Ausgabe 
14.9.1919
 
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Erscheint wöchentlich einmal. Redakteur: Stadtmissionar Herrmann ⸗Gießen Einzelne Exemplare bestelle man bei der Post vierteljährlich. und die Prediger der Pilgermission. Verlag der Buchhandlung der Pilgermisssoa Giehen. Druck von J. G. Oucken Nachfolger, G. m. b. H., Cassel. Nr. 37/38.* Sonntag, den 14. und 21. September 1919. 12. Jahrg. Veredelt.

In der Nähe meines Eltern hauses ist ein wunderbarer Rosen⸗ garten. Täglich führte mich mein Weg daran vorbei, und jedes nal erfreute ich mich von neuem der blühenden Pracht. Ein besonderes Interesse gewann der Garten aber erst für mich, als ich erfuhr, daß der Besitzer des schönen Grundstücks sich von den Hecken und Zäunen die wilden Rosen⸗ sträucher selbst ausgegraben haben soll. Wieviel Mühe und Arbeit wird ihm jede einzelne Pflanze gemacht haben, aber welch schöner, reicher Lohn ist ihm auch dafür geworden! Jeder einzelnen Pflanze mußte er einen Schnitt bis ins Mark geben, um den edeln Keim einzupfropfen, aber dafür läßt auch kein Strauch mehr die alte Herkunft erkennen, alles wurde neu, die Blätter, die Blüten, der Stamm, ia sogar die Dornen.

Ich kenne einen Garten von weit größerer Schönheit, weit höherem Wert. Es ist der Garten unseres Gottes, die Pflanzen sind Seine Kinder, die Er verpflanzte aus dem Reiche der Finsternis in das Reich des Lichtes. Lieber Leser, ich muß dich fragen: Weißt du etwas von einer Verpflanzung in deinem Leben? Hast du dir den Schnitt, der wohl schmerzte, der aber aus Liebe geschah, gefallen lassen, oder hast du dich gesträubt? In den stilen Stunden der Nacht, wenn der Schlaf deinen Augen entfloh, dann klopfte es in dir, bange Fragen über Vergangenheit, über Zukunft stiegen in dir auf, aber nicht wahr, du zwangst Beim veredeln.