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N 1 sind neue Rentenerhöhungen dank
Au alle Uufallverletzte und Sozialreutuer des Freistaats Hessen!
Vom Zentralverband der Arbeitsinvaliden und Witwen geht gender Aufruf zu: 115 rasenden 15 nimmt das Eleyd unter der deutschen Be⸗ völkerung zu. Schwer lastet der Druck der furchtbaren Gelbent⸗ wertung auf dem Lohn⸗ und Gehaltsempfänger. Niemand kann voraussagen, niemand weiß, wie sich in den nächsten Tagen die wirtschafkliche Lage gestaltet. Den Lohn⸗ und Gehaltsempfängern ist es noch möglich, Dank der unermüdlichen Tätigkeit der Gewerk⸗ schaften, einigermaßen an die Anpassung der ungeheuern Teuerung angereiht zu werden, doch müssen sast täglich neue Forderungen ge⸗ stellt werden, damit Hand⸗ und Kopfarbeiter sich mit ihren Ange⸗ hörigen über Wasser halten. Doch viel, viel trostloser stehen So⸗ zialrentner, Unfallverletzte usw. diesen Verhältnissen gegenüber. Der Sozialpolitische Ausschuß hat zwar die neue Erhöhung der Unfallrente beschlossen; nun bekommt ein völlig erwerbsunfähiger Unfallperletzter eine monatliche Rente von 64000 Mark. Trotz dieser bedeutenden Rentenerhöhung sind die Umfallverletzten in 1 r Gefahr, Es wird immer schwerer in Zukunft, bei Unfall⸗ verletzten die Beodürftigkeitsfrage auszuschalten, die der Gesetz⸗ geber immer noch anwenden will. Wenn wir auch selbstverständ⸗ lich ganz entschieden Stellung gegen die Anwendung der Be⸗ düntigkeitsklausel genemmen haben und nehmen werden, so können wir doch in Zukunft nicht mit dem gewünschten Nachdruck vorgehen, wenn nicht hinter uns eine entschlossene Macht steht. Den der rastlosen Täligkeit der Zentralverbandes gewährt worden, doch werden die⸗ selben nur den Bedürftigen zuerkaunt In ihrem eigenem Inter- esse tun deshalb alle Sozjalxentner,⸗Witwen und Unfallverletzten in Stadt und Land gut, sich sofork dem Zentralverband anzu⸗ schlleten, damit hinter unseren Forderungen entschlossene Macht steht 5 tur dann, wenn der letzte Unsallverletzte und Sozjalrentner im Freistaat Hessen organisiert ist, wird es uns möglich sein, die Gefahr, die in der Bedürftigleitsklausel liegt, abzuwenden Der Unterzeichnete ist bei jeder Grlindung neuer Orts⸗ gruppen zur Mithilfe gerne bereit. Heiyrich Cyrus, Geuleiter, Offenbach a. M., Geschäftsstelle: Herrnstraße 37 J.
uns
diese
Banhütten bewegung.
Eine wichtige Beiratssitzung des Verbandes sozialer Bau⸗ betriebe fand am 1 und 18. Januar in Berlin statt. Ueber die⸗ selbe berichtete Geschäftsführer Cge am 3. Februar in Aschaffen⸗
burg. Dort hatte sich der Beirat des Bauhütten⸗Betriebsver⸗ bandes Hessen und Hessen⸗Nassau eingefunden, sowie einige Mit⸗ glieder des Aussichtsrates. Vor der Sitzung fand eine Besichti⸗ gung des Aschassenburger Betriebes statt. Da sah man zunächst ein eigenes Grundstück von 5100 Qm. Bodenfläche, auf dem sich der Zimmer⸗ und Lagerplatz befindet, mit einer gut gebauten und eingerichteten Werkstätte für Zimmerer und Schreiner, einen Maschinenraum mit den notwendigen Maschinen und Elektro⸗ motox. Eine eingerichtete Schmiede, ein Lagerraum für Zimmerer, Maurer, Dachdecker und Tiincher und die üblichen Gerüste und Geräte und Baumaterialien. Vom Lagerplatz ging es nach dem neuerbauten Aschaffenburger Volkshaus, das Eigentum der Bau⸗ hütte ist und 3000 Qm. bebaute Fläche enthält. In den Gebäuden befinden sich 17 Buxeauräume für die Bauhütte und die Gewerk⸗ schaften, 15 Drei⸗ und Vierzimmerwohnungen, ein Wirtschafts⸗ lokal mit Sitzungszimmern und Schlafräumen für Durchreisende.
Weiter besitzt die Bauhütte als Eigentum einen Steinbruch von 19000 Qm. Flächeninhalt. Hier sind Sachwerte erfaßt, die
bra Hand⸗ und Kopfarbeiter haben hier eine Tat voll⸗ bf
Nach der Besichtigung konnte Geschäftsführer Ege die Sitzung in eigenem Heim eröffnen und darauf hinweisen, daß es nun gelte, alle diese Sachwerte der in Deutschland vorhandenen soztalen Baubetriebe zusammenzufassen, um die Gründung einer Garantte⸗ gemeinschaft vorzunehmen. Auf etwa 3 Milliarden Mark seien bie Sachwerte heute zu schätzen, die Garantiegemeinschaft solle nach den Beschlüssen des Beirates des Verbandes sozialer Vaubetriebe CCC ĩVö ͤ v.../ /////((((
Konzerte.
Konzert zum Besten der Gießener Studentenhilfe. Zahlreiche Musikfreunde fanden sich am Sonntag zu dem von hiesigen Kräften veranstalteten Wohltätigkeitskonzert zusammen. Herr Prof. Henle eröffnete die Reihe der reichhaltigen Vortragsfolge mit der auch im Konzertsaal gern gehörten C⸗moll Etude von Chopin. Herrn Prof. Henle, der sich in Chopins Eigenart ganz eingelebt hat, gelang es auch diesmal, den verschiedenen Stimmungsgehalt der drei Chopin⸗ schen Werke(A⸗moll⸗Ballade und As⸗dur⸗Polonaise) zu voller Gel⸗ tung zu bringen.
In dem Gast Frl. M. Peter aus Berlin lernten wir eine stimmbegabte Altistin kennen, deren wohlausgebildetes, ganz beson⸗ ders in der Tiefe schön külngendes Organ gepaart mit einem ver⸗ ständnisvollen Vortrag und tadelloser Aussprache sehr bald die Zu⸗ hörer gewann. Durch die Wahl der Schubert⸗ und Brahmslieder — von denen letztere ursprünglich flir Soloquartett geschrieben sind — zeigte die Künstlerin deskreten Geschmack, berücksichtigte damit aber auch in glücklicher Weise den Klangcharakter ihrer Stimmittel, die durch ein leichtes Vibrato in ihrer Entfaltung gehindert wurden.— Frau H. Spohr gefiel durch ruhige Sicherheit des Vortrags, schöne Bogenführung und tiefe musikalische Auffassung, besonders in dem auch heute in seiner Süße noch Eindruck verschaffenden E⸗moll⸗ Adagio von Spohr. Auch durch die Wiedergabe der G⸗moll⸗Sonate von Schubert erbrachte die Solistin mit ihrem tüchtigen Klavier⸗ partner den Beweis wahrhaft bünstlerischen Empfinden'. Nicht ver⸗ gessen aber auch sei Frau C. Nebelung⸗Knapp, die in fein⸗ sinniger Weise die Begleitung der Schubertlieder sowie der unga⸗ rischen Tänze No. 2 und 5 von Brahms⸗Joachim vorzüglich durch⸗ führte. Der eifrige, leider manchmal zur Unzeit einsetzende Beifall, wie die reichlichen Blumengaben ehrten die Mitwirkenden für ihr opferfreudiges Einsetzen ihres Könnens. N
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Konzert der Reichs wehrkapelle. Unter Leitung von Musikmeister Löber gab die Kapelle des hiesigen Reichswehr⸗Bgataillons am Samstag abend ein Konzert im Stadttheater. Zur Aufführung kamen Werke von Beethoven und dem norwegischen Komponisten Grieg, die exakt und in künstlexischer Weise wiedergegeben wurden. Das Thea⸗ ter war voll besetzt und das Publikum spendete den vorzüglichen
als A.⸗G. gegrundet werden. Wie Arnen wurn von den Bau⸗ hütten, den Bauhütten⸗Betriebsverbünden und dem Verband sozialer Baubetriebe übernommen werden. Redner ing alsdann
auf die sonstigen in Berlin behandelten Punkte und Beschlüsse ein und gab ein Bild über den Stand der Bewegung im Reich und ganz besonders im Bezirk Hessen und Hessen⸗Nassau. Trotz Ein⸗ stellung der Bautätigkeit wurden am Stichtag der Zählung am 30. 12. 22 im Bezirk beschäftigt 4790 Handwerker, 266 Hilfsarbeiter, 11 Baustoffarbeiter, 66 Lehrlinge, 49 technische und kaufmännische Angestellte. Im 4. Quartal 1922 wurden 99 090 763 Mk. an Löh⸗ nen und 7553 209 Mk. an Gehältern ausgezahlt.
Der Bericht wunde beifällig aufgenommen, alle Anwesenden brachten in der Diskussion zum Ausdruck für die in Berlin ge⸗ faßten Beschlüsse zu wirken und waren ganz besonders darüber erfreut, daß die junge Bewegung ihre geschaffenen Sachwerte in einer Garantiegemeinschaft zusammenfasse, um so eine Bürg⸗ schaftsorganisation zu haben.
— 1120fache Lebens haltungskosten. Nach den Feststellungen des Statistischen Reichsamtes beträgt die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten(Ernährung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung, Bekleidung) im Durchschnitt des Monats Januar 1120,27(1913/ö 14 1) gegenüber 685,06 im Dezember 1922. Die Steigerung gegen⸗ über dem Vormonat beträgt 63,5 v. H. Die Indexziffer ohne die Bekleidungsausgaben stellt sich auf 1034, sie ist danach 69,1 v. H. höher als im Vormonat. Die Bekleidungskosten allein haben sich nur um 44,90 v. H. auf 1682 erhöht, während die Ernährungskosten um 69,3 v. H. auf das 1366fache gegenüber dem Frieden gestiegen sind. Diesen Durchschnittsberechnungen liegen die Erhebungen am 10, und 24 Januar zugrunde. Die sprunghafte Verteuerung der sämtlichen Lebensbedürfnisse, die auf den erst in die letzte Januarwoche fallen⸗ den Marksturz eingetreten ist, kommt daher in der fiir den Durch⸗ schnitt des Monats Januar berechneten Indexziffer noch nicht zur Geltung.
Gießen und Umgebung.
— Wohnungsbauprogramm der Stadt. Im laufenden Jahre beabsichtigt die Stadt die Bautätigkeit wieder auf⸗ zunehmen und eine Reihe Wohnhäuser zu errichten. Wir brachten darüber kürzlich schon eine Mitteilung. Im ein⸗ zeln ist vorgesehen: Errichtung zweier Baracken für Not⸗ wohnungen, ferner eine Baugruppe an der Ecke der Stephan⸗ und Gnauthstraße, ein Neubau auf dem Grund⸗ stück Johannesstraße 3, eine Wohnung in Verbindung mit dem zu erbauenden Mehllager, eine weitere Wohnung auf dem städtischen Lagerplatz an der Steinstraße, ferner Er⸗ richtung von 6 Häusern der Eigenheimbaugenossenschaft. Außer dem werden die 20 Häuser der Eigenheimbaugenossen⸗ schaft voraussichtlich bis Mai beziehbar sein. Hierfür wird der hiesigen Stadtvertretung ein Kredit von 225 Millionen Mk. angefordert werden, über den diese in der morgigen Sitzung zu beschließen haben wird.
— Ein Nachtragsvoranschlag für 1922 wird der Stadtver⸗ ordneten⸗Versamimlung vorgelegt werden. Er schließt in der Be⸗ tviebsrechnung ab mit 177 163 352 Mk. in Einnahme und 251212 075 Mk. in Ausgabe es erglebt sich somit ein Fehl⸗ betrag von 74 048 723 Mk.— Bei dem im Frühjahr vorigen Jahres von den Stadtverordneten beschlossenen Voranschlag ergab sich nur ein Fehlbetrag von rund 4½ Millionen Mark.
— Vom Städt. Miet⸗ und Pacheinigungsamt. Ueber die Tätigkeit des Städt. Miet⸗ und Pachteinigungsamtes im Jahre 1922 wird uns geschrieben: Insgesamt wurden 787 Anträge ge⸗ stellt davon auf Kündigung 246 Mietsteigerungen 417, Errichtung von Zwangsmietverträgen 46. Beschlagnahmebeschwerden 36, Ge⸗ nehmigung von Unbervermietung 28, Pachtsachen 14. Von den 417 Mietsteigerungsanträgen konnten 308 im Wege einer Vorent⸗ scheidung, also ohne mündliche Verhandlung, ihre Erledigung finden, während über die verbleibenden. sowie die gesamten übrigen Anträge in 618 Terminen streitig verhandelt werden mußte. Innerhalb dieser Verhandlungen war es möglich. in 106 Fällen eine vergleichsweise Erledigung zu erzielen, ein anderer Teil erledigte sich durch Zurücknahme oder gütliche Ginigung der Parteien sodaß nur noch in 377 Fällen Ent⸗ scheidung zu tressen war. Streitigkeiten zwischen den Beteiligten über die Höhe des von jedem Nutzungsberechtigten dem Zahlungs⸗ pflichtigen gegenüber zu ersetzenden Anteils an der Wohnungs⸗ bauabgabe weren 13 auszutragen, davon erledigten sich 12 durch Vorentschaidung und gütliche Auseinandersestung. Erwähnens⸗ wert ist hierbei, daß in den weitaus meisten Fällen die Anträge innerhalb eines Monats und bei mindlicher Verhandlung in einem Termin erlediat werden konnten. Die eingerichteten Sprechstunden wurden von mehreren tausenden Rat⸗ und Aus⸗ kunftssuchender in Anspruch genommen.
Stadtverordneten⸗Versammlung. Für die Sitzung der Stadtverordneten am Donnerstag, 15. Febr., nachm. 4%½ Uhr, liegt folgende Tagesordnung vor: 1. Erhöhung des Beitrages zum Fulda⸗Lahn⸗Kanal⸗Verein. 2. Erhöhung des Bei⸗ trages zum Lesehallenverein. 3. Beitrag an den Verein für Kom⸗ nrunalwirtschaft und Kommunalpolitik. 4. Beitrag an den Deut⸗ schen Städtetag. 5. Stiftung der Stadt Gießen aus Anlaß der gol⸗ denen Hochzeitsfeier des ehemaligen Deutschen Kaiserpaares. 6 Kachtrag zur Ortssatzung über die Erhebung einer Fremdenab⸗ in der Stadt Gießen. 7. Gesuch der freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz um Erhöhung des städtischen Zuschusses. 8. Verwilligung von Beihilfen für Teilnahme an Verwaltungs⸗ prlifungen. 9. Erhöhung der Hundesteuer. 10. Baukostenvorschüsse
an die Baugenossenschaft 1894. 11. Betriebsmittelvorschüsse des Reiches an die Gemeinden. 12. Antrag der Stadtverordneten
Haupt, Biexau und Seng auf Sitz und Stimme im Bau⸗, Finanz⸗ und Sozialpolitischen Ausschuß, sowie im Beirat für das Woh⸗ nungsamt. 13. Antrag derselben Stadtverordneten, betr. die Oeffentlichkeit der Sitzungen der Stadtverordneten-Versammlung. 14. Gebührenordnung für de Erteilung der Erlaubnis zum Han⸗ del mit Lebens⸗ und Futtermitteln. 15. Erlaß einer neuen Ar⸗ beitsorbnung flir die städtischen Arbeiter. 16. Kreditbewilligung für die Beschafsung von Buveaumaterialien und Lehrmitteln für die Volks⸗ und Fortbildungsschuale. 17. Bauliche Herstellungen im Amtszimmer des Stadtschulrats. 18. Uebertragung von Aufgaben des Schulvorstandes an das Stadtschulamt. 19. Festsetzung der Ve⸗ züge der Beisitzer der Instandsetzungsstelle. 20. Bewilligung eines
öffentliche
von etwa zwölf Millionen N
Kredkts flir Anbringung von Eisengittern an den Fenstern des Oberhessischen Museums. 21, Beitragsleistung zum Be zirks⸗ arbeitgeber⸗Verband. 22. Erhöhung des Selostveysiche rungsslocls für das Ri. 1922 ron 50% 000 Mk. auf 500 000 k. 23. Einschränk⸗ ung des Betriebes der Straßenbahn. 24. Gewährung eines Zu⸗ schusses an Anstalten, welche die Unterstützung mittelloser Wan⸗ erer übernehmen. 25. Erhöhung des Jahresbeitrages für den Allgemeinen Verein für Armen- und Krankenpflege. 25. Unter⸗ stützung des Evangelischen Schwesternhauses und des St. Josephs⸗ Krankenhauses. 27. Gebührentarif der Dienstmänner. 28. Soßiar⸗ rentnerfürsoz ge. 29. Beitrag an das Archiv Deutscher Berufsvor⸗ münder in Franlfurt a. M. 30. Rechnung der Armenlasse für das Ni. 1920. 31. Rechnung der Plockschen Stistung für das Rl. 1920. 32. Voranschlag der Ploschen Stiftung für Rj. 1922. 33. Auto⸗ mobildroschlentgrif. 34. Gesuch des Heinrich Bremond um Er⸗ laubnis zum Schankwirtschaftsbetrieb im Hause Steinstr. 76. 35. Gesuch des Heinrich Dechert, um Erlaubnis zum Schankwirt⸗ schaftsbetrieb im Hause Neuenbäue 5(Kühlen Grund). 36. Ges der Frau Minna Soldan, um Erlaubnis zum Schankwirtschafts⸗ betrieb im Hause Neustadt 78. 37. Gesuch des Heinrich Stecken, um Erlaubnis zum Schankwirtschaftsbetrieb im Hause Eichgärten 50 (Liebigshöhe). 38. Erhöhung des Standgeldes auf den Vieh⸗ und Krämermärkten. 39. Erhöhung der Wochenmarktgebühren. 40. Wohnungsbauprogramm 19023. 41. Verlängerung des Anschluß⸗ gleises an der Margaretenhütte. 42. Verbesserung der Straßen⸗ beleuchtung. 43. Abhitzeverwertung im Gaswerk; hier: Veschaffung einer Dampfturbine. 44. Befestigung der Straße am Kugelberg. 45. Anpflanzung von Obstbäumen an öffentlichen Straßen und Wegen. 46. Herstellung von Amtsräumen sür das Standesamt. 47. Ausgestaltung der Abteilung I/ des, Friedhofes am Rodtberg. 48. Beleuchtungsanlage für die Waschküche der Liebigshöhe. 49. Ve⸗ schaffung eines Leihsarges. 50, Reparatur des Daches auf denn Hause Kirchenpl. 8. 51. Gewährung von Reichsdarlehen zur Fec⸗ tigstellung der im Jahre 1922 begonnenen Wohnungsbauten; hier: Aenderung der Tarlehensbedingungen. 52. Gesuch der Vauge⸗ nossenschaft 1894 auf Gewährung eines weiteren verzinslichen Baukostenvorschusses von 10 Millionen Mark für den 3. Bau⸗ abschnitt an der Licherstraße(Straße am Kugelberg). 53. Gesuch um Gewährung des Gemeindepflichtdarlehens für 6 Wohnungen des Hessischen Staates auf dem städtischen Gelände Jheringsstraße und der Straße auf der Weißerde. 34. Schluß⸗ abrechnung des Eisenbahner⸗Heimstättenvexeins für die Häuser an der Klinikstraße, Crednerstraße und Wetzlarerweg. 55. Anbau anr Geräteschuppen Oswaldsgarten. 36. Erbauung eines Autoschup⸗ pens auf dem Lagerplatz an der Steinstraße. 57. Beschaffung von Litewken für die Berufsfeuerwehr. 58. Vertretung der Stadt in der Eigenheim⸗Baugenossenschaft. 59. Rechnungsabschlüsse des Gaswerks, des Wasserwerks, des Elektrizitätswerks d der Straßenbahn für das Ri. 1920. 60. Anbringung eines Lichtbildes am Hotel Viktoria, Bahnhofstraße. 61. Errichtung einer Lager⸗ 5 auf dem Grundstück der Firma Andreas Euler an der Stein⸗ traße. 62. Baugesuch der Eigenheim⸗Baugenossenschaft für die Straße am Kugelberg und für die Iheringstraße. 63. Zahlung von Prämien für die e von Wohnungen. 64. Mit⸗ teilungen.(Bewilliung eines Kredits für Erhöhung der städti⸗ schen Arbeiterlöhne.)
zwischen der
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Die Biebertalbahn.
„Von der Bürgermeisterei Rodheim g. B. erhalten wir folgende Zuschrift mit dem Ersuchen um Aufnahme:
Seit August 1922 schränkt die Biebertalbahn den Personen⸗ verkehr erheblich ein. Sie begründet ihre Maßnahmen mit nach⸗ lassender Frequen⸗ der Züge und Kohlenmangel. Von vorneber⸗ ein sei aber festgestellt, daß bei der Biebertalbahn schon seit
ahren ein reiner Personenzugverkehr überhaupt nicht mehr be⸗ steht sondern ein sogen. gemischter Verkehr, d. h. die Personen⸗ wagen werden den Güterwagen angehängt.
Wenn die Biebertalbahn den Personenzugrerkehr dauernd einschränkt ist ein Rückgang der Frequenz selbstverständlich. 1906—.1914 liefen beispielsweise 12 Züge und jetzt laufen nur vier Züge und diefe nur Werktags. Bei regel rechtem Verkehr wurden damals also jährlich etwa 260 000 Personen befördert und jetzt— nach eigener Angabe des Kleinbahnverwalters etwa 72 000 Percsonen. Alio Personen und Rentabilltätsrückgang des Personenverkehrs selbstverständlich! Der Grund liegt aber in der Einschränkung des Zugverkehrs. Da ferner nur gemischte Züge laufen, kaun der weitere Grund für eine Einschränkung des Per⸗ sonenverkehrs— der Kohlenmangel— durchaus nicht ausschlag⸗ gebend sein. Sollte nicht zu unrechter Zeit angewandte Sparsam⸗ keit der Grund dafür sein. daß mau jetzt von Kohlenmangel spricht, Wir sind der Ausicht. daß bei einigermaßen gutem Willen die Möglichkeit bestand. ebenso wie es die Industrie und Reichs⸗ bahn mit Weitblick schon seit Monaten taten, sich mit englischen Kohlen einzudecken. Die Rentabilität der Biebertalbahn dürfte hierunter eine große Einbuße kaum erlitten haben, wie in folgendem dargetan werden soll: Der Güterverkehr hat durch die Inangriffnahme neuer Bergwerke und Kalksteinbrüche einen großen Aufschwung genommen. Im Jahre 1922 wurden, wie aus den Büchern der beteiligten Firmen festgestellt ist 72673 Tonnen Erz und Kalk verfrachtet. Unter Berücksichtigung der sich von Monat zu Monat verändernden Frachtsätze ergab sich hieraus eine Brutto⸗Einnahme von Mk 16 679 954.—. Diesem Betrage ist hinguzurechnen eine Einmabme für ankommende Güter(Nohlen. Koks, Holz usw.— nicht Stsickgüter, für welche die Unterlagen sehlen) Mk. 739 991.—. Zusammen Mk. 17 419 945.—. Die Nach⸗ rechnung der Ausgaben für 1922 ergab für Löhne, Kohlen, Schmier materialien usw Mr 5 601 807.—. Mithin verbleibt ein Ueberschuß von Mr 11818 138.—.
Diesem Betrag, wäre noch hinzuzuzählen. die Rückvergütung, welche die Biebertalbahn von der Reichsbahn nach Maßgabe der beförderten Tonmen erhält. Ferner die Einnahmen für Stück⸗ gütter, Wiegegebühren und Personenverkehr. Die Summe deckt zum mindesten den angeführten Schwellenankauf der Biebertal⸗ bahn. Wenn die Kleinbahnverwaltung glaubt, von ihrem Uober⸗ schuß sür 1922, den Betrag für Schwellenanauf und Fleineisen usw. für 1923 abzusetzen, so dürfte sie sich damit wohl kaum auf einem bilanzsicheren Wege befinden. Eine spezifizterte Angabe obiger Einnahmeposten ließe sich ebenfalls errechnen. Die Amorti⸗ sation und Verzinsuna des Anlagekapitals dürfte ebenfalls nach unserer Kenntnis soweit erfolgt sein, daß das Gesamtundernehmen nur noch mit einem relativ geringen Betrage zu Buche steht.
Wir gönnen der Biebertalbahn diese Reingewinne, sie sollte sich aber bei einer so hohen Einnahme auch dessen bewußt sein, daß sie Pflichten gegen die Allgemeinheit hat.
Wenn serner allein im Monat Januar 1923 die Einnahme aus dem Gliterverkehr Mk. 16 958 700 betrug und ein Reingewinn dark verblieb und die Biebertalbahn
Leistungen der Kapelle stürmischen, aber wohlverdienten Beisall.
waschen Sie schon mit Feurio?
Dann ist Ihnen auch schon aufgefallen, wie leicht die Aebeit ist, wie weiß und duftend die Wäsche wird und wie wenig Ihre hände aufgesprungen sind.
Feurio Haushaltseife enthält So) Fett,
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ift daher dle beste und sparsamfte. Vereinigte Seifenfabriken Ituttgart A.-G.
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