Ausgabe 
24.10.1920
 
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Gemeinlchaftsblatt für Beten

Erscheint alle vierzehn Tage Verlag der Buchhandlung der Pilgermission Gießen.

Redakteur: Stadtmissionar F. Herrmann, Tseßen. Verschiedene Mitarbeiter. Druck von J. G. Oncken Nachfolger, G. m. b. 5., Cassel.

Nr. 43/44.

Sonntag, den 24. und 31. Oktober 1920.

13. Jahrg.

Ich bin der BErr, dein Gott, der dich lehrt, was nützlich ist, und leitet dich auf dem Wege, den du gehst. O daß du auf Meine Gebote merktest, so würde dein Friede sein wie ein Wasserstrom und deine Gerechtigkeit wie Meereswellen. Jes. 48, 17. 18.

In dem Weltkrieg, welcher im Spätherbst 1918 beendet wurde, haben wir und unsere Verbündeten gegen eine große Über⸗ macht gekämpft. Die Zeit wurde so schicksalsschwer und weltentscheidend, wie es die Menschheitsgeschichte noch nicht erlebt hatte. Das ungeheure Ringen steigerte sich in nie geahnte Anspanpung aller Kräfte. Bei Beginn des großen Krieges im August und September 1914 schritten unsere Heere siegreich durch Belgien und Nordfrankreich bis in die Nähe von W Dann kam im Osten der große Erfolg von annenberg. Aber nun, anstatt daß unser Volk sich dankbar vor Gott beugte, zu dem in der ersten Kriegszeit viele beteten, die es früher nicht getan hatten, da kehrte sich das Volk dem Vergnügen, Wirtshaus leben, Theater und sonstigem Dienst der Sünde wieder zu.

Die Zeiten wurden immer ernster. Altere Männer und zarte Jünglinge wurden zum Heeresdienst ein. berufen. Die Lebensmittelknappheit machte sich be⸗ merkbar, und auf beiden Seiten wurde alles auf⸗ geboten, um den endgültigen Sieg zu erringen; und bei all diesen Ereignissen war im Volke eine große Gleichgültigkeit und ein Trachten nach irdischem Gewinn wahrzunehmen, aber das Volk tat nicht Buße. Wohl erwachten einzelne zu dem Bewußt⸗ sein, daß Gott zu ihnen redete, und sie verstanden, daß Er wahre Herzensbeugung und Abkehr von dem alten Wege der Sünde von ihnen forderte.

Heute ist der Weltkrieg vorüber, oder ist er nicht vorüber? Überall gärt es. Die Feinde drohen mit Besetzung weiterer deutscher Gebiete, und wir lasen heute von einer großen Organisation der roten Kampftruppen in Mitteldeutschland. Wie mag es werden? Was mag kommen?

In sehr ernster Stunde rief Gott einst dem Volke Israel zu:Werft von euch alle eure Übertretung, damit ihr übertreten habt..., denn warum willst du sterben, du Haus Israel? Denn Ich habe kein

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Gefallen am Tode des Sterbenden.. Darum bekehrt euch, so werdet ihr leben(Hes. 18, 31. 32), und in demselben Kapitel wird V. 2123 gesagt: Wo sich der Gottlose bekehrt von allen seinen Sünden, die er getan hat, und hält alle Meine Rechte und tut recht und wohl, so soll er leben und nicht sterben. Es soll aller seiner Über⸗ tretungen, so er begangen hat, nicht gedacht werden, sondern er soll leben um der Gerechtigkeit willen, die er tut. Meinst du, daß Ich Gefallen habe am Tode des Gottlosen, spricht der HErr, HErr, und nicht vielmehr, daß er sich bekehre von seinem Wesen und lebe?

Gottes Absicht ist, den Menschen zu helfen, sie vom ewigen Verderben zu erretten, deshalb kam Jesus auf diese Erde herab, wandelte ohne Sünde durch diese sündhafte Welt, starb am Fluchholz und vollbrachte dort die ewig gültige Erlösung für dich und für mich. Jetzt führt ein freier und offener Weg zu Gott, und dieser Weg ist Jesus. Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater, denn durch Mich. (Joh. 14, 6.) Und:Ich bin die Tür, wer durch Mich eingeht, der wird errettet werden.(Joh. 10, 9.)

Überblicken wir unser Leben im Lichte Gottes, dann erkennen wir die Größe unserer Verschuldungen, unserer Sünden. Dann sehen wir unseren Undank, Sündendienst, Hochmut, unsere Gewissensverhärtung usw. Ewige Verdammnis und Verwerfung von Gott wäre unser gerechter Teil. Aber für alle unsere Sünden und Ungerechtigkeiten ist Vergebung zu finden bei dem rettenden Heiland, bei Jesu Christo, der am Kreuze auf Golgatha für uns litt und starb.

Wenn sich in diesem fürchterlichen Weltbrande die Völker nicht zu Jesu, dem Sünderheiland, ge⸗ wandt haben und es in den Schrecken von heute noch nicht tun, dann rannst du es doch tun, lieber Leser.

O bedenke es ernstlich, ehe du dieses Blatt wieder aus der Hand legst! Gott liebt dich; warum

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