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Sechs Tage später nahm Karl Fr. abends eine Fahrkarte nach H., unterwegs schoß er sich eine
Gnade, Gnade, nichts als Gnade Bietet Gott dem Menschen an,
Kugel durch den Kopf und wurde als Leiche ge⸗ Gir sich kehrt vom breiten Pfade,
funden. Ein Brief, den er hinterließ, sagte seinen
Glaubend seinem Gott zu nah'n.
5 5 5 Wen des Lammes Blut gewaschen, Angehörigen, daß er sich das Leben genommen Ein Geliebter Gottes ist. habe, weil er an allem verzweifelte. Man möge Komm, o komm doch komm noch heute,
an seinem Grabe nicht beten. Daß dieser junge Mann von der Gnade gesucht war, liegt klar zutage, aber ebenso klar auch, daß er die Gnade von sich stieß. Seine letzte Eutscheidung lag nicht da, als er mit dem Revolver in das Eisenbahnabteil stieg, sondern da, als er den letzten Gnadenruf abgewiesen hatte.
„Nein! Niemals!“ Welch schreckliche Worte, wenn sie ausgestoßen werden, um Den abzuweisen, der aus lauter Erbarmen aus den Himmeln kam
und der Sich für uns, die schuldigen Süi Kreuz schlagen ließ!
Satan ist ein erbarmungsloser Betrüger; er bietet den armen Menschen die Lust der Sünde und sagt ihnen, sie würden glücklich sein. Hat dann
der Mensch den Sündenweg betreten, so
sein Unglück, er möchte zurück, aber er kann nicht,
Satan hält ihn in der Schlinge der Sü
Kaum ist ein neuer Vorsatz gefaßt, so reißt Satan an seiner Schlinge, und der Mensch fällt wieder in die alte Sünde. Jedoch, die Gnade Gottes kommt dem ringenden Menschen zu Hilfe, die Liebe Jesu ruft ihn, streckt ihm beide Hände entgegen. Jetzt
bedarf es nur einer Willensentsche
ob er dem HErrn Einlaß gewähren und sich in die Hände der Gnade legen will. Wenn aber dieser Willensentschluß zur Befreiung und Errettung ab—
gewiesen wird, ist die Gnadenzeit vorüber.
Der Ruf der Gnade.
Hörst du nicht den Ruf der Gnade, Der durch alle Welt ertönt,
Seelen lockt vom Sündenpfade
Hin zu Dem, der uns versöhnt? Eile, rette deine Seele,
Schnell enteilt die Gnadenfrist! Komm, o komm doch, komm noch heute, Komm zum Heiland, wie du bist!
Wer mag bleiben, wer mag sterben In der Sünde Schuld und Macht? Wer mag sinken ins Verderben,
In des Todes ew'ge Nacht?
Sieh, die Tür zum Paradiese
Hält noch offen Jesus Christ! Komm, o komm doch, komm noch heute, Komm zum Heiland, wie du bist!
Wo die Sünde rot wie Blut ist, Soll sie werden weiß wie Schnee; Wo der Hölle Qual und Glut ist, Soll verschwinden Angst und Weh. Halleluja! Gottes Gnade
Größer als die Sünde ist.
Komm, o komm doch, komm noch heute, Komm zum Heiland, wie du bist!
ider, ans
fühlt er nde fest.
i dung,
v. V.
Komm zum Heiland, wie du bist!
Laß dich lieben, laß dich retten Aus dem Totenreich der Welt; Wirf zu Boden deine Ketten,
Flieh, was dich gefangen hält!
Laß dich länger nicht betören
Von des Feindes Lug und List! Komm, o komm doch, komm noch heute, Komm zum Heiland, wie du bist!
O welch Glück ist's, Ihm zu leben, Der sich gab für uns dahin!
Willst du nicht dein Herz Ihm geben, Dir zum Leben und Gewinn d
Seine Lieb' ist unaussprechlich,
Seine Huld kein Mensch ermißt. Komm, o komm doch, komm noch heute, Komm zum Heiland, wie du bist.
Folge doch dem Ruf der Gnade,
Der durch alle Welt ertönt!
Wende dich vom Sündenpfade
Hin zu Gott, der dich versöhnt!
Eile, rette deine Seele,
Schnell enteilt die Gnadenfrist!
Komm, o komm doch, komm noch heute,
Komm zum Heiland, wie du bist! B. K.
S Nicht Nesserung, sondern Erneuerung. Die Veränderung des Herzens, welche durch Christum geschieht, stellt etwas Ganzes, Vollständiges, durchaus Gründliches dar. Es ist kein Flickwerk
und darf es nicht sein. Ein vollkommener Irrtum ist der von so vielen gehegte Gedanke, als wäre das menschliche Herz nur zum Teil schadhaft und be⸗ dürfe bloß einer Ausbesserung, wobei Christus ihm zu Hilfe kommen müsse. So kann niemand denken, der sich selbst kennt. Die Wahrheit ist, daß unser Herz, wenn demselben für ewig geholfen werden soll, einer vollständigen Umwandlung bedarf. Findet jemand diesen Ausdruck allzustark, so ver⸗ weise ich ihn an den HErrn selbst, der das Herz des Menschen doch am besten kennt und demselben kein anderes Zeugnis gibt, als daß dessen Wollen und Beginnen immerdar böse ist von Jugend auf, der daher auch eine so gänzliche Veränderung desselben für nötig erachtet, daß Er spricht:„Ich will euch das steinerne Herz wegnehmen und ein fleischernes geben.“ Indessen geht es dem Sünder äußerst sauer ein, sich für so ganz schlecht, verdorben und ver⸗ werflich zu erkennen, und mancher sträubt sich aus allen Kräften dagegen. Daher kommt die große Schar von Menschen, die durch Gottes Geist er⸗
weckt, von der Notwendigkeit sich zu bekehren über⸗ zeugt sind, und doch nicht weiterkommen. Sie
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