Ich ging hinaus, besuchte meine Kameraden im Dorfe, kam aber aus der Unruhe nicht heraus und beschloß, die Zeit des Abendessens vorübergehen zu lassen, ehe ich wieder nach Hause ginge. Endlich um 9 Uhr ging ich wieder hin. Das Essen war freilich vorbei; man hatte mir aber freundlich mein Teil aufbewahrt. Ich fing an zu essen. Da kam der kleine Knabe, der eben zu Bett sollte, sah mich ernst an und sagte:„Erst beten, dann essen!“ Das war ein neuer, noch härterer Stoß. Ich konnte nicht beten; da faltete das Kind seine Hände und betete für mich. Die Bissen blieben mir fast im Halse stecken. Dann kam wiederum das ganze Haus⸗ gesinde herein, und nun wurde Abendandacht ge⸗ halten: erst gesungen, daß es einem durch die Seele drang, dann ein Kapitel aus der Bibel gelesen und hier und da aufs einfältigste erklärt. Endlich knieten alle nieder, ich mit, und da wurde gebetet. Mir wurde ganz schwindelig dabei, ich schämte mich, daß ich die Augen nicht aufschlagen mochte, und doch war mir so wohl ums Herz. Dann reichten sich alle freundlich die Hand, wünschten sich eine gute Nacht, und ein jedes ging mit seiner Bibel davon. Nur der Bauer und seine Frau blieben noch in der Stube und lasen für sich ein Kapitel aus der Bibel, und mir reichte der Bauer auch eine Bibel, wenn ich vielleicht noch in dem lieben Wort Gottes lesen wollte. Ich tat's auch, verstand aber noch nichts davon und ging danach zu Bett. Da habe ich ge— betet, ehe ich zu Bett ging:„Gott, Du Gott dieses Hauses, sei auch mein Gott!“ Entscheidend wurde für mich der nächste Sonntag, wo alle in die Kirche gingen bis auf einen, der einhüten mußte, wie man
es nannte. Da habe ich das Wort Gottes gehört wie nie zuvor, und es drang in mein Herz ein. Von da an ist es anders mit mir geworden, und
ich habe nun den Heiland von ganzem Herzen lieb,
weiß nun auch, daß ich in den Himmel komme, und freue mich darauf. 75 N
Eine Warnung.
Wie oft hört man Leute in leichtfertiger Weise über den Teufel reden. Sie meinen, diesem ge⸗ fallenen Geist gegenüber sei Scherzen wohl erlaubt Oder sie denken, es sei ein veralteter, lächerlicher Standpunkt, an die Existenz des Teufels zu glauben Wo die Bibel vom Teufel spricht, da tut sie es immer mit großem Ernst. Der HErr nennt ihn „den Fürst dieser Welt“ und Paulus sogar„den Gott dieser Welt“. Petrus sagt:„Der Teufel geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, welchen er verschlinge.“ Den Kampf mit diesem Fürsten der Finsternis kann ein Christ nur bestehen in der vollen Waffenrüstung Gottes, die uns in Eph. 6, 1017 gezeigt wird. Das zeigt uns, daß wir Menschen mit der Macht dieses gottesfeindlichen Wesens ernst zu rechnen haben.
Unlängst teilte mir ein Freund einen Vorfall mit, den er in einer Zeitung gelesen hatte. Um ganz sicher zu sein, daß der Bericht auf Wahrheit beruhe, wandten wir uns an das Pfarramt in N. in Posen, wo das Ereignis stattgefunden hatte. Wir erhielten nachstehende Bestätigung:„Die Begebenheit hat sich folgendermaßen zugetragen: Montag, den 14. November, zankten sich Schuhmacher F und Schornsteinfeger S. in Gegenwart zahlreicher Mit⸗ bewohner des Ortes, und ersterer sagte:»Wenn dich der Teufel erst holen möchte!« worauf S. er- widerte:»Wegen meiner spannt er nicht an, da mußt du mitle Beide waren gesund. Am Donners⸗ tag, dem 17., fühlte S. sich krank, und Freitag, den 18., nachmittags 3 Uhr, starb er plötzlich. F. freute sich darüber und ging in den Gasthof; er war ein Trinker. Nach Hause zurückgekehrt, bekam er einen Schlaganfall und war sofort tot, abends 6 Uhr.
versammlungs Anzeigen.
Bezirk Gießen. Stadtmission Gießen, Löberstraße 14 Jeden Sonntag 1½ Uhr Sonntagzschule; 4 Uhr Jungfrauenverein; 2% Uhr Bersammlung; 4½ Uhr Ebristlicher Verein junger Männer, jeden Mittwoch ½ Ui Wibelstunde; jeden Breitag% Uhr Gebetzstunde. S
Bezirk Bellnhausen. 5 geden Sonntag 2 Uör Bersammlung im Beremahaus Beünbaufen.
G
Bezirk Friedberg. Stadtmisfion Friedberg. Ludwigstr. 24.
Jeden Sonntag vorm. 11 Uhr Sonntagsschule; nachm. 4 Uhr Unter haltungsstunde für die Jugend; abends 8/ Uhr Predigtgottesdienst; Dienstag abends 8½ Uhr Blaukreuz- oder Frauenstunde; Mittwoch abends 8 ½ Uhr Jugendbund; Donnerstag abends 8½ Ur Bibel ⸗ und Gebetsstunde.
Bad Nauheim; Erholungsheim Bethesda, Frankfurter Str. 87½. Jeden Dienstag und Donnerstag abends 8¼½ Uhr Bibelstunde Stammheim und Schwalheim. Jeden Sonntag Versammlung.
Bezirk Kidda⸗ Schotten.
Nibbe(in Burg he). Jeden Sonntag abends 9 uhr Bersammlung jeden Montag abends b Ubr Gebetsftunde; ieden Dienztag abends 9 ub: Bibelstunde.
Scstten, Hauptpr. 79. Jeden E auntag mittags 12% Uhr Sonn- tagsschule, feden Sonntag abends 9 Uhr Bersemmbung, eden Mittwoch abends 9 Uhr Bibel ⸗ und Gebetsstunde.
Anderungen siehe Tazes zeitung der Oris.
Bezirk Sellnrob. deden Sonntag abends 8½ Uhr Bersammlung und jeden Mittwoch und Freitag Gebetktunde mit Bibelbetrachtung.
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