Auf dem Wege nach Emmaus. (Luk. 24, 26.)
Drei Tage waren vergangen, seitdem Jesus Christus, der Sohn Gottes, den Sein Volk verworfen und getötet batte, ins Grab gelegt worden war. Mit Ihm schien die Hoffnung vieler Herzen für immer zu Grabe getragen worden zu sein. Sie hatten gehofft, daß Er der sei, welcher Israel erlösen würde; nun aber war Er nicht mehr.
Zwei von Seinen Jüngern, welche die gleiche Hoffnung gehegt, wanderten an diesem Tage trauernd von Jerusalem nach Emmaus. Auf dem Wege unter⸗ hielten sie sich von dem, was ihr Herz beschwerte. Da nahte ihnen Jesus, der siegreich aus dem Tode auferstanden war. Aber sie erkannten Ihn nicht. Und Er fragte sie:„Was sind das für Reden, die ihr wandelnd miteinander wechselt und seid nieder⸗ geschlagen?“ Doch als sie ihr kummervolles Herz dem wunderbaren Fremdling geöffnet, schilt Er ihren Unglauben und sagt:„Mußte nicht Christus solches leiden?“
Teurer Leser, Jesus Christus mußte leiden. Er hat es selbst gesagt; und nicht nur hier auf dem Wege nach Emmaus. Er hat es oft bezeugt, auch schon vor Seinen Leiden. Dem heilsbekümmerten Pharisäer Nikodemus sagte Er:„Gleichwie Moses in der Wüste eine Schlange erhöhte, also muß der Sohn des Menschen erhöht werden.“
O ernstes, glückseliges Müssen! Gottes Ge⸗ rechtigkeit und Erlöserliebe einerseits und unser Sündenelend und Heil andererseits machten Sein Leiden und Sterben nötig. Ja, Christus mußte leiden.
Satan, der Schlange, mußte, wie es seit Jahr⸗ tausenden verheißen worden war, der Kopf zertreten werden, sollte ein ewiges Heil den verlornen Menschen⸗ kindern bereitet werden. Aber Christo, dem Schlangen⸗ treter, wurde dabei die Ferse zermalmt. Ja, so war es von Gott im Paradiese gleich nach dem Sündenfalle geweissagt; und so sollte es geschehen. „Christus mußte solches leiden!“ Nur„durch den Tod konnte Er dem die Macht nehmen, der die Macht des Todes hat, dem Teufel“.(Ebr. 2, 14.)
Die Sünde mußte gesühnt, die Strafe ge— tragen, das gerechte Gericht Gottes erduldet werden, wenn uns Gnade und Erlösung gebracht werden sollte. Ja,„Gott geziemte es,“ d. h. Er war es Sich nach Seiner Heiligkeit schuldig, daß Er Christum, unseren Erlöser, durch Leiden führte, wollte Er aus den verderbten, schuldbeladenen Menschenkindern „viele Söhne zur Herrlichkeit bringen“.(Ebr. 2, 10.) 5„Um unserer Sünde willen war Er zerschlagen, die Strafe lag auf Ihm, auf daß wir Frieden hätten.“ So sprach durch den Geist Gottes der
Mund des Propheten Jesaja schon viele Jahrhunderte 1 werden, weil er gesündigt hat. Seitdem Christu
vor dem Kommen und Sterben des Erlösers.
Im Gericht Gottes hören wir den Erlöser dann zu Gott rufen:„Alle Deine Wellen und Wogen sind über Mich dahingegangen.“„Mein Gott, Mein Gott, warum hast Du Mich verlassen?“
Also, Jesus Christus mußte leiden, sollte dem Tode der Stachel genommen werden und der Hölle der Sieg. Nur so konnte die Schuld gesühnt und das Gericht hinweggetan und nur so Gott, der Licht ist und Liebe, verherrlicht werden. So allein war es möglich, daß feindselige, schuldige Wesen geliebte Kinder Gottes werden konnten.
Aber, teurer Leser, Christus mußte nicht nur leiden. Das Evangelium, diese gute Botschaft Gottes, verkündigt uns, daß Christus für uns gelitten hat. Es ist geschehen.„Es ist vollbracht!“ Dein Herz kann nun Versöhnung, deine Seele Gnade und Frieden finden.
Wo ein Gewissen über seine Vergehungen trauert, und wo ein Herz, vom Sündenschmerz durch- bohrt, sich nach dem Frieden der Vergebung sehnt, da sinnt es nicht vergeblich über Christi Leiden. Da kehrt bleibende Ruhe ins Gewissen und ewiger, göͤtt⸗
licher Friede ins Herz. Denn Gottes Wort bezeugt,
daß„Christus für Sünder gelitten hat, der Gerechte für die Ungerechten“; daß„Christus gestorben ist für unsere Sünden“.
Eine Gottesgabe. „Ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben.“ Hes. 36, 28.
Da wir von Natur böse sind, so ist aus unserer Kraft ein Gutestun ausgeschlossen, und doch fordert Gottes Gerechtigkeit und Heiligkeit, daß der Mensch das Böse meide und das Gute suche. Doch er ver⸗ mag es aus eigener Kraft und aus seinem Vermögen nicht, so hat denn die barmherzige Liebe Gottes einen Weg gesucht, auf dem es dem Menschen mög. lich ist, nach dem Willen Gottes zu wandeln.
„Gott war in Christo und versöhnte die Welt mit Ihm selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter unz aufgerichtet das Wort von der Versöhnung“ Da unser altes, böses Herz, unser irregeleitetes Gemüt, unser verfinstertes Geistesleben Gott nicht wohlgefällig sein konnte, so will Er uns armen Ver, lornen ein neues Herz und einen neuen Geist geben. Das ist auf dem Wege des Kreuzes geschehen.
Ehristus ward ein Fluch für uns, damit wir ein Segen werden konnten. Er war det Allerverachtetste und Unwerteste, damit unsere Schmach von uns genommen und wir werk voll in den Augen Gottes sein möchten. Nun braucht
kein Mensch mehr um der Sünde willen zu sterbenn
Niemand soll verurteilt, verworfen und verdammt
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