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———.* won Gegenständen des notwendigen Lebensbedarses vom 23. 4. 1923 ist folge ihrer in Nr. 13 des Hessischen Regie rungsblattes erfolgten Veröffentlichung inzwischen in Kraft getreten.— Das Polizeiamt Sießen macht die von der Verordung interessierten [Kreise des Handels und des Gewerbes qufmerksam mit dem Anfügen, daß demnächst polizeiliche Revisionen vorgenommen zverden. Werden bei diesen fortgesetzten Revistonen Zuwiderhand⸗ ungen festgestellt, so wird Strafanzeige erstattet werden.. Mehl- und Brotpreise in den Landgemeinden des Kreises Wießen. Das Kreisamt Gießen gibt bekannt, daß der Kreisausschuß die Verkaufspreise für Mehl und Bwt wie folgt feftgesect hat: ür Mehl: Weizenbrotmehl Mk. 225.— für das Pfund, n⸗ ehl Mk. 210.— für das Pfund, Gerstenmehl Ml. 215.— für das für Brot: für den 4⸗Pfund⸗Laib Mk. 850. — Gestohlener Wagen. Am 11. Mat wurde am Balpnhossplatz ein für einem Augenblick aufgestellter Handleiterwagen ent⸗ Der Wagen war blau gestrichen. Der Anstrich ift kaum zu sehen. Vor Ankauf wird gewarnt. Sachdienliche Mitteilung nimmt e Hiesige Kriminalpolizei entgegen. — Allendorf a. d. Lahn. In ber letzten Gemeinderats⸗ stung erfuhr die in unserem Orte so scharf entbrannte Sport⸗ frage eime wenigftens vorläufige Regelung. Dem schon vor über f Jahre gestellten Antrag des Arbeiter⸗Turn⸗ und Sportvereins kattgebend, füberließ der Gemeinderat dem Verein den seither nur im Winter innegehabten Platz an der Lahn pachtweise, und zwar so „bis der nach der Feldbereinigung zugesagte Platz fertiggestellt t. Da aber die Lage des letzteren noch nicht geregelt ist, wäre es Nubetracht der feitherigen Haltung des Ortsoberhauptes, sowie einer bürgerlichen Vertreter zu empfehlen, auf der Hut sein, un kricht Gras über die ganze Angelegenheit wachsen zu lassen. Es ver⸗ dient woch besonders hervorgehoben zu werden, daß ein von der igesellschaft eingebrachter Antrag, um pachtweise Ueberlassung f Gemeindewiefe als Weide in der vorletzten Sitzung genehmigt wurde, womst wohl die nunmehrige rusche Erledigung des Antrages A. T. u. Sp.⸗V. in Verbindung zu bringen ist. Das ist kenn⸗ ichnend für die Gesinnung der bitrgerlichen Ortsgewalkigen. Kreis Alsfeld⸗Kauterbach.
t. Maifeier in Nieber⸗Ohmen. Die Arbeiterschaft von Nieder⸗ Ohmen und Umgegend beging ihre Maifeker am Dienstag, 1. Mai im Lokale des Gastwirts Ziegenhain in Nieder⸗Ohmen. Eine zahl⸗ reiche Teilnehmerzahl hatte sich dazu eingefunden. Und wahrlich, dfe Arbeiterschaft hat es sehr nötig, im dieser Zest zu zeigen, daß sie einig und geschlossen dasteht. Die Zustände in Bayern und im ganzen Reiche machen es dringend notwendig, daß die gesamte Arbeiterschaft
der Hut ist und wenn nötig, erworbenen Nechte zu verteidigen
Genosse Homburger ⸗Gießen hielt die Festrede und legte allen Ampesenden bie No wendiofelkt des Zusammenschlursses dringend
Herz. Er kritisierte die Zustände im Steuerwesen, in der Justig und stellte mit Bedauern fest, daß 75 Prozent Hand⸗ und Kopfarbeiter rich im der Lage seien, mir 50 Prozent der Reichstagsabgeordneten in den Reichstag zu bringen, weil eine große Anzahl der Klassen⸗
ssen am Wahltage nicht weiß, wo sie hingehört und in ihrem
den bürgerlichen Parteien nachlaufen. Leider muß mit Be⸗ damern festgestellt werden, daß auch noch Arbeiter über ihre eigenen Kameraden und Klassengenossen herfallen und sich im Wüten über iejenigen, die an erster Stelle im Kampfe stehen, nicht genug tun önnen. Aber allen denen sei es gesagt, wenn sie auch an den führen⸗ Genossen und Komeraden kein gutes Haar lassen und sie in den ziehen, so werden diefelben unbeirrt und weiter ihre Pflicht Schuldigkeit tum. Sie werden ruhig weiter eintreten für die der Arbeiterschaft, der Kleinrentmer, der Witwen und Waisen, urzinn, für alle Volksgenossen, welche von der Not der Zeit heim⸗ esucht werden. Denn nur diejenigen, die so denken, und nicht wie 8 Ischariot, sind berufen, als Führer der Arbeiterschaft und Dienen dem echten wahren Sozialismus. Weiter wird noch den Ge⸗ mosfen und Kameraden von Merlau und Flensungen hiermit der herzlichste Dank ausgesprochen, besonders dem Mufifverein Merlau, der durch seine wol lgelumgenen Vorträge die Maffeier verschönen half. Auch der Genosse Bänsch darf nicht vergessen werden, der an der wohlgelungenen Feier einen großen Anteil hat. Mögen diese Zeilen baun beitrugen, in den Herzen und Sinnen aller Arbeiter das Echo erwecken, das in ihrem Interesse nötig ist, damit die Bahn frer
0 für die großen Ziele des Sozialismus.
5 Kl eine Nachrichten.
Fraulfurt a. M., 13. Mai. Ein Volk in Not. Das Jugend⸗ amt gibt eine Anzahl Fälle erschütternder Not bekannt. Im Stadt⸗ wald kampiert seit einem Jahre eine Famflie, die keine Wohnung finden kann. In der Zeit vom 1. April 1922 bis 31. März 1923 liefen bei dem Amt 590 Anträge auf Abnahme von Kindern ein,
darunter 208 wegen Krankheit der Eltern, 180, weil die Mutter auf Arbeit gehen muß, 45 wegen Tod der Eltern, 13 wegen Lieder⸗ lichkeit der Eltern, 40 wegen Wohnungsnot, in 30 Fällen ließen die Eltern die Kinder im Stich, in 23 Fällen kamen die Altern ins Gefängnis, in 19 Fällen lagen die Eltern in Scheidung, in 5 Fällen wegen Mißhandlung der Kinder. Frankfurt a. M., 13. Mai. Der Arbeitsmarkt. In der 12 0 Woche ist keine Verschlechterung des Arbeitsmarktes einge⸗ tveten. Zwar ist die Zahl der Arbeitsuchenden und der Unter⸗ sttützungsempfänger gestiegen. Mber auch die Zahl der offenen Stellen erfuhr eine beträchtliche Vermehrung. Es lagen 8021 Ar⸗ Ueitsgesuuche vor. Offene Stellen waren 2204 vorhanden. 4434 Personen befanden sich in Unterstützung gegen 4360 in der Vor⸗ avoche. Am stärksten ist die Arbeitsnot in dem Handels⸗ und Trans⸗ portgewerbe, der Metallindustrie, dem graphischen und dem kauf⸗ umännischen Beruf. 15 Frankfurt a. M., 13. Mai. Steigerung der Index ⸗ ziffer. Die Indexziffer für die Koften der Lebenshaltung einer vierköpfigen Familie stellte sich am 1. Mai 1923 auf 84 159 gegen 83 278 am 1. März. Die Lebensmittelpreise erfuhren eine Senkung um 1,76 Prozent, dagegen verzeichneten eine Erhöhung die Preise für Kleidung um 4,36, fr Wohnung um 733,33, für Heizung und Beleuchtung um 7,41 und für„Verschiedenes“ um 30 rozent. Darmstadt, 13. Mai. Zur Ermordung des Polizei⸗ achtmeisters Günther im vorigen Jahre ersahren wir noch: ie Stuttgarter Kriminalpolizei verhaftete den 31 Jahre alten Karl ishelm Kinkel und dessen Geliebte die 25jährige Schneiderin Dina 9 U, beide aus Frankfurt a. M. Sie waren beide mit Einbrecher⸗ wwerkzeugen aller Art bestens ausgertistet, und scheinen nur von Ein⸗ Frsichen gelebt zu haben. Die Art der in Stuttgart verübten Ein⸗ brüche ließ auf die gleichen Täter schließen, die in Darmstadt im vori⸗ gen Jahre die Bevölkerung in Unruhe versetzten. Kinkel hat einge⸗ standen umter etwa 50 Einbrüchen auch die in Darmstadt in öffent⸗ lichen Gebäuden verübten Einbrüche begangen zu haben, wobei auf en ihnen begegnenden Polizeiwachtmeister Günther geschossen wurde. K. gibt an, daß sein Komplice inzwischen gestorben ist. Eine Haus⸗ uchung in der Frankfurter Wohmung förderte gestohlene Gegenstände m Werte von vielen Millionen Mark, ferner eine Menge Einbrecher⸗ werkzeuge und Waffen ans Tageslicht. Weitere eingestandene Ein⸗ rüche N e Heidelberg, Mannheim, Karls ruhe, 8 ve rũ N
Unwetter in ber Westpfalz.
Durch ein verheerendes Unwetter wurde in der gesamten West⸗ Pfalz schwerer Schaden angerichtet. Besonders entwurzelte ein Wirbel⸗ wind in den Wäldern viele Bäume. Auf dem Zweibrückener Juhr⸗ m riß der Sturm die Zelte wie Kartenhäuser um. Ganze Stöße won Papiergeld vom Hunderter bis zum Zehntausender entschwanden auf Nümmerwiedersehen. Am Bahnhof setzte der Sturm einen Wagen in Bewegung, der den 22jährigen Musiklehrer Körner überfuhr und ködlich verletzte Im Straßenkanal ertrunken. In Köln waren zwei Arbeiter . der Reinigung des verschlammken Hauptsammelkanals beschäf⸗
tigt. Zwei am Einsteigschacht des Kanals Wache habtende Arbeiter
baten sis beim Efntreten eines starken Gewitferregens wiederholt, den Land zu verlassen. Sie erhielten auch Antwort. Das Wasser nnuß aber donn so rauch un in ee en n assen in den Kanal einge⸗ strömt sein, daß den Arbeitern der Weg zum Ausgang abgeschnitten wurde. Sie kamen ums Leben. Ihre Leichen wurden noch nicht gefunden. ö
Milliarbenverluste einer Dampfishle. Anf Veranlassung der Potsdamer Staatsanwaltschaft ist der Direktor der Rathenower Dampfmühlen, Bruno Dettmann, verhaftet worden. Die Aktionäre habem ungeheuere Verluste: das Defizit soll sich auf 4 bis 5 Mil⸗ liarden belaufen. Wie weiter mitgeteilt wird, soll der Vorsitzende des Nufsichtsrats, Banldirektor Karl Kriesch vom Rathenower Bankverein, wiederholt ersucht worden sein, dem Treiben nachzu⸗ gehen. Kriesch ist ein auter Freund des verhafteten Direktors. Weitere Verhaftungen sollen bevorstehen.
Lokale Parteinachrichten. An die Ortsvereine im 6. Agitationsbezirk! Werte Parteigenosfen!. Der Vorstand der Vereinigten Soginldem. Partei beruft hiermit unse re diesjährige ordentliche Agitations⸗Bezirkskonferem fiür die Kreise Gießen⸗Alsfeld⸗Lauterbach auf Sonntag, den 10. Juni, vormittags 9 Uhr 5 nach Gtleßen(Gewerkschaftshaus) mit folgender vorläufiger Tagesordnung ein: 1. a) Bericht des Agitations⸗Bezirks⸗Vorstandes. Referent: Ge⸗ nosse Moosdorf. f 5 p) Jahres⸗ und Geschäftsbericht. Referent: Gen. Häuser. c) Bericht der Preßkommission. b 2. Die Sozialdemokratie im hessischen Landtage. Referenten: die Genossen Abg. Kiel 8 3. Beratung eingegangener Anträge. 4. Wahl des Agitations⸗Bezirksvorstandes und der Preß⸗ kommission. Die Ortsvereine werden ersucht, zu vorstehender Tagesordmumg Stellung zu nehmen und Delegierte zu bestimmen. 0 5 Die Mitgliedschaften können nach§ 9 des Statuts bis zu 25 Mit⸗ glieder 2, und auf je weitere 50 Mitglieder einen Delegierten mehr entsenden.: 5 Anträge sind bis spätestens zum 4. Jun an das Partei⸗ sekvetariat Gießen, Hammstraße 10 einzusenden. 17 Mandats formulare gehen den Ortsvereinen zu, diese sind zur Konferenz mitzubringen und dienen als Ausweis für die Delegierten. Es ist unbedingte Pflicht aller Ortsvereine, zu dieser Konferenz Vertreter zu entsenden. Mit Parteigruß!
Der Vorstand der Vereinigten Sozialdem. Partei des 6. Agit.⸗Bezirks Kurt Moosdorf. Alfred Kiel. J. A.: H. Häuser. *
NB. Den Ortsvereinen hierunt zur Kenntnis, daß wieder Partei⸗Abzeichem eingetroffen sind und durch das Sekretarfat bezogen
Wirtschaft, Handel, Soziales.
Steigende Lebenshaltungskosten
Die Folgen der Kurstreiberei am Devisenmarkt machen sich
immer drückender spürbar. Brachte schon die zweite Aprilhälfte eine wesentliche Steigerung der Kosten der Lebenshaltung, so hat ich diese am Anfang Mai noch verschärft fortgesetzt. Die amtlichen Indexziffern für den Monat April lassen allerdings die Verschlech⸗ terung der Lebenshaltung der Arbeiterschaft kaum erkennen. Nach ihnen betrug die Verteuerung des wichtigsten Lebensbedarfes durch⸗ schnittlich 3,5 Prozent, so daß sie auf das 2764 fache des Vorkriegs⸗ standes gestiegen ist. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, daß die Höhe der Lebenshaltungskosten nach dieser Berechnung ausschlag⸗ gebend bestimmt wird durch den verhältnismäßig günstigen Dollar⸗ stand der bis zum 18. April zu verzeichnen war. Unmittelbar auf jedoch hat eine recht beträchtliche Verteuerung des gesamten Lebensaufwandes stattgefunden. Neuerdings veröffentlicht die In⸗ dustrie⸗ und Handelszeitung des Herrn Stinnes eigene Berechnun⸗ gen der Lebenshaltungskosten einer vierköpfigen Berliner Arbeiter⸗ familie, und zwar für die einzelnen Wochen. Daraus geht hervor, daß die Lebenshaltung in der Woche vom 28. April bis 4. Mai nach den von dem Stinnesblatt zu Grunde gelegten Rationen fr Er⸗ nährung, Bekleidung und Wohnung sich auf den 3253fachen Vor⸗ kriegsstand stellten, daß aber in der Woche vom 7. bis 13. April der Preisstand der gleichen Waren nur auf dem 2869fachen sich befand. Innerhalb dieser vier Wochen ist also eine Verteuerung des Lebens⸗ aufwandes um etwa 13 Prozent eingetreten. Dabei ist zu berück⸗ sichtigen, daß die Berechnungen mit einer Vorficht aufgestellt worden ind, die einem zur Propaganda des Lohnabbaues vorbestimmten Unternehmerblatt trefflich ansteht. Dadurch nämlich, daß man nur eine vierköpfige Familie den Berechnungen zugrunde legte, ist der Anteil der im Pretse weit zurückgebliebenen Wohnungskosten an der gesamten Lebenshaltung verhältnismäßig groß, so daß die Le⸗ benshaltungskosten niedriger erscheinen müssen, als wenn man die gleiche Berechnung etwa mit den Rationen der Reichsindexziffer
anstellen wollte. J 5 0 Der indirekte Lohnabbau.
Die Arbeiterschaft ist unter dem Druck der Verhältnisse ge⸗ zwungen, auch Lohnerhöhungen zu fordern und stößt damit selbst⸗ verständlich auf den entschiedenen Widerstand derselben Unter⸗ nehmer, die zur Stabtlisierung der Mark nichts tun. Täglich ver⸗ stärkt sich der Eindruck, daß die Unternehmer den Ruhrkampf als Varwand nehmen, n eine weitere Senkung des Reallohnes herbei⸗ zuführen. Zunächst hat man die notwendigen Lohnsteigerungen be⸗ kämpft und auch bis zu einem gewissen Grade beschränkt. Gleich darauf setzte man den Dollarkurs gegen den Widerstand der Reichs⸗ bank um 50 bis 100 Prozent in die Höhe und bewirkte damit, daß über kurz oder lang die Lebenshaltung in dem gleichen Verhältnis sich verteuern mußte. Obwohl in einer Reihe von Gewerbezweigen die Geschäftsstille, die während der Zeit des stabilen Dollarkurses angehalten hatte, einer gewissen Belebung wich, zeigte man gegen⸗ über den Forderungen der Arbeiterschaft auch nicht annähernd das Entgegenkommen, das die erschwerte Lage erforderlich machte. Auf diese Weise wird der Lohnabbau, den man anfänglich propagiert hatte, versteckt herbeigeführt, nachdem die offenen Vorstöße in dieser Richtung an dem Widerstand der gewerkschaftlichen Organisation gescheitert waren. Die Gewerkschaften werden sich auch auf diese Kampftaktik der Unternehmer einzustellen wissen. Was wirtschafts⸗ 1 0 an diesen Vorgängen so außerordentlich zu bedauern ist,
s ist die Tatsache, daß mit einer derartigen Geschäftspolitik das
„%%—m% Unkernehmertüm ber nofwendigen Umstellung der Pfest⸗ eine billigere, d. h. 15 1 1 7 die Schäden der Geldentwertungswirtschaft! 4 Nachteilen für alle Verbraucher, die nicht Sachwertbesiterf in erster Linie für die Erwerbsunfähigen, Kleinrentner, g aher für die Arbeiter und Angestellten, aufrechterhalte ie lange das noch so weitergehen wird, ist nicht Die Industrie arbeitet mit Goldpreisen, ohne auch Ge zahlen, und muß damit die Aufnahmefähigkeit des Inl vollkommen untergraben. In den Berichten der prey delskammern waren die Feststellungen aus der chemisch und aus der Schuhfabrikation besonders inte ressant, w erhöhter Absatz im Inlande auftrat, als die wurden, dieser Absatz aber wieder schwand, als der N hähte. Aus diesen Zeichen sollte die Industrie lernen.
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Aus den amtlichen Bekauntmachun
Das Amtsverkündigungsblatt für das Kreisamt i Nr. 35 vom 11. Mai enthält: Zweiter Nachtrag zum Prämie Genossenschaft für die Reichsunfallverftcherung der Fahr Reittierhaltungen.— Aus schlagssatz der staatlichen Woh 1 abgabe.— Gebühren der nichtärztliche Leichenbeschauer.— o stund der Land⸗ und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft für en. Viehseuchen.— Amtstage in Grlinberg und Hungen.— Newwah Beirats der Kreisfürsorgestelle für Kriegsbeschädigte un Kriegs⸗
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hinterbliebene Gießen(Land).— Höchstpreise für Mehl ung Anbauflächenerhebung. Die nstnachrichten. Heuchelheim.— Schweinerotlauf in Gießen.— Polizei. über den Verkauf Sa auf öffentlichen Straße und Plätzen in der ie N
A des Beirats der Kreisfürsorgestelle für Kissgsbeschz⸗ digte und Kriegshinterbliebene Gießen(Land). Das Kreisen Gießen gibt bekannt: Nach der Reichsverordnung vom 8. Februm ig über die soziale Kriegsbeschädigten⸗ und Kriegshinterbliebenenfürsrge nd als Mitglieder des für den Landbezerk des Kreises geßen neu zu wählenden Beirats insgesamt je zwei Vertreter de Kriegs, beschädigten, der Kriegshinterbliebenen, der Unternehmer imd der Arbeitnehmer zu berufen. Die zu berufenden Mitglieder sol in dem Landbezirk des Kreises Gießen ihren Wohnsitz haben. Für ihre Berufung sind die von den Wirtschaftsorganisationen de Unter nehmer und Arbeitnehmer sowie der Kriegsbeschädigten⸗ un Kriegs⸗ himterbliebenenvereinigungen eingereichten Vorschlagslisten mußg ebend. Demgemäß werden die genannten Wirtschaftsorganisation sowie Vereinigungen der Kriegsbeschädigten umd Kriegshinterblielenen, die
Bro — eldbepeini
ihre Wirksamkeit auf den Bereich der Kreisfürsorgestelle strecken und eine entsprechende Anzahl von Mitgliedern haben, hiehmtt auf⸗ gefordert, bis zum 1. Juni 1923 Vorschlagsglisten be
der Kreisfürsorgestelle für Kriegsbeschädigte und Kriegshimrlieben zu Gießen(Regierungsgebäude, Gießen) einzureichen. Spitzer einge⸗ reichte Listen können nicht berücksichtigt werden. Es haben sich die Vorschläge der Wirtschaftsorganisationen der Unternehme led 5 auf die Berufungen aus dem Kreise der Unternehmer zu bachränken, ebenso wie entsprechend die Vorschlagslisten der Wirtschußßsorgmm⸗ sationen der Arbeitnehmer sowie der Kriegsbeschädigten⸗ un Kriegs⸗ hinterbliebenen⸗Vereinigungen nur Namen aus den Kressef der don ihnen vertretenen Personengruppen enthalten dürfen. In ien Vor, schlagslisten sind die Vorgeschlagenen nach Familien⸗ und Mr⸗(Ruf⸗ Namen, Beruf und Wohnort zu bezeichnen. Jede Vorschlageliste muß mindestens die doppelte Zahl der Persomen enthalten, die ie vorge⸗ schlagene Vereinigung im Betrat beanspruchen kann. D Vorge⸗ schlagenen sind unter fortlaufender Nummer, die die Reißensilge ihrer Benennung ausdrückt, aufzuführen. Hinsichtlich der Vorgeschlagenen ist Angabe darüber zu machen, daß sie mit der Annahme der Be. mifung einverstanden sind. Vorgeschlagen werden können Münner wie Frauen, die das 21. Lebensjahr vollendet haben; Frauen besonders für die Vorschläge aus dem Kreise der Ku bliebenen in Betracht. Die einzureichenden Vorschlagslisten dem Vorsitzenden ber Wirtschaftsorganisation oder der unter Angabe seiner Anschrift zu unterzeichnen: bei Gi 2 Vorschlagslisten sind nähere Angaben über die Größe der behfeffe Wirtschaftsorganisationen oder Vereinigungen zu machen; lich ist anzugeben, wieviel in dem Landbezirk des* wohnende Mitglöeder die Organisation oder Vereinigung den Vereinigungen der Kriegsbeschädigten und Kri i ist insebsondere noch anzugeben wieviel Kriegsbeschädigte uh Kricgshinterbliebene sie als Mitglieder haben, wobei m Kriegsbeschädigte bezw. Kriegshinterbliebene mitgezählt dürfen, die Militärversorgung beziehen; Kriegswaisen, dere. Mitglied der betreffenden Vereinigung ist, sind nicht mitzuzäf Viehseuchen. In Gießen ist im Gehöfte Rodheimer Schweinevotlauf festgestellt worden. Maul und Mauen⸗ seuche ist in Kaichen(Kr. Friedberg) und auf dem uli bei Büdingen ausgebrochen. In Lich wurde der Scheidekatarrh umter dem Rindviehbestande festgestellt. N 2 err eee v rNN
Dollarstand 12 Uhr: en. 48 000 1 ark.
Montag mittag
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G. Müller
Frankfurt a. M. Unterlindau 48 Tel. Hansa 4524.
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daher für das kaufende
FDD Nee einige Tuge?.
Ab Dienstag, den 15. Mai 1923, iindet im Hotel Felsenkeller grosser Verkauf von
Merren- und Damen- Anzug und Nostüm- Stoffen
Mode 1923 zu staunend billigen Preisen statt. verkaufszeit täglileh von 9 Uhr fru bis 7 Uhr abends. Besichtigung ohne Kaufzwang.
NB. Da vir im Hotel unser 8 haben, sind Wir in den Verkaufsräumen beschränkt. Es ublikum des Andranges wegen die Vormittage zu benutzen.
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