Ausgabe 
17.3.1923
 
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Für die Bedrängte

Zeichnungsliste liegt in der Geschäftsstelle

*

n im Ruhrgebiet.

der Oberhessischen Volkszeitung

Wohnungspolitit und Wohnungswucher. Morgen abend S Uhr bält der Gießener Mieterrerein im Saale des Kathol. Vereinshauses eine öffentliche Versammlung ab, in der Reichs⸗ tagsabgeordneter Beckmann über Wohnungspolitik und Rechts⸗ anwalt Homberger über Wohnungswucher sprechen werden. Wir weisen auf diese Versammlung hin, deren Besuch jedem Mieter empfohlen werden kann. Nach den Referaten werden noch ver⸗ schiedene Mietsangelegenheiten zur Sprache bommen.

Frauenversammlung. Kommenden Dienstag, den 20. März, abends Uhr findet im Gewerkschaftshaus eine Frauen⸗ versammlung der Ver. Sozd. Partei statt, in der Genosse Lehrer Schmidt einen Vortrag über:Wie bereite ich mein Kind zur Scale vor, halten wird. Da dieses Thema unsexe Frauen, die ja in erster Linie die Erzieherin ihrer Kinder sind von ganz beson⸗ derem Interesse sein dürfte, ist vollzähliges Erscheinen der Genos⸗ sinnen zu erwarten. Auch die Frauen von Genossen, die bis jetzt noch nicht selbst Mitglieder der Partei sind, sind herzlichst willkom⸗ men. Gleichzeitig werden hiermit unsere Genossinnen auf den am Samstag beginnenden Vortragskursus über das Jugendwohl⸗ fahrtsgesetz ausmerksam gemacht und ist auch in demselben zahl⸗ reiche Beteiligung von Seiten derselben zu erwarten, ganz beson⸗ ders ist es Pflcht derjenigen Genossinnen, die im Stadtparlament wie in der Armenpflege tätig sind, an demselben teilzunehmen.

L Konsum⸗Verein Gießen. Auf die Mitglieder⸗Versammlung für die Verteilungsstellen Asterweg und Schanzenstraße am Mon⸗ tag,(siehe Anzeige) weisen wir auch an dieser Stelle besonders

die Hausfrauen hin. e

Stiftung für die Ruhrhilse. Der GesangvereinEintrae d 1 n dat für die Ruhrhilfe den Betrag von 10 000 Mark gestiftet. Wir empfehlen dieses schöne Beispiel der Opferwilligkeit zur Nachahmung!

Vom Stadttheater wird mitgeteilt: Die Erkrankung des Frl. Wander machte auch für kommenden Sonntag zur letzten Auf⸗

i vonSchwarzwaldmädel ein Gastspiel erforderlich. Es ist der Direktion gelungen, einen ganz hervorragenden Gast zu gewinnen. indem die Soubrette des Frankfurter Opernhauses. Frl. Martl Schellenberg, die Partie des Bärbele übernommen hat. Es ist voraus zusehen, daß dieses Gastspiel eine außerordentliche Anziehungs⸗ kraft ausüben dürfte, und Interessenten dürften daher gut tun, sich bei Zeiten Plätze für die Aufführung am Sonntag Abend zu sichern.

Heuchelheim. Unser Arbeitergesangverein veran⸗

staltet morgen, Sonntag, 18. März, nachmittags 2 Uhr eine gemüt⸗ liche Zusammenkunft mit dem ArbeitergesangvereinHoffnung aus Treis a. Oda. im Vereinslokal. Alle aktiven Sänger wollen dabei zur Stelle sein. Ebenso sind die übrigen Mitglieder und Freunde des Vereins freundlichst eingeladen. Steinbach. Am Samstag sprach hier Genosse Henzel in einer öffentlichen Versammlung über den Kampf im Ruhrgebiet und über die Folgen der Besetzung. Er schilderte in packender Weise das Elend und den Opfermut der Arbeiter und Beamten des neubesetzten Gebietes. Leider hat man bei uns für die Vorgänge im Ruhrgebiet noch sehr wenig Verständnis. Dieses ersah man schon sehr deutlich an dem Besuch der Versammlung, welcher bei der Wichtigkeit der Tages⸗ ordnung viel zahlteicher hätte sein müssen. In Anbetracht der Oyser, welche im Ruhrgebiet gebracht werden, wo nach Angaben des Refe⸗ venten Leben und Gesundheit des Volkes auf dem Spiele steht, hätte die Sammlung, die im Dorfe veranstaltet wurde, bedeutend besser sein dürfen. Zum Schlusse lam der Referent noch uuf die Gemeimwirt⸗ schaft Oberhessens, das Siedlungswesen, das Pachtschutzgesetz und die Zwangswirtschaft zu sprechen. Bei dem Pachlschutzgesetz hätten die Vertreter der Landwirtschaft(Dr. Werner und Kindt) glänzend ver⸗ sagt und hätten es bei der Abstimmung vorgezogen, den Sitzungssaal zu verlassen. Die Zwangs wirtschaft sei ein notwendiges Uebel und das Heine Opfer, welches hier die Landwirte brächten, würde von den Opfern der Arbeiter in bezug auf Steuerzahlen weit überboten, da am Ende des es 1922 84 Prozent sämtlicher Einkommensteuern von den Lohn⸗ Gehaltempfängern aufgebracht worden seien.

Wieseck. Am morgigen Sonntag findet abends Uhr im Lokal von Wirt Bierau eine Versammlung der Mitglieder des Kon⸗ sumvereins Gießen statt, in welcher der Geschäftsbericht vom letzten halben Jahre zur Besprechung steht. Besuch der Versammlung ist jedem Mitglied der Genossenschaft zu empfehlen.

dereis F riedberg⸗ Büdingen.

Büdingen. Unter dem Verdacht des Muttermordes

ist der Schmied Johann Mörschel von Blidingen verhaftet worden.

Der Boschuldigte ist durch den Schnaps heruntergekommen und als

ein gewalttätiger Mensch bekannt. Es wird vermutet, daß er von

seiner Mutter Geld verlangte und ihm dies verweigert wurde, wor⸗ auf er die Hand gegen seine Mutter erhob und diese erwürgte.

Westerwald und Unterlaßn.

Tod bei der Arbeit. Auf der Grube Eselskopf bei Kotzenroth ereignete sich durch herabfallendes Gestein ein Unglücksfall, dem zwei Bergleute zum Opfer fielen. Obwohl Hilse sofort zur Stelle war, konnten die Verschütteten nur mehr als Leichen aus dem Schutthaufen geborgen werden. Einer der Verungllickten, Schäfer, hinterläßt eine Frau mit sechs Kindern.

Kleine Nachrichten.

Auch einer, der in Ehren untergehen will! Merkwürdige Dinge scheinen in den Kriegervereinen vorzugehen. Der westliche Vorort Berlins, Zehlendorf, hat auch einen Kriegerverein, dessen Vorsitzender heißt Radde und ist aktiver Lehrer. Jedesmal, wenn dieser Krieger⸗ verein seine Versammlung hat, redet der Radde eine vatternde Rede. Diesmal hat er zu seinen Mannen von dem bekaunten Hindenburg⸗ wort geraddet, alle Deutschen sollten eingedenk sein dieses Wortes: zu kämpfen bis die letzte Fahne zerfetzt und die letzte Klinge zer⸗ splittert ist. Nadde soll das erst mal selber vormachen, so zum Bei⸗ spiel: er nimmt seine Kriegervereinsfahne und die gute Klinge seines Taschenmessers, fährt damit zu den Franzosen im Ruhrgebiet und kämpft mit Fahne und Klinge so lange gegen sie, bis von dem Radde kein Fetzen mehr übrig ist. Dann starb er den von ihm so offenbar ersehnten Heldentod, denn er, Radde, sagte mit Hindenburg selber, es seibesser, in Ehren untergehen, als in Schande weiterleben. Also bitte, Herr Radde, machen Sie den Anfang und gehen Sie in Ehren unter. Vermutlich aber, wenn es noch einmal zum Untergang kommen sollte, dann sind es wieder die nationalistischen Radden, die zuerst, wie im November 1918, das sinkende Schiff verlassen.

Erhard Auer in großer Not. Unter dieser Ueberschrift brachte der Völlische Beobachter in München die Mitteilung, daß Auer, der sozialdemokratische Abgeordnete und frühere Landtagspräsident, am 3. März mit Weib und Kind im Münchener Ratskeller gesessen sei, daß derHerr Präsident köstliche Weine getrunken und eine Rech⸗ nung vonüber hunderttausend Mark bezahlt habe, daß ein be⸗ trunkener Student vor Auer hingetreten sei und ihm den Vorwurf der Völlerei gemacht habe. Durch eine besondere Art von Humor habe Auer sich aus der peinlichen Situation in die Sphäre des be⸗ freienden Lachens gerettet. Zerknirscht muß zugestanden werden, daß Auer sich erlaubte, am Samstag, den 3. März, abends mit seiner eigenen und emer weiteren verwandten Familie von auswärts im Ratskeller ein Glas Wein zu trinken. Aus bestimmten Gründen konnte

es lesder leinköstlicher sein. Die Rechnung von hunderttausend

Mark ist ebenso eine Phantasie wie das angebliche Intermezzo mit dem Studenten. Der Vorgang zeigt aber, wie sorgsam Auer behütet wird, damit ihm nichts passiert und damit er vor Fehltritten bewahrt bleibt.

Frankfurt a. M., 15. März. Frankfurter Viehmarkt. Auftrieb 12 Ochsen, 5 Bullen, 39 Färsen und Kühe, 765 Kälber, 219 Schafe und 268 Schweine. Es wurden bezahlt für einen Zentner Lebendgewicht: Kälber feinster Qualität Mk. 200 000230000, mitt⸗ lerer Qualität Mk. 160 006200 000, gering. Qualität Mk. 120 000 bis 150 000. Schafe Mk. 90 000240 000, Schweine unter 80 Kilo Mk. 200 000250 000, von 80100 Kilo Mk. 250 000270 000, von 100150 Kilo Mk. 260 000280 000, über 150 Kilo Mk. 270 000 bis 290 000. In allen Viehgattungen war schleppender Handel, Schweine hinterließen Ueberstand.

Frankfurt a. M., 15. März. Schießerei im Gerichts⸗ gebäude. Zu einer aufregenden Szene kam es heute vormittag in einem Zimmer des Amtsgerichts. Während seiner Vernehmung durch einen Amtsrichter schleuderte der Schuhmacher Bremser plötzlich einen Stuhl gegen den Beamten, konnte aber daran im letzten Augenblick gehindert werden. Dann zog er einen Revolver und drückte mehrere Male ab. Glücklicher Weise versagte die Waffe. Der Täter floh bar⸗ auf und wurde in einem der Gänge von einem Justizmachtmeister aufgehalten, den er aber durch einen schweren Schuß in die Brust niederknallte. Der Täter wurde schließlich in einer Seftengasse von der Menge ergriffen, zunächst verhauen und dann der Gefängniswache zugeführt. Die Verletzungen des Justizmachtmeister sind schwer und geben zu Besorgnissen Anlaß. J

Frankfurt a. M., 15. März. Eine Frankfurt⸗Kölner Glockengeschichte. Vor Jahresfrist bestellte die Stadtsynode bei einer Glockengießerei in Apolda für die evangel. Kirchen 27 Glocken zu einem verhältnismäßig billigen Preise. Der Gießer verpflichtete sich zur Lieferung der Glocken bis August 1922 und beschaffte sich auch dazu das nötige Glockengußmaterfal. 10 Glocken lieferte er ab. Die übrigen 17 blieben aus. Alle Mahnungen Frankfurts blieben vergeblich. Einmal teilte die Gießerei mit, daß die Glocken für eine Kirchesooben im Guß seien. Däbei aber blieb es. Inzwischen aber lief bei der Gießerei die Bestellung auf den Neuguß der Kölner Kaiserglocke für den dortigen Dom ein. Der Gießer machte dabei ein besseres Geschäft und verwendete zu dem Guß das Frankfurter Glockengut. Köln hat heute seine Glocke, die Frankfurter aber warten bis jetzt vergeblich auf ihre 17 Glocken für die einzelnen Kirchen. Der Meister will die Glocken wohl jetzt gießen, heischt aber für das Kilo Glockengut 8000 Mark gegen 33 Mark bei dem vor Jahresfrist schriftlich vollzogenen Lieferungsvertrag. Jetzt sollen mm die Juristen sprechen. Die Kölner Kaiserglocke aber ist von rechtswegen aus Frankfurter Glockengut gegossen.

Mainz, 14. März.Arzt oder Ebamm? In ernster Zeit fehlt auch den Mainzern der goldene Humor nicht. Als letzthin die Verlehrssperre verhängt war und nur Aerzte, Geistliche und Heb⸗ ammen zwischen 9 Uhr abends und 6 Uhr morgens auf den Straßen gehen durften, wurde ein Kaufmann aufgegriffen, der sich in seiner Kneipe verspätet hatte. Die aus Marokkanern bestehende Nachtstreise forderte den Ausweis, den ihnen der schlagfertige Kaufmann über⸗ reichte. Die des Lesens unkundigen Afrikaner studierten den Ausweis und fragten schließlich in gebrochenem Deutsch:Arzt oder Gbamm? Hebamme erwiderte der unerschrockene Mainzer, worauf die Marok⸗ kaner sagten:Gut, passer! Der Kaufmann war einer hohen Geld⸗ strafe glücklich entronnen.

Mainz 15. März. Ausgewiesen wurde der 67jöhrige Rektor Schorn(früherer Landtagsabgegedneter) mit seiner Familie. Vandalismus.

In einer der letzten Nächte wurden am alten Eisenbahndamm bei Bad Homburg v d. H. zahlreichen prachtvollen Erlenbäumen die Stämme abgesägt.

Einstellung eines Eisenbahnbetriebs.

Am 15. März wurde wegen des Verkehrsrückganges der Be⸗ trieb auf der Kleinbahnstrecke Selters⸗Hachenburg(Westerwald) eingestellt. Nur für den Güterverkehr wurde ein Sammelverkehr

eingerichtet. Bei der Ueberfahrt ertrunken.

Bei Wörth fuhr der Landwirt Franz Schab seine Braut in einem Nachen über den Main. Als er zurückruderte, wurde Schab von dem Seil der Fähre aus dem Boot geschleudert. Die Leiche ist noch nicht gefunden worden.

Zwei Ehefrauen wegen Vergiftung ihrer Männer angeklagt.

Am Montag begann in Berlin der Giftmordprozeß gegen die Frau verw. Erna Klein, Frau Margarete Neppe und Frau Riener, die Mutter der Angeklagten Neppe. Der Prozeß gehört zu einem der interessantesten Fälle der modernen Psychologie. Zwei Ehe⸗ frauen haben nach gemeinsamer Uebereinkunft ihre Ehemän⸗ ner gewaltsam beseitigen wollen. Der Plan ist zum Glück nur zur Hälfte gelungen, da der eine Ehemann mit dem Leben da⸗ vonkam.

Das Verbrechen ist dadurch verübt worden, daß Frau Klein ihrem Manne täglich eine bestimmte Menge Arsenik im Kar⸗ toffelbrei gegeben hat, die schließlich zum Tode führte. Die Ver⸗ nehmung begann mit den Aussagen der verschüchterten Frau Klein, die zwar den Giftmord an ihrem Manne zugab, aber als Beweg⸗ grund im wesentlichen die brutale Behandlung seitens ihres Mannes bezeichnete. Er soll oft betrunken gewesen sein und sie dann miß⸗ handelt haben. i

Ein Teil der sonstigen Beschuldigungen, die sich auf das Eheleben der beiden bezogen, kamen unter Ausschluß der Oeffentlichkeit zur Sprache. Auch die zweite Angeklagte gibt als Grund die Bedrohungen ihres Mannes an. Das weiße Pulver, das Frau Klein ihrem Manne gegeben hatte, waren 10 bis 12 Gramm Arsen, das ein Drogist ab⸗ gegeben hatte lein Zehntel eines Grammes geniigt, um einen Men⸗ schen zu töten). Nach dem letzten Vergiftungsversuch erkrankte Klein so schwer, daß er ins Krankenhaus gebracht werden mußte, wo er noch am Abend starb. Die Leichenöffnung ergab, daß große Mengen Arfenik im Körper waren. Der Vorsitzende fragte die Angeklagte Klein, warum sie alle die widernatürlichen Zumutungen ihres Mannes, die sie vor dem Gericht geschildert habe, niemals in den mehreren hundert Liebesbriefen die sie an ihre Freun⸗ din geschrieben hat, erwähnt hätte. Die Angeklogte erwiderte, daß es ihr peinlich gewesen sei, darüber zu reden. Sie habe aber ihrem Ver⸗ teidiger gegenüber Angaben gemacht. Sie hatte nur den einen Ge⸗ danken, frei von ihrem Mann zu sein, und es ist bemerkenswert, daß der ermordete Ehemann immer einen langen Dolch unter seinem Kopfkissen gehabt hat, da er stets Angst hatte, von seiner Frau ermordet zu werden.

Arbeitsrecht, Gewerkscha tliches, Arbeiterbewegung. Rechte der Betriebsratsmitglieder im Aufsichts rat.

Die Klage der Betriebsratsmitglieder des Auffichtsrates der Mitte gd ent schen Creditbank auf Nichtigkeitserklärung dex durch die Generalversammlung beschlossenen Satzungsänderun⸗ gen, nach denen gewisse, früher vom Aufsichtsrat ausgeübte Funk⸗ tionen diesem entzogen und einem besonderen Personalausschuß überwiesen wurden, ist durch die Zivilkammer des hiesigen Land⸗ 1 ahgewiesen worden. Die Begründung des Urteils

eht en 185*

b Stand der deutschen Gewerkschaften. a

8077 175 Mitglieder, worunter 1 760 676 weibliche, zählte den AB. bildenden Zeutralverbände der fresen Gewerkf am Jahresschlusse 1922. Diese Ziffern sind allerdings a5 vorläufig anzufehen, da von sieben der 49 Verbände erst die 0 vom 3. Quartal 1022 vorliegen, von einem Verband die vom 4. Quartal 1021 eingesetzt werden mußte, während der band der Film⸗ und Kinvangehörigen seit Mitte 1921 fiber Mitgliederbestand nicht mehr berichtet. Gegen die Ziffern 3. Quartal bedeuten die 3 Quartals Senate der lichen Mitglieder um 8215, dagegen eine Abnah ännlichg Megtalieder aum 81 902 einen Rückgang von 73 637 Mitgliedern Bei unvollständigen 0 0 zulässig: ein solcher zwischen den Ziffern des 1, und des 4. O a1. kals 1922 würde eine Zunahme im Laufe des Jahres von 2 10 Mitgliedern ergeben. Maßgebend sind die Se e das Jahr 1922, die 10 erst aus der Jahresübersicht des für 1922 ergeben werden. b 1 K Eine Schlußfolgerung lassen die Ziffern mit aller Besti zu, nämlich die, daß das Agitat'onsfeld zur Gewinnung neuer glieder für eine ganze Reihe von Gewerkschaften noch nicht al schlossen ist. Ueberflüssig zu betonen, daß nicht minder wichti, weitere Aufklärungsarbeit unter den acht Millionen Mitglie! ist, da es nicht nur auf eine möglichst große Zahl von Mithliede ankommt, sondern zugleich darauf, daß diese Mitglieder w weshalb sie es sind, daß sie nicht nur Mitglied sein, sondern

arbeit llen. 8 e Kein Streik in Berlin. 9

Das genaue Ergebnis der am Montag und Dienstag vo menen Urabstimmung der Berliner Metallarbeiter über den spruch vom 8. März ist erst für Donnerstag zu erwarten. bisherigen Meldungen aus den einzelnen Betrieben haben rund 160 000 Abstimmungsberechtigten zirka 90 000 an der mung beteiligt. Davon stimmten zirka 55000 für den Stre 35 000 für die Annahme des Schiedsspruchs. Die für die& erklärung notwendige Dreiviertelmehrheit ist also nicht erre den. Der Metallarbeiterverband hat, da die Unternehmer Schiedsspruch ablehnten, inzwischen beim Reichsarbeitsministerjum ze Allgemeinverbindlichkeit beantragt. Ueber die Stellung des 9

arbeitsministers zu diesem Antrag ist bisher noch nichts bekannt g. worden. In den Kreisen der führenden Metallarbeiter hofft Arbeiter günstige Entscheidung herbeiführen

aber, eine für die können. 5 i

Lokale Parteinachrichten. 5 6. Agitationsbezirk Gießen, Alsfeld, Lauterbach. 9

Kursus für Wohlfahrtspflege und Jugendfürsorge. An die Ortsvereinel Auf Veranlassung des L. 0 fahrtsausschusses findet für den 6. Agitationsbezirk ein 8 b stehend aus 4 Vorträgen zur Einführung in das Reichs jugend 0. fahrtsgesetz in Gießen im Gewerkschafts haus statt: Sonntag, den 18. März, nachmittags 2% Uhr: 1. Vortrag: a) Einführung in das Reichszugendwohlfah b) Jugendgerichtsgesetz und Jugendfürsorge. Referent: Dr. Aaron, Rechtsanwalt, Gie

fassung und Verwaltung. g Referent: Dr. Aaron, Rechtsanwalt, Sonntag, den 8. April, nachmittags 2% Uhr: 3, Vortrag: Wohlfahrtspflege und Jugendfürsorge in der und ihre Anwendung und Durchführung d Organe der Gemeinden. 0 Neferent: Beigeordneter Delp⸗Darmstadt. Sonntag, den 22. April, nachmittags 2% Uhr: 4. Vortrag: Die rechliche Stellung zwischen Eltern und und das Vormundschaftswesen. Ref.: Rechtsanwalt Homberger Gießen. Wir erwarten bestimmt, daß sich unsere Genossinnen und nossen im besonderen diejenigen, die in der sozialen Fürsorge sind, zahlreich beteiligen. g Um es den weiblichen Mitgliedern entfernter Ortsve ermöglichen, an dem Kursus teilnehmen zu können, wird da

geld vergütet. 5 Mit Parteigruß! J. A.: H. Häuser. 8 11

Sozialdemokratischer Kreiswahlverein Friedberg⸗Büdin Sonntag, den 25. März d Js., vormittags 9 Uhr fi Butzbach bei Gen. Berszinski, Schloßstraße, die dies ordentliche Bezirkskonferenz statt. Tagesordnung: 1. Die politische Lage. Gen. Widmann Offenbach. 2, Ein Gang e 1 tft

geschichte. Referent Gen. Schilling, Lollar. 4. Anträge Verschiendenes. N.

Der umfangreichen Tagesordnung halber bitte um und pünktliches Erscheinen.

Mit Parteigruß! Die Bezirksleitung: J. A.: Stern,

Briefkasten.

Sch.⸗Trohe. Wenn dem Bahnarbeiter aus Rutter⸗ seines verwerflichen Streiches die Meinung gesagt worden ist, ö 55 1 88 für die Oeffentlichkeit hat die Sache weite interesse. 0

Versammlungs kalender.

Gießen. Frauengruppe der Vereinigte Partei. Dienstag, den 20. März, abends punkt 872 Gewerkschaftshaus Frauenversammlung mit Vor Genossen Lehrer Schmidt über:Wie bereite ich mein! zur Schule vor, Die Genossinnen werden um und zahlreiches Erscheinen ersucht, ebenso ist es Pflicht der Ge ihre Frauen, auch wenn diese noch nicht Parteimitglied fin Versammlung zu schicken. 0

7 Geschäftliches. Die teuren Zeiten! So klagt heute jedermann und 9 jede sorgende, auf das leibliche Wohl der ihrigen be 1855 Es muß an 705 Enden gespart werden. Ein

es, nie unexprobte, angeblich villige Nachahmung sondern beim Alten, Bewährten zu Reben Tier gt t die mit Recht so beliebte Maggi's Würze. Die echte Würze ist sehr ausgiebig und hilst wirklich spgren.

Afitiert für die Oberhesssche Volk

Ziffern sind solche Vergleiche natürlich nichl

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