Ausgabe 
4.1.1920
 
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Sonn; itwoch

ttwoch

Aufwärts!

Gemeinschaftsblatt für Bellen

Trscherndalke vierzehn Tage. Redakteur: Prediger O. Dreibholz, Bad Blankenburg. Verlag der. Verschiedene Mitarbeiter. Buchhandlung der Pilgermitsion Gießen. Druck von J. G. Oncken Nachfolger, G. m. b H., Cassel.

Nr. 1/2. Sonntag, den 4. und 11. Januar 1920. 13. Jahrg.

An unser Volk!

Schwere Tage haben wir in den Jahren 1914 bis 1919 erlebt. Schwere Tage werden wir 1920 durchmachen. Trotz unserer gewaltigen Siege auf den Schlachtfeldern im Osten und im Westen ist

Deutschland vollständig zusammengebrochen. Macht- und wehrlos ist es in der Hand seiner Feinde. Dabei taumelt die Menge des Volkes blind und vergnügungssüchtig dem Abgrund entgegen, tanzt auf dem Vulkan und sieht die furchtbare Gefahr nicht.

Andere leben von Raub und Diebstahl. Traurige Szenen spielen sich ab. So wurde vor einigen Monaten aus Hof in Bayern folgendes berichtet:

Dieser Tage kam ein Soldat, der mehrere Jahre am Kriege teilgenommen, hier an. Die Freude war groß, endlich die Seinen wiederzusehen. Während er sich die Fahrkarte löste, stahl ein gemeiner Mensch ihm die Handtasche mit seinen sümtlichen Habseligkeiten und Ersparnissen. Dies erregte den Heimkehrenden so sehr, daß ihn schwere Krämpfe befielen so daß er nach dem Lazarett gebracht werden mußte. Hier ist der seelisch so schwer Erschütterte gestorben.

Dieses ist ein Fall von Tausenden!

Wie viele Lügereien und Betrügereien mit dem Schiebertum zusammen⸗ hängen, weiß der Leser aus den Tageszeitungen.

Mich jammert herzlich, daß mein Voll so verderbt ist. Ler. 8, 21. Ach, daß ich Wasser genug in meinem Haupte hätte und meine Augen Tränen⸗ quellen wären, daß ich Tag und Nacht beweinen möchte die Erschlagenen in meinem Volk(durch die Sünde Erschlagenen). Jer. 9, 1. Deutsches Volk, halte ein, besinne dich, wache auf, tue Buße, kehre um zu dem lebendigen Gott!

Rufe Ihn an in deiner Not, Er will dich erretten, und du sollst Ihn preisen. Es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, der Sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung. 1 Tim. 2, 5. 6. Gott hat Seinen Sohn nicht gesandt in die Welt, daß Er die Welt richte, son⸗

dern daß die Welt durch Ihn selig werde. Joh. 3, 17. Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer dem Sohne nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm. Joh. 3, 36. Noch einmal: Stehe still, besinne dich, wache auf! Suche Jesum und Sein Licht! Alles andre hilft dir nicht. O. D.