willst du dein Herz verhärten! Sünder gestorben; warum willst du Ihm nicht glauben? Du bist auf dem Wege, der zur Hölle führt; warum willst du dich nicht zum HErrn wenden? Erkennst du nicht die schreckliche Torheit deines jetzigen Weges? Verblendet durch die Sünde, eilst du voran, einem Orte ewiger Qual entgegen. Erwache zu dem Bewußtsein deines verhängnisvollen Zustandes! Du bist ein Sünder und wirst bald vor dem Richterstuhl Christi stehen und dort erkennen müssen, daß du die Gebote Gottes tausendfach übertreten hast. In der Tat, deine Sünden find zahllos; aber die schwerste Sünde ist diese, daß du die Gnade abweisest und Jesu Versöhnung nicht annimmst. Was muß das Ende eines solchen Weges sein? Ein Platz in dem Feuersee, der mit Feuer und Schwefel brennt! Aber ich darf dir heute noch bezeugen:„Es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, der Sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung.“ Komm zu Ihm! Suche Frieden mit Gott durch diesen einen Mittler! O. D.
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Der Dreißigjährige Krieg.
Am 24. Oktober 1648 wurde zu Osnabrück und Münster der Westfälische Friede abgeschlossen, welcher den Dreißigjährigen Krieg beendete, die traurigste, schwerste Zeit, welche bis heute über Deutschland dahingegangen ist. Schwedische, französische, unga⸗ rische, spanische Truppen, angeworbene Soldaten aus allen Ländern hatten durch dreißig Jahre das deutsche Land mit Krieg, Brandschatzung und Plünderung durchzogen. Früher blühende Gegenden waren in Wüsteneien verwandelt. Pest und Hungersnot hatten vollendet, was der Krieg begonnen; mehr als die Hälfte der Bevölkerung war dahingerafft. In der Stadt Augsburg, welche zuvor über 90000 Ein⸗ wohner zählte, wo Reichtum und Gewerbefleiß herrschte, schlichen nach dem Kriege noch 6000 Bewohner durch die stillen Gassen. Tausende von Dörfern und kleinen Städten waren zerstört, vom Boden verschwunden. Der blühende Handel, welcher von Deutschland über Holland und Italien, wie durch den mächtigen Hansabund über die Meere ging, welcher durch ganz Deutschland und die angrenzenden Länder seine großen Handelsstraßen besaß, von Danzig bis Genua, er war vernichtet. Die Handelsstraßen verödeten, die Märkte blieben leer. Noch heute findet man auf den Höhen des Vogelsberges weite Strecken, auf welchen nichts als Heidekraut und magere Schaf⸗ weide gesehen wird; aber die bis zu den Berges⸗ höhen hinaufreichenden Steinwälle bezeichnen die Feldabgrenzungen, innerhalb deren einst all dies Land in blühender Kultur stand. Da, wo der Wanderer heute auf dem Dreikreuzberg der Hohen Rhön durchs Heidekraut schreitet, waren, wie die Chroniken be⸗
Christus ist für
richten, vor dem Dreißigjährigen Kriege künstlich be wässerte, üppige Weideländer mit großen Rindvieh. herden.
Es war eine Zeit gewesen, wo gepflanzt und ge⸗ baut worden war, wo gesammelt worden war, wo in einem wohlhabenden und fleißigen Volke Freude und Lust gefunden wurde. Aber es war die Zeit gekommen, wo das Gepflanzte ausgerottet und zer⸗ tört wurde, wo Würgen und Zerbrechen, Klagen und Weinen das weite Land durchzog.„Jegliches hat seine Zeit, und alles Vornehmen unter dem Himmel hat seine Stunde.“
Aber Gottes Wort redet nicht von dem, was im Leben der Völker, im Wechsel der Zeiten geschieht, sondern es redet von meinem und deinem Leben, von unserer Geburt und von unserem Sterben; von dem, was in deinem Leben gepflanzt und gebaut, ausgerottet und zerstört, zerrissen oder geheilt ist.
„Gott gibt uns Zeit und Stunde, damit Er in unserem
Leben pflanze und baue und heile. Aber die Menschen lassen Satan, dem großen Feinde Gottes, Macht; er zerreißt, zertrümmert, verdirbt, bis endlich eines Menschen Leben, aus welchem Gott ein blühendes Segensgefilde machen wollte, ein ödes Trümmerfeld geworden ist.
Du wurdest geboren zu der Zeit, in dem Hause und unter den Umständen, die Gottes Liebe und Weisheit für dich bestimmt hatte. Nichts war Zu— fall. Dein Vater und deine Mutter, deine Brüder und deine Schwestern, Armut und Reichtum deines Vaterhauses, die Gaben deines Verstandes, die Kraft deiner Glieder, die Gestalt deines Angesichts, dein irdischer Name, ja die Zahl der Haare deines Hauptes: alles ist von der Liebe und Weisheit Gottes er⸗ wogen, zu deinem Heil bestimmt. Aber— du wurdest geboren als ein Sünder, der sterben muß. Gott sagt dir jetzt, daß eine Zeit für dich ist und eine Stunde, um wiedergeboren zu werden zum ewigen Leben. Gott will dich befreien von der Macht und dem Fluche der Sünde— und diese Zeit ist jetzt. Du weißt, daß du lebst auf Erden, um zu sterben. Dann ist es vorüber mit dem Pflanzen, Bauen und Erwerben. Was aber ist es für ein Sterben, wenn der Mensch auf ein verlornes Leben zurückblickt! Die Stunde deines Sterbens, die Zahl deiner Tage ist von der Liebe Gottes so bestimmt, daß du zuvor das ewige Leben finden sollst, und du kannst es in Jesu finden, damit dann dein Sterben der Eingang sei zum ewigen Leben. Dazu ist jetzt die Zeit und Stunde. 5
Als der Dreißigjährige Krieg zu Ende war, wurde in vielen Orten ein Friedensfest gefeiert. So auch in Eilenburg, wo man nicht nur alle Schrecken des Krieges erlebt hatte, sondern auch die furchtbare Pest. In dem einen Jahre 1637 starben in der kleinen Stadt 8000 Menschen an der Pest. Da
dichtete zum Friedensfest der gesegnete Martin Rinkart, ein gläubiger Prediger, das Lied.„Nun danket alle
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