Ausgabe 
14.6.1923
 
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e e e e W. B. R. in 2 1 Die Führer des

g bezw. 3 en die schon genannten Personen. für das gare Gebdet

N 1 C a N 82 fade Befehl vom 8. Juni teilte die Leitung mit daß sie sich ensschlossen habe,angesichts des überhand 8 Spitzeltums eine sogen. Jeme zu bilden, deren 1 ga es ist,der Leitung verdächtig erscheinende Leute zu beo achten. Verräter und politisch mißliebige Leute zu eseitigen. Zu diesem Zwecke sollten bis zum 9. Juni eute namhaft gemacht werden, diedurch Leute der R.⸗W̃ (Reichswehr?) Ausbildung und Unterricht erhalten sollen. Iden Staluten des R. W. B. R. heißt es, daß er den Sweck hobe.Vaterländische Verbände zu unterstützen und den völkischen Geist im Hoere zu pflegen. Nach§ 2 können Reichs wehrangehörige, die auf dem Boden dieser Satzungen stehenMitglieder werden. AlsChef des R. W. B. R. vird im 8 3 Oberleutnant Roßbach bezeichnet. Die Garnisonsgruppen und die Gruppen innerhalb der Reichs⸗ ö wehrformationen erhrelten besondere Erkennungszeichen. Führer der Krastfahrkompagnie, die die Ehre hat, auch das HGaupt des R. W. B. R., den Kraftfahrer Riehl, zu den Ihren zu zählen. ist Hauptmann Naumann. J

gesetzten der Verschwörer, den Hauptmann Naumann uf

16 55 1 0 1 w., 0. 120 eee aber wird diesmal die Sache nicht mit einem faulen und nicht Dementi erledigen können. l eee

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Die schwierige Wirtschaftslage.

Das Ministerium des Innern veranstaltete in diesen Tagen unter Mitwirkung des Ministeriums für Arbeit und Wirtschaft, der Staatsanwaltschaft und von Preisprüfungs⸗ stellen mit Vertretern von Landwirtschaft, Industrie, Handel und Gewerbe und der Verbraucher eine Besprechung über die durch den bedrohlichen Marksturz geschaffene schwierige Wirtschaftslage. Man gelangte zu der einmütigen Auf⸗ fassung, daß es unabweisbare Pflicht aller Berufsstände sei, insbesondere derjenigen, welche am raschesten in der Lage sind, sich der Markentwertung anzupassen, auf die Gesamt⸗ bevölkerung jede Rücksicht zu nehmen. Es steht zu hoffen, daß die Vertretungen der genannten Berufsgruppen bei ihren Berufsangehörigen das notwendige Verständnis finden und daß alle nicht durch die Verhältnisse gebotenen, insbesondere sprunghafte Preissteigerungen vermieden wer⸗ den. Die Erkenntnis, daß dos ganze Volk sich in einer Not⸗ gemeinschaft befindet, in der die wirtschaftlich stärkeren Schichten zu weitgehender Rücksichtnahme auf die übrige Bevölkerung, auch wenn es gewisse Opfer vom einzelnen verlangt, verpflichtet sind, muß mehr und mehr Boden ge⸗ winnen. Diese Erkenntnis muß in alle Bevölkerungskreise getragen werden und ist die Voraussetzung für eine wirk⸗ der Behörden bei ihrer Bekämpfung von Sämtliche Be⸗

das

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Wir wollen urs zunächst jedes Urteils über die Vor

Danksagungen,

die uns von unserer werten Kundschaft ausgesprochen werden, mehren sich täglich. N

Versicherungen,

Zehntausende im Einkauf bei uns gespart werden, hören wir stündlich.

Der Münchener Hochverrats⸗Prozeß.

Der Münchener Hochverratsprozeß beginnt insofern langweilig zu werden, als die neuen Zeugenaussagen nur noch bestätigen, was bereits vorher ausgesagt worden ist. Aber einzelne Vorgänge aus der Montag⸗Verhandlung verdienen doch, davor bewahrt zu werden, in Vergessenheit zu geraten.

Der Staatsanwalt hielt es für notwendig, Feststellungen süber ein Gespräch des Angeklagten Fuchs mit dem Ex⸗Kronprinzen Ruprecht zu treffen. Statt nun aber die Vorladung Ruprechts als Zeugen zu beantragen, erinnerte sich der Staatsanwalt, daß in den Zeiten der Monarchie Fürsten und Prinzen nicht als Zeugen vor Gericht zu erscheinen brauchten. Da jeder bayerische Staatsanwalt verpflichtet ist, Monarchist zu sein und den Gesetzen der Republik

Widerstand zu leisten, beantragte der öffentliche Ankläger, den Vertrauten Ruprechts, den Grasen Soden, darilber zu vernehmen,

was Fuchs mit dem Wittelsbacher besprochen habe. Der Graf kann aber nur sagen, was Ruprecht ihm von dem Gespräch gesagt hat. Wenn man seststellen will, was zwischen Fuchs und Ruprecht verhandelt wurde, muß man schon Ruprecht selbst vor die Zeugen⸗ schranke bemühen.

Graf Pestalozza, der Verteidiger des Fuchs, erklärte, daß er dann gezwungen wäre, um Aus setzung der Verhandlung auf drei Tage zu bitten, um entgegen seinem Gefühl als Bayer und seiner

. ee vor dem Hassse Wittelsbach um die Vernehmung des

tonprinzen Ruprecht selber zu bitten.

AlsoSeine Kgl. Hoheit soll nicht als Zeuge geladen werden, sondern von der Verteidigung ehrerbietigst gebeten werden, doch freiwillig vor Gericht zu erscheinen.

Das Gericht setzte die Beschlußfassung über die etwaige Ladung des Grafen Soden und des Ex⸗Kronprinzen bis um Ende der Be⸗

nicht für seine Aufgabe

weisaufnahme fest. Falls das Gericht es ö cht als Zeugen

hält, den Tatbestand zu verschleiern, wird es Rin laden müssen, denn der Verdacht drängt sich auf, daß hinter der ganzen Affäre der Wittelsbacher stand, um sich mit Hilfe der fran⸗ zösischen Armee seinen Thron wieder zu verschaffen, 0

Verteidiger Graf Pestalozza stellte fest, daß der Zeuge Hug, der frühere Minister von Honduras, wegen Unterschlagung in der Schweiz eine längere Gefängnisstrafe abzusitzen hatte. 5

Zeuge Leutnant Friedmann teilt mit, der Angelagte Juchs habe selbst gesagt, er habe in Paris den Franosen empfohlen,

Frankfurt und die Mainlinie zu besetzen.

Der Minister des Innern Schweyer hatte im 2 5 be⸗ hauptet, er habe zur Zeit seines Gespräches mit dem Hofrat Pixis und dem Kapitänleutnant Kauter gegen die Verräter noch nich einschreiten können, weil das Bewetsmatertal noch nicht beisammen gewesen sei. Zeuge Major Mayr sagt aber unter seinem Eid aus, et habe bereits damals das gesamke Material dem Regierungs⸗ block, dem sogenanntenOrdnungsblock(Deuts ationale, Baye⸗ rische Volkspartei, Bayerischer Bauernbund), übergeben gehabt; dort sei es jederzeit greifbar gewesen. ö

Nun ist für die Deutschnationalen und Deutschvölkischen der Grundsatz maßgebend:Judenschwur gilt nicht. Aber auch in den Augen der Anhänger diefer antisemitischen Lehre ist ihnen dies⸗ mal nicht geholfen. Einer der Verteidiger, Zustizrat Kohl, erklärte nämlich, er kenne die Abstammung des Zeugen Mayr, dieser stamme aus durchaus christlicher germanischer Familie. Dieser Kohl wird den Anttsemiten schwer verdaulich erscheinen.

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weiter erfüllen, bedürfen hierzu aber der verständnisvollen Mithilfe aller Berufsschichten.

Wenn es mit Vermahnungen getan wäre, hätten wit schon längst die verheißenen großen Zeiten. Die einge⸗ ladenen Personen aus Industrie. Handel und Gewerbe ver⸗ sprechen alles mögliche und tun immer so, als ob sie gern alles möchten, nur verspüren wir nichts davon.

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Die Tolchstoßlegende ist da. 1 Das Langerwartete ist eingetreten: der Dolchstoß, den die Sozialdemokratie dem passiven Widerstand an der Ruhr in den Rücken rennt. Das Friedberger Hetzblatt, die antisemi⸗ tisch⸗völkische Friedberger Neue Friedberger Tagesztg. hat ihn gefunden. In einemDie Sozialdemokratie überschrie⸗ benen Hetzartikel übelster Sorte verleumdet das edle Bünd⸗

lerblatt: N Wenn auf die eine oder andere Weise die Sozialdemokratie rechtzeitig gezwungen worden wäre Farbe zu bekennen, so wäre ihr entweder der jetzt hervorgestoßene Kampfruf in der Kehl stecken geblieben, oder es wäre aller Welt. und vor allem denen an Ruhr und Rhein, und darunter nicht zumindesten den Arbeitern,

klar geworden, wer die Leute sind, die eifrig an dem Dolche)

schleifen, der dem passiven Widerstande in den Rücken gestoßen werden soll. 8

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stößer wirklich sitzen. Aber dann wärs ja nichts mehr mit den Verleumdungen gegen die Sozialdemokratie. Und darum wirds der edle Klopffechter fein bleiben lassen und weiter ver⸗ leumden. 8

Deutscher Reichstag. Berlin, 12. Juni.

Der Reichstag beendete am Dienstag die zweite Lesung des Knappschaftsgesetzes und nahm das Gesetz nach kurzer Debatte auch in dritter Lesung an. Für die Deutschnationalen machte Abgeordn. Leopold zahlreiche Ausstellungen an dem Gesetz, das ihm sozial⸗ politisch über das Notwendige hinaus gehe. Er wendet sich vor allem gegen die zu weit gehenden Pensionierungsleistungen und tritt für Erfatzkrankenkassen ein. Auch verlangt er die Beibehaltung der Aufrechnung von Rentenbezügen. Der Kommunist Maltzahn nahm flir seine Partei, die im Ausschusse Anträge überhaupt nicht gestellt hatte, im Plenum mehrere der sozialdemokratischen Ausschuß⸗ ankräge an. Wem das fertige Gesetz auch unseren Ansprüchen nicht voll genügt und wir nicht alles durchsetzen konnten, so bedeutet es doch einen wesentlichen Fortschritt für die Bergarbeiter. Die deulsch⸗ nationalen Anträge, die eine Verschlechterung bedeuten, wurden faf durchweg abgelehnt. Bei der Endbestimmung über das Gesetz tete sich die Deutschnationale Fraktion. Hergt, Helfferich, L Westarp und die meisten anderen Deutlchnationalen stimmten gegen das Knappschaftsgesetz.

Der Dollar war Mittwoch vormittag schon auf 100 000 Mk.

gestiegen,

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