Ausgabe 
22.6.1919
 
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sehe verloren, ewig verloren!

Nachdem er sich ein wenig beruhigt hatte, sagte ich zu ihm:Wenn das wahr ist, mein Freund, daß Sie ein verlorner Sünder sind, so hat Gott nich zu Ihnen gesandt, um Ihnen eine frohe Bot⸗ schaft zu bringen, um Ihnen in Seinem Namen zu jagen, daß Er, so wahr Er lebt, keinen Gefallen hat an Ihrem Tode, sondern daß Er Sie lieb ge⸗ habt hat, daß Er Seinen eingebornen Sohn für Sie dahingab, um Sie von dem ewigen Verderben zu erretten.

Kaum hatte ich diese Worte gesprochen, als er seine großen Augen verzweiflungsvoll auf mich richtete und in höchster Seelenangst keuchend ausrief: Für mich? Gott sollte mich lieb haben? Er sollte mich erretten wollen? Niemals, niemals! Es ist unmöglich, nein, für mich gibt es keine Gnade! Sie kennen mich nicht; ich habe zwei Frauen zu Tode gequält ich habe... Leser, meine Feder sträubt sich, das schreckliche Bekenntnis niederzu⸗ schreiben, welches jetzt von seinen Lippen floß. Nie⸗ mals, nein, niemals habe ich ähnliches vernommen. Es war mir, als hörte ich die hoffnungslosen, ver⸗ iweifelten Selbstanklagen eines für ewig Verdammten.

Ich besuchte ihn von nun an öfter und ver⸗ kündigte ihm die frohe Botschaft von der rettenden Liebe Gottes. An einem Freitagabend, nachdem ich lar erkannte, daß seine Tage hienieden gezählt seien, sprach ich sehr ernst mit ihm über sein herannahen⸗ des Ende und fragte unter anderem:Glauben Sie jetzt, daß der HErr Ihnen alle Ihre Sünden ver⸗ zeben hat? Einen Augenblick schwieg er. Dann aber schluchzte er unter einem Strom von Träuen: Bergeben hat, vergeben hat? Ach, ich kann es beinahe nicht glauben! Meine Sündenschuld ist iu groß und schwer! Ich nahm meine Bibel zur Hand und las:Kommt und laßt uns miteinander echten, spricht Jehovah; wenn eure Sünden wie Scharlach sind, wie Schnee sollen sie weiß werden.

es. 1, 18) Und das Neue Testament aufschlagend,

hr ich fort:Die Gesunden bedürfen nicht des Arztes, sondern die Kranken. Ich bin nicht ge⸗ kommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße.(Luk. 5, 31. 32.)Der Sohn des Menschen ist gekommen, zu suchen und zu retien, was verloren ist.(Luk. 19, 10.) Nachdem ich dann noch gebetet, verlietz ich ihn.

Am folgenden Montag besuchte ich ihn wieder Und die er Tag war ein Tag unaussprechlicher Freude. Der Jubel einer erretteten und durch Jesum erlösten Seele tönte mir schon entgegen, als ich die Tür zu dem Krankenzimmer öffnete. Nie in meinem Leben bin ich Zeuge eines solchen Schau⸗ spiels gewesen. Der Gegensatz zwischen diesem und neinem ersten Besuche war wie der Gegensatz zwischen

immel und Hölle. Nie habe ich einen Sünder

keit! o dieses schreckliche Wort! Ich

diesem Tage. Er ergriff meine beiden Hände und bedeckte sie mit unzähligen Küssen, während die Tränen der Freude unaufhaltsam die Wangen herab⸗ strömten. Dann pries er wieder aufs neue mit den zärtlichsten Worten den teuren Heiland als feinen Erretter und Erlöser, und so ging er hinüber in die Räume ewiger Ruhe und ungestörten Friedens. Unter dem Kreuze sehen wir, daß, wo die Sünde überströmend geworden, die Gnade noch überschweng⸗ licher ist.(Röm. 5, 20.) Das am Kreuze ver⸗ gossene Blut Jesu reicht hin, um dem Gewissen Ruhe, der Seele Frieden und dem Herzen Trost zu geben. G. St.

2

Das Erdenleid.

Durch das Erdenleid sind schon unzählige Menschenkinder dahin geführt worden, zu erkennen, daß die Welt eine böse, gefallene Welt ist, und daß das Böse auch in dem eignen Herzen wohnt und sie selbst Schuldner vor Gott geworden sind. Sie haben sich in ihrer äußeren und inneren Not nach Befreiung und Erlösung gesehnt und zu Gott gewandt, haben Seiner frohen Botschaft ein williges Ohr geliehen und zu ihrem Heil geglaubt und er kannt, daß Gott Seinen Sohn als Heiland der Welt zu uns gesandt und für uns hingegeben hat. Ein armer Lazarus in seinem Leiden gelangt gewiß leichter zur Erkenntnis des Heils, als der reiche Mann in seinem Wohlleben. So steht auch ge⸗ schrieben:Den Armen wird die frohe Botschaft verkündigt. Und die Erfahrung bestätigt, was die Heilige Schrift uns sagt, daßnicht viele Hohe, nicht viele Mächtige den schmalen Weg betreten, der zum ewigen Leben führt.

Die Leiden sind durch die Sünde in die Welt gekommen. Und nun bedient sich Gott der Leiden zum Segen und Heil aller, die sich durch sie zu Christo führen lassen, dem großen Dulder und einzigen Erlöser. Alsdann gehen sie mit Jesu Christo, ihrem Erköͤser und HErrn, als Gottes Kinder und Zeugen zum Preise Seiner Gnade und zum Segen für sich selbst und andere durch die leidensvolle Welt hin zur ewigen Herrlichkeit.

Gott ist nicht der Urheber der Leiden. Wäre keine Sünde in der Welt, so wäre auch kein Leid in der Welt. Oder hatten Neid, Eifersucht, Hab. sucht, Rachegelüste u. a m. nichts mit dem Völker- kriege zu tun? Aber nun, da der Weltbrand ent fesselt war, hat er mit seinen Leiden und Schrecken ungezählte Herzen zu Gott geführt zu ihrem zeit lichen Gewinn und ewigen Heil. Sie können mit dem Könige Hiskia sagen:Siehe, zum Heil ward mir diente mir bitteres Leid. Du, Du zogst mich liebevoll aus der Grube(Jes. 38, 17.)

fenen Heiland so preisen und erheben hören wie an

Gehst auch du, teurer Leser, gegenwärtig durch dunkle Tage und ernste Trübsale, o so betrachte und