1
7 14 4 0
9
4
9
2
Kebaktion: Gießen Behnhofftraße 23 Fttusprecher 2008.
0
bethesst
Organ für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete.
b
fözeit
Expedition: Gießen Bahnhoffraße 23 Fernsprecher 2008.
Die Oberb. Volksseitung erscheint jeden Werktag vormittag in Gießen. Der Abonnementspreis mit den Beilagen„Das Blatt der Frau“ und„Land⸗ wirtschaftliche Beilage“ beträgt monatlich 1370.— Mk. einschl. Bringerlohn.
Durch die Post bezogen 1800.— Mk. einschl. Bestellgeld. Einzelnumm. 50— Mk N
Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters. Für den Inseratenteil verantwortlich; R. Strohwig. Verlag von Hermann Neumann& Cie., sämtlich in Gießen. Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt G. m. b. H. Offenbach a. M.
Der Anzeigenpreis beträgt für die Millimeterzeile(35 mm breit) oder deren
Raum lokal 20.— Mt. auswärts 80.— Mk., die Retlamemillimeterzeile
100.— Mk. Ber größeren Aufträgen oder Wiederholungen wird entsprechen⸗ der Rabatt gewährt— Anzeigen⸗Annahme bis 6 Uhr abends.
14
Nr. 40
Gießen, Samstag, den 17. Februar 1923
18. Jahrgang
Wie das Saarland französisch gemacht wird.
Aus dem Saargebiet wird uns geschrieben:
Im Widerspruch mit den Bestimmungen des Friedens- dertrages haben die Franzosen im Saargebiet französische Schulen für die deutschen Kinder des Saargebiets errichtet. Es bestehen bis jetzt im Saargebiet in 15 Orten französische Schulen. Dazu kommen mindestens eine Mittelschule, eine Fortbildungsschule, vier Abteilungen für Handels-, Indu⸗ strie⸗ und Landwirtschaftsunterricht für 15. bis 19jährige. In Heiligenwald waren früher 15 katholische Klassen mit 700 Kindern und 5 evangelische Klassen mit 250 Kindern. Davon sind zu französischen Schulen übergegangen 450 latholische und 100 evangelische Kinder. Eingegangen sind
.
p——
14 4 9
0 Berufsabteilungen bestehen z. B. in Neunkirchen,
nußer dem französischen Direktor
die Umschulung verlangt.
se nicht Volks- oder te.hnische Schulen sind,
neun katholische und zwei evangelische Klassen. In Fried⸗
richstal ist bereits ein Haus für eine neue französische Schule
gekauft; auch in Bliesen, Alsweiler und Ober⸗Linsweiler steht die Errichtung französischer Schulen bevor. Es kommt noch hinzu, daß bei den Werkschullehrerklassen seit Juni 1922 Handels-, Industrie⸗ und Landwirtschaftsabteilungen ge⸗ gründet werden, die allen jugendlichen Bewohnern des Saargebiets vom 15. bis 18. Lebensjahr offenstehen. Solche Luisen⸗ thal, Sulzbach und Göttelborn. Bisher sollen nach zuver⸗ lässigen Nachrichten mehr als 4000 deutsche Kinder in die
ftranzösischen Schulen übergetreten Jein.
Fragt man nach den Ursachen dieses verhältnismäßig starken Zulaufs zu den französischen Schulen, so lautet die Antwort: Zuckerbrot und Peitsche! Die französischen Höheren Grubenbeamten lassen in ausgiebigem Maße den Franken rollen. Armen Familien, die ihre Kinder zur fran⸗ zösischen Schule anmelden, werden Unterstützungen ange⸗ Hoten, Kleider, Schuhe usw. in Aussicht gestellt. Erleichtert vird ferner der Uebergang dadurch, daß in den Schulen noch deutsche Lehrkräfte Schulamtsbewerber und Bewerberinnen) unterrichten und die Unterrichtssprache, abgesehen von den französischen Stunden, vorläufig noch das Deutsche ist. Von den Gruben⸗ beamten wurde als selbstverständlich angenommen, daß sie hre Kinder zur französischen Schule schicken werden, weil 5 französische Bergwerksbehörde verlangt, daß ihre Ange⸗ tellten ihre besonderen Vertrauensleute sein müssen. Hatte rber ein Grubenbeamter die Anmeldung seines Kindes unterlassen, so wurde er alsbald dringlich gemahnt, das Zersäumte nachzuholen. Wenn er fragte:„Muß ich mein Kind denn zur französischen Schule schicken?“ so erhielt er ie bezeichnende Antwort:„Nein, Sie müssen nicht, aber bir müssen Sie auch nicht behalten!“ Selbst wenn ein Kind nur noch kurze Zeit die Schule zu besuchen hatte, wurde Wenn gar Eltern einen Sohn haben, der Steiger oder Beamter werden will, so wird ihnen bedeutet, daß nur der Besuch der französischen Schule zu ge⸗— hobenen Stellen berechtige. In recht übler Lage sind die Zergleute, die in fiskalischen Wohnungen wohnen. Wollen e nicht riskieren, mit Weib und Kind auf die Straße gesetzt iu werden, so müssen sie ihre Kinder für die französische Schule anmelden.
agt, wir müßten unsere Gesinnung für Franken ver— Hufen!“ Bei einem derartigen starken Druck ist der stellen⸗
heise große Zulauf zu den französischen Schulen leicht zu rklören. ö
Die Abwehr der Französierung des Schulwesens im Saargebiet muß in erster Linie von den Saarbewohnern selbst ausgehen. Sämtliche Parteien und Fraktionen des Landrates, ausgenommen die Kommunisten, haben in einem Tufruf das Volk zur Erhaltung der deutscken Schule auf—⸗ lefordert. Die Lehrerkammer hat in einer mutvollen Ent⸗ sthließung mit aller Entschiedenheit die Regierungs⸗Kom⸗ nission und die Franzosen auf die Ungesetzlichkeit französi⸗ her Schulen hingewiesen. Die deutsche Regierung hat in einer ausführlichen Protestnote beim Völkerbund Einspruch erhoben und verlangt, daß die französischen Schulen, soweit aufgehoben erden und daß der Besuch der Schulen der kranzösischen Srubenverwaltung auf die Kinder des französischen Per— als beschränkt bleibt.
Wie stark dieser Druck empfunden wird, eigen die Worte eines Schulmädchens:„Die Mutter hat ge⸗
Der Arbeit heiliger Krieg.
Gen. Stampfer, der vor wenigen Tagen von einer Reise durch das Ruhrrevier zurückgekehrt ist, schreibt uns:
Das Kampffeld im Ruhrrevier läßt sich jetzt viel klarer über⸗ blicken als vor zwei Wochen. Die
nationalistische Welle ist abgedämmt, vom Heldentum der Zechenherren ist wenig mehr die Rede, dafür ist jene„Einheitsfront“, die zugleich die„nationale“ wie die „proletarische“ ist, die Einheitsfront der Arbeiter, Angestellten und Beamten deutlich in Erscheinung getreten. Sie ist es, die in sozialistischem Geiste den Kampf gegen den Militarismus
führt. Vor allem die Bergarbeiter an der Ruhr sind ein be⸗ sonderes Geschlecht, sie sind von Hause aus so antimilitaristisch, daß selbst in altpreußischer Zeit keine Garnisonen in das Revier gelegt werden konnten. Man kann sich da leicht vorstellen, mit welchen Gefühlen der Bergmann die französischen Solbaten be- trachtet, deren Stahlhelme und Bajonette heute das Feld über- glänzen.
Zu der fast schon instinktmäßigen antimilitaristischen Ein⸗ stellung hat sich neuerdings ein anderes Element gesellt, nämlich das Bewußtsein, eine weltgeschichtliche Entscheidung in der Hand zu haben. Gegen eine bis an die Zähne bewaffnete Armee kämpfen Millionen von Armeen, die mit nichts anderem bewaffnet sind als mit dem eisenen Willen, einer militärischen Kommandogewalt sich nicht zu beugen. Man hat das Gefühl, daß sich hier die größte Revolution der Weltgeschichte anbahnt, wenn nicht vollendet: die
Revolution der friedlichen Arbeit gegen den Krieg.
Denn der Krieg hat seinen Sinn verloren, wenn die Eroberer⸗ gewalt zwar Land gewinnen, aber die Menschen, die es bewohnen, nicht mehr unterwerfen kann. Das Ruhr darum, dem Krieg und dem Militarismus ein für Garaus zu machen.
In allen Zeiten endeten Kriege damit, daß der Sieger die Männer des besiegten Volkes tötete, was leben blieb, in die Sklaverei verkaufte und das Land mit seinen Soldaten besiedelte. Das war der Ausgangspunkt der Entwicklung, die in oerschiede⸗ nen Stadien durch all die blutbefleckten Jahrtausende geführt hat. Im Ruhrrevier wird ihr Endpunkt erkennbar. Der Exoberer feuert sich selber zu immer größerer Brutalität an. Aber einmal ist er immerhin an gewisse Grenzen gebunden, die er nicht über⸗ schreiten kann, ohne die Stimmen der Welt, die sich jetzt schon laut gegen ihn erheben, zum Orkan anschwellen zu lassen, zum anderen aber sicht er sich, selbst wenn er entschlossen ist, sie nicht zu beachten, vor ein technisch unlösbares Problem gestellt.
Die kapitalistische Entwicklung hat im Ruherevier ihr Werk
vollbracht. g
Seine Landflächen mit ihrem agrarischen Crtrag sind verhältnis⸗ mäßig fast wertlos. Die Werte liegen unter der Erde und werden durch eine sinnvoll geäderte und durchnerote Wirtschaftsorgaiti⸗ sation ans Licht gebracht. Der komplizierteste Vernichtungs⸗ apparat steht dem kompliziertesten Produktionsapparat gegenüber, unfähig, ihn zu meistern. Statt auf Bauernhöfe, deren Bewohner der vordringenden Soldateska zitternd ihre Unterwerfung an— bieten, stößt der Militarismus auf ein dichtgedrängtes, trotziges Industrieproletariat, das sich seiner Stärke bewußt ist.
Bürgerliche Blätter haben den Einmarsch ins Ruhrrevier mit Napoleons Zug nach Rußland verglichen. Aber der erste ist das ge⸗ rade Gegenteil des zweiten. Napoleon scheiterte an der Weite des Raumes und am reaktionären Prinzip. Der Feldzug nach Rußland führte zum materiellen Untergang der Armee und zu neuen Kriegen. Der Einmarsch ins Ruhrrevier vollzieht sich in der Richtung
zum moralischen Fiasko des Militarismus,
allemal den
zur Offenbarung seiner Impotenz und daher zum Beginn eines neuen, unkriegerischen Zeitalters.
Daß dieses Ziel erreicht werden wird, wer wagte es vorauszu⸗ sagen? Aber wer es erkannt hat und dann daneben noch andere gleich wichtige Aufgaben sieht wie die, jetzt alle Kräfte zu seiner Er⸗ reichung anzuspannen, der ist kein echter Sozialist. Wie winzig klein erscheinen alle nationalistischen Katzbalgereien, alle Quotenstreitig— keiten des Kapitalismus gegenüber dieser großen Entscheidung! Und welche Kraft müßte in die ganze deutsche und internationale Arbeiter- bewegung einströmen von einem
Sieg des Ruhrproletariats über den siegreichen französischen Imperialismus!
Haben wir die Klarheit, diesen Sieg aus ganzem Herzen zu er⸗ streben? Haben wir den Mut, flür ihn mit ganzer Kraft zu kämpfen? Das ist die bange Frage. Schlimm wäre es für uns, wenn wir die ganze Bedeutung des Augenblicks erst begriffen, wenn er vorbei ist.
Dies ist ein Kampf, wie ihn die Welt noch nicht erlebt hat, ein Wirtschaftskrieg von besonderer Art, dessen Strategie sich mit dem Kampfe selbst erst entwickelt. Und ist das strategische Problem, um das es sich hier handelt, unlösbar? Ich glaube es nicht. Die Er⸗ nährungsfrage ist hter alles. Im Weltkrieg haben 30 Millionen Men⸗ schen vier Jahre lang für einen der Menschheit höchst schädlichen Müßiggang ernährt werden müssen. Hier handelt es sich darum, einen Teil des Volkes, der durch militaristische Gewalt zum Feiern gezwungen wird, einige Monate lang mit den notwendigen Lebens- mitteln zu versorgen. Gelingt es— vielleicht mit ausländischer Hilfe —, für erträgliche Ernährungsverhältnisse zu sorgen, dann sind wir unüberwindlich. Wir können dann in jedem Augenblick mit dem Geg⸗ ner verhandeln, um eine Abkürzung des Kampfes herbeizuführen, aber wir werden nicht genötigt sein, unsere Unterwerfung unter mili⸗ taristische Gewalt anzubieten.
Zum zweiten Male steht im Ruhrrevier eine„rote Armee“. Aber während die erste mit untauglichen Gewaltmitteln um utopistische Ziele kämpfte, kämpft diese zweite rote Armee mit zweckdienlichen Mitteln der Gewaltlosigkeit um ein großes Ziel, das keineswegs über den Wolken liegt. Deutsche Sozialdemokraten, internationale Sozialisten, erkennt eure Aufgabe, tut eure Pflicht!
roletariat kämpft jetzt,
Die französisch⸗englischen Besprechungen in Lo don.
Der französische Arbeitsminister Le Trocquer hatte im Laufe des Donnerstag in London Besprechungen mit Lord Curzon und Bonar Law. Ueber das Ergebnis ist in Paris auch an zuständiger Stelle noch nichts bekannt. Le Trocquer sollte in der Freitagnacht nach Paris zurückkehren. Die französischen Sachverständigen, die ihn nach London begleitet haben, werden, wie wir erfahren, noch in der englischen Hauptstadt bleiben, augenscheinlich. um die Verhandlungen fortzusetzen. ö
Um die Durchfahrt durch die britische Zone.
Die französisch⸗englischen Besprechungen über die Frage der Durchfahrt der Kohlentransporte durch die britische Zone wurden am Donnerstag abgebrochen und auf Freitag vertagt. Ueber das bisherige Ergebnis wurde keine amtliche Erklärung ausgegeben.
Meine Schulden— deine Schulden.
In der Kammersitzung vom Donnerstag gab der Präsi⸗ dent eine Mitteilung des Kriegsministers über die Ver⸗ stärkung des französischen Eisenbahner⸗ und Telegraphen⸗ personals im Ruhrgebiet bekannt. Während einer Rede des Abgeordneten Engerad machte Poincaré eine Zwischen⸗ bemerkung. Er sagt:: Ich habe erklört, daß an dem Tage, wo unsere Gläubiger bereit sein werden, uns unsere Schulden zu erlassen, wir unserseits bereit sein werden, auf unsere Forderungen zu verzichten.(Beifall auf mehreren Seiten des Hauses.)
Der Terror in Essen.
Donnerstag mittag wurde in Essen die Reichsbankstelle besetzt. Eine kleine Menschenmenge, die sich angesammelt hatte, wurde mit Bajonetten und Fußtritten auseinandergetrieben. In das Hotel Ver⸗ einshaus drangen etwa 8 Offiziere und forderten Mittagessen, was ihnen aber verweigert wurde. Die Franzosen bedienten sich darauf selbst aus der Küche mit den vorhandenen Vorräten. f
Die Jagd auf die Schupo.
In Recklinghausen wurden 100 Schupobeamte verhaftet und die Kaserne besetzt. In Dortmund ist die Lage unverändert. In Duis⸗ burg und Düsseldorf ruht der Verkehr. In Essen sind die Telephon⸗ leitungen der französischen Zentrale im Eisenbahndirektionsgebäude und dem Telegraphenamt zerstört worden. Im Hotel Kaiserhof, wo französische Offiziere einquartiert sind, wurden die Lichtleitungen zerstört. beiden De verhinderten Betriebs rätewahlen.
Infolge der durch den Einbruch der Franzosen ins Ruhrgebiet geschaffenen Lage wird es unmöglich sein, die fälligen Betriebsrätewahlen im Ruhrgebiet durchzuführen. Da mit Neuwahlen kaum zu rechnen bleibt, ist es angebracht, von Vorbereitungen Abstand zu nehmen. Wie uns mitge⸗ teilt wird, ist der Reichs- und Staatskommissar Mehlich von der Regierung beauftragt im Einvernehmen mit den Ge⸗ werkschaften die Angelegenheit endgültig zu regeln.
Zuckerbrot.
In Witten a. d. Ruhr bot der französische Ortskommandant einer Abordnung von Bergarbeitern, die wegen Beschlagnahme von Depu⸗ tatkohle bei ihm vorstellig geworden war, den Verkauf von Lebens⸗ mitteln zu billigen Preisen an. Obwohl die angebotenen Waren— das Pfund Schmalz mit 1600 Mark, das Pfund Speck mit 3400 Mark — nur ungefähr die Hälfte der üblichen Preise aufwiesen, wurde das Köderungsangebot abgelehnt.
Ein Aufruf der Bergarbeiter.
Der alte Bergarbeiterverband, der Gewerkschaftsver⸗ band christlicher Bergarbeiter die polnische Berufsvereini⸗ gung und der Hirsch-Dunckersche Gewerkverein erließen heute folgenden Aufruf an die Bergarbeiter und sonstigen Arbeitnehmer: f i
„Die Ereignisse der letzten Tage, vor allem die Mißhandlungen und Verhaftungen von Funktionären der Arbeitnehmerorganisationen der Bergarheiterverbände, zeigen mit Deutlichkeit, daß die Vesatzung versucht, die Arbeiterschaft zu provozieren. Ihre bisherige Ruhe und entschlossene Abwehrtaktik wird den Eindringlingen unbequem und fie versuchen durch einen allgemeinen Aufstand der Arbeiter und durch
blutige Zusammenstöße mit ihnen ihr Ziel zu erreichen, was ihnen bis
An die Bergarbeiterschaft richten wir deshalb die dringende Mahnung, sich nicht provozieren zu lassen, son⸗ dern Ruhe und Besonnenheit zu bewahren. Nur dadurch wird es ge⸗ lingen, den Abwehrkampf gegen die Fremdͤherrschaft siegreich zu be⸗ enden. Dem französisch-belgischen Imperialismus und Militarismus wäre nichts erwünschter als ein allgemeiner Aufstand der Bevölkerung. Die Kommunisten und Unionisten, die fortgesetzt nach dem General- streik rufen, unterstützen bewußt oder unbewußt die Pläne Poincarss. Kameraden! Tretet jeder Generalstreikspropaganda entgegen, bewahrt Ruhe und Besonnenheit! Folgt den Anweisungen der gewerkschaft⸗ lichen Organisationen!“.
Ein zweiter Aufruf der vier Verbände wendet sich an die Arbeiterschaft der Welt. In ihm wird der friedens⸗ störende Einbruch in das Ruhrgebiet und die Gewalttaktik, die der französisch-belgische Militarismus seitdem vor allem auch an der Arbeiterschaft geübt, gebrandmarkt. Die vier Gewerkschaften wenden sich an die Arbeiterschaft der Well
jetzt nicht möglich gewesen ist.


