8 r 3 3 ffanische Sprache sollen als Amtssprochen gleichberechtigt; sein. Das Memelland selbst, mit einem Landesdirektorium an der Spitze, soll von sich aus lediglich Schul: und Kirchen fragen, die direkten und indirekten Steuern, die soziale Für⸗ und das Polizeiwesen regeln und die Verwaltung der iz ausüben dürfen. 2 Gegenüber diesen Ansprüchen der Nationallstauer, die darauf hinausgehen, das an sich völlig deutsche Memelland dem litauischen Staat als eine Art Kolonie anzugliedern, ine 8 hat der Dentsch⸗Litauische Heimatbund, in dem Deutsche und 0% Deutsch⸗Litauer des Memelgebiets sich zusammengeschlossen
* dul. haben, vor einiger Zeit dem litauischen Oberkommissar in da Memel eine Denkschrift unterbreitet in der die Lösung, wie en he sie den einheimischen Memelländern als Verständigung vor. Sort schwebt, niedergelegt ist. Danach soll das Memelgebiet le 0.— vollständig autonom sein, d. h. selbst verfügen uin, können über die innere und Justizberwaltung, vor allem
a über die Besetzung der Beamtenstellen und über die inner⸗ densg, politische Gesetzgebung. Außenpolitisch soll das Gebiet als
Biundesstaat von Litauen vertreten werden. Die Unterrichts 1 sprache in den Schulen soll die deutsche sein, jedoch soll so⸗ wohl in der Volksschule wie in der Höheren Schule die Mög⸗
lichkeit geschaffen werden, litauischen Unterricht zu erhalten.
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Nau, mm der Botschafterkonferenz wird es nun liegen, ob sie
sch 0 einen Ausgleich der Interessen herbeiführen oder durch
geit ne einen Machtspruch einen neuen Zankapfel unter die Bevölke⸗
1. 7 rung der Randstaaten werfen will.
uu. 1
1 w Poincaré gegen das Schweizer Volk.
n U Vor einigen Wochen hatte das Schweizer Volk kraft
10 1 seines alten verfassungsmäßigen Rechtes in einer Volks⸗
2 100* 3 die Ratifizierung des Zonenabkommens
15 05 mit Frankreich mit erdrückender Mehrheit abgelehnt. % Es handelte sich um eine an sich ziemlich nebensächliche Zoll.
l 15— 1. die nur die Grenzbepölkerung im Juragebiet
9 und am Ufer des Genfer Sees direkt berührte; aber sowohl die Deutschschweizer wie auch die Sozialisten in der Welsch⸗ 1 schweiz wollten durch Abgabe eines„Nein“-Zettels ihrer
Die Note soll uns wohl darauf vorbereiten, welches der nächste Schrilt Frankreichs sein wird, und das ist die Verlegung des Zollkordons an die Schweizer Grenze und damit die saktische eigenmächtige einseitige Aufhebung aller Zonen⸗
verträge.
In der Basler Naltong' zeitung(die sich sonst durch ausge⸗ sprochene Franzosenfreumdlichkeit auszeichnet) heißt es: Es ist unklug, mit knifflichen Abkommens sormeln, hinter denen sich das große Machtgefühl mühsam verbirgt, den Geist der Demo⸗ kratie zu beleidigen. In dieser Sache besteht in der ganzen Schweiz nur eine Meinung.
Die Neue Zürcher Zeitung schreibt: Wie sich im Jahre 1889 das gesamte Schweizer Volk hinter den Bundesrat stellte, als Bismarck den Konflikt aus dem Wohlgemuth⸗Handel auf ein Diskussionsgebiet hinüberleitete, das die Grundfragen umserer Souveränität in Mit⸗ leidenschaft zog, so darf auch heute der Bundesrat die Gewißheit haben, daß mit ihm das gesamte Volk die auswärtige Einmischung in 121 schweizerischen Verfassungsrechte sehr energisch ab⸗ weist.
Wie man sieht, nimmt die Angelegenheit Dimensionen an, die die französische Regierung wahrscheinlich nicht ver⸗ mutet hatte. Das geht auch aus nachstehender offiziöser Berner Meldung hervor:
Der franzöfisch⸗schweizerische Notenwechsel in der Zonenfrage ist heute veröffentlicht worden. Wie die Schwelzerische Depeschenagentur erfährt, hätte man es auf französischer Seite anscheinend lieber ge⸗ sehen, wenn diese Publikation unterblieben wäre. Der schwetzerische Bundesrat sei sich selbst klar darüber, daß die Ver⸗ öffentlichung der Note ein Einlenken der französischen Regierung eher erschwere als erleichtere. Er habe sich aber mit, Recht filr verpflichtet gehalten, die schwer wiegende neue durch die franzö⸗ sische Zumutung begründete Tttsache öffentlich bekenntzugeben. An⸗ dernfalls hätte er auf ein sehr gewichtiges Moment verzichten müssen, nämlich auf die Bildung der schweizerischen Einheitsfront, wie sie nun vorliegt. Die Zeitungen besprechen immer noch die franzö⸗ sische Note und lehnen mit aller Entschiedenheit deren Standmmkt ein⸗ mütig ab. Sie erklären, daß die französische Note in der Tat dem Bundesrat das Recht abspreche, sich auf den Volks entscheid zu berufen. Die Demokraten der ganzen Welt werden mit ihren Sympathien auf der Seite des kleinen Schweizer Volkes stehen, allen voran die deutschen Sozialdemo⸗ kraten, die seit vier Jahren und besonders seit drei Monaten die reaktionäre Faust des Nationalen Blocks am eigenen Leibe spüren müssen. Die Stellung Frankreichs in der Freizonenfrage ist jedenfalls ein neuer Beweis für die milit ärpolitische Hegemonie, die es durch den „Sieg des Rechts“ und durch den Versailler Vertrag erlangt hat und die es gegen wehrlose Völker schamlos miß⸗ braucht.
Uebrigens hat nach einer letzten Meldung aus Paris die französische Regierung jetzt dem Schweizer Gesandten in Paris mitgeteilt, daß sie ihrerseits jeden neuen Vor⸗ schlag, der von der Schweiz in dieser Sache gemacht werden sollte.„im Geiste wärmster Freundschaft“ aufnehmen würde. Auf diese Vorschläge seien jedoch die Bestimmungen des Versailler Friedensvertrages Art. 135 und die von dem französischen Gesetz vom 16. Februar d. J. geschaffenen Ver⸗ pflichtungen zu berücksichtigen. f
. Fünf Millionen Hungernde in Rußland.
Die Zahl der Notleidenden im Gebiet der Wolga und der Krim betrifft 5 Millionen. Die Zahl derer, die von der Regierung unterstützt werden, überschreitet eine Million, Die ausländtischen Hilfsorganisationen verteilen bis 2 Millionen Tagesportionen. Es verbleiben daher ungefähr 2 Millionen, die der Hilse bedürfen, um die Zeit von 3 Monaten bis zur neuen Ernte, die ein sehr günstiges Ergebnis verspricht, zu überstehen. 5
2 85 0
Die Abfindung des ehemaligen Grosherzogs. Erust Ludwig klagt.
Der frühere Großherzog, vertreten durch die Rechts- anwälte Dingelden und Geißler, hat gegen den hessischen Staat beim Landgericht Darmstadt Klage einreichen lassen. Zunächst ist der Erlaß einer einstweiligen Verfügung zur alsbaldigen Auszahlung einer Summe von 80 Millionen Mart an den Kläger beantragt. Das Gesamtministerium har darauf folgende Erklärung dem Gericht zugestellt: Die
land. upörung über die fransösische Gewaltbolitik an der Nuhr wie e, Ausdruck verleihen. 5 15 5 In ihren Kommentaren äußerte die französische Re⸗ gt wen Lierungspresse ihren Unmut über dieses Abstimmungsergeb⸗ eint: 0 nis, dessen wahre Bedeutung ihr keineswegs entging, und enellu forderte Poincaré auf, sich um diese Willenskundgebung des iger, schweigerischen Volkes einfach nicht zu kümmern und t un das Zonenabkommen einseitig auf französischer Seite in 48 den Kraft treten zu lassen. Tatsächlich hat Poincaré an den ij in Schweizer Bundesrat eine Note in diesem Sinne gerichtet, 1 dun in der er, gestützt auf Advokatenkniffe von derselben e Ne, Art, die er Deutschland gegenüber anzuwenden pflegt, das wur ff NMlebissitergebnis als für Frankreich unmaßgeblich erklärte W un und den Bundesrat aufforderte, das Abkommen trotz der u die% Volksabstimmung in Kraft treten zu lassen! nnch k 5 5 Der Schweizer Bundesrat hat nun in einer Gegennote bung diese These auf das schärfste zurückgewiesen und diesen n h Nolenwechsel veröffentlicht. Diese Veröffentlichung hat jetzt 1 in der ganzen Schweiz wie eine Bombe gewirkt und die ge *. 1 35 e, insbesondere die deutschschweizerische Presse erhebt 15 entrüsteten Einspruch gegen die Behandlung des 1 1 1 Schweszervolkes darch das Frankreich des Nationalen Blocks. eum 1 Darüber berichtet ein WTB.⸗Telegramm aus Bern: ae,. der mund screct: zug buen der arten ee Pur wacken auch i; mm der Demokratie in der Welt einen sicheren Platz zu geben. und uu See de es Je ag dener n hke en Finn lt werbe frangöfischen Regierung weber direkt noch indirekt absprechen lassen. 1 Vorläufig die Schweiz ihr internes Selbstbestim⸗ * mungs recht gegen fremde Anmaßung zu vertei⸗ sbinett be digen. In der Verteidigung der Rechte, die durch die französische sbgeordnel Note im Frage gestellt werden sollen, gibt es nur eine Antwort. Der ulsche Vundeszat hat sie esteilt. 3 5 7 7 5 — Die Basler Nachrichten erklären: So liegen die Dinge bei uns N in ber Schweiz benn dach nich. daß ber nde eur auf Befehl en hobe sondern nur argwöhnisch. Er glaubte an nichts, was er
1 nicht mit eigenen Augen sah— die Kirchendogmen ausge nommen. Er hätte, wäre er sesbst Zeuge der Vision in der Kathedrale gewesen, wahrscheinlich das Entsetzen seiner Kameraden geteilt und ebensosehr libertrieben wie diese; da
bitteren Tränen in alten, süßen Erinnerungen und vergaß seine Empörung gegen den Kaiser, ja, den Kaiser selbst, und lebte nur ihrem Schmerz.„Ich habe ihn gemordet! Ich allein, denn hätte ich nicht die verhängnisvolle Nummer für ihn gezogen, er würde wahrscheinlich noch leben und glücklich sein]“ klagte sie sich immer wieder selbst an.„Das wenigste was ich jetzt für ihn tun kann, ist, mich als seine Witwe zu betrachten!“ Und in diesem Sinne sprach sie auch zu ihrer Mutter:„Sag' dem ganzen Dorfe, daß ich meinen Vetter Rohan geliebt habe und daß ich ihn bis zu meinem Tode immer lieben werde!“ 0
Mit der Zeit kam dieser Ausspruch auch dem verliebten Milel zu Ohren. Er zog sich zum allgemeinen Erstaunen zartfühlend in den Hintergrund zurück und hörte auf, Mar⸗ (elle mit seinen Aufmerksamkeiten zu verfolgen. Dieses Be⸗ nehmen war für einen als so standhaft und hartnäckig be. kannten Menschen so merkwürdig, daß seldst der Korporal ihm cines Tages sagte:„Krähenseelef Hast Du denn gar keine Courage? Sie sieht Dich viel zu wenig— Mädchen herzen müssen im Sturm erobert werden]! Aber Du scheinst von dem Geist einer Fliege beseelt zu sein, mein Sohn!“
„Es nützt nichts, Onkel Ewen, sie denkt zu viel an den Toten,“ entgegnete Mikel seufzend..
wort schuldig. Er wußte ganz gut, auf wen Mikel anspielte und da er in der letzten Zeit voll Mitleid und Zärtlichkeit an seinen unglücklichen Neffen dachte und auch von Ge⸗ wissensbissen gequält wurde, zu hart gegen ihn verfahren zu sein, vermied er es lieber, von dem Gegenstand zu sprechen. Unter anderen Umständen wäre es über Marcelles Widerstand fuchswild geworden und er hätte ihr schon den Herrn gezeigt; so aber sagte er sich, daß die losgelassenen Bluthunde der Konskription den armen Nohan zu Tode ge⸗ heut hätten, der in Wirklichkeit ein prächtiger Junge ge⸗ wesen sei und Marcelles Liebe verdient habe— es sei am
elner aus rtfgen Macht die Lanbesverfassung verletzl.“
Korporal Derval blickte finster drein und blieb die Ant⸗
Kessische Regierung hält die durch Vertrag vom April 1917 ersolgte Regelung der Absmdung des früheren Großherzog: für eine endgültige. Taran konn auch die Tatsache nicht ändern, daß die im 8 12 des Vertrages aus Gründen, dil auch voi Klager gebilligt u ben, vorgesehene Aufschiecvung der Ausführung eines Tei's des Abkommens heute noch be steht. Die Regierung kann einen Rechtsanspruch auf Ab, änderung des Vortrages nicht onerkennen. Zu der Frage ob nicht aus Gründen der Billigleit eine Erhöhung bez Be zige einzutreten hätte, hat sie bisher noch nicht Stellunt genommen. Ein von der Mehrheit des Finanzaussch isses des Landtags angenommene Antrag auf Gewährung eines Vorschusses zur Eilellszuhlung an die am 1. Apri. 1919 vorhanden gewesenen Beamten bedarf noch der Be. stätigung des Landtags. Die Regierung ist aus eigenen Recht und ohne Zustimmung des Landtages nicht berechtigt, den Staat mit einer Ausgabe zu belasten, für die eine recht. liche Unterlage nicht besteht. Uebrigens ist es uns nicht möglich, nachzuprüfen, auf welche Rechtsgrundlage die uns nicht bekannte Klage gestützt ist. Wir beantragen daher iy erster Linie, die Frist zur Abgabe unserer Erklärung am eine angemessene Zeit nach Zustellung der Klageabschrift zu erstrecken, um unserem Anwalt Gelegenheit zur Prüfung und juristischen Stellungnahme zu geben. Eventuell bean⸗ tragen wir Ablehnung des Antrags auf Erlaß einer einst weiligen Verfügung. Bei dieser Gelegenheit sei noch folgendes bemerkt:
Wenn in einer den Zeitungen zugesandten Auslassung der Vermögensverwaltung des früheren Großherzoss bean · standet wird, daß die Regierung auf die verschiedenen Ge. suche des früheren Großherzogs um Erhöhung der nach der Vereinbarung von 1919 festgelegten Veträge nicht geant⸗ wortet habe, so muß demgegenüber festgestellt werden, daß N das Gesamtministerium ohne Zustimmung des Landtags nicht in der Lage ist, in der Angelegenheit irgend etwas zu 115 verfügen. 11
*
Eine einstweilige Verfügung zugunsten Ernst Ludwigs. Das Darmstädter Landgericht hat auf Antrag der Brabanter hin eine einstweilige Vefügung erlassen, wonach der hessische Staat dem ehemaligen Großherzog die von ihm für die Be⸗ zahlung seiner Angestellten geforderten 30 Millionen Mark zu zahlen hat. Es ist selbstverständlich, daß die Regierung gegen diese einstweilige Verfügung Einspruch erheben und mündliche Verhandlung beantragen wird. Es ist ein Schau⸗. spiel, durchaus würdig eines„Landesvaters“: die an Grund- 1 und Privatbesitz schwerreiche Familie des angeblich ersten Patrioten unseres Landes verklagt das bettelarm gewordene Hessenvolk! Die Quittung für diese hochvaterländische Tat 4 wird nicht ungeschrieben bleiben. 5 1
Ein deutschnationaler Redakteur unter Gatten ⸗ 1 mordanklage. 9
Unter ungeheurem Zuhörerandrang und einem Massenaufgebot von Zeugen— es sind über hundert geladen— wird seit einer Woche vor dem Elbinger Schwurgericht gegen den deutschnationglen Redakteur Herbert Reis abs Marienburg wegen vorbedachten Gak⸗ Wäre dieser Fall nur eine gewöhnliche Che⸗ ein paar Zeilen registrieren. Doch weil der Mörder versucht hat, die zu hetzen und weil an Ger
tenmordes verhandelt. tragödie, so könnte man ihn mit er verdient weiteste Beachtung, Justiz auf seine politischen Gegner e Ge stelle wieter einmal gezeigt wird, welch zweifelhaftes Subjekt in der Redaktion eines deutschnationalen Blattes sein Wesen treiben
kann.
In der Nacht des 10. Juli 1922 wurde die Ehefrau des Ange⸗ klagten Reis in ihrer Wohnung erschossen. Am nächsten Tag be⸗ schuldigte Reis in einem Artikel seiner Zeitung die Unabhängigen Sozialdemokraten Marienbergs der Täterschast. Seiner Hetze, die von anderen deutschnationalen Zeitungen bereitwilligst aufgenom⸗ men wurde, war es zu verdanken, daß acht Marienburger Eisen⸗ bahner verhaftet wurden. Das Verfahren gegen sie mußte nach kurzer Zeit eingestellt werden, da die Verhafteten samt und sonders ihre Unschuld einwandfrei nachwiesen. Wenige Tage vor der Tat war angeblich eine Bombe in die Wohnung des Ehepaares n worden. Einige Wochen nach dem Morde wurde dann Reis unter dem Verdacht der Täterschaft verhaftet. Von dem, was vor Gericht bisher ermittelt ist, nur einige türze Proben. 1
Aus den Akten stellt der Vorsitzende fest, daß Reis ich selber zuerst zum Leutnant und dann zum Oberstleutnant und schließlich sogar zum Doktor ernannte. Um die Linen seiner Schwie⸗ rigkeiten zur Heirat mit seiner Frau zu erlangen, beging Reis eine Urkundenfälschung und machte sich fünf Jahre Alter. Er ist heute
„Als die Franzosen 1918 die Rheinpfalz besetzten, Taeg in der Freien Pfalz,
haben müsse. 1 sehr belastend. Sie fertigt hat. Ein waf fuchs fabrik leitet, erklärt, Fran Reis sei mit der Waffe ihres es J gchelnee, Pladocer erllägg der Stnagsanwelt, niels
n seinem ädocer erklärt der 0 wa nie set ein schauloseres Taschenspielerkunststück getrieben, N— Art, wie Reis den Verdacht 2 Tat von sich abwälzen wollte. Er den Verdacht auf die Sozialisten zu lenken J b
Ceis sei eine Abenteuerngtur schlimmster id *
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besten, zu schweigen.(Fortsetzung folgt.)
1 perlt er aber die Geschichte bei hellem Tageslicht hörte, stiegen Aua n chm allerlei berechtigte Zweifel über die Glaubwürdigkeit Nensh derselben auf und er kam schließlich zu einer ganz über Heend un raschenden Schlußfolgerung, die er aber wohlweislich ge⸗ teilen heim hielt. Seine ganze freie Zeit war mit der Werbung 1 bit l um Mareelle Derval in Anspruch genommen und er hatte nicht übertrieben, als er ihr sagte, daß die Familienhäupter gala“ ihn begünstigten. Durch unzählige kleine Aufmerksam⸗ b. Wenig keiten und nicht zum mindesten durch die Geduld, mit der ohner 0 er den Tiraden des alten Haudegens von einem Korporal aufs U llauschte, hatte er dessen Herz erobert. Die weit nüchterne en mei Frau Derval erblickte in Mikel einen beachtenswerten Freier 1 alen von guter Familie, die leicht imstande war, eine Frau zu gn uit erhalten und sich die Achtung eines ehrsamen Mädchens zu erringen. In Again und Innick fand er tüchtige Bundes- f gen, gefossen, wenigstens solange er sie mit kleinen Geschenken buer Ci bestach. Er konnte sich also mit Recht für den erklärten e e, Günfcüng der Familie Terbal balken . Wäre Morcelle ein Mädchen gewöhnlichen Schlages ge⸗ r„ e wesen. nachdiebiger und weniger starrköpfig, dann hätte sich m einm Grallon, der Landessitte entsprechend, für so gut als verlobt denn d erklären können; aber die Hauptbeteiligte wollte von der würd Werbung durchaus nichts hören und ihre Angehörigen wenn 5 wußten, daß sie, wenn sie ihr Ziel erreichen wollten, keine en 00. strengen Maßregeln ergreifen durften. Der Sitte gemäß, g hätte Marcelle ohne jede Widerrede den von ihren Ange · lh un hörigen erwahlten Gatten nehmen müssen aber sie war ie den nicht aus gewöhnlichem Holte geschnitzt und wollte en, Wien Gatten selbst wählen. f 11 Teitdem sie die lUeberzeugung gewonnen, daß Rohan 15 nicht mehr unter den Lebenden weile. war ihre heftige Liebe 5 66 für 3 neuem erwacht. Sie schwelgte allnächtlich unter
hätten wochenlang unschuldig wegen ihn im legeschwonknen alguien, daß der Se ie nich es genug für eine ene fen d 5 ee 05


