Ausgabe 
29.8.1920
 
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denn Gottes Barmherzigkeit ist alle Tage neu, sagt die Schrift. d

Es gelang der gläubigen Dame nicht, der Frau begreiflich zu machen, daß schon die Gleichgültigkeit und Lieblosigkeit gegen Gott eine große Sünde und Übertretung des vornehmsten Gebotes sei.

Nicht lange darauf schickte ihr Gott leibliche Trübsale zu. Die Frau mußte unglaublich viel Schmerzen ausstehen, und man erwartete von Woche zu Woche ihr Ende. Es verging aber ein volles Jahr, und sie schien zu genesen. In dieser ganzen Zeit tröstete sie sich zwar mit Gottes Wort und mit dem Kreuze Christi, aber nur in der Weise, daß sie sich sagte:Der HErr Christus hat auch soviel aus⸗ halten müssen. Aber von Buße konnte man an ihr leider noch gar nichts entdecken. Dann geschah etwas. Ihre verheiratete Tochter wurde zum HErrn bekehrt, und ihr aufrichtiger Wandel war von einem segensreichen Einfluß auf andere Glieder der Ge meinde. Vom ersten Tage ihrer Erweckung an war ihre alte Mutter der Gegenstand ihres Gebets und der Erweisungen wahrer kindlicher Liebe. Aber ganz anders handelte die Mutter. Sobald diese von der Umwandlung ihrer Tochter erfahren hatte, geriet sie in einen großen Zorn, dessen kein Mensch sie vorher für fähig gehalten hätte. Dieser Zorn ging über in Aufregung; die Aufregung, Gott sei gepriesen, lief aus in Erkenntnis der Sünden. Dann kam diese Frau, die sich bis dahin stets für gut und fromm gehalten hatte, zur Buße. Sie tat Buße und lernte Jesum als ihren HErrn und Erlöser kennen.

Seit diesem Tage wurde das Freundschaftsver⸗ hältnis mit der alten Jugendfreundin neu geknüpft, und diese ist dann oft gekommen und hat dem neu- gebornen Kinde Gottes den Weg des HeErrn noch

fleißiger ausgelegt.

Kindermord.

Im Januar d. J. berichteten Berliner Blätter folgende traurige Begebenheit:

Im zweiten Stock des Seitenflügels des Hauses Neue Friedrichstraße 49 wohnt seit einer Reihe von Jahren der 41 Jahre alte Oberwachtmeister Karl Hecklau mit seiner Ehefrau. Der Ehe sind fünf Kinder im Alter von elf bis vier Jahren entsprossen. Die Ehe gestaltete sich nach übereinstimmenden Aus⸗ sagen von Hausbewohnern und anderen Zeugen im Laufe der Jahre immer trüber und unerquicklicher. Mittwochabend in später Stunde erschien Hecklau im Polizeibüro und später im Polizeipräsidium und machte Anzeige, daß seine beiden Kinder, der elf Jahre alte Marnow und die neunjährige Hildegard, vermißt würden. Gestern nachmittag erschien er wieder und machte dem gerade anwesenden Reviervorstand, Polizeihauptmann Wege, mit der größten Seelenruhe und brennender Zigarre im Munde die Meldung,

daß er soeben seine beiden vermißten Kinder im Dachgeschoß des Hauses in einer Tonne tot auf⸗ gefunden habe. Es müsse Mord vorliegen, und er bitte, die Mordkommission zu alarmieren. Die so⸗ fort eingesetzten Ermittelungen der Mordkommission hatten das Ergebnis, daß die zuerst nur vage auf⸗ gestiegene Mutmaßung, die eignen Eltern könnten den Tod ihrer Kinder herbeigeführt haben, sich zum Verdacht verstärkte. Nach längeren Verhandlungen gelang es den Kriminalkommissaren Tegtmeyer und Boese, die Ehefrau Hecklau zu einem Geständnis zu veranlassen. Nach vielem hartnäckigen Leugnen brach sie angesichts der erdrückenden Schuldbeweise zusammen und räumte schließlich ein, daß sie die Kinderzur Strafe in die Tonne gezwängt, den Deckel hinauf⸗ gesetzt und mit einem Stein fest zugeschlagen habe. Weshalb sie die Kinder später nicht befreit hatte, wollte sie nicht wissen. Mit eherner Ruhe verteidigte sich die Frau, wobei sie sich in Widersprüche ver⸗ wickelte, behauptete aber, die reine Wahrheit gesagt zu haben. Als man ihr dann aber mit voller Wucht die furchtbare Anklage des Mordes an ihren beiden Kindern ins Gesicht schleuderte, brach sie zusammen, und zögernd stammelte sie ein teilweises Geständnis.

Wir haben nicht Raum, diese Angelegenheit weiter zu verfolgen, aber wir sehen aus dieser traurigen Tat wieder das tiefe Sündenelend, in welchem die Menschheit steckt.

Ja, sagt mancher Leser dieser Zeilen, es ist wahr, die Sünde ist eine furchtbare Macht und übt einen gewaltigen Einfluß auf die Menschen aus, aber mit mir und meinem Leben steht es doch ganz anders.

Doch stehen wir ein wenig still und schauen wir rückwärts. Denken wir einmal an i

unsere Sünden.

Unsere Sünden scheiden uns von Gott. Seit Adams Fall ist das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens böse von Jugend auf. Alle sind abgewichen und alle untüchtig geworden, da ist nicht, der Gutes tue, auch nicht einer. Die Sünden scheiden und trennen den Menschen von Gott.

Aber Gott will, daß allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. (1 Tim. 1, 4.) Schon durch Hesekiel ließ Er be⸗ zeugen:So wahr Ich lebe, Ich habe keinen Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern daß der Gottlose von seinem Wege umkehre und lebe.

Gott ruft und lockt auch heute noch alle Menschen und möchte sie zu Seinem Sohne ziehen, in welchem allein Heil und ewiges Leben zu finden ist.

Christus ist gekommen, Gottes vielgeliebter Sohn, und hat am Kreuze die Frage der Sünde in ihrem ganzen Umfange auf Sich genommen, um sie zu ordnen. Er hat dort den gerechten Ansprüchen des heiligen Gottes völlig entsprochen.Christus hat einmal für unsere Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, auf daß Er uns zu Gott

führte.(1 Petri 3, 18.)

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