5 Tandwiet
Die wissenschastlichen Grundlagen der rationellen
Düngung.
N Die moderne Laubwirtschaft fußt bekanntlich auf einer wissen⸗ schaf Entdeckung, die Justus von Liebig um die Mitte des 10. Jahrhunedrts verdankt wird. Dem genialen Gelehrten gelang zum erstenmal der Nachweis, daß die durch den Anbau der Kultur⸗ pfl, bewirkte Erschöpfung des Bodens verursacht werde durch die
itziehung gewisser Mineralstosse, die zum Aufbau der Pflanze ge⸗ dient haben. Daraus ergab sich die Forderung, daß diese Stoffe dem
Boden zurückgegeben werden müssen, wenn seine Fruchtbarkeit er⸗ halten bleiben soll. Damit war aber auch gleichzeitig das Problem der Erhöhung der Bodenfruchtharkeit bei gleichzeitiger Erhöhung
der Ernten im wesontlichen gelöst. Spätere Forschungen haben dann die Grundlagen der modernen Pflaugzenernähcungslehre geschaffen.
Die Rückgabe der dem Boden durch das Wachstum der Pflanzen sentgzogenen Nährstofse geschieht durch die Düngung. d. h. die
Umzerbringung von mille ralischen oder orgami Stoffen in den Woben. Sollen diese Stosse vo den Pflanzen als Nahrungsstoffe allfgenommen werden, so spricht man von einer direkten Düngung; sollen sie aber nur mittelbar die vhysitalüsch⸗chemischen fördern, die der Nahrungsbereitung dienen, so neunt man
das indirekte Düngung.
lches sind mm die organjschen und imorganis,„ die man als Pflalzenmährstosse anzusehen hat? Es sind: er, en⸗ säure, Ammontak((Stickstoss), Phoepporsäure, Kli,. 5
1 Chor, Eisenoxyd, Kiofelsteine und Natron. Sb t sich der Pflanzenkörper zusammen.
tigkeit. Es hilft nichts daß manche oder sast alle Nährstoffe in Hülle 5 und Fülle vorhanden sind; die Pflanze kann davon leinen Gebrauch machen, 0 auch nur an einzigem Stoff Mangel leidet, der für ihre Entwicklung unbedingt notwendig ist. Mit dieser Erkenn mis war die Grundlage für eine rationelle Düngung gewonnen. Eine Pflanze kann nur dann ihre höchstmönliche Entwicklung er⸗ reichen, wenn jeder einzelne der notwendigen Nährstoffe ihr in so reichlichem Maße gur Verfügung steht, daß sie ihr Bedilrfuis danach volltommen befriedigen kann. Da gber die Pflanzenwurzel micht uberall sein baun, ihren saugenden Fäsern also ein Teil des Nährstosses entgeht, so muß der Nährstoff in größerer Menge im Boden vorhanden sein als die Pflanze wirklich aufnimmt; sie muß gewissermaßen aus dem Ueberfluß schöpsen. Der moderne A Lau begulgt sich dosbalo wicht mehr damit. dem Boden die durch die Erüten entzogenen Nährstoffsmengen durch Rückgabe gleicher Mengen au erseben sondern er geht darauf aus, den aährstoff⸗ vorrat im Boden derart anzureichern, daß die Pflange das 5 ihrer Höchstentwicklung nötige Quantum jedes einzelnen 0 ans stoises vorfindet oder im Lause der Entwicklung zugesetzt
erhält. . se Anxeicherungs⸗ Vorratsdüngung braucht sich 8 1 r auf wenige Nährstosse zu beschränken. da die Natur so a freundlich ist, dem Landwirt für die größere Anzahl der Nährstoffe e Mühe abzunehmen. Die Kohlenfaure nimmt die Pflanze duch die Blätter aus der Luft auf. Elsenvxyd Schwefek⸗ säure und Chlor finden sich in den meisten Böden in solcher f Menge. daß eine Zufuhr überfküssig ist.
5 nge e ö Mage sia ist als 55 ö stanldteil in gowissen Mineraldlingern so reichlich vorhaur⸗ den. daß laue besondere Düngung mit diesem Nährstoff erfordar⸗ lich i 1 gilt in beschränttem Maße auch filr den Kalk
ö 7 eltes Pflangennährmiktel. Als solches braucht er in der nur leichten Böden zugeführt zu werden. Besondere Kall⸗
0 n wird aber häufta angewandt, um noch rohe oder zu bin⸗
ige kalte, eisenschüssige und saure Böden zu verbessern. Der
Kalk fördert die Zersetzung der milnerallschen wie der organischen
Vestaldlelle des Bodens insbesondere erschließt er auch den im gebundenen Soickstoff, indem er ihn unter Mitwirkung von rien in aufnehmbare Salpetersäuve überführt. Aber so nütz⸗ Walkdüngung in dieser Hinsicht ist, so birgt sie andererseifs e einer kaschen und inteusiven Erschöpfung des Bodens im sich. Aehnlich verhält es sich mit der Zufuhr von Kalkmergel: dahher die Bereichung„ausmergeln“.
Es bleibt somnit als Hauptaufgabe einer rationellen Düngung, die ae für das aus reschesnge Vorhaudensein von Phosphor⸗ 10 e, Kali und Stickstoff übrig. Jeder Kulturboden ent⸗ hält diese Stosse aber kein Boden enthält sie alle drei in genügen⸗ der Meuge. Wenn schon eimmgl Kali im Uebersluß vorhanden ist, swo fehlt es an Pbospborfäure und häuft ger noch am Stickstoff. Der
natürliche e bietet keinen ausreichenden Ersatz
für die durch die Conte entzogenen Mengen. Die Brache, allein angewandt. war deshalb ein ganz unzureschendes Mittel, den Boden zu höchster Leiffungsfähigkeit zu bringon. Aber auch die reine Stall mi st büngung erweist sich dieser Aufgabe nicht gewachsen. Stalldiünnger und Jauche euthalten zwar die drei go⸗ N naumten wie guch die anderen Nährstoffe in beträchtlichen Mengen, sobaß man durch sortgesetzte reichliche Stallmistdüngung im Acker nählich einen genügenden Vorrat derselben ansammeln kann. Das erfordert aber größere Mengen von Mist, als sie um normalen
Betrieb produziert werden Die moderne Landwirtschaft bedient sich daher neben dem rationell behandelten Stallmist des sogenann⸗
ten„Künstlichen“ Düngers als Hilfs⸗ oder Beidünger, um den gewiinschten Nährstossvorrat im Boden zu erzielen. Hierüber in einem weiteren Artikel.
(Nach Dr. Gd. David. Sozialismus u. Landwirtschaft. 2. Aufl. 1922.)
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Die Einwirkung von Todesfällen auf das Pachtuerhältnis.
Von Rechtsanwalt Dr. Siegel. Wiederholt hahe ich die Erfahrung machen müssen, daß die Un⸗ kenntnis der gesetzlichen Bestimmungen über die rechtlichen Folgen des Todes des Verpächters oder des Pächters, bezw. seine Erben,
in sroße Verlegenheit gebracht und erheblichen Schaden verursacht haben. Verschiedentlich haben sich im Falle des Todes eines Päch⸗
ters seine Erben von dem Verpächter, der vielleicht selbst meinte, in seinem Recht zu sein, einschüchtern lassen und haben das Land liegen lassen. Umgekehrt sind mir auch Fälle bekannt geworden, in denen die Pächter, obwohl nichts darilber im Pachtvertrag stand, beim Tode des Verpächters das Land sofort zurückgegeben haben. Die maßgebende rechtliche Bestimmung ist der§ 596 des Blirgerl. Ge⸗ se buches. Dort heißt es im Absatz 2:„Der Verpächter ist nicht berechtigt, das Pachtperhältnis nach§ 569 zu kündigen.“ Der 8 56 besagt, daß beim Tode des Mieters sowohl der Erbe als der Ver⸗ e sei, das Mietverhältnis unter Einhaltung der ge⸗ setzlichen Frist zu kündigen. Grundsäglich finden ja die Vorschesf. ten der Miete auf die Pacht Anwendung. Hier ist aber in dem § 506 eine für die Pächter ganz besonders wichtige Ausnahme ge⸗
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macht. Eine Bestimmung, daß im Falle des Todes des Vermieters das Mietverhältnis aufgekündigt werden könne, kennt das Gesetz icht und ebensowenig eine solche für den Fall des Todes des Ver⸗ 5 Es würde ja auch ganz unsozial gedacht sein, für den Mieter bezw. Pächter aus dem Tode des Verpächters schädigende Folgen herleiten zu lassen. Stirbt also ein Verpächter, so brauchen sich die Pächter auf irgend welche Verhandlungen mit seinem Erben über die Jortsetzung des be überhaupt nicht einzu⸗ lassen, sondern können alle auf Aufhebung des Pachtverhältnisses gehenden Forderungen oder ähnliche Wünsche glatt ablehnen.
Ebenso liegt es fiir die Erben des Pächters gegenüber dem Ver⸗ pächter, wenn in einem Pachtvertrag besondere Bestimmungen darüber getroffen sind, daß im Falle des Todes des Verpächters oder Pächters das Land fofort liegen bleiben müisse. Solche Ver⸗ tragsbestimmungen kommen nicht selten vor. Aber auch sie sind nicht wörtlich zu nehmen, sondern misssen, wie jeder Vertrag, ausgelegt werden, wie es Treu und Glauben mit Rücksicht auf die 1 erfordern. Hier muß von Fall zu Fall entschieden werden.
Stirbt z. B. der Pächter im Herbst nachdem er bereits mit Wintersaat das Pachtland bestellt hat, 4 wird wohl der Verpächter verlangen können, daß ihm das Land alsbald gegen Vergütung zurückgegeben wird, wogegen er den Erben des Pächters die Auf⸗ wendungen an Arbeit, Dünger und Saatgut zu ersetzen hat. Stirbt dagegen der er einige n vor der Ernte, so würde es gröb⸗ lich gegen Treu und Glauben verstoßen, wenn nun der Verpächter die gescunte Ernte ei enund den Pächter lediglich mit der Vergiltung für Arbeit ufw. abspeisen wollte. Auf jeden Fall ist für die Pächter, wenn der Pachtvertrag Bestimmungen der oben⸗ bezeichneten Art enthält, Vorsicht geboten. Es hat sich schon bei vielen Pächtern bezw. Erben von solchen bitter gerächt, daß sie nicht f igen. eingeholt hoben, ehe sie mit dem Verpächter ein
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Wechselbau und Einteilung des Gartens.
um mit möglichst geringen Mitteln und auf möglichst kleinem Raum reiche Ernten zu erzielen, ist es nötig, den Garten nach einem bestimmten Plan einzuteilen, der die besonderen Ansprüche der ver⸗ schiedenen Gemüse an Boden und Düngung Nee Allgemein unterscheidet man in dieser Beziehung stark zehrende Gemüse, das sind die Kohlarten, Spinat, Sellerie, Porree, Gurken Kürbis, mäßig zehrende, die e durch die Erbsen, Bohnen 11 Zwiebeln vertreten werden. Die einfachste Einteilung, mit der sich der Anffänger bei 1 Größe des Grundstücks und genügendem Düngervorrat behelsen kann, ist die, daß man die Hälfte des Landes ut dlingt und auf ihr stark zehrende Gemüse anbaut, während man ie andere Hälfte, wenn es sonst guter Boden ist, unbedüngt läßt oder nur mit Komposterde verbessert und mit den mäßig oder schwach zehrenden Pflanzen bestellt. Zwechmäßiger ist eine ent⸗ sprechende Dreiteilung, am besten nützt man den heute knappen und teuren Dünger sodoch bei einer Vierteilung aus. Das eine Viertel ditngt man dann beim Umgraben kräftig mit Stalldung, Kompost, Jauche w., dieses Stück wird im Frühjahr mit Kohl, Gurken, Sellerie, Porree und Spinat bepflanzt, denn all diese Gemüse ge⸗ deihen wur in ganz gutem Boden bei starker Düngung und reich 1 7 Wassergabe. Das zweite Stiick düngt man bald so stark wie
erste. Hier F Kopfsalat, Stangenbohnen, vabi . 3 latz. 5 e 1 f 9 r geeignetem ünger, alzen aten, hier kommen Erbsen, Buschbohnen, allerhand Feld⸗ und Schnitt⸗ salat, Küchenkräuter in Frage. Das letzte Viertel lassen wir unge⸗ dlingt; astf ihm werden nach tieser Bodenlockerung en, Karotten, Zwiebeln und Speiserüben angebaut.
Auf diese Weise hat man seinen Garten zu zweckmäßiger Wechselwirtschaft eingeteilt. Im nächsten Jahre düngt man da stark, wo man jetzt mir Halbdüngung gegeben hatte, Halbdüüngung gibt man da, wo man Vierteldüngung angewandt und diese dort, wo man nicht gedüngt hatte. Somit komant man alle vier Jahre ein⸗ mal mit der Volldüngung herum und erzielt bei weiterer sach⸗ gemäßer Pflege der Pflanzen Vollernten. Ein Teil des Gartens bleibt außerhalb dieses Wechsels, nämlich derjenige, der mit aus⸗ dauernden Gewächsen, wie Rhabarber, el, Erdbeeren, Meer⸗ rettich, bebaut ist.
Vom Schwarzwurzelbau.
Das Aussehen und der feine spargelartige Geschmack hat dek Schwarzwurzel die Bezeichnung„Spargel des kleinen Mannes“ eingetragen, denn sie erschien früher als Ersatz für den teuren Spargel auf dem bürgerlichen Tisch. Ihre beste Verwendungszeit reicht von Anfang November bis Ende März. Frisch aus der Erde genommen ist die Wurzel am wohlschmeckendsten. Deshalb soll man sie den Winter liber ruhig im Boden stehen lassen, denn sie ist vollkommen winterhart. Um auch bei Frost ernten zu können, ge⸗ nslgt es, einen Teil der Beete mit Laub abzudecken. Einen kleinen Vorrat kann man auch im Keller in feuchtem Sand einschlagen, doch bei langem Lagern verlieren die Wurzeln an Wert. Das Ausheben der Wurzeln hat mit großer Vorsicht zu geschehen, da sie leicht ab⸗ brechen. Jede noch so kleine Verletzung muß aber vermieden wer⸗ den, weil der milchartige Saft ausfließt, die Wurzel dann stark austrocknet und ihren Wohlgeschmack einbüßt.
Ihre besten Eigenschaften erlangt die Schwarzwurzel in einem tief gelockerten, etwas sandigen und feuchten, nahrhaften, doch nicht frisch gedüngten Boden. Frischer Dung macht die Wurzeln fleckig und verleiht ihnen einen unfeinen und bitteren Gaschmack. Für die Küche sollen die Wurzeln möglichst lang, glatt und unverzweigt und mindestens daumenstark sein; dünne Wurzeln sind nicht ausgiebig.
Eine gewisse Schwierigkeit des Schwarzwurzelbaues liegt darin, daß der Same sehr ungleichmäßig keimt. Bevor man säet, tut man deshalb gut, den Samen zu prüfen, ob er vollkörnig ist, ob er gut gefüllt, dick, prall aussieht, oder ob er recht dünn und schmäch⸗ tig ist. Ist letzteres häufig der Fall, dann kann damit gerechnet werden, daß viel schlechtkeimender Samen dabei ist und es muß in⸗ folgedessen viel dichter gesüt werden. Man säe überhaupt den Schwarzwurzelsamen ziemlich dicht. t zu engem Stand werden dann die Pflanzen auf 6 bis 8 Zentimeter verzogen. Die Meinun⸗ gen gehen über den Samenbedarf sehr auseinander. Während der eine sagt, daß für 1 Aar etwa 40 Gramm Schwarzwurzelsamen zu verwenden sind, empfiehlt der andere für 1 Aar 100 bis 150 Gramm und ein Dritter ist der Meinung, daß 200 bis 250 Gramm benötigt werden. Man braucht im Verteilen jedenfalls nicht ängstlich zu sein, da man sich Schwarzwurzelsamen sehr leicht selbst ziehen kann. Das schlechte Aufgehen des Zamens ist mitunter auf zu altes Saat⸗ gut zurückzuführen. Für die Keimfähigkeit des Schwarzwurzel⸗ samens rechnet man im allgemeinen 2 bis 3 Jahre. Die Verwen⸗ dung von dreijährigen Samen ist, sofern man ihn kauft, jedoch sehr unsicher, da man nie weiß, ob man frischen Samen erhielt. In diesem Falle nehme man lieber vor der eigentlichen Aussaat eine Keimprobe vor, um Mißerfolge zu vermeiden. Schwarzwurzeln brauchen zum Gedeihen viel Feuchtigkeit, man sät sie deshalb im Februar— März aus und zwar auf ein 1,20 Meter breites Beet in vier Reihen.
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haben;
minister Dr. Luther geleiteten Administrator Niggl(Steinach in professor Dr. Zorn(Breslau) Zweck und landbewegung und deren besondere Bedeutun 1 107 der darauffolgenden 9 mütige Wille hervor, gemeinsam für den sivierung der Wiesen⸗ und Weidewirtschaft und des Feldfruchtba draußen zu werben.
Haus⸗ und Gartenwirtschaft.
Die Fütterung der Ziege. Der Ziegenbesitzer muß sein Hauptaugenmerk bei der Füttern auf die S aten seiner Tiere richten. D muß er wissen, daß die Ziege eine doppelte so große Menge von Nährstoffen benötigt, als die Kuh. Freilich wird dieser Mehrver⸗ brauch dunh verhältnismäßig größere Milchergiebigkeit der wektgemacht. Es wäre daher sehr ungeschickt, diese nur mit schastsabfällen füttern zu wollen, die sich fiir Schweine oder viel eher eignen. Ziegen, die entsprechend gute und reichliche geben sollen, mlissen mit guten Futtermitteln gefüttert werden, mit Grünfutter, Heu, Futterrüben, Kartoffeln, Schrot, verschied Körnern, weil nur bei Kraftfütterung hohe Leistungs higkeit
Tiere erwartet werden darf. 5 Für die Stallfütterung der Ziege kommt vor allem das Peu in
Betracht. 5 Hebsten ist ihr kurzes, blätterreiches Heu, das auch hart⸗ stengelig sein und von ungedlüngten Flächen stammen darf. Für den
Tag braucht eine Ziege 4 Kilo Heu. Es ist aber nicht unbedii erforderlich, daß die ganze angefsührte Heumenge zur Verfütteri kommt. Ein Drittel des Rauhfutters kann durch Hafer⸗ oder Gerst stroh oder durch Häckfel aus solchem Stroh ersetzt werden. Von Hackfrüchten kann man an die Ziegen sowohl rohe als auch Kartoffeln verfüttern. Man wählt sich da natlürlich nur ware aus und verabreicht diese dann nur gekacht. Da durch g Stlicke häuffg Schlundverstopfungen, die den Tod zur Folge haben auftreten, dürfen die Kartoffeln nur klein zerstampft gereicht werd Ebenso werden auch alle Arten von Rüben, Runkeln, wie Kohlriibe und Möhren von den Ziegen gerne aufgenommen und sind ein g Ziegenfutter, wenn sie in kleinen Stlickchen vorgesetzt werden kö Von Kartoffeln oder Riiben reichen für die Ziege täglich 2 Kilo als Mengefutter gegeben werden. Man kann auch ein Teil der tosseln zerdrücken und als Trank reichen. Als Kraftfutter sind Schrot und dergleichen auch getrocknete Biertreber zu empfehlen. Zwecks mäßig ist es, zur Steigerung der Milchleistung warmen Trank zn geben. Jedoch dsürfen die Mengen nicht gar zu groß sein, da sie er⸗ schlaffend auf die Verdauungsorgane der Ziege einwirken. 1 Menge von täglich 1½—2 Liter erhöht die Milchlefsunng und auch das Wohlbefinden der Tiere.
Die Fütterung muß regelmäßig zur bestimmten Stunde erfol Futterkalk und Salz(jeden zweiten Tag einen Teelöffel voll) dil nicht fehlen. Dies ist besonders nötig, wenn das Heu von Kalkan Büden stammt. Abwechslung im Futter lohnt die Ziege durch er Milchleistung. Das Heu kann im Sommer durch getrocknetes Eiche Ebereschen⸗ oder Buchenlaub ersetzt werden. R.
Abgang der Exkremente, Sträuben der Haare, Mattigkeit, öfte Niederlegen, kurzem, stoßweisem Atmen, trockenem Maltle und nahme der Milch. Eine Abkochung von Etbischwurzeln, Weir— kraut oder Enzianwurzeln, sowie hombopathisch. Antimoniemm
erudum und Arsenicum in zwölfstündigem Wechsel leisten 4 gute Dienste. g 11 Schnitt der Johannisbeeren. Will man den Gewinn 1
einer Johannisbeeranlage erhöhen, so muß man die Sträucher allahr⸗ lich im Sommer und im Winter beschneiden. Ende Mai und An⸗ fang Juni schneidet man die Sommexreiser zurück; dadurch wird die Einwirkung der Sonne und der Luft auf die Früchte gef 8 und denselben eine stärkere Sästezufuhr gesichert. Namentlich 1 bei Johannisbeeren so häufigen Wurzelsaugreiser müssen zu jene g Zeit abgeschnitten werden, da sie dem Hauptstamm Saft entziehen und doch nicht tragen. Vom Spätherbst bis zum März muß man
bei seinen Johannisbeersträuchern darauf hinarbeiten, daß Kronen nicht zu buschig werden. Es müssen deshalb nicht nur die abgestorbenen und mehr oder weniger schon saftigen Aeste hin weg- genommen werden, sondern auch zu dicht stehende Tragreiser sin dn zu entfernen. Die Reiser des vorigen Sommers werden auf zwei bis drei Augen eingeksürzt, damit sich Tragholz bildet. Alle langen 1 die 8 entstellen, werden entsernt; doch juno die 1 natürlichen kleinen Tragzweige an den ohannisbe räuche R aufs fleißigste zu schonen. eee 1 7 Ranlende Gewächse
70 Jahre wieder blühen sträucher und rankenden Gewächse, wie die 9705 g
die echte Alpenwaldrebe, die zartblaue Gluecine, Sch z 5 b selbstklimmender Wildwein,„„ 2 Auch für Balkone, Veranden sind diese rankenden 2
wächse vorzüglich zu verwenden. E
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