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üben, und man munkelte bereits, daß die litauischen Unier⸗
jetzt hat Litauen allen Annäherungsbestrebungen seine stereotype Forderungen nach Rückgabe des Wilnaer Landes entgegengesetzt und damit aller Voraussicht nach die von
0 längere Zeit vereitelt.
Bahnhofstraße 23 Ftrusprether 2008.
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Rr. 103
Gießen, Montag, den 7. Mai 1923
183. Jahrgang
Ptrr polnish⸗lilavishe Zul.
(Von unserem Warschauer Korrespondenten.)
Seit Polen durch den Handstreich des Generals Zeli⸗ gowski das Wilnaer Land— von Polen als„Mittel⸗ Litauen“ bezeichnet— an sich brachte, hat es nicht aufgehört, Litauen die Hand zur Versöhnung hinzustrecken. Hin und wieder wurden in die polnischen Noten, die Litauen eine Herstellung gutnachbarlicher Beziehungen zu Polen rieten, leise Drohungen eingeflochten, auch vor dem Völkerbund wiederholt Beschwerden wegen der Behandlung polnischer politischer Häftlinge in Kowno vorgebracht, aber der Grund⸗ ton der polnischen für Litauen bestimmten Aeußerungen ist doch schon seit Jahresfrist ein unverkennbares Liebeswerben. Nur vorübergehend war diese polnische Haltung erschüttert, als Litauen, dem Beispiel Zeligowskis folgend, das Memel⸗ land okkupierte und Polen seine schon in Paris ange- meldeten Ansprüche auf das Mitregiment in Memel ge⸗ fährdet sah. Hier griff aber Frankreich besänftigend ein, das damals, im Anfang des Ruhrkonfliktes, einen folgen⸗ schweren Zusammenstoß im Osten fürchtete. Inzwischen hat Frankreich bei der Botschafterkonferenz für seinen polnischen Vasallen die formelle Zuerkennung des Wilnaer Landes durchgesetzt, und Polen erneuert, von Frankreich gestützt und geschoben, seine Annäherungsversuche an Litauen.
Frankreich hat sich redliche Mühe gegeben, auf Litauen eine Pression im Sinne dieser polnischen Wünsche auszu⸗
händler, insbesondere Galwanowskas, nicht mehr ganz fest seien. Aber die litauische Dickköpfigkeit hat gesiegt. Auch
Frankreich⸗Polen so heiß erstrebte Einfügung Litauens in den Block zur Niederhaltung Deutschlands wieder auf
Daß die litauische Haltung in diesem Sinne uner⸗ schüttert ist, geht aus dem am 21. April in Genf vor dem Völkerbund geführten Verhandlungen über die Teilung des früheren neutralen Streifens zwischen dem Wilnaer Land und Litauen hervor. Diese Teilung ist nach einem früheren Beschluß des Völkerbundes im Februar d. J durchgeführt worden. Litauen hat von Anfang an hiergegen protestiert, denn die Ersetzung des neutralen Streifens durch eine Grenzlinie bedeutete formell, daß eine wirkliche Grenze ge⸗ schaffen und dem provisorischen Zustand, als den Litauen diese Lage ansah, ein Ende gemacht werde. Aber die litauischen Proteste hatten das Schicksal der Proteste der Schwachen; sie blieben ungehört. Vor dem Völkerbund hat aber Galwanowskas im Namen Litauens am 21. April er⸗ neut aufs schärfste gegen die Festsetzung einer Grenze, die das Wilnaer Land Polen zusprach, protestiert. Er hat sogar beantragt, die Frage dem Internationalen Schiedsgericht im Haag zu überweisen. Er blieb jedoch mit seinen Forde · rungen völlig allein. Zwar will Litauen nun an das Plenum des Völkerbundes appellieren— in Genf tagte der sogenannte Völkerbundsrat— aber auch dieser Schritt dürfte nur eine Demonstration bleiben.
Inwieweit Litauens Ansprüche auf das Wilnaer Land gerechtfertigt sind, ist eine Frage für sich. Die Stadt Wilna ist überwiegend polnisch und jüdisch, das platte Land über. wiegend weißrussisch. Historische Argumente— Wilna ist die alte Hauptstadt des litauischen Reiches— sind bekannt⸗ lich im allgaminen nur in der Hand des Stärkeren wirksam. Jedenfalls sind aber Polens Ansprüche auf dieses Gebiet nicht besser begründet als die Litauens.
Warum aber Polen so sehr daron liegt, über den Besitz des Wilnger Landes hinaus auch Litauen in seine Macht⸗ pläne zu ziehen, wurde bereits angedeutet. Polen hat zwar Litauen durch einen polnisch⸗lettischen Korridor von Ruß⸗ land abgeriegelt, fürchtet aber immer noch, Litauen könnte die Brücke zwischen Deutschland und Rußland bilden, während es nach polnisch⸗französischem Wunsch die deutsche Einkreisung im Osten vollenden soll. Deutschland hat, nach dem Memelputsch, gewiß keinen Anlaß, Litauen zu lieben. Aber daß ihm ein politisch selbständiger Nachbar lieber ist, als ein neuer Trabant Frankreichs, dürfte verständlich sein.
In Erwartung der Antwort.
Eine leise Wendung zum Besseren.
Englisch⸗italienisch⸗belgischer Druck auf Poincaré.
In der durch das deutsche Angebot geschaffenen politischen Lage ist entschieden eine Wendung zum Besseren eingetreten. Zunächst ist man sich im Lager der Alliierten immer noch einig über das„unan⸗ nehmbar“. Aber die Ansicht, daß man jetzt auf alle Fälle zu Verhand⸗ lungen kommen muß, gewinnt immer mehr Boden. Frankreichs schrofse Ablehnung wird in London und Rom, aber auch in Brüssel nicht mitgemacht. Die Verhandlungen zwischen der französischen und belgischen Regierung gehen weiter. Aber soviel scheint jetzt endgiltig festzustehen, daß zwei verschiedene Antworten aus Paris und Brüssel erfolgen werden. Ob das schon im Laufe des heutigen Samstags sein wird, ist nicht sehr wahrscheinlich, da der Wortlaut der beiden Antworten vor der Ueberreichung an Deutschland den anderen ver⸗ bündeten Regierungen zur Kenntnis gebracht werden soll.
England übt entschieden einen starken Druck aus, daß nicht durch Frankreichs überstürztes Vorgehen alle Brücken wieder abgebrochen werden, sondern, daß man zu Verhandlungen kommt. Der englische Botschafter in Paris soll Poincaré erklärt haben, daß die englische Regierung die deutsche Note in ihrer gegenwärtigen Form zwar auch als unannehmbar betrachtet; sie empfehle jedoch der französischen Re⸗ gierung dringend. die durch die deutsche Note geschaffene Gelegenheit zu einer allgemeinen Aussprache über die Reparationsfrage zu be⸗ nutzen. Tatsächlich muß man am Quai d Orsay zugeben, daß in den Kreisen der englischen Konservativen als der jetzigen Regierungs⸗ partei Englands, die Stimmung für eine allgemeine Aussprache stark zunimmt. Dem hat auch Lord Curzon in seiner Rede vor einer kon⸗ servativen Parteiorganisation Rechnung getragen und durch sein Be⸗ 21— zum Optimismus zu einer entsprechenden Wendung beige⸗
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An seiner Seite hat England das Italien Mussolinis, der keines⸗ wegs geneigt ist, Frankreichs schroff ablehnende Haltung mitzumachen, sondern vielmehr zusammen mit England jetzt scharf auf eine Lösung im Sinne der Verhandlungen drängt.
Lord Curzon über die neue Lage.
Niir ein gemeinsamer Schritt verspreche Erfolg.
Lord Curzon machte am Freitag als Mitglied der englischen Regierung Ausführungen über die neue Lage und zwar in einer polttischen Versammlung. Er sagte in seinex Ansprache: Schwere Wolken lägen augenblicklich über Mitteleuropa und viele dächten, diese Wolken seien innerhalb der letzten 24 Stunden kaum gelichtet worden. Darauf erwidere er, daß man in einer so schwierigen Lage, wie der gegenwärtigen, keine schnelle und plötzliche Lösung erwarten dürfe. Seines Daffürhaltens sei jede, auch noch so un⸗ merkliche Bewegung in diesem Problem ein Schritt vorwärts. Wir können beim besten Willen die Situation nicht verzweifelt und verzagt ansehen. Die englische Regngterung befinde sich in ununter⸗ brochener Erörterung mit der französischen und belgischen. Ob das Angebot Deutschlands gut oder schlecht sei, sei eine Frage, die alle Alliierten angehe.„Wir können aus dieser schwierigen Lage nur herauskommen durch ein gemeinsames Vorgehen und wenn Deutsch⸗ land vor eine gemeinsame Entscheidung der Hauptmächte gestellt wird, werden die Aussichten für einen Erfolg sich gesteigert haben.“ Ebenso hoffnungsvoll sprach Curzon über Lausanne. Auf keiner Seite habe man ein Interesse an einer Wiederholung des Kampfes.
Es wird erwartet, daß die englische Regierung, die am heutigen Samstag in einem Ministerrat die deutschen Vorschläge zusammen mit den französischen und belgischen Antworten prüsen will, am Dienstag im Ober⸗ und im Unterhause Erklärungen abgeben wird.
Die offene Tür.
In Berliner Kreisen glaubt man, daß die französisch⸗belgischen Antworten die deutsche Note zwar für unannehmbar erklären, gleichzeitig aber die Voraussetzung für den Beginn irgendwelcher Verhandlungen benennen und die Formulierung dieser grundsätz⸗ lichen Fragen in einer Art vornehmen wird, die immerhin eine deutsche Rückantwort gestattet. Schon dshalb sollen bestimmte Llicken gelassen werden, um der deutschen Oeffentlichkeit den Vor⸗ wand zu nehmen, daß Frankreich bisher nicht gesagt habe, unter welchen Bedingungen es zu Verhandlungen bereit ist und um 1 vor der Welt den Beweis der Friedensgeneigtheit zu üühren.
Dm Frieden Europas wären wir näher gekommen, wenn sich Frankreich und Belgien mit einer sachlichen Ablehnung der deutschen Note begnügen und die Voraussetzungen für Verhand⸗ lungen in einem Rahmen halten würden, der Deutschland die Möglichkeit zu einer Antwort gibt, sodaß wenigstens die Dis⸗ kussion über den Verhandlungsbeginn weitergeführt werden kann. Darüber muß man sich aber auch in Paris klar sein, daß die Lücken der französisch⸗belgischen Antwortnoten ihren Zweck verfehlen, wenn man von dem deutschen Volk mehr verlangt, als es zu geben vermag. Schon wieder spielt die Frage der passiven Resistenz in der französischen Presse insofern eine Rolle, als es heißt, daß Frankreich den Beginn von Verhandlungen von dem Verzicht auf die deutsche Abwehr abhängig machen will. Noch steht nicht fest, ob derartige Presseäußerungen jetzt tatsächlich die Meinung der französtschen Regierung wiedergeben und ob Belgien sich zu einer derartigen Forderung bereitfinden wird. Vor ganz kurzer Zeit hat der französische Ministerpräsident hervorragenden deutschen Par⸗ lamentariern durch einen bekannten Franzosen mitteilen lassen, daß er nicht mehr daran denkt, ein derartiges Verlangen zu stellen. Oder hat Herr Poincars inzwischen seine Meinung schon wieder
geändert? Man sollte übrigens annehmen, daß der- Stärkere in,
dem gegenwärtigen Konflikt leichten Herzens auf weitere Demü⸗ tigungen gegenüber Deutschland verzichten kann, wenn es ihm mit der Friedensbereitschaft in der Tat so ernst ist, wie es die fran⸗ zösische Presse immer angibt. Frankreich würde nicht daran denken, eine deutsche Forderung, die den Verhandlungsbeginn von der Räumung des Ruhrgebiets abhängig macht, auch nur
Und auch Litauen dürfte dabei letzten Endes besser fahren.
tieren. Die Gerechtigkeit erfordert geradezu, daß man das, was man selbst eblebnt, im um cite Falle wendestens auch dem
zu disku⸗
Gegner zugesteht. Das wax bisher immer die Regel bei Ausein⸗ andersetzungen zwischn Kulturvölkern. a Verzichtet die Antwort Frankreichs und Belgiens, was wir
die gegenwärtige Regierung
stimmt für eine Rückantwort sein. Ob Sicher
dazu imstande ist, wollen wir vorläufig nicht untersuchen. ist jedenfalls, daß ihr Vertrauen r groß ist und daß sie die Legende von der Besserung der Verhältnisse,
sobald die Wirtschaftler regieren, glänzend widerlegt hat. Der
Finanzwirtschaft ist kaum noch erträglich, was diese Regierung aus⸗ zeichnet, sind die Mahnungen zum Lohnabbau an die deutsche Wirt⸗
schaft. Die Haltung des Ruhrgebiets.
Aus dem Ruhrgebiet wind uns geschrieben: Naturgemäß steht auch hier das Angebot der 90 itschen Regierung im Vordergrund der öffentlichen Erörterungen. inen großen Raum in der Dis⸗ kussion nimmt das evtl. Verhalten der Rechts⸗ und Linksradikalen bei evtl. Verhandlungen, die für wünschenswert gehalten werden über den Abschluß des Ruhrabenteuers ein. Es wird allgemein die Auffassung vertreten, daß sich die Extreme von rechts und links mit einem legalen Abschluß der Ruhraktion nicht zufrieden geben, vielmehr zu Gewalt⸗ tätigkeiten schreiten werden. Die kommunistische Presse zeigt sich in den letzten Tagen außerordentlich nationalistisch und warnt vor Ver⸗ handlungen. Sie vertritt den Standpunkt, daß die Franzosen und Belgier vor Beginn der Verhandlungen alle besetzten deutschen Ge⸗ biete sofort räumen müßten. Die Rechtsradikalen erwarten von einem für Deutschland ungünstigen Ausgang der Verhandlungen eine Stär⸗ kung der Nationalisten. Mit Genugtuung ist festzustellen, daß die Arbeiterschaft das Treiben der Kommunisten ebenso entschieden ab⸗ lehnt, wie die Pläne der Fascisten. Der Aufruf der kommunistischen Bezirkszentrale in Essen an die örtlichen Parteileitungen, dafür zu sorgen, daß die proletzrischen Hundertschaften am 1. Mai mit Ab⸗ zeichen versehen in geschlossenem Zuge und straffer Haltung an der Spitze der Maifestzuge marschieren, ist in den allermeisten Fällen er⸗ folglos geblieben. Wo sich die Hundertschaften, wie 3. B. in Duis⸗ burg, an der Maifeier beteiligten, ihren Reihen festgestellt. Es steht nicht fest, ob es sich hierbei um bel⸗ gische und französische Soldaten oder um in deutschen Betrieben be⸗ schäftigte Arbeiter handelt. Man nimmt an, daß diese französischen und belgischen„Kommunisten“ Kriminalpolizisten waren, die von den Besatzungsmächten in die Betriebe gesetzt worden sind.
Der passive Widerstand der Bergarbeiter.
Am letzten Samstag haben die Franzosen die Zeche„General Blumenthol“, Schacht 1 und 2 bei Herne besetzt. Als die Truppen den Zechenplatz betraten, haben die Belegschaften die Arbeit nieder⸗ gelegt. Nur die Notstandsarbeiten wurden ausgeführt. Die Franzo⸗ sen belegten die Kohlenhalden mit Beschlag und sperrten sie gegen den übrigen Zechenplatz mit Stacheldraht ab. Es wurden langwierige Verhandlungen über die Wiederaufnahme der Arbeit geführt. Die Arbeiter erklärten, daß sie keinesfalls unter Bajonetten arbeiten würden. Am Freitag ist eine Einigung dahin erzielt worden, daß die Truppen sich vom Zechenplatz zurückziehen, der Betriebs vat aber Sorge dafür zu tragen hat, daß die in französischem Dienst arbeiten⸗ den Auflader ungestört arbeiten können. Seit gestern ist auch die Be⸗ legschaft wieder eingefahren. Französische des Zechenplatzes einerseits zum Schutz f seits zum Schutze der im französischen Solde stehenden Arbeiter. Es ist das erste Mal, daß eine derartige Vereinbarung zwischen Besatzung und der Belegschaft getroffen wurde. Etwa 50 Arbeiter verladen die Kohlen und befördern mit einer beschlagnahmten Lokomotive die Wagen vom Zechenplatz zu einer Blockstelle. Eine Reihe von be⸗ ladenen Wagen harrt an dieser Blockstelle des Abtransportes.
Seit Mittwoch brennt auf der Schachtanlage ein großer Kohlen⸗ berg. Die Löscharbeiten sind bisher ohne Erfolg geblieben.
Der Prozeß gegen die Kruppdirektoren.
Am Freitag haben vor dem französischen Kriegsgerichte in Werden— unter dem Schutze eines förmlichen Feldlagers von Truppen— die Verhandlungen gegen den Aufsichtsratsvorsitzenden der Kruppwerke, Herrn Krupp v. Bohlenhalbach, und die verhafteten Werksdirektoren wegen der Essener Karsamstagsvorfälle begonnen. Es dreht sich vor allem um die Anordnung der Sirenenalarmsignale. Wir werden über den Prozeß eingehender berichten
Verstärkter Terror. a
Die Franzosen hoffen immer noch, vor etwafgen Verhan lungen, den passiven Wiederstand brechen zu können. Sie ver⸗ stärken deshalb ihren Druck von Tag zu Tag. Die Ausweisungen der Eisenbahner haben in den letzten Tagen ganz ungeheueren Umfang angenommen. Im altbesetzten Gebiet wurden die Eisen⸗ bahner am Freitag aufgefordert, bis Samstag 5 Uhr abends ihren Dienst wieder aufzunehmen. Andernfalls wird mit Ent⸗ lassung in schärfster Form gedroht.
Ferner sind von der Rheinlandkommission Bekanntmachungen erlassen worden daß die von deutschen Behörden erlassenen Ver⸗ fügungen und Anordnungen in den besetzten Gebieten nur nach vorheriger Genehmigung durch die Hohe Interolliierte Rheinland- kommission(11) in Kraft treten könne. Kein deutsches Gericht. keine deutsche Behörde kann sich rechtlich auf Verordnungen und Verfügungen berufen die nicht„gesetznäßig“ in Kraft gesetzt worden sind. Sollten deutsche Behörden oder Gerichte es unter⸗ nehmen, diese Verordnungen und Verfügungen in Anwendung zu bringen, so würde die Interallijerte Rheinlandkommission nicht versääumen, die Beschlüsse und Maßnahmen aufzuheben, die in die⸗ ser Hinsicht getroffen worden sind, und die erforderlichen Sank⸗
tionen ergreifen! Mehrece Verordnungen der Inkteralliierten Rheinlandkom⸗
mission sichern den deutschen Staatsangehörjgen den vollkommen
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immer noch hoffen wollen, auf neue Demütigungen und stellt sie in der Hauptsache die fachlichen Momente gebührenderweise in den Vordergrund, dann dürfte die Mehrheit des deutschen Volkes be⸗
im Auslande nicht mehr sehr
Dollar steht nach Vergeudung endloser Devisen auf 40 000, die Depisenordnung schließt von vornherein jede Wirkung aus, die
schaft trotz der schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse der Arbeiter⸗ 7 3 1
wurden Belgier und Franzosen in
Posten liegen außerhalb e der Bahnanlagen, ande rer⸗
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