Ausgabe 
10.10.1920
 
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Herde ihre Köpfe in die Höhe und blökten ihr be⸗ kanntesß: Mäh, mäh! Voll Freude rief nun der glückliche Schäfer dem Beamten entgegen:Sehen Sie es nun, Herr Bürgermeister, daß mich meine Schafe kennen, und daß sie hier sind?Es ist aber doch eine ganz merkwürdige Sache mit dir, Jakob, meinte dieser. Voll Scham und Verlegen⸗ heit mußte nun der Kollege seine Beute heraus- geben und dabei froh sein, daß ihn Jakob nicht verklagte. Der Ortsvorsteher aber glaubte jetzt ent⸗ schieden, daß die Schafe ihres Hirten Stimme kennen.

Der HErr Jesus nennt Sich selbst den guten Hirten Seiner Schafe. Er kennt die Seinen und ist bekannt den Seinen.(Joh. 10, 14.) Wo das herr⸗ liche Evangelium von Ihm verkündigt wird, da zeigt Er Sich als der suchende Hirt der verlornen Schafe. Und allen Schafen, die sich von Ihm finden lassen, gibt Er gute Nahrung. Er führt sie auf grüne Auen und zu frischen Wassern. Er ist selbst das Brot des Lebens und das Wasser des Lebens. An diesem Brot und Wasser sollen Seine Schafe ihren Hunger und Durst stillen.

Er kennt die Seinen und ist bekannt den Seinen. Diese gegenseitige Bekanntschaft ist groß und innig. Der HErr kennt jeden Mangel, jedes Bedürfnis der Seinen, und Ihm liegen alle ihre Nöte so am Herzen, als wenn es Seine eignen wären. Aber die Seinen kennen auch Ihn als ihren guten Hirten. Sie preisen Seine Liebe, weil Er sie mit Seinem Blute erkauft hat. Sie rühmen Seine Gnade, weil Er sie, solange sie sich Seine Schafe nennen dürfen, mit Mutterliebe gehegt und gepflegt und hindurchgetragen hat durch alle Gefahren, und sie vertrauen sich Ihm für Zeit und Ewigkeit an. Herrliches, feliges gegenseitiges Kennen! O. D.

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N Die Schafe Chrisli hören und folgen.

Joh. 10, 28.)

Die Schafe Christi sind Sein teuer erworbenes Eigentum. Sie schätzen den für sie bezahlten Kauf⸗ preis hoch, und deshalb folgen sie ihrem guten Hirten willig und gern. Sie wissen, der Weg, auf dem Er sie leitet, führt zur ewigen Herrlichkeit, mag er auch zuweilen lang erscheinen und Gefahren zeigen. Der Weg führt zu der Stadt, die einen Grund hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist.

Sie werden nimmermehr umkommen. Der gute Hirt hat Seine Schafe in Seine Hände gezeichnet, und niemand kann sie daraus reißen. Sie werden durch Gottes Macht bewahrt durch den Glauben zur Seligkeit. Diese Erkenntnis, dieses Bewußtsein und diese Sicherheit führen nicht zu Gleichgültigkeit, aber sie führen zu wahrer Dankbarkeit und Anbetung. Da kann das Schäflein Christi im Schutze des Vaters ruhen, und deshalb ist es seiner ewigen Seligkeit und Herrlichkeit gewiß. Das Schaf mag schwach

sein, aber es hat einen starken, mächtigen Hirten und es vertraut auf Den, dem alle Gewalt im Himmel und auf Erden gegeben ist. Bist du, teurer Leser, schon ein Schaf Christi geworden? O. D. . Gerettet.

Jesus Christus, der Sohn Gottes, kam in diese Welt hernieder, um zu suchen und zu retten das Verlorne. Deshalb ging Er hin ans Kreuz; dort litt Er nach Gottes Gnadenratschluß als der Ge rechte für die Ungerechten und schmeckte den Tod für uns, denn der Tod ist der Sold der Sünde. Er selbst sagt es uns, weshalb Er kam, daß Er nicht in die Welt gekommen, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und um Sein Leben zu geben als Lösegeld für viele. Die Gerechtigkeit Gottes ist nun völlig erwiesen, ja verherrlicht worden in dem Sühnungswerk am Kreuze, und damit ist zu⸗ gleich der Weg geöffnet für jeden Sünder, der Rettung sucht und dem Gericht Gottes entrinnen will. Jesus Christus ruft nun allen Menschen zu: Ich bin die Tür; wenn jemand durch Mich eingeht, so wird er errettet werden.(Joh. 10, 9.) Und alle, die durch den Glauben wahrhaft heilsverlangend ihre Zuflucht zu Jesu nehmen, nahen Gott durch eine offene Tür und finden Rettung. Der Geist Gottes bezeugt es ihnen aufs bestimmteste durch das klare und unverbrüchliche Wort Gottes:Durch die Gnade seid ihr errettet, mittelst des Glaubens.(Eph. 2, 5. 8.) Weiter bezeugt ihnen die Heilige Schrift: Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben. Wer an Ihn glaubt, wird nicht gerichtet.(Joh. 3, 18. 36.) Wir hören den guten Hirten selbst zu den Seinigen sagen:Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch: Wer Mein Wort hört und glaubt Dem, der Mich gesandt hat, hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern ist vom Tode in das Leben hinübergegangen.(Joh. 5, 24.) Sind das nicht klare, zuverlässige Zeugnisse und Aussprüche, die dem Gläubigen Gewißheit geben können, daß er er rettet ist?

N

Ist dein Glaube echt?

Jesus spricht Mark. 16, 16:Wer da glaubt

und getauft wird, der wird selig. Hiermit be⸗ ruhigen viele Menschen ihre Seele, sind sie doch getauft und glauben, daß es einen Gott gibt und einen Heiland, der für ihre Sünden am Kreuze ge⸗ storben ist. Im übrigen richten sie sich ihr Leben ein, wie sie es für recht und gut finden. Der Teufel glaubt aber auch und ist doch ein Feind Gottes. Glaube ist eben nicht nur ein bloßes Fürwahr⸗ halten der Existenz Gottes, Glaube ist mehr, er ist eine Lebensgemeinschaft mit dem Allerhöchsten; wir sollen Kindesstellung zum Vater einnehmen und Ihm

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