Alles neu.
„Siehe, Ich mache alles neu.“ Offb. 21, 5.
Vom neuen Jahre erhofft man neues Glück. Doch wer bürgt dafür? Es kann auch neues Unglück bringen, neue Schwierigkeiten, neue Ent— täuschungen. Und wenn auch im neuen Jahre äußer⸗ lich alles neu würde im besten Sinne des Wortes, wenn es dir neue Gesundheit, neue Einnahmen, neues Familienglück usw. brächte, was könnte es dir helfen, wenn du selbst der Alte bliebest?„Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewänne und nähme doch Schaden an seiner Seele?“ So hat Einer gesagt, dessen mitleidsvolles, liebewarmes Herz so gern jedem Menschen das wahre Glück geschenkt hätte. Dieser Eine, der Sohn Gottes und der Hei— land aller Menschen, hat gar wohl gewußt, das es nicht Krankheit und Armut oder anderes Mißgeschick ist, was den Menschen im tiefsten Herzen unglücklich macht, sondern die unheimliche Macht des Sünden— verderbens in seinem eignen Herzen und in der ihn umgebenden Welt. Darum ist dem Menschen auch nicht wahrhaft geholfen, wenn in seinem Leben Dinge neu gemacht werden, die doch nur Außerlichkeiten und Kleinigkeiten sind. Hier kann nur eine Er⸗ neuerung helfen, die nach innen gerichtet ist und aufs Ganze geht. Und diese Art von Erneuerung kann nur Er schaffen, der gesagt hat:„Siehe, Ich mache alles neu.“
Das Wesen des Menschen, wie es von Natur ist, nennt Gottes Wort„den alten Menschen, der durch Lüste im Irrtum sich verdirbt“. Der natür⸗ liche Mensch ist im Irrtum über sich selbst, indem er sich für gut hält und sich in seiner eignen Gerechtigkeit wohlgefällt. Deshalb muß die innere Erneuerung damit beginnen, daß er mit Paulus er⸗ kennt:„Ich weiß, daß in mir, das ist in meinem Fleisch, wohnt nichts Gutes. Wollen habe ich wohl, aber das Vollbringen des Guten finde ich nicht.“ Der natürliche Mensch ist auch im Irrtum über Gott und den HErrn Jesum. Er sieht im „lieben Gott“ einen guten, alten Mann, der Fünf gerade sein läßt, und in Jesum einen weisen Lehrer und ein gutes Vorbild. Aus Gottes Wort und durch Gottes Geist muß er erkennen, daß der majestätische Gott in Seiner unbestechlichen Heiligkeit und Ge— rechtigkeit ein verzehrendes Feuer ist für jeden sün⸗ digen Menschen, und daß die einzige Rettungs- möglichkeit darin liegt, den gekreuzigten und auf— erstandenen Jesus als den persönlichen Heiland im Glauben zu ergreifen, Ihn anzuerkennen als den Sohn Gottes, den HErrn und König, Ihn zu erfassen als„das Lamm Gottes, das der Welt Sünde trägt“.
Weiter ist der natürliche Mensch im Irrtum über die Dinge dieser Welt und über die Fragen des Reiches Gottes Die irdischen,
sichtbaren und greifbaren Güter hält er für das
einzig Reale und Erprebenswerte und meint, darin liege sein Glück. Die unsichtbaren, geistlichen Güter des Reiches Gottes dagegen erscheinen ihm als etwas Ungewisses und Zweifelhaftes. Es muß ihm das Licht darüber aufgehen, wie nichtig und vergänglich die Güter und Genüsse dieser Erde sind, wie kost⸗ bar und herrlich dagegen die ewigen Schätze des Himmelreichs.
Weil der natürliche Mensch in solchem Irrtum befangen ist, ergibt er sich den Lüsten dieser Erde und verdirbt sich darin. Dabei macht es im tiefsten Grunde, nämlich in der Wirkung auf das Verderben der Seele, keinen Unterschied, ob diese Lüste gröberer oder feinerer Art sind, ob es sich um die groben Stricke der Trunksucht und Fleischeslust handelt oder um die Seidenbänder des Ehrgeizes in Kunst und Wissenschaft. Was irgend die Seele von Gott fern hält, das ist ihr Verderben.
Von diesem Verderben durch verhängnisvollen Irrtum und betrügliche Lust kann nur Der befreien, der alles neu machen kann. Jesus, das Licht der Welt, die Wahrheit und das Leben, der führt her⸗ aus aus dem Irrtum. Und Er, der Sohn Gottes und Heiland der Menschen, macht frei von den ver⸗ derblichen Lüsten. Er hat gesagt:„Wer Sünde tut, der ist der Sünde Knecht. Wenn euch aber der Sohn freimacht, so seid ihr recht frei.“ Selig, wer mit dem ganzen Verderben seines alten Wesens zu Jesu, dem Heiland, kommt und bei Ihm Vergebung der Sündenschuld empfängt und Befreiung von Sünden— macht erfährt! Von solchem gilt in Wahrheit das Wort:„Ist jemand in Christo, so ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden.“ K. E,
2
Das neue Teben.
Wie die Geburt der Anfang des leiblichen Lebens ist, so bezeichnet Gottes Wort den Anfang des geist⸗ lichen Lebens als Wiedergeburt.
Wodurch wird die Wiedergeburt bewirkt?„Wie mag solches zugehen?“ so fragte Nikodemus.(Joh. 3.) Der HErr Jesus sagte ihm, daß ein Mensch, der ins Reich Gottes eingehen wolle, müsse„von neuem geboren“ und zwar„aus dem Geiste geboren! (V. 5. 8) werden. Und Er setzte hinzu:„Was vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch lein fleischlicher oder natürlicher Mensch); was aber vom Geist ge⸗ boren ist, das ist Geist“ lein geistlicher Mensch).
Durch die gläubige Aufnahme des Wortes Gottes und die gläubige Hingabe an den Sohn Goites wird das Herz empfänglich für den Geist Gottes. Und mit dem Geist Gottes empfängt es das göttliche, geistliche, ewige Leben. Die Wiedergeburt ist die Geburt des geistlichen Menschen durch
den scheid jene Heili (Apg.
Ohne gebur der? denn gehör dem „Wel Gotte „Abb. dem 6 jeman Reich hängt die de klär: verhei den 2 auch erweck um d (Rom. 2 nicht! auch kneit al prüfen Gottes Heili nähren Begi „Seid als di selbige von de setz des und N geistgel Evange 8 frei un jeder,! seinem und in hat alf Geist Und w beten


