Ausgabe 
9.5.1920
 
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oft gesehen. Morgen soll ich-sterben, und ich bin weit entfernt, meine Taten zu beschönigen. Nur mußte ich Ihnen noch sagen, daß Sie indirekt die Schuld daran haben. Sie aßen lange Zeit hindurch zäglich an der Mittagstafel des Gasthauses in X. und saßen am Abend dort mit Ihren Bekannten bei Bier und Karten. Ich war Kellnerlehrling in dem Gasthofe und hörte, was Sie untereinander sprachen. Die spottenden bösen Worte Ihrer Unterhaltungen drangen wie Gift in mein damals noch unverdorbenes Kindergemüt und waren die böse Saat, die fort vucherte, mich von Stufe zu Stufe sinken ließ, bis ich zum gemeinen Verbrecher und Mörder wurde. Ich verdiene meinen Tod, aber Sie und Ihre Ge nossen haben schwere Verantwortung auf sich geladen. Ich sage euch aber, daß die Menschen werden Rechenschaft geben müssen am Jüngsten Tage von einem jeglichen unnützen Wort, das sie geredet haben. Matth. 12, 36.) 2.

Wo ist, o Tod, dein Stachel?

Ein hoffnungsvoller fünfzehnjähriger Sohn lag im Krankenhause auf seinem letzten Lager. Er hatte ein Krebsleiden und war operiert worden. Trotz der Operation war es klar, daß er nicht mit dem Leben davonkommen würde. Doch diese Gewißheit beunruhigte den Kranken nicht. Als seine Mutter ihn fragte, welchen Spruch sie auf sein Grab schreiben solle, antwortete er:Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeiget, daß wir Kinder Gottes heißen sollen! Das Ende nahte. Die Schmerzen waren groß, aber der Friede Gottes und der Triumph des Glaubens waren größer. Der Sterbende klammerte ich an die Gnadenhand des HErrn, und diese Hand hielt ihn. f

.

Sie kennen mich nicht, aber ich habe Sie früher

U

Das Wort des HErrn.

Dein Wort, o HErr, ist milder Tau Für trostbedürft'ge Seelen;

Laß keinem Pflänzlein Deiner Au Den Himmelsbalsam feblen! Erquickt durch ihn

Laß jedes blüh'n

Und in der Zukunft Tagen

Dir Frucht und Samen tragen!

Dein Wort ist, HErr, ein Flammenschwert Ein Keil, der Felsen splittert,

Ein Feuer, das im Herzen zehrt

Und Mark und Bein erschüttert.

O laß Dein Wort

Noch fort und fort

Der Sünde Macht zerscheitern,

Und alle Herzen läutern!

Ich suchte Trost und fand ihn nicht: Da ward das Wort der Gnade Mein Labsal, meine Zuversicht,

Die Fackel meiner Pfade;

Sie zeigte mir

Den Weg zu Dir

Und leuchtet meinen Schritten

Bis zu den ew'gen Hütten.

Nun halt' ich mich mit festem Sinn Zu Dir, dem sichern Horte.

Wo soll ich sonst mich wenden hin? HErr, Du hast Lebensworte!

Laß immerfort

Dein helles Wort

In allen Lebenszeiten

Uns trösten, warnen, leiten!

O sende bald von Ort zu Ort

Den Durst nach Deinen Lehren,

Send Hunger, HErr, Dein Lebenswori Und Deinen Geist zu hören,

Und send ein Heer

Von Meer zu Meer,

Der Herzen Durst zu stillen

Und Dir Dein Reich zu füllen!

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Garve

Vversammlungs-Anzeigen.

Bezirk Giesten. Stadtmission Gießen, Löberstraße 14 Jeden Sonntag Uhr Sonntagsschule; 4 Uhr Jungfrauenverein; % Uhr Versammlung; Uhr Christlicher Verein junger Männer, jeben Mutwoch ½% bee Disethunbe; jeden Brett 8% Uhr Gebetstkunde. e

Bezirk Bellnhausen. geden Sonntag 2 Uhr Bersammemg im Beretnshaus Belinhaufen

G

Bezirk Friedberg. Stadtmission Friedberg, Ludwigstr. 24. Jeden Sonntag vorm. 11 Uhr Sonntagsschule; nachm. 4 Uhr unter⸗ haltungsstunde für die Jugend; abends 8/ Uhr Predigtgottesdienst; Dienstag abends Uhr Blaukreuz⸗ oder Frauenstunde; Mittwoch abends Uhr Jugendbund; Donnerstag abends Uhr Bibel⸗ und Gebetsstunde. Bad Nauheim; Erholungsheim Bethesda, Frankfurter Str. 37 Jeden Dienstag und Donnerstag abends Uhr Bibelstunde Stammheim und Schwalheim Jeden Sonntag Versammlung.

Bezirk Nidda- schotten.

Nidda(in Burahel). Jeden Seuntag abenbs 9 Ur Berfanmluns: jeden Montag abends 9 Uhr Gebetsstunde; ieden Dienztag abends 9 Uhr Bibelstunde.

Schotten, Haupthr. 9. Jeden Gountag mittags 12½ uhr Sonn;

tagzschule; jeden Sonntag abends 9 Ur Berfammleng, jeben Mittwoch abends 9 Uhr Bibel und Gebetsstunde.

Anderungen siehe Tageszeitung der Otis SN

Bezirk Sellnrod.

Jeden Seuntag abends Uhr Bersammlung und jeden Mittwoch und Frettag Gebetistunde mit Bibelbetrachtung.

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