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wirst finden, eine Stelle hilft die andere verstehen; und bei gründlicher Forschung wirst du erkennen, daß das Buch ein Ganzes, ein Guß, ein Geist, ja, selber Geist und Leben ist.
8. Behalte, was du liest, d. h. erwäge es den Tag über in deinem Herzen, wie einst Maria tat. Und wenn du dies tust, wenn du Gottes Wort in deinem Herzen eine Stätte einräumst und bewahrst, so schenkt es dir Leben und Frieden mit Gott; es führt dich in die Gemeinschaft mit Gott und bewahrt dich darin. Es bildet ferner deinen Charakter, leitet dein Verhalten, formt und regiert deine Gedanken, dein ganzes Tun und Lassen und bildet dich Jesu Christo gemäß. In der Tat: „Glückselig sind, die Gottes Wort hören und bewahren!“ G. B. d. F.
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Wiederherstellung eines Abtrünnigen.
Am Abend eines der ersten Tage des Jahres 1897 bat mich eine Schwester des Diakonissenhauses zu B., zu einem ihrer Kranken zu kommen, der nach einem Prediger verlangte, der„an Jesum Christum glaube“. Ich suchte den Kranken auf. Es war eine durch die Lungenschwindsucht verzehrte Gestalt mit dem Tode im Antlitz und in den Augen ein berzehrendes Feuer. Seine Gesichtszüge waren be⸗ deutend: eine hohe Stirn, edelgeformte Nase und ein Mund, dem Entschlossenheit und Verbitterung jenes Gepräge gegeben hatten, das sich so oft auf dem Antlitz moderner Menschen findet. Er war Offizier. Sofort richtete er an mich die Frage:„Glauben Sie an Jesum als den Mensch gewordenen Sohn Gottes?“
Die klar gefaßte Frage überraschte und erfreute mich zugleich; ich erwiderte sie mit einem freudigen Bekenntnis zu dem Heiland, dessen Gnadenmacht ich selber einst in schwerem Leiden erleben durfte.„Und glauben Sie, daß Jesus für die Sünde der Welt starb?“ fragte der Kranke weiter.„Ge⸗ wiß,“ war meine Antwort,„Er ist das Lamm, welches der Welt Sünde trug.“„Das habe ich auch einmal gehört,“ sagte jetzt der Kranke,„es war während meines Unterrichts auf der Kadetten⸗ schule zu O., dort wirkte ein lieber, gläubiger Pfarrer, der jedesmal von einer tiefinnigen Bewegung ergriffen wurde, so oft er auf das Kreuz Christi zu sprechen kam. Ach, es war eine selige Zeit; kindlich gab ich mich dem Glauben an den Gekreuzigten hin und war glücklich und selig.
Damals erfüllte mich ein Friede, wie ich ihn seitdem nie, nie wieder empfunden habe. Es kamen aber andere Zeiten. Ich bestand mit Glanz mein Offizierseramen, und bald hatte ich im Strudel des Gesellschaftslebens und im Rausch der Vergnügungen den Frieden jener gesegneten Zeit verloren; ja, es kam so weit, daß ich unter gleichgesinnten Genossen
über die Predigt vom Kreuze spottete. Ich wurde ein Freigeist. Da packte mich vor zehn Jahren der erste Lungenkatarrh. Seitdem führte ich ein ziemlich stilles Leben. Jetzt flackert es aus. Bald werde ich sterben. Aber ich fühle, daß ich so, wie ich bin, nicht sterben kann. Gibt es noch eine Ver- gebung für mich?“
Brennend heftete sich sein Auge auf mich. Er⸗ griffen durch sein Bekenntnis, antwortete ich mit dem Prophetenwort:„Wenn eure Sünde gleich blutrot ist, soll sie doch schneeweiß wer— den.“„Gilt dieses Wort auch noch mir? Glauben Sie das gewiß?“ fragte der Kranke mit durchdringen⸗ dem Blick.„Ja, so gewiß ich es selber an mir er— fahren habe,“ erwiderte ich.„Bitte, beten Sie für mich!“ bat der Kranke mich nun. Gemeinsam nahten wir dem Gnadenthron des HErrn. Ich betete zuerst und flehte zum HErrn um die Gnade der inneren Herstellung des Kranken. Dann betete auch der Kranke. Es war, als ob er den erhöhten Heiland auf die Erde herabziehen wollte. Auf einmal hielt er inne und rief freudig aus:„Ja, ich kann es glauben, ja, Jesus starb für mich! Es ist mir un⸗ zweifelhaft gewiß, daß Er auch mein Heiland ist. Habe Dank, HErr Jesus! Habe Dank!“ Sein Gesicht strahlte, seine Arme waren gen Himmel er hoben.
Es strömte über die Lippen des Mannes, der jetzt in Jesu ruhte, ein Lob⸗ und Dankgebet, ver⸗ bunden mit erneutem Sündenbekenntnis, wie ich es noch nie gehört habe. Am folgenden Tage traf ich den lieben Kranken in der vollen Seligkeit der Gottes⸗ kindschaft. Am dritten Tage erhielt ich von der Schwester die Nachricht:„Er ist glücklich und selig
im HeErrn entschlafen. Sein Sterben war ein freu⸗
diges Hinübergehen in die Herrlichkeit.“
Die Schwester erzählte mir, wie alles, was ihr Kranker in der Jugend aus der Heiligen Schrift gelernt hatte, wieder lebendig geworden sei. Er konnte ganze Abschnitte der Heiligen Schrift aus⸗ wendig hersagen; namentlich beim Gleichnis vom verlornen Sohne verweilte er oft stundenlang. „Da schlug er in sich,“ habe er wie träumend manchmal leise sprechend wiederholt, als wollte er sich seiner Umkehr freuen.
Als es zu Ende ging und er mühsam atmete, sagte ihm die Schwester:„Gott sei Dank, der uns den Sieg gegeben durch unseren HErrn Jesum Christum!“ Mit einem stillen seligen Lächeln wiederholte es der Sterbende. Seine letzten Worte, die er mit aufgerichtetem Haupte sprach, waren:„Dank Dir, Dank Dir, HErr Jesu! Amen! Amen!“
Wie Großes hatte an diesem von Sünde, Welt und Unglauben umklammerten Manne die Gnade getan, um ihn an das Ziel der Herrlichkeit zu tragen! v. V.
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