig wagen önure, tolerant zu sein. In der jetzigen politischen Situation müüsse man allerdings mit militärischen Schaustellungen sehr vorsichtig sem. Das Verbot der alten Uniform wäre aber nur durch eine Verfassungsände rung möglich, denn es handle sich hier um soge⸗ nannte wohler worbene Rech le. Bei einer neuen Revolution müßten die Sozialdemokraten eben mit den wohlerworbenen Rechten anfangen. Notwendig sei, in dieser Zeit des Ueberganges nicht allzu nervös zu sein. denn Nerposität werde als Schwäche ausgelegt. Wir seien aber nicht schwach. und wenn wir es seien, sollten wir es nicht zeigen.

Der Etat wird bewilligt.

Nach kurzer Beratung wird dann das Mieterschutzgesetz gegen die Stimmen der Deulschugtionalen, de. Kommunisten und eines Teils der Deutschen Volkspartei und des Zentrums in dritter Lesung aurgenommen.

Hessischer Landtag. Darmstadt, 15. Mai.

Präsident Adelung eröffnete die Sitzung um 9.20 Uhr mit der Mitteilung, daß der Abgg. Storck⸗Osthofen von der Besatzungs⸗ behörde mit seiner Familie aus dem besetzten Gebiet ausgewiesen sei und sprach dem Ausgewiesenen die herzliche Teilnahme des Landtags aus. Mit dem Abg. Storck habe die Zahl der ausgewiesenen Mit⸗ glieder des hessischen Landtags die Ziffer 6 erreicht.

Auf eine Heine Anfrage der Abgg. Ebner und Roth(Komm.), die auf die Bereitstellung von städtischen Arbeitern für das Entladen von Kohlen und Koks sür die fransösische Besatzungsbehönde durch

sche Huldigung boabsichtigt

Stagtspräsident, daß die Regierung darüber nicht unterrichtet sei, sie wisse nur, daß Beig. Pennrich verhaftet und nicht anzunehmen sei, daß diese Verhaftung erfolgte, weil er den Franzosen Gefälligkeiten erwiesen habe. Der Vorwurf, den der Abg. Ebner ohne jede posilive Begründung gegen einen Beamten erhoben habe, müsse deshalb zu⸗ rückgewiesen werden.(Beifall.) Eine weitere Anfrage derselben Abgeordneten betr. Einstellung eines Betriebsführers auf dem staatlichen Braunkohlenwerk Wöl⸗ fersheim ohne Befragung des Betriebsrats wurde vom Re⸗ gierungstisch aus als 2 falschen Voraussetzungen beruhend bezeich⸗ net. Der betreffende Angestellte sei kein Betriebsführer, sondern Hilfsmaschimist, seine Einstellung konnte ohne Befragen des Betriebs⸗ rats erfolgen. Zu einer kleinen Anfrage der Frau Abg. Birnbaum(D. Vp.) und Genossen, welche die Schaffung einer Roferentinnenstelle für Schulangelegenheiten im Landesamt für das Bildungswesen betraf, erklärte der Staatspräsident, daß die Verhandlungen über die Tätig⸗ keit der Referenten im Landesamt für das Bildungswesen und über die Schaffung einer neuen Stelle noch nicht abgeschlossen seien. Dann wurde die Beratung des Staatsvoranschlags für 1923 beim Kapitel 43(Anstalt für Schwach⸗ und Blödsinnige, Alicestift, Darmstadt) fortgesetzt. Das Kapitel 43 und die folgenden 45(Armtenpflege), 46(Staatsunterstützungskasse), 49(Fonds für öffentliche und gemeinnützige Zwecke), 50(michtamtliche Bausachen) und 51(Hochbauwesen) wurden ohne Debatte genehmigt. Kapitel 44(Volksgesundheitspflege) wurde zurückgestellt. Zu Kapitel 52(Kunststraßenverwaltung) wünschte Abg. Glaser(Bbd.) be⸗ sondere Berücksichtigung der Straßen im Ried und der Wege, die die Verbindung mit dem besetzten Gebiet herstellen und die in der letzten Zeit besonders überlastet gewesen seien und sehr Not gelitten hätten. Für die tiefer liegenden Straßen forderte er Mehranwendung von Kleinpflaster. Die im Etat vorgesehenen Mittel seien unzureichend. Von der Regierung wurde Berüscksichtigung der Wünsche zugesagt. Eine Aenderung des Straßemmterhaltumgssystems sei ins Auge ge⸗ faßt. Das Kapitel wurde dann genehmigt. Mit dem folgenden Kapitel 53(Landesamt für das Bildungs⸗ wesen) wurden die Kapitel 56(Lehrerseminare), 57(Volksschulen), 58(Turn⸗ und Zeichnenunterreicht], 61(Gymnasien usw.), 62(höhere Bürger⸗ und Mädchenschulen) und 65(Volksbildung) verbunden. Zu den einzelnen Kapiteln lagen außerdem eine Reihe neuer Anträge vor, u. a. ein Antrag des Abg. Hosmann(Seligenstadt) betr. Gleichstellung der Zuwendung für die katholische Privatschule in Alzey mit der für die evangelische Privatschule am selben Ort. Als cester Redner nahm zu dem Thema Bildungswesen der Abg. Schian(D. Vp.) das Wort. Die Jjährige Grundschule sei nicht für alle Kinder angebracht. Die Versetzung des Oberreglschuldirektors Dr. Schnell von Gießen nach Offenbach sei nicht begründet gewesen. Nach seinem Dafürhalten seien für das Landesamt für das Bil⸗ dungswosen dabei politische Gesichtspunkte entscheidend gewesen. Der Schutz der Verfassung müsse allen Beamten gleichmäßig zuteil werden. Ucber das Schicksal der vorliegenden Anträge in den Ausschüssen berichteten die Abgg. Dingeldey, Diehl-Hochweisel und Frau

ertvere in, Soli, Chor und Orchester von F. Mendelssohn⸗

Hans Hoefflin(Tenor) aus Darmstadt, t(Bariton) aus Leipzig, Adolf Wieber m Akademischen Gesangverein, mit Mitgliedern

Bad⸗Nauheim und hiesigen Musik⸗

lät an ein als letztes Abonneemutskonzert des Aufführung zu

für sich schon dankenswert

n denen abwichen,

dicht süllenden Gemeinde.

streng⸗jüdischer Gottesfurcht mit deutsch⸗ herben Stolzes mit gemütvoller Him⸗

als Goetheden größten Anteil er gar oft selbst bezeugt. Und

genommen, wie 50 Einheit machte für Goethe

Musiker gebildete

großen Zeit ist, in enien ihre Schöpferkraft in gefunder Er⸗ lte, so muß es nur natürlich erscheinen, sich Griechentum und Deutschtum,Helena und Berlichingen vermählten, in dem

einen ähnlichen Unversalismus ahnte und

Lange Jahre hat Mendelssohn an seinem Elias gearbeitet, den er auf dem im August 1846 stattsindenden Musikfest zu Birming⸗ ham zum ersten Mal zur Aufführung bringen wollte. Der Text ist gebildet aus dem 16. bis 18. Kapitel des ersten Buches der Könige. Das Dratorium beginnt mit Elias Prophezeiung der Hungersnot, der die Wehklagen der Leidenden folgen; dieser die Abreise des Propheten, die Lebenserweckung des Kindes der Witwe, der Unter⸗ gang der Baalspriester, das Oefsnan des Himmels, der Dank für die sich erhebenden Wasser. Der zweite Teil enthält die Verfolgung und Flucht des Elias in die Müste, seine Hümelfahrt und die Weis⸗ sagung auf den Messias. Ju denSignalen für die musikalische Welt erging folgendes Urteil des Londoner Berichterstatters über die englische Erstaufführung:Wie soll man den heutigen Tag in der Musikhalle beschreihen? Nach solcher Aufregung ist es in der Tat schwer, seine Gefühle in der kalten Sprache wiederzugeben. Es war ein großer Tag für das Fest, ein großer Tag für die Künstler. ein großer Tag für Mendelssohn und ein Zeitabschnitt für die Kunst. Es ist hier nicht der Ort, den Elias im einzelnen musi⸗ alisch zu zergliedern oder etwa die Bedeutung der Chöre im Ver⸗ Paulus zu untersuchen. Wer sich auch ohne liche Frömmigkeit z. B. des ChoresWohl dem, der den Herrn fürchtet nicht seelisch angeregt, durch den Baals⸗ chor, den Regen⸗chor und den Himmelfahrts⸗chor nicht erschüttert fühlt, dem vermag auch der wissen-Hafllichste Bericht nicht zu bieten.

Allerdings wird unendlich viel von der jeweiligen Aufführung abhängen; und deren Wirkung wird, da eine Wiedergabe wohl ohne Dilettanten schver wöglich ist. nicht nur durch die musikalische Lei⸗ ting, sondern auch durch die Leitungen der Chöre und der Solisten, des Organisten und der Inftrumente bedingt sein. Sodann mag es Dirigenten geben die ihre Aufgabe in wissenschaftlicher und korrekter Nebeneinanderstellung der einzelnen Tonßilder erfüllt sehen, während andere eine schwungvolle dramatische Gesamtleistung herauszub ringen

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Hinewe

straff beherrscht wurden) sei nicht des Tadelns wegen erwähnt. Die schwierige Partie des Elias wurde tonschön innerlichem Schwung gesungen lein enfängliche sich) und die übrigen Einzelleistungen(namentlich auch die Altstimme. die sich durch mehrere Vorzütge auszeichnete, sowie der reine und tonstarke Sopran und Tenor) trugen unter Prof. Trautmanns Klünst⸗ lerhand zu dem einzigartigen Erfolge bei. Das Gesamtlob erstreckt

Sattemer. Die schulärzlliche Tätigkest soll

in vollem Maße auch auf die höheren Schulen ausgedehnt werden, da der Gesundheitszu⸗ stand der 71 Schüler nicht besser sei, als der Volksschulbesucher.

Abg. Ebner suchte in längerer Rede den Nachweis zu erbrin⸗ gen, daß die republiffeinslichen Organssationen ihren Hauptnachwuchs aus den höheren Schulen zögen. Der Redner beschäftigte sich dann, um daffr ein Beispiel aufzuführen, mit den Verhältnissen an der Oberrealschule am Friedri hsplatz in Offenbach, wo zwischen dem monarchistisch gesinnten Direktor und dem republikanischen Studienrat von der Schznitt ein steter Kampf herrsche. 5 Nach der Pause verlas Frau Abg. Roth(Komm.) eine kleine Anfrage ihrer Partei über Zurückhaltung von ausländischen Lebens⸗ milteln, durch den Handel. Ein Regierungsvertreter erklärte hierzu, daß von der hessischen und der Reichsregierung in den nächsten Tagen neue durchgreifende Maßnahmen gegen Preistreiberei umd Wucher erlassen würden, um den Mißständen abzuhelfen.

Nach einer kurzen Geschäftsordmunge debatte über die verzögerte Beantporfung kleiner Anfragen durch die Regierung ft 1

Storck(S.) zu den einzelnen Kapiteln, die das Bildungswesen be⸗

treffen. Die Einstufung des Vorstandes der Buchhaltung in Gruppe

X sei nicht gerechtfertigt. Vorbildlich für die dringend notwendige

Neuregelung der Lehrerbildung sei das Beispiel Sachsens. Die Auf⸗

bauschule solle keine Berufsschule, sondern eine höhere Schule mit den Rechten der anderen höheren Schulen sein. Die Popularität der Auf⸗

bauischule leide unter den scharsen Bestimmungen über die Aufnahme

von Schlilern und der fehlenden Klarheit über die Berechtigung ihrer

Abiturtenten. Das Schulgesetz sei noch nicht in allen seinen Be⸗

stimmungen durchgeführt. Der Lehrplan für die Grundschule, die er⸗

halten und ausgebaut werden müsse, müsse jetzt endlich aufgestellt

werden. Notwendig sei auch eine Reform der Lese⸗, Lehr⸗ und Ge⸗

schichtsbücher in republikanischem Geiste. Es sei unerhört, daß in

einem Schulbuch des Jahres 1923 vor der Sozialdemokratie als vor einer staatspernichtenden Partei gewarnt werde Der Ausbm der Volksschule zur 10jährigen Schule sei auch für das flache Land er⸗ strebenswert. Die Aufbauschule solle mit den Schulen mit erweiterten

Lehrzielen in Einklang gebracht werden. damit ihren Absolventen

das Hochschulstudium ermöglicht werde. Die Fortbildungsschule müsse nach dem Sinne des Gesetzes auch überall auf dem Lande durchgefiihrt werden.(Widerspruch.]

Abg. Werner(D. Nil.) nahm den Direktor der Oberrealschule am Friedrichsplatz in Offenbach gegen die Angriffe des kommunisti⸗ schen Redners in Schutz. Das Gesetz über die Kosten der höheren Schulen bedürfe einer durchgreifenden Revidie rung. Die Studien⸗ assessoren, Regllahrer und Haus meister müßten höher eingestuft wer⸗ den. Auch die Gehälter der Industrielehrerinnen seien zu gering. Die Dienstanweisung für die höheren Schulen sei reformbedürfti Im System der Aufbauschule vermißt der Redner die Sonderflassen für Begabte. Eine 1 der Schulbücher von allem überflüssigen Byzantinismus wünsche auch seine Partei. Heimatdienst und Volks⸗ kunde müßten in den Dienst der Schule gestellt werden. Die englische Sprache sei anstelle der französischen im Lehrplan der höheren Schulen zu bevorzugen. Das Verbot der deutschen Jugendgemeinde und der deutsch⸗völksschen Jugendverbände sei ungerechtfertigt und aus er⸗ zieherischen Gründen ein Fehler.

Nächste Sitzung Mittwoch vormittag 9 Uhr.

Gießen und Umgebung. N Förderung des Wohunngsbau s im Kreise Gießen.

Im Janugr d. J. hatte der Kreistag bekanntlich be schlossen, daß die nach Reichsgesetz zu erhebenden Woh⸗ nungsbauabgaben in eine gemeinsame Kasse, Kreiskasse fließen und gemeinwirtschaftlich verwaltet und verwendet werden sollen.

Das Abgabesoll beträgt 76 Mk. für 100 Mk. des Brandkassewertes eines Gebäudes, die der Staat erhebt. Jede Gemeinde ist verpflichtet, mindestens den gleichen Be. trag zu erheben, sodaß sich ein Gesamtbetrag von 152 Mk.

Das Gesamtaufkommen im Kreise Gießen berechnet sich da⸗ nach auf rund 60 Millionen Mark. Hiervon sind aber 15 Millionen als Ausfälle abzuziehen, die durch Befreiungen, Nichteingang von Beiträgen u. dgl. entstehen, und weitere 5 Millionen, die für Tilgung der Darlehen in 1921 und 1922, für Verwaltung, unvorhergesehene Aufwendungen usw. verwendet werden müssen, sodaß nur ein Netto⸗ betrag von 40 Millionen bleibt.

Dieser Betrag, der als unmittelbare Hilfe für Neu⸗ bauten natürlich unzureichend ist, soll Verwendung finden für die Verzinsung der Darlehen, die 1923 von den Ge⸗ meinden für Errichtung von Neubauten aufgebracht und an die Bauherren gegeben werden. von Darlehen für Neubauten sind 69 eingegangen(Klein⸗ Linden 12, Veuern 12, Londorf 6, Private 39); berücksichtigt sollen 60 werden. Das Höchstmaß der Grundfläche, für das Darlehen gegeben werden, ist bekanntlich 70 Quadratmeter. Für 1 Quadratmeter sollen an private Bauherren etwa 70000 Mk., an bauende Gemeinden 100 000 Mk. gegeben werden. Für die 60 Neubauten sind daher nach diesem Schlüssel im ganzen 330 Millionen als Darlehen flüssig zu machen, von denen die Hälfte vom Staat aufgebracht wird, sodaß von den Gemeinden noch 165 Millionen zu beschaffen sind. Zur Verzinsung dieses Betrags sowie zur Tilgung mit etwa 10 Prozent sind also die 40 Millionen Wohnungsbauabgabe bestimmt. Zugrunde gelegt wird im allgemeinen ein Zinsfuß von 15 Prozent; werden aber die Gelder aus eigenen Mitteln der Gemeinde aufgebracht, so sollen nur 10 Prozent in Ansatz gebracht werden. Wird die Hilfe von einer Gemeinde in Naturalien gewährt, Holz oder sonstigen Baumaterialien, so sollen diese nur zur Hälfte des Marktwertes berechnet werden wodurch erreicht wird, daß die Hilfeleistung der Gemeinde aufs Doppelte gesteigert wird. Alle Maßnahmen müssen ja darauf abgestellt sein. die von der Allgemeinheit aufzubringenden Mittel möglichst zu steigern, um die Bautätigkest zu beleben.

Die Leichenbestattung wird bekanntlich jetzt immer kostspieliger, sodaß geringbemittelte Familien jetzt in vielen Fällen die Kosten gar nicht mehr aufzubringen in der Lage sind, wenn ein Todesfall eintritt. Von der Stadt Gießen werden jetzt sehr einfache Särge angefertigt, die trotz ihrer Einfachheit ein schönes Stück Geld kosten. Trotzdem sind sie noch erheblich billiger, als sie vom Schreiner geliefert werden. In anderen Städten befaßt man sich ebenfalls mit Maßnahmen, die eine Verminderung der Bestattungskosten herbeiführen sollen. Beispielsweise will man in Berlin nach dem Vorbilde süddeutscher und englischer Gebräuche Särge künfig, nach einer gewissen Uebergangszeit, nur noch in Höhe von 50 Zentimetern zulassen, um die Aus-

ost die Stellung eines Weltbürgers im Reiche e insbesondere der Germanen, Grie⸗

sich auf alle, die an dem Abend beteiligt waren, der ein großes Wag⸗ mis, aber auch einen hahe A aer

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hebung der Grabessohle von zwei Meter aüf 1,20 Meter Tiefe herabzusetzen. Der Preis für den 50 Zentimeter

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Gesuche um Gewährung

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