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8 Schluß
0— 25 2 5 5—— Gerade wir Sozialdemokraten müssen eine gewisse Nabfonglstagteg wülnschen well in einem national eklüfteten Volk der Klassenkampf geschwächt und an seiner rein bechlichen und zweckmäßigen Auswirkung gehindert, wird. Die innere Politik der deutschen Republik soll der Kräftigung aller wirtschaftlich und kulturell aufbauenden und dem republikanischen Sbaate dienenden Elementen dienen.(Lebh. Beifall bei den Soz.) e Sitzung: Donnerstaa 2 Uhr.(Weiterberatung.)—
Uhr. Innerpolitisches.
Der Abwehrkampf in Rheinhessen. Die wahren Absichten der Dentschnattonalen. In einem längeren Artikel wendet sich unser Darm⸗ städter Bruderblatt gegen die deutschnationale Hessische Landeszeitung, stoßlegende durch eine neue Lügenmär ergänzen und ver— vollständigen zu müssen, indem sie sich aus dem besetzten
Mende besiegen. Stärkung des
Gebiet folgende Räubergeschichte schreiben läßt: *
„Immerhin erheischt die Lage im besetzten Gebiet eine baldige Aenderung. Die Nerven der Bevölkerung sind aufs äußerste ge⸗ spaunt. Wir sind ja nicht in der Lage, wie das Ruhrgebiet, uns gegen die frechen Eindringlinge wehren zu können, da wir durch Unterschrift unter den sogen. Frieden von der damaligen Regierung an Frankreich verkauft worden sind, und da wir gezwungen sind, das durch das Deutsche Reich garantierte Rheinlandabkommen als einen Teil der deutschen Gesetzgebung anzuerkennen“
Dazu bemerkt der Volksfreund, es sei ein starkes Stück, zu einer Zeit, wo die Eisenbahner in Rheinhessen einen arten Kampf mit dem französischen Militarismus aus- seohten wo die Zahl der Männer, die wegen dieses Kampfes mit Weib und Kind von Haus und Herd vertrieben wird, täglich größer wird, zu schreiben, daß Rheinhessen sich nicht wehren könne. Der hartnäckige Kampf, den die Lohn- und Gehaltsempfänger in Rheinhessen fübren, die Opfer, die dort gebracht werden, alles das gilt dem deutschnationalen Organ für nichts. Daß der Verkehr in Mainz stillgelegt ist, daß die Arbeiter und Angestellten sich weder durch Drohungen noch durch Lockungen bestimmen lassen, den Weisungen der Reichsregierung entgegenzuhandeln, davon weiß man in der Waldstraße zu Darmstadt offenbar nichts. Wenn der Wirtschaftskrieg, den Deutschland gegen Poincarés Pfänderpolitik führt, nach Ansicht der deutschnationalen Herren überhaupt keine Abwehr ist. was gedenken die Strategen der Waldstraße denn eigentlich zu tun? Wollen sie die Rheinhessen etwa vor die Maschinengewehre der Marokkaner treiben? Was ersteht man in der Waldstraße unter Abwehr— das ist die Frage! Wollen die Herren verfahren, der in der Deutschen Zeitung die Methode der sizilianischen Vesper von 1282 eiapfiehlt? Sein Verfahren ist allerdings fabelhaft einfoch: Man nimmt den Franzosen die Waffen und schlägt sie damit tot, so daß keiner von ihnen übrig bleibt. a
Die Hessische Landeszeitung behauptet aber nicht nur, daß die Rheinhessen sich wegen des Versailler Vertrags gegen französische Bedrückung nicht wehren können; sie gibt auch den Grund für diese Erscheinung an: Rheinhessen sei sedurch Unterschrift unter den sogenannten Frieden von der damaligen Regierung an Frankreich verkauft worden.“ Die Wahrheit ist, daß gerade das Bestreben, die Rheinlande dem Reiche zu erhalten, das stärkste Motiv war, den Friedens ⸗ wertrag zu unterzeichnen. Hätten wir die Unterschrift ver⸗ weigert, so wäre das Rhein-Maingebiet damals glatt von Clemenceau annektiert worden. Das lag für jeden Klar⸗ blickenden offen vor Augen. So darf nur daran erinnert werden, daß die Franzosen damals mit großer Heeresmacht vor Darmstadt und Frankfurt lagen, vollständig bereit, das Annexionsgebiet weit über Darmstadt hinaus zu erweitern. Gerade die rheinhessischen Vertreter in der Nationalver⸗ sammlung waren es, die die Gefahr für ihre Heimat klar erkannten und die Annahme des Friedensvertrags ver— langten. Und wie es eine Unwahrheit ist daß Rheinhessen
sich gegen französische Unterdrückung nicht wehren kann, so
ist es auch eine Lüge, daß die Rheinlande durch den Friedens- vertrag„verkauft“ worden seien. Mag der Versailler Ver⸗ trag für diejenigen, die ihn schufen, auch noch so sehr ein Dokument impericlistischer Schande sein daran, daß Rhein- hessen deutsch ist und es immer bleiben wird, ändert auch er nichts. Deutschland braucht auch von dem Versailler Ver- trag nicht abzurücken, um sein unverjährbares Recht auf die Rheinlande zur Geltung zu bringen. Keine Silbe in ihm spricht für die Ansicht der Hessischen Landeszeitung, daß Rheinhessen von Deulschland aufgegeben sei. Deutschland handelt auch nicht gegen den Versailler Vertrag, wenn es sich zur Wehr setzt gegen Bestrebungen, welche Rheinhessen von der deutschen Heimat loslösen wollen. Der Kampf der Arbeiter, Angestellten und Beamten in Rheinhessen gegen bie Poincarésche Pfänderpolitik bleibt ein Kampf für Recht und Freiheit auch dann, wenn man den Versailler Vertrag als für uns bindend anerkennt. Nicht Deutschland verstößt gegen den Versailler Vertrag, wenn es sich mit wirtschaft⸗ lichen Mitteln gegen die Poincarésche Pfänderpolitik zur Wehr setzt, sondern Frankreich, wenn es diese mit Gewalt durchsetzen will.
die glaubt, ihre schon allzu abgenutzte Dolch
etwa nach dem Rezept des deutschnationalen Herrn Niemeyer
Breiischelds Londoner Aeußerung richtiggestellt! Die Aeußerungen
Breitscheids zur Haltung der Sozialbemokratie zum Abwehrkampf im Ruhrgebiet find belarmtlich von der Rechtspresse gegen die sogial⸗ demokratische Partei mit großem Vergmitgen ausgeschlachtet worden. Nun meldet der Korrespondent der Frambf. Zeitung seinem Blatte, daß Breitscheid Überhaupt nur in einer Versammlung der parlamen⸗ tarischen Arbeiterpartei die Ausfassung der deutschen Arbeiterschaft in der Ruhrfrage dargelegt und, wie dem Korrespolndent von elnem hervorragenden Teilnehmer der Versammlung mitgeteilt wurde, durch besonnene, überzeugende Darlegung elne sehr gute Wirkung erzielt hat. Dieser englische Teilnehener versichert, daß Breitscheid zwar die Niltzlichkeit einer Vermittlung betont, aber mit keinem Wort eine Schwäche der deutschen Position behauptet und ebenso wenig erklärt habe, daß Deutschland, auch so lange die Ruhr besetzt sei, Verhand⸗ lungen eröffnen wolle, wie dies in dem allzu eilfertigen Bericht der Daily News über das angebliche Interview behauptet wird. Breit⸗ scheid gab in England überhaupt keine Interviews aus.
— Verkehrte Verkehrspolitik. Eine neue Erhöhung der Post⸗ und Telegraphengebühren wird angekündigt. Wie eine Meldung aus Berlin besagt, hat der Reichsrat in seiner am Montag abgehaltenen Sitzung eine Verordnung angenommen, wo⸗ durch zum 1. März die Post⸗, Telegraphen⸗ und Fernsprechgebühren abermals verdoppelt werden sollen. Nur die Postkarte soll ferner⸗ hin auf den Portosatz von 40 Mart im Fernverkehr belassen werden. Hoffentlich finden sich im Reichstag Leute, die gegen eme solche ver⸗ drehte Politik entschieden Einspruch erheben. Wenn wir auch nicht gerade behaupten wollen, daß eine nochmalige Verdoppelung der Portosätze eine völlige Lahmlegung bedeutet— denn Geschäfts⸗ welt und Private sind doch eben auf die Post angewiesen— so wird dadurch das ganze Wirtschaftslaben ungeheuer belastet und die Waren⸗ preise werden weiter in die Höhe getrieben. Aber auch die Post selber hat den Schaden davon. Denn es ist doch selbstverständlich, daß bei den hohen Portosätzen der Briefverkehr stark zursickgeht und infolge⸗ dessen auch die Einnahmen der Post. So wird das Defizit größer statt geringer. Das hohe Paketporto verteuert natürlich die Waren um mehr, als Fracht oder Porto ausmacht. Einem Riesenbetrieb wie der Post muß es möglich sein, den Anforderungen gerecht zu werden, die an ein modernes Verkehrsinstitut gestellt werden müssen, ohne großes Defizit zu machen.
Gießen und Umgebung.
Parteifreunde, Leser!
Der 1. März steht vor der Tür. Jeder pflichteifrige Parteigenosse, jeder aufgeklärte Arbeiter weiß, daß keine Stunde versäumt werden darf, die vornehmste und schärfste Waffe der Partei, die Presse, ständig weiter zu verbreiten. Wer zum kommenden Monatswechsel der Oberhessi⸗ schen Volkszeitung noch keinen neuen Abonnenten zugeführt hat, der gehe sofort ans Werk! Wer die Hände in solcher Zeit in den Schoß legt, der verdient nicht den Ehrennamen des Parteigenossen. Etwa untreu gewordene Abonnenten suche man erneut dem Parteiblatt wieder zu gewinnen. Nochmals: Der 1. März steht vor der Tür! Das Parteiblatt ruft!
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— Die stubentische Wohnungsnot. Wir werden um Aufnahme des Folgenden ersucht: Ueber Wohnungsnot im Allgemeinen noch Worte machen zu wollen dürfte keinerlei Zweck haben. Diese ist zur Gentige bekannt. Besonders dringend aber gestaltet sich in unserer Stadt die Frage der Beschaffung von Unterkunstsgelegen⸗ het für die Studierenden. Selbst für die allerbescheldensten Aw⸗ sprliche ist es kaum noch möglich. ein Zimmer zu finden. Die Ur⸗ sache dürfte vielsach nicht nur in der Unmöglichkeit der Veschaffung von Räumen sondern auch bei dem fehlenden Entgegenkommen derjenigen zu suchen sein, welche evtl. in der Lage wären. ein Zimmer abzugeben. Es ist eine bedauerliche Tatsache, daß viel⸗ sach auch Zimmer lieber nur an Ausländer und selbständige Beamte üsw., die besser zahlen können. wie ein Student. vermietet wer⸗ den. Wenn auch vielfach zuzugeben ist, daß sür manchen Klein⸗ rentner und manche Wilfrau die schmalen Einkünfte aus der Ver⸗ mietung unerläßlich zur Fortsetzung der Existenz sind. so darf doch andeversents auch einmal hingewiesen werden, auf das Schick⸗ sal der Bewohner des unc so nähen besetzten Gebietes in deren Wohnräumen sich das feindliche Militär tummelt, und die über⸗ haupt nicht nach ihren elementarsten Wirtschastsbedürfnissen ge⸗ fragt werben, sonbern einfach ihre Zimmer weggenommen be⸗ kommen, um darin den feindlichen Offizier mit seiner Familie einschließlich Tante Suhwiegermutter, Urgroßmutter und allem anderen, was sich möglicherweise damit in Verbindung bringen läßt, aufzunehmen. Wir glauben bestimmt annehmen zu können, daß es bei etwas mehr autem Willen doch möghich wäre manchen Naum für einen Studenten frei zu machen, und richten die mahrende Bitte an alle Kreise der Bevölkerung, sie möge den Studierenden doch hiey ermas helsen und jeden nur irgend ver⸗ fügbaren Raum dem Wohnungsamde der Gießener Studentenhilfe (Bürostunden: 9—12 und 3—7 Uhr) alsbald anmelden, damit der
unerträglichen Wohnungsnot der Studentenschaft allmählich ge⸗ steuert werden kann. — Vorträge über Unfall und Unfallverhütung. Der am
Dienstag abgehaltene 12. Vortrag handelte von den Maßregeln zur Verhütung von Unfällen an Dampfkesseln, Dampf⸗ leibungen Dampfmaschinen und Gasmotoren, Ferner kamen die beiden Methoden der Metall- Verarbeitung, insbeson⸗ dere leim Gießen Schweißen. Schlossern, Schmieden. Drehen, und Walzen erforderlichen Schutzvorrichtungen zur Besprechung. Bei Hochspannleitungen wurde das gefahrlose Aufsuchen beschädig⸗ ter Isolatorenköpfe unter Anwendung verbrennbarer Koppen für letztere sowie die Spiegelmethode besonders hervorgehoben. Den Schluß bildete eine Uebersicht über Unfallschuz in der Textil⸗ industrie und in chemischen Fabriken. Die wiederholte Ausstellung zahlreicher, auf Veranlassung von Gewerkschaften hergestellten phytographischen Aufnahmen und Merkblätter trug wesentlich dazu bei, das Verständnis für die in der Unfallverhütung zur Anwen⸗ dung kommenden Schutzvor richtungen zu fördern.
Nächster Vortrag her Unfallentschädigung Diens⸗ tag, den 20. Februar abends 8 Uhr im großen Hörsaal der Universität.
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e 1 1 Jagdpreis und Zeitungsabonnem ek.
Zu der in der Montagsnummer unter dieser Ueberschrist erg schlenenen Nolsg schreibt uns Herr Fabrikant Klingspor:
„Es ist ein Irrtum des Einsenders daß ich eine gewichtige Stimme im Vorsitz der Gießener Handelskammer habe. ber⸗ tvete nur den Vorsitzenden der Handelskammer in dessen Ab⸗ wesenheit oder in aner Behinderung. Die finanzielle Lage der Handelslammer und die Beschwerden über die Höhe der Beiträge haben zu einer Einschränkung im Bezug der Druckwerke geführt; welche Zeitungen davon betroffen werden. entzieht sich meiner Kenntuls.
Die Beziehungen zwischen Handelskammer und Jagdpacht sind nicht un interessanf und geben allerdings zu wirtschaftlichen Be⸗ trachtungen Anlaß. Nachdem ich einundzwanzig Jahre Pächter der Busecker Jagd für einen ihrer Güte angemessenen eis war, fiel es mir schwer genug jetzt in eine solche Erhöhung einwflligen zu mlissen; es geschah unter dem Druck der heutigen Verhältnisse.
Die Wildpreise wenden sich notwendigerweise den Pachtpreisen an⸗ passen und für Diejenigen, welche das Wild bezahlen müssen, wird folches ein nebelhafter Begriff werden: sie mögen sich daflür bei
den Pachttreibern und deren Hintermännern bedanten.
Eine Erscheinung die vom Standpunkt des Jägers wie von dem des Verbrauchers aufs Tiefste beklagt wird,— die aber auch den Intoeressen der Gemeinden kaum dient ist es, daß der waidgerechte ehemalige Jäger der des Waidwerks wegen sagte und micht des Geschäftes wogen, kaum noch in der Lage ist, sich jagdlich zu beteiligen: um so viel eher vermag es der in Ihrer Zeitung so oft richtig gekennzeichnete„Neue“. Es dllrfte sich für die Presse empfehlen, nicht nur die Namen der so maßlos getrie⸗ benen seitherigen Pächter, sondern besonders die vier wichtigeren und eine viel größere Beachtung verdienenden plamos treibenden Jagdliebhhaber bekannt zu geben. Zu meiner Freude höre ich daß sich in Jägerkreisen der Gedanke Bahn brscht, dieses Materfal zu sammeln und entsprechend en behandeln. Die Namen der„Jäger“ die mich aus Vufeck zu verdrängen suchten und den Pachtpress auf Mk. 1 500 000.— trieben stehen gern zur Verfügung und man kann dem Herrn Einsender nur dankbar für die Anregung zur Aufrollung der Frage der derzeitigen Jagdverhältnisse sein. Bet einer Wanderung von Gießen über Wieseck nach Buseck kann er bet richtiger Beachtung der Wegezeschen den Gang ins Jagdgebiet nicht verfehlen und sich dort genastere Informationen verschaffen.“
Wir haben von der Aufklärung des Sachverhaltes gerne Kenntnis genommen. Bemerken wollen wir noch, daß es sicher⸗ lich dem Einsender der ersten Notiz ferngelegen hat, ihr etwa eine versönliche Spitze gegen Herrn Kl. zu geben. ste ist ja auch nicht in dem Sinne aufgefaßt worden.
— Gaspreis mehr als verdoppelt! Nach einer Bekannt⸗ machung des städt. Gaswerks im heutigen Blatte beträgt der Gaspreis ab 16. Februar nicht weniger wie 550 Mark. Mancher e wird dadurch dus Budget aus dem Gleichgewicht ge⸗ racht.
— Milchpreis 580 Mark! Im heutigen Blatte befindet sich eine Bekanntmachung des Lebensmittelamtes, wonach das Liter Milch von jetz ab 580 Mk. kostet. Das bedeutet Unterernährung und unter Umständen Tod für viele Kinder, die auf Milch als einziges Nahrungsmittel angewiesen sind.
— Lichtbilder⸗Abend zum Besten der Arbeiterwohlsahrts⸗ pflege. Die Sozialdemokratische Partei Gießen veranstaltet am Sonntag, den 25. Februar, abends 8 Uhr, im Saale des Gewerk⸗ schaftshauses einen Lichtbilder⸗Vortrag über„Volk in Not“. Das Thema des Vortrages ist recht zeitgemäß und behandelt in ver⸗ schiedenen Abschnitten Deutschlands Verarmung und ihre Ursachen, den Zusammenbruch der Währung und den Umfang der deutschen Not im allgemeinen, Ursachen und Wirkungen des Krieges, Frie⸗ densvertrag, Reparationsverpflichtungen und Bedingungen wer⸗ den in diesem Vortrage behandelt und findet das gesprochene Wort durch eine Anzahl wohlgelungener Lichtbilder wertvolle Er⸗ gänzung Der Besuch des Vortrages ist sehr zu empfehlen. Und da der Gesamtertrag zum Besten der Arbeiterwohlfahrtspflege be⸗ stimmt ist, darf wohl auf zahlreichen Besuch weitester Krefse der Bevölkerung und unserer Parteigenossen gerechnet werden. n⸗ trittskarten sind im Vorverkauf zu 50 Mk. in der Geschäftsstelle der Oberhessischen Volkszeitung zu haben. 0
— Für Parteifreunde, die Leipzig ist besuchen ist folgendes vom Leipziger Volkshaus ausgehende Mitteilung von Interesse. Im Leipziger Volkshaus(das während der Kapp⸗Tage von der Reaktion niedergebrannt wurde) befindet sich auch ein nenzeitlich eingerichtetes Hotel mit 35 Betten. Die Preise sind mäßig und die Verpflegung rechtfertigt ihren guten Ruf. Das Valkshaus ist vom Hauptbahnhof mit der Straßenbahn(Linie 10, Richtung Conne⸗ witz) in wenigen Minuten zu erreichen. Wir bitten alle Genossen und Freunde der Arbeiterschaft um freundliche Benutzung unserer Einrichtungen. im merbestellungen und Anfragen sind zu richten an Volkshaus, Leipzig, Zeitzer Straße 32, Telephon 3170.
— Wareudieksahl. In der Nacht zum 13. Februar wurde aus einem Laden entwendet: 1 Pack Kerzen, 120 Stück in Pack⸗ papier verpackt, 1 Flasche Cognak(Weinbrand), einige Flaschen Zwetschenwasser, J Paar fast neue schwarze Damenhalbschuhe, Gr. 37 und 39, 1 Paar Herrenschnürstiefel, Gr. 43 und 3% Pfund Fleisch. Sachdienliche Mitteilung nimmt die Kriminal⸗Abteilung entgegen.
br. Wieseck. In der Gemeinderatssitzung am Montag, 12. Februar, wurde zunächst über den Beitritt der Gemeinde zur Gemeinwirtschaft Oberhessen beraten. In Anbetracht der außerordent⸗ lich tief einschneidenden Wirkung für die einzelnen Gemeinden soll das großzügige Projekt durch die Finanzkommission durchgearbeitet und dann dem Gemeinderat erneut Vorlage gemacht werden.— Das Elektrizitätswerk der Stadt Gießen gab Mitteilung davon, daß es in Zukunft bei der Unterhaltung der Straßenbeleuchtung nur für die Friedenskosten aufkommen werde, der Mehrbetrag von den Gemein⸗ den zu tragen ist. Hiergegen erhebt der Gemeinderat Einspruch.— Der Ausschlag der Gemeindeumlagen für Rj. 1922, durch die etwa 6 Millionen zu decken sind, geht zunächst an die Finanzkommisston.— An Baukostenzuschuß für die Gemeinnützige Baugenossenschaft werden 1160 000 Mk. bewilligt.— Das Beihilsedarlehen zur Förderung des Wohnungsbaues beschließt der Gemeinderat für 2 Doppelhäuser mit 8 Wohnungen und voraussichtlich 2 Privatbauten in Anspruch nehmen zu wollen.
Kreis Friedberg⸗Züdingen.
Butzbach. Baumfrevler haben dieser Tage an der Straßse zwischen Griedel und Gambach mehrere junge Obstbäwme teils abge⸗ brochen oder so beschädigt, daß sie vernichtet sind. Gegen solche Schändlichkeiten wären empfindlichste Strafen am Platze.
Warum benutzt die Hausfrau Leurlo:
Weil sie dadurch die Lebensdauer ihrer Wäsche verlängert, denn Feurlo haushaltseise enthält
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Vereinigte Heifenf e e
80% Fett, greist also die Wäsche nicht an und ist im Gebrauch viel sparsamer als Rernseife.
abriken Stuttgart A.⸗G.
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