Ausgabe 
12.9.1920
 
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Seiner Gemeinde, als den HErrn, der von Sich zeugt:Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige; Ich war tot, und siehe, Ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel der Hölle und des Todes! Er lebt und herrscht als der Lebensfürst. Und gibt es auch der Ver⸗ blendeten und Ungläubigen immer noch viele, die im stolzen Übermut sagen:Wir wollen nicht, daß Dieser über uns herrsche, und ist Ihm auch zur Stunde nicht alles untertan, so wissen wir doch, daß die Zeit kommt, wenn es heißen wird:Nun sind die Reiche der Welt unser HErrn und Seines Christus geworden, und Er wird regieren von Ewig⸗ keit zu Ewigkeit! r.

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Ein Brief. Du, o Jesu, machst alles gut!

Vor längerer Zeit schrieb ich an Sie in großer Not der Seele über meinen verlornen, völlig hoff, nungslosen Zustand und wie ich Frieden suche und nicht finden könne, so daß ich oft der Verzweiflung nahe sei. Jetzt aber kann ich mit Freuden singen und sagen:Ich bin erre:tet; ich weiß, daß mein Erlöser lebt. Wie kam das? Ich wußte also, daß ich errettet werden mußte, wenn ich nicht verloren gehen sollte. Und so bemühte ich mich, zu glauben, um dadurch errettet zu werden; aber es gelang mir: nicht, Frieden zu finden. Meine Last wurde viel mehr immer größer; denn in mir war und ist heute noch nichts Gutes zu finden, und mein Glaube konnte mich nicht retten; er konnte nicht mein Hei land werden, sondern nur Jesus Christus. Ich halte aber bis jetzt auf meinen Glauben geblickt und nicht weg von mir und meinem Glauben und meinen Gefühlen hin auf den Heiland. Aber endlich, Gott sei Dank! wurde mein Blick weggelenkt von meiner Schuld und meinem unverbesserlichen Ich hin auf Jesum; da erkannte ich, was Er längst für mich getan, daß Er für mich gestorben war, um mich zu retten, und daß ich darum gerettet bin. Er wurde als das unbefleckte, vollkommene Opfer an meiner Statt von Gott selbst dazu erwählt geopfert. Hier also war die Grundlage zu meiner Rettung und zu meinem Frieden, denn Gottes untrügliches Wort versichert mir und macht mich gewiß, daß ich errettet bin durch Jesu, meines Heilands, Blut. Gott selbst sagt es in Seinem Wort, daß Er durch das Opfer Seines Sohnes für alle meine Sünden völlig befriedigt ist. Seitdem weiß ich zu m inem Heil und Frieden, was das Wort des HErrn be⸗ deutet:Es ist vollbracht!

Möchten doch noch viele wirklich reumütige heilsverlangende Seelen erkennen, was der HErr für sie getan hat, und daß sie errettet sind, weil Er für sie gestorben ist. Gott sagt es von allen, die heils⸗

Übertretungen will gch nie mehr gedenken.(Ebr. 10,17.) O wie glücklich bin ich nun, daß Gott, der Licht und Liebe ist, mir die Augen geöffnet hat und meinen Blick weggelenkt hat von mir selbst auf Jesum hin und ich nun singen kann:

Du, o Jesu, machst alles gut!

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Triumphe der Gnade.

Nie ist der Haß des Menschen gegen Gott so sehr in die Erscheinung getreten wie bei dem Tode Christi. Man hört manchmal, wie Menschen sich uber die Langmut Gottes wundern, wenn irgendeine besonders grausame oder ungerechte Tat ihre Ent⸗ rustung wachgerufen hat. Man ist erstaunt darüber, daß Gott so lange mit einer Welt Geduld hat, in welcher derartige Dinge verübt werden. Aber hat Gott nicht zu einer noch weit entsetzlicheren Tat der Menschen geschwiegen? Es hat eine Zeit gegeben, da Er vom Himmel herab Zeuge davon war, wie man Seinen vielgelievten Sohn aufs grausamste er⸗ mordete, ermordete unter Spott und Hohn. Denn gerade das Erbarmen, das Jesus auf Seinem Wege hienieden wieder und wieder an den Menschen er⸗ zeigt hatte, wurde von diesen dazu benutzt, um Ihn zu verhöhnen.Andere hat Er gerettet, so spottete das Volk, mit den Hohenpriestern und Schriftgelehrten an der Spitze,Sich selbst kann Er nicht retten! Das war das Bild, welches Gott vom Himmel herab schauen mußte. Und was folgte darauf? Die so⸗ fortige Vernichtung der Mörder und der durch sie vertretenen Welt? O nein. Am Kreuze begegnete der völligsten Feindschaft des Menschen die völligste Liebe Gottes. Das Blut, das die gott losen Hände des Menschen vergossen hatten, fand Annahme bei Gott als Sühnung für menschliche Schuld. Wer, so wurde fortan öffentlich verkündet, wer von dem ganzen schuldbeladenen Menschen geschlecht sein Vertrauen auf dieses kostbare Blut setzen wird, der soll nicht nur Vergebung seiner Sünden empfangen, sondern völlige Gemeinschaft haben in Leben, Segnung und Herrlichkeit mit dem HErrn Jesus Christus selbst.Bolschafter.

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Jesum sehen. (Erfahrung eines Predigers.) In den ersten Jahren meines Wirkens für den HErrn hatte ich mir vorgenommen, daß meine Predigten reich an tiefen Gedanken sein sollten, und brachte zu dem Zwecke Tag und Nacht in dem Studium meiner Bücher zu. Aber meine Gemeinde verminderte sich zusehends. Mit erneutem Eifer setzte ich meine Studien fort, aber nur um die Zahl

verlangend auf Jesum trauen:Ihrer Sünden und

meiner Gemeindeglieder immer kleiner und die Zurück⸗ bleibenden kalt und förmlich werden zu sehen. Eines