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waltigen und seine Weiber tranken daraus und ver⸗ höhnten den wahren und lebendigen Gott.
Doch plötzlich entfärbte sich der König, und seine Gedanken erschreckten ihn, daß ihm die Lenden schütterten und die Beine zitterten. Angst und Schrecken erfüllten sein Herz.
Was war geschehen?
Finger einer Menschenhand waren hervor. gekommen und hatten, dem Leuchter gegenüber, auf die Wand geschrieben. Der König hatte die Hand gesehen. Woher war sie gekommen, und was be⸗ deuteten die geschriebenen Worte? Voller Schrecken und Entsetzen fordert Belsazer die Wahrsager herbei⸗ zurufen, damit sie ihm die Schrift lesen und ihre Deutung anzeigen. Aber niemand war imstande dazu. Da erschrak der König noch mehr und verlor ganz seine Farbe, und seinen Gewaltigen ward bange. Endlich wurde Daniel, der treue Zeuge Gottes, herbeigeholt. Dieser las die Schrift und gab auch die Deutung:
Mene, Mene, Tekel, Upharsin.
Die Deutung lautete:
Mene— Gott hat dein Königreich gezählt und macht ihm ein Ende.
Tekel— man hat dich auf einer Wage ge— wogen und zu leicht erfunden.
Upharsin— dein Königreich wird zerteilt und den Medern und Persern gegeben werden.
Genau wie Daniel die Schrift deutete, so
geschah es. Noch in derselbigen Nacht wurde der König Belsazer getötet, und Darius aus Medien nahm das Reich ein.
Als Belsazer zum Mahle kam und es sich mit seinen Freunden wohl sein ließ, als ihn Reichtum,
Freude und Genuß umringten, da lag ihm der
Gedanke fern, daß er noch in derselbigen Nacht Reich und Leben verlieren würde. Aber sein Glück war von sehr kurzer Dauer. Als die Menschenhand an der Wand erschien, sich Schrecken und Entsetzen auf jedem Angesicht gemalt hatten, da stand das Gericht Gottes vor der Tür.
Entsetzliche Veränderung, vom Weingelage ab— gerufen zu werden vor den Richterstuhl des leben⸗ digen Gottes!
Du sagst vielleicht, teurer Leser, das sind gott⸗ lose Leute, die in der heutigen Zeit Theater und Tanz besuchen, und der König Belsazer war ein sehr gottloser Mann, ihm ist ganz recht geschehen. Gewiß, Gott tut keinem Menschen irgendein Unrecht.
Aber sage, wie ist es mit deinen Sünden?
Du sollst nicht vor einer dunkeln Ewigkeit stehen. Gott will dich mit Ihm selbst versöhnen. Bisher waren deine Sünden eine Scheidewand zwischen Ihm und dir. Aber Gottes Liebe ruft dich, damit du das wahrhaftige Leben finden möchtest, den Schatz, der dich für Zeit und Ewig⸗ keit reich macht.
Jesus ist gekommen, um dich zu erretten.
Er litt und starb im Gericht Gottes auf dem Kreuze zu Golgatha, um dich zu erlösen; ja, du sollst auf Grund Seines Opfertodes Frieden mit Gott haben. Er hat Den, der Sünde nicht kannte, für dich zur Sünde gemacht.(2 Kor. 5, 21.)
Jetzt mußt du dich entscheiden, ob du dich diesem rettenden Heiland in die Arme werfen willst. Wenn du es ablehnst, Ihn als deinen HErrn und Heiland anzurufen, so wird dein Weg in dunkeln Tiefen ewigen Verderbens enden.
Das würde für dich ein furchtbares Erwachen in der Ewigkeit bedeuten. O. D.
2
Die Inschrist am Gewölbe.
Es sind einige Jahre her, so schreibt uns ein Fteund, da stand eines Nachts ein Beamter der Wach- und Schließgesellschaft in M. auf einem seiner Rundgänge vor einem Gewölbe. Dieses bildete einst eine Kirche oder Kapelle. Der Beamte hob seine hellscheinende Lampe in die Höhe, um den Verschluß an einem Torweg zu prüfen; hierbei fiel sein Licht auf eine Inschrift, welche in den steinernen Bogen des Tores gemeißelt war; es war der bekannte Spruch aus dem Propheten Amos: „Schicke dich an, deinem Gott zu begegnen!“
Mühsam buchstabierte der Mann beim Scheine der Lampe den Spruch heraus Gottes Wort traf ihn wie ein Hammerschlag. Der Geist Gottes sprach in der stillen Nacht durch diesen Spruch laut und vernehmlich zu ihm und weckte sein Gewissen und seine Seele auf aus dem Todesschlafe. Von da ab bewegte er in seinem Herzen die ernste und wichtigste aller Fragen, die vor mehr als 1800 Jahren schon einen anderen Beamten und Wächter in Seelennot brachte, daß er zitternd vor zwei Männern Gottes niederfiel und rief:
„Was muß ich tun, das ich selig werde?“
(Apg. 16, 30.)
Jener Kerkermeister in Philippi erhielt alsbald die rechte Antwort und fand so schnell Rettung und Frieden; er wurde zu Jesu Christo hin gewiesen. Die einfache Antwort des Paulus, die auch heute allein die einzig richtige ist, heißt:
„Glaube an den HErrn Jesum, und du wirst errettet werden!“ Ja, weil der Kerkermeister die richtige Antwort bekam, fand er in seiner Not alsbald Frieden, ö Aber dieser Suchende, Johannes C. in M, fand nicht so schnell Frieden; er bekam lange Zeit nicht die rechte Antwort. Da traf ihn unser Freund, der uns diese Geschichte mitteilt, in B. an dem Bett eines Kranken, welchen er besuchte. Unset Freund fand bald, daß der Beamte in Seelennot
war. Er hatte darum nicht nötig, ihm zuzurufen
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