Ausgabe 
16.5.1923
 
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a 58 bi 31. Mai ist von den

nischen r erhöhen sich in demselben Verhältnis und mit der⸗

Hungen wie unter 1.

Dollar auf 20 000 Mark stand, machte es für die Organisationen

liche Not und Elend versinken lassen wollten, um Lohnverhandlun⸗

Löhne der Bergarbeiter hätten seither 40 Prozent Über der amtlich Lohnerhöhungen notwendig. Ih

Hoppelt abgerundet wird. 2. Die Arbeiterinnen erhalten 75 P der Awelehne Her Grape und. Alterzlafsse, asgeruntel wie unter Ziffer 1. 9. Die Löhne der Wetzlarer ischen und mecha⸗

ö dung wie unter 1. 4. Die Sozialzulagen werden den ganzen Monat un 25 Prozent erhöht, mit denselben.

Lohnverhandlungen im Bergbau. Das Anziehen der Preise um etwa 40 Prozent seit dem der

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ber Bergarbeiter Deutschlands dringend notwendig, wenn ihr Mitglieder nicht weiter als es schon jetzt der Fall 12 in wiltsghaft⸗

gen in der Arbeitsgemeinschaft der Fachgruppe Bergbau nachzu⸗ fue Da seit März keinerlei Lohnerhöhungen bei den W

itern eingetreten sind und andere Berufe seit dieser Zeit Lohner⸗ höhungen bekommen haben, sollte jeder vernünftig Denkende glau⸗ ben, die geforderten Lohnerhöhungen seien wenigstens einigermaßen lend von der Fachgruppe Bergbau behandelt worden. Aber, Kameraden und Leser dieser Zeitung, wenn ihr mit mir in dem Gedankben des letzten Satzes einig seid, so muß bch euch verraten, daß ihr furchbar daneben gehauen habt. Ein Vertreter der Arbeit- geber stellte bei den Lohnverhandlungen die Behauptung auf, die

ermittelten Reichsindexzifser gestanden, infelgedessen seien keine N 0 r seid nach der Auffassung der Ar⸗ beitgeber unverschämt, ihr stellt Lohnforderungen, wo es euch so 22 geht, daß ihr euren Kindern kaum ein Hemd auf den Leib aufen könnt und den armen Arbeitgebern geht es so schlecht, daß sie ihre Leibriemen jeden Tag wetter schnallen müssen und Autos kaufen können, die Hunderte von Millionen Mark kosten. Bei dieser Haltung der Arbeltgeber konnte es natürlich zu keiner Einigung kommen und es mußten mit Hilfe der betreffenden Regterungs⸗ stellen: Reichsarbeitsministersum und Reichswirtschaftsministerium, Schiedssprüche gefällt werden. Nun sollten wir Bergarbeiter aber glauben, daß wir zu unserm Recht kämen und die Regierung Cuno würde den Arbeitgebern sagen, daß es in Deutschland heute eine Abwehrfront gäbe gegen die Franzosen, woran die Bergarbeiter in ganz Deutschland einen großen Anteil hätten. Aber wir sind wieder um eine Hoffnung ärmer geworden, wenn wir geglaubt haben, daß be Regierung Cuno mit dem Reichswirtschaftsminister Dr. Becker⸗ Hessen die Arboftgeber eines Besseren belehrt hätte. Das Reichs⸗ arbeitsmintsterium, das unter dem Einfluß des Reichswirtschafts⸗ ministeriums Dr. Becker⸗Hessen steht, fällte Schiedsspriüche, die allen Bergarbeitern in ganz Deutschland ganze 10 Prozent Lohnerhöhun⸗ gen zusprachen. Ja, Kameraden, das ist ein Schlag ins Gesicht der Bergarbetter und eine Verhöhnung. Aus allen diesen Gründen wurde die Reichslohnkommission auf Sonntag, den 6. Mat nach Bleleseld einberufen, um Stellung zu nehmen zu diesen unerhörten Vorgängen. Die Berichterstattung gab der Kamerad Schmidt vom Vorstand. Alle anwesenden freie Organtsatlonen waren darüber einig, daß die Bergarbeiter sich dieses nicht bieten lassen können. Die Schiedsfprüche wurden ohne Dis kusston einstunmig abgelehnt. Der Vorstand wurde beauftragt, sofort neue Lohnperhandlungen einzuleiten und den betreffenden Herren zu zeigen, daß wir nicht mit uns spielen lassen wie die Katze mit der Maus. So sieht die

Aprinlöhnen auszugehen, sodaß nicht

Einheitsfront der Arbeitgeber aus! Wer als Arbetter aus diesen

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Vorgängen nichts lernt, und in der Zukunft immer noch nicht weiß, t.

wo er hingehört, der genießt mein herzlichstes Beileid! EineGewerkschaft gegen den Achtstundentag.

Der xiühmlichst bekannte Deutschnationale Handlungsgehilfen⸗ verband(Do.) schreibt in Nr. 6 der von ihm herausgegebenen Deutschen Handelswacht:

Wir anerkennen die Notwendigkeit, mit dem starren Prinzip des Achtstundentages zu brechen. Nichts hat ihm mehr geschadet, als seine ursprünglich beabsichtigte, teilweise auch tatsächlich durchgeführte unterschiedslose Amvendung ohne Rücksicht auf den Grad der Inanspruchnahme des einzelnen Arbeitnehmers und auf die Wirtschaft selbst.

..Wenn also das deutsche Unternehmertum gegen den unterschdieslosen schematischen Achtstundenarbeitstag, der im Prinzip keine Ausnahme gestattet, 40 Fehde zieht, so können auch wir die Berechtigung eines solchen Kampfes bis zu einem gewissen Grade anerkennen.

Der Do. sollte wissen, daß das Unternehmerschlagwort vom schematischen Achtstundenarbeitstag in Wirklichkeit eine Waffe der Unternehmer gegen den Achtstundentag Überhaupt darstellt.

Der DV., der vorgibt, Handlungsgehilfentnteressen zu ver⸗ treten, sollte auch wissen, daß die Unternehmer der Meinung sind, die Verkäufer und Verkäuferinnen, die nicht dauernd Kundschaft be⸗ dienen, befänden sich nur in Arbeitsbereitschaft, und ihr Achtstunden⸗ tag bedeute die schematische Ampendung des Prinzips.

Die Angestellten werden erkennen, daß der Kampf des DH. gegen den schematischen Achtstundentag flir die Angestellten gußer⸗ ordentlich gefährlich ist. Auch die Arbeiter müssen noch mehr als bisher erkennen, daß der Dh. und der mit ihm eng alltierte Ver⸗ band der weiblichen Handels⸗ und Vureanangestellten nie ganz ver⸗ bergen können, daß sie Bundesgenossen der Unternehmer sind.

Wirtschaft, Handel, Soziales.

Die Notenpresse in beschleunigter Tätigkeit.

Während die Hüter der deutschen Reichsfinanzen die öffentliche Meinung zu beschwichtigen suchen, indem sie darauf hinweisen, daß im Laufe des Monats April verhälntsmäßig weniger neue Reichs⸗ schulden eingegangen worden sind als im März, hat die Reichsbank die Tätigkeit ihrer Notenpresse bereits wieder beschleunigen milssen. Fast eine halbe Billion, genau 449,9 Milliarden Mark neuer Bank⸗ noten wurden in der letzten Woche des April in den Verkehr gesetzt, also wesentlich mehr als n den vorangegangenen Wochem. Der ge⸗ samte Banknotemunlauf ist damit auf 6,5 Billionen Mark ange⸗ wachsen. Nachdem die Reichsbank Mitte April rund 85 Millionen Goldmark aus ihrem Goldbestand gegen Devisen hat verpfänden müssen hat die Reichsbank in der letzten Aprilwoche keine neuen De⸗ visenkrebite gegen Gold aufgenommen, aber die notwendigen Vor⸗ bevectungen getroffen, um im Notfalle wieder derartige Kredite er⸗ halten zu können. Sie hat weitere 52,5 Millionen Goldmark bet ausländischen Notenbanken hinterlegt und somit außer den bereits verpfändeten Teilen ihres Goldbestandes noch 217,2 Millionen Gold⸗ markdepots im Ausland. Es ist also nicht viel weniger als ein Drittel ihrer ganzen Goldreserve, die die Notenbank des Deutschen Reiches für derartige Zwecke abgezweigt hat. Nachdem so die sach⸗ lichen Vorbereitungen für weitere Interventionsverkäufe am De⸗ visemmarkt getroffen sind, die aber mur einen Teil der Stützungs⸗

akbion darstellen, ist dringend zu wiünschen, daß die von der Sozjal⸗ demokratie geforderten Maßnahmen auf Unterbindung der Deylsen⸗ spekulation energischer in Angriff genommen werden, als das bisher Die neue Devisenordnung stellt darin noch lange keine

Lokale Parteinachrichten.

An bie Ortsvereine im 6. Agitationsbezirk! Werte Parxteigenossen! Der Vorstand der Vereinigten Sozialdem. Partei beruft hiermit unse ve diesjährige ordentliche Agitations⸗Bezirkskonferenz fübr die Kreise Gießen⸗Alsfeld⸗Lauterbach auf Sonntag, den 10. Juni, vormittags 9 Uhr nach Gleßen(öGewerkschaftshaus) mit folgender vorläufiger Tagesordnung ein: 9 8 1. a) Bericht des Agitations⸗Bezirks⸗Vorstandes. Referent: Ge⸗ nosse Moosdorf. b) Jahres⸗ und Geschäftsbericht. Referent: Gen. Häuser. c) Bericht der Preßkommisston. 2. Die Sozialdemokratie im hessischen Landtage. Referenten: die Genossen Abg. Kiel und Mann.

3. Beratung eingegangener Anträge.

4. Wahl des Agitations⸗Bezirksvorstandes und der Preß⸗

kommission.

Die Ortsvereine werden ersucht, zu vorstehender Tagesordnung Stellung zu nehmen und Delegierte zu bestimmen.

Die Mitgliedschasten können nach 8 9 des Statuts bis zu 25 Mit⸗ glieder 2, und auf je weitere 50 Mitglieder einen Delegierten mehr entsenden. ö

Anträge sind bis spätestens zum 4. Juni an das Partei⸗ sekretariat Gießen, Hammstraße 10 einzusenden.

Mandatsformulare gehen den Ortsvereinen zu, diese sind zur

Konferenz mitzubringen und dienen als Ausweis für die Delegierten. Es ist unbedingte Pflicht aller Ortsvereine, zu dieser Konferenz Vertreter zu entsenden. Mit Parteigruß!

Der Vorstand der Vereinigten Sozialdem. Partei des 6. Agit.⸗Bezirks Kurt Moosdorf. Alfred Kiel. J. A.: H. Häuser. * 1

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NB. Den Ortsvereinen hiermit zur Kenntnis, daß wieder Partei⸗Abzeichen eingetroffen sind und durch das Sekretariat bezogen werden können. 5

Dollarstand Dienstag mittag 12 Uhr: ca. 43 000 Mk. Geschäftliches. 5

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