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also der Glaube an Jesum, den Sohn Gottes. Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben; wer aber dem Sohne nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.(Joh. 3, 36.) Wer durch den Glauben dies Leben haben will, der muß Christum selber haben.Daß Christus wohne durch den Glauben in euern Herzen, das erbittet der Apostel Paulus für seine Gemeindeglieder. (Eph. 3, 17.)Christus ist mein Leben, so bezeugt derselbe Apostel.(Phil. 1, 21.)Wer den Sohn Gottes hat, der hat das Leben, so schreibt Johannes.(1 Joh. 5, 12.) Da kommt es zu einer wirklichen Lebensgemeinschaft mit dem HErrn Jesu, wie Er es für Seine Jünger als Ziel aufgestellt hat:Ich in euch, undihrin Mir.(Joh. 14,2023) Da wird dann alles, was bisher nur totes Wissen war, lebendiger Besitz. Da ruft man mit Thomas aus:Mein HErr und mein Gott! Da kann man von Herzen mitsingen:HErr, mein Heiland und mein Hirte, oder:Jesus, Heiland meiner Seele.

So ist der lebendige Glaube ein nehmender Glaube. Durch diesen Glauben ergreift man Christum und wird von Ihm ergriffen. Aber noch mehr als das, man empfängt auch den Heiligen Geist. Christus hat uns erlöst von dem Fluche des Ge⸗ setzes..., damit wir den verheißenen Geist empfingen durch den Glauben.(Gal. 3, 14.) Und durch den lebendigen Glauben erfaßt man Gott, den all mächtigen und für den Sünder so schrecklichen Gott, als seinen Vater und kommt zu Ihm in ein seliges Kindesverhältnis. Der Apostel sagt:Ihr (nämlich die wahrhaft Gläubigen) seid alle Gottes Kinder durch den Glauben an Christum Jesum. (Gal. 3, 26.) Wie reich und glückselig macht doch solcher Glaube! Der tote Glaube weiß alles, aber der lebendige Glaube hat alles. Darum lesen wir in Röm. 5, 15:Nun wir sind gerecht geworden durch den Glauben, so haben wir.., und dann zählt der Apostel eine ganze Reihe auf: Frieden mit Gott durch unseren HErrn Jesum Christum, Zugang zu der Gnade, Hoffnung der künf tigen Herrlichkeit, Segen der Trübsal, die Liebe Gottes im Herzen durch den Heiligen Geist. Dies alles und noch viel mehr empfängt der lebendige Glaube. Möchtest du es nicht auch haben?

Jener Verbrecher, der zur Rechten Jesu am Galgen hing, bekannte sich schuldig und rief den sterbenden Heiland um Errettung an fürs ewige Reich. Das war Buße und Glaube. Und er emp- fing die selige Verheißung:Heute wirst du mit

ir im Paradiese sein! Sieh, der lebendige Glaube empfängt das Paradies. Oder denken wir an jenen Kämmerer aus Mohrenland, der durch Philippus auf Jesum, das Lamm Gottes und den ohn Gottes, hingewiesen wurde und Ihn im Glau⸗

zog seine Straße fröhlich.(Apg. 8, 26 40.) Ja, der lebendige Glaube macht fröhlich. Die wahren Gläubigen sind keineKopfhänger und Sauertöpfe, Duckmäuser und Finsterlinge. Nein, sie sind glück⸗ liche, fröhliche Leute; denn durch den Glauben sind sie los von Gewissensangst und Todesfurcht.Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott. (Ps. 84, 3.) Sie erfahren die Wahrheit des Wortes: Das Reich Gottes ist Friede und Freude im Heiligen Geist. i Wer im Unglauben oder im toten Glauben bleibt, dessen geistlicher Tod setzt sich über dem Grabe fort im ewigen Tod, d. h. in ewiger Gottes⸗ ferne, Finsternis und Pein. Wer aber durch den lebendigen Glauben Christum als sein Leben findet, dessen geistliches Leben setzt sich nach dem leib⸗ lichen Tode fort im ewigen Leben, d. h. in ewiger Gemeinschaft mit Gott, dem Vater und dem Sohne, in Seinem Reiche des Lichtes und der Selig⸗ keit. Jeder Mensch bewegt sich auf einer dieser beiden Linien, die aus dieser Zeit in die Ewigkeit hinüberführen, entweder auf der Lebenslinie oder auf der Todeslinie. An diesemEntwederoder hängt also Leben und Tod, Himmel und Hölle! Hier gilt es, die bedeutungsvollste und folgen⸗ schwerste Entscheidung zu treffen. Hast du sie getroffen? Und hast du sie richtig getroffen? Bist du durch den lebendigen Glauben auf die Lebenslinie gekommen? Dazu ist Gottes Wort ge⸗ geben,daß ihr glaubt, Jesus sei der Christus, der Sohn Gottes, und daß ihr durch den Glauben das Leben habt.(Joh. 20, 31.) K. E.

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Das Gewissen.

Es trägt jeder Mensch etwas mit sich herum, was der Physiker nicht wiegen kann, der Arzt nicht finden kann, aber doch da ist das Gewissen. Es taucht auf, ob gelegen oder nicht; es erinnert an das, woran man nicht denken mag; es klopft, wenn man Ruhe haben will; es zerrt ans Tageslicht das Ver⸗ borgenste unseres Lebens; das Gewissen, das schlaf⸗ lose Nächte endlos macht, die Erinnerungen alter, längst vergessener Sünden, die wie Nadelstiche durch den armen Kopf gehen; ein Spiegel, der die Wahr⸗ heit zeigt, nackt, bloß, unbarmherzig.

Suche den unheimlichen Gast los zu werden, schlage ihn, betäube ihn, stürze dich in den Strudel des Lebens und versuche zu vergessen, was gewesen, er ist nicht los zu werden, der unbequeme Mahner deiner Sünden. In unseren Irrenhäusern sitzen viele, die um den Verstand gekommen sind über den Anklagen des Herzens; ruhelos Tag und Nacht ge⸗ plagt zu werden, das ist zum Verzweifeln. Pillen gegen Nervosität, naturgemäße Lebensweise, Wald⸗

luft, Sanatorien helfen nichts; das einzige Heilmittel