Ausgabe 
15.8.1920
 
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Es kam ein anderes Verbrechen vor, wo ein Mann seine Frau ermordete und eine andere heiratete, die er mehr liebte als seine eigne Frau. Er bekam sieben Kinder, und zwanzig lange Jahre gingen dar über hin. Aber zuletzt lieferte er sich selbst dem Gericht aus. Er wollte lieber sterben als leben.

Meine lieben Freunde, die Zeit kommt, wo euer Gewissen ganz aufwachen wird. Wacht es nicht in diesem Leben auf, so doch in jener Welt. Laßt euch nicht vom Satan betrügen mit der Lüge, es gäbe keine zukünftige Vergeltung. Geht in ein Gefängnis und fragt dort einen Gefangenen, was das Gefängnis so schrecklich macht. Er wird euch sagen:Es sind nicht die dicken Mauern, nicht die ehernen Tore, nicht die Gefängniskleider oder die Gefängniskost, es ist nicht einmal der Verlust der Freiheit. Aber das, was das Gefängnis so schrecklich macht, ist das Gedächtnis. Er geht in diese Zelle und fängt an nachzudenken. Er denkt daran, was aus ihm Besseres hätte werden können, er denkt an die Gebete seiner frommen Mutter, an sein gottesfürchtiges Weib, an seine Kinder, die er in Elend und Schande gebracht hat. Es ist dieses Gedächtnis, was sein Gefängnis für ihn so schrecklich macht.

Auch wir werden unser Gedächtnis mit uns nehmen. Aber ich hoffe, daß der Heilige Geist euch aufwecke und euch dazu bringe, daß ihr eure Rettung nicht länger aufschiebt. Denkt daran, jetzt ist der Tag der Gnade, dies ist der Tag des Heils und die angenehme Zeit des HErrn. Ihr könnt jetzt Buße tun und dieses furchtbare Andenken austilgen lassen. Jesus ist bereit, euch zu vergeben; Er hat gesucht, euch zu Sich zu ziehen. Er will diese schwarze Erinnerung auswischen und euch retten. Ihr könnt euch bekehren diesen Augen⸗ blick, wenn ihr wollt.Ich habe keinen Gefallen am Tode des Gottlosen, spricht der HErr; darum bekehrt euch, und ihr sollt leben.

(Aus einer Ansprache von D. L. Moody.)

K Der Zustand der Seele.

Viele, viele Menschen widmen das ganze Jahr hindurch nicht eine einzige Viertelstunde ernstlich dem Heil ihrer Seele. Und selbst dann, wenn sie sich pflichtgemäß zwei- oder dreimal im Jahre zu einem Gang aufraffen, um Gottes Wort zu hören, ver⸗ nimmt doch die Seele Gottes Stimme nicht, denn auch unter der Predigt ist man der alte. Die Seele hat gar nicht das Zeug dazu, die Wahrheit in sich

aufzunehmen, weil sie am Erdenstaub festklebt. Sie hat ja keine Flügel; wie kann sie sich zum Licht emporschwingen! Hätten manche so wenig für ihren Leib getan, als sie für ihre Seele gesorgt haben, längst säßen sie im Siechenhaus. Es ist ein Trauer⸗ spiel ohnegleichen: Menschen, nach dem Bilde Gottes geschaffen, zum ewigen Leben bestimmt, die Fähig⸗ keit besitzend, mit der oberen Welt in Beziehung zu treten, dabei die Zerbrechlichkeit und Unzulänglich⸗ keit alles Irdischen stets vor Augen habend und dabei doch kein Seelenheimweh nach Gott empfindend.

Es gibt zahllose Familien, wo nicht gebetet, wo der Name Jesus nicht genannt, wo Gottes Wort nicht gelesen und wo das Wort Be kehrung gehaßt wird. Das ist hier nicht gesagt von solchen Familien, die allem Religiösen aus⸗ gesprochen feindlich gesonnen sind, bei denen der Unglaube zur Familientradition gehört, sondern von denen, die keineswegs für Ungläubige gelten wollen. Könnte man von Haus zu Haus gehen, um eine Untersuchung über vorhandenes Glaubensleben vor⸗ zunehmen, man würde über den großen und bedenk⸗ lichen Mangel an wirklichem religiösen Leben ge⸗ radezu entsetzt sein.

Fange an von dem zu reden, was des Lebens höchstes Kleinod ist: der Friede mit Gott, und die einzige Antwort ist verlegenes Stillschweigen. Und doch ward uns die Sprache gegeben, damit wir uns über das Höchste und Tiefste, was es geben kann, äußern könnten. Und nun dies beängstigende, be⸗ drückende Schweigen, sobald die Unterhaltung auf das Gebiet des Göttlichen hinüberleitet! Dabei sind es meist nette, anständige und achtungswerte Menschen, mit denen wir es da zu tun haben. Wie wertlos muß denen allen die Seele erscheinen! Wer eine von Gottes Lebensgeist geweckte Seele be⸗ sitzt, kann es kaum fassen, wie Hunderttausende das ganze Leben zubringen können, ohne daß sie Gottes entbehren, und doch ist es unbestreitbare Tatsache, daß sie die Gemeinschaft mit Gott gut missen können. An diesem Urteil ändert auch die Tat⸗ sache nichts, daß sich zu den religiösen Veranstal⸗ tungen oft ganze Scharen drängen, so daß die Räume kaum zureichen. Wahres Christentum sucht und will man nicht; denn auf ihm hat noch zu allen Zeiten die Schmach gelegen, die sein HErr und Meister in der Welt zu tragen hatte. Bei allem sogenannten religiösen Interesse schläft die Seele, und sie schläft nicht nur, sie ist von allem ursprünglichen Hungern nach Gottesbrot, das nie⸗ mals gestillt wurde, zuletzt todesschwach geworden. Man spürt sie nicht mehr; sie beherrscht nicht die Entschlüsse, die man trifft, und entscheidet nicht über die Wege, die man einschlägt. Sie ist durch ständige Vernachlässigung zu sehr zusammengeschrumpft. Arme Seele! Denke bitte, lieber Leser, über den Zustand deiner Seele nach! 2 N