Ausgabe 
15.8.1920
 
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Gottes, der Seinen Sohn am Kreuze für unsere Sünden sterben ließ. Wenn ein Sünder schuldbewußt seine Missetaten vor dem HErrn bekennt und um Gnade und Erbarmen fleht, so darf er auch hinblicken nach Golgatha, wo Jesus, der Sohn Gottes, den Tod erlitten hat und damit Frieden mit Gott machte.

Gott hat sich vor Grundlegung der Welt ein Lamm ersehen,ein Lamm ohne Fehl und ohne Flecken. Ihn hat Er in diese Welt gesandt, und Ihn hat Er dahingegeben und leiden lassen am Kreuze, damit wir, du und ich, errettet werden sollten. Abrahams Hand wurde im letzten Augenblick zurück gehalten von der Opferung seines Sohnes, und ein Widder wurde an Isaaks Statt zum Brandopfer dargebracht. Als aber Christus am Kreuze hing, da war keine Hand, die Gott zurückhielt, Ihn zu strafen für unsere Sünden; da war keine Stimme, die Ein⸗ halt gebot, als alle Wogen des Gerichts über dem unschuldigen Haupt unseres Stellvertreters zusammen⸗ schlugen. Er mußte den Kelch des Zorns Gottes über unsere Missetaten bis auf den Grund leeren. Ihm konnte nichts erspart werden, wenn auch nur ein Sünder dem ewigen Verderben entrinnen und Frieden mit Gott finden sollte. Und Gott ist durch das Kreuz von Golgatha, durch den Tod Seines Sohnes verherrlicht worden. Seine Liebe kann nun ausströmen zu dem Sünder. Der Weg zu Gott steht jetzt allen Menschenkindern offen. Christus selbst ist dieser Weg; einen anderen gibt es nicht. Er sagt:Ich bin der Weg...; niemand kommt zum Vater als nur durch Mich.(Joh. 14, 6.)

O. D.

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Das Gedächtnis.

Ich glaube, es gibt Tausende von Menschen, die ihre rechte Hand hergeben würden, wenn ne das Ge⸗ dächtnis ihrer Taten austilgen könnten. Es ist ein so schwarzer und dunkler Punkt in ihrem Teben, daß sie es gern vergessen würden. Manche stürzen sich daher in Vergnügungen hinein, um den Gedanken an ihre Sünde zu ertränken. Sie betrinken sich und meinen, im Rausche könnten sie die quälenden An⸗ klagen des Gewissens betäuben Aber der Tag kommt, wo Gott zu ihnen sagen wird:Gedenke, Mein Sohn! Er wird sie sehen lassen das Denkmal, das sie sich selbst gestellt, und dieses wird sie ver⸗ dammen. b Ich möchte euch eine Frage vorlegen. Glaubt ihr, daß Kain je vergessen hat, wie er den Abel er⸗ mordete? Denkt ihr nicht, diese Sünde habe ihn verfolgt bis in die andere Welt hinüber? Sechs⸗ tausend Jahre sind seitdem vergangen, aber denkt ihr nicht, er erinnere sich noch jetzt lebhaft daran, wie Abel aussah auf dem Felde, als er sich gegen ihn erhob und ihn erschlug? Wir wissen nicht, wie er ihn tötete, aber wahrscheinlich tat er es mit einer

Keule. Wie wird Abel gefleht haben:Nimm mir mein Leben nicht; ich liebe dich; ich habe ja nichts gegen dich getan! Glaubt ihr, Kain habe dieses Flehen vergessen? O nein, das blieb ihm in der Erinnerung, und die nahm er mit sich fort. Und ich glaube, das ist der Wurm, der nicht stirbt, das ist's, was die Hölle so schrecklich macht. Ich glaube, daß Kain sich erinnert, wie Abel aussah, und er er⸗ innert sich daran, wie das Blut floß, nachdem er den ersten Schlag getan. Das ganze so schreckliche Schauspiel ist ihm in so frischer Erinnerung, als wäre es erst gestern gewesen. Er erinnert sich jetzt daran; mit einer schrecklichen Lebhaftigkeit steht der Anblick des ersten ermordeten Menschen vor seinem Gedächtnis. Er denkt daran, wie jene Wunde aus gesehen und wie er seinen ermordeten Bruder ver- scharrte und es versuchte, seine Sünde zu verhehlen. Er dachte vielleicht, er habe die Sünde begraben und sie werde ihm nie mehr Unruhe machen. Aber denkt ihr, es habe ihn nie beunruhigt und das Ge⸗ wissen sei ihm nie aufgewacht und habe ihn geschlagen?

Glaubt ihr, Judas habe die grausame Tat ver. gessen, da er seinen Meister verriet mit einem Kuß? Ich glaube es nicht. Glaubt ihr nicht, Judas er⸗ innere sich daran, wie Jesus ihn anblickte und freund- lich zu ihm sagte:Verrätst du des Menschen Sohn mit einem Kuß? Die Erinnerung daran nahm er mit sich, und wenn ihr ihn jetzt sehen könntet, so würde er euch sagen, daß diese Worte es sind, die ihm die Hölle so schrecklich machen. Nicht nur das, sondern ich glaube, Judas erinnert sich der Reden Jesu, die so tiefen Eindruck machten, wenn Er predigte. Er denkt daran, wie Jesus eines Tages sagte:Kommt her zu Mir alle, die ihr müh'elig und beladen seid, Ich will euch erquicken. Ich glaube, Judas kann sich erinnern, wie Jesus aussah, als Er über Jeru⸗ salem weinte und sagte:Wie oft habe Ich deine Kinder versammeln wollen wie eine Henne ihre Küchlein unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt. Ich glaube, daß Judas das Andenken an alles das mitgenommen hat, und ich sage euch, meine Freunde, ihr werdet das Andenken an alle eure Sünden mitnehmen in die andere Welt, es sei denn, daß sie mit dem teuern Blut Christi ausgetilgt werden, das auf Golgatha vergossen ist.

Der erste Mord, an den ich mich erinnern kann, daß er in Amerika stattgefunden hat, machte einen tiefen Eindruck, auch in anderen Ländern. In Boston lebte ein berühmter Professor. Er war ein einfluß⸗ reicher Mann und ein großer Geist. Ein Doktor besuchte ihn und forderte Geld von ihm, das er ihm schuldig war. Sie gerieten in Wortwechsel, der Professor wurde zornig und schlug seinen Gläu⸗ biger und tötete ihn. Anstatt nun seine Sünde zu bekennen, begrub er der Leichnam und versuchte, sein Verbrechen zu verheimlichen. Aber es schien ihm, als liege der Ermordete beständig in seinem Bureauz das Bild desselben wollte ihm nicht aus den Augen

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