bie die Freuden der Welt in vollen Zügen genossen und jetzt die Wirkung der Hefe verspüren? Weh und wund ist dein Gewissen, kraftlos und matt gehst du deinen Weg; den Tod sehnst du herbei, und doch fürchtest du dich vor ihm. Laß es dir sagen, Menschen können dir nicht helfen, Jesus allein kann es. Versuche nicht dies und jenes, gehe ohne Umwege zu Ihm. Weißt du, wo du Ihn findest? Ich will's dir sagen. Geh in dein Kämmerlein, schließ deine Tür zu, und dann suche deine Bibel hervor. Du hast sicher irgendwo eine, vielleicht zwischen deinen alten Schulbüchern, vielleicht aber auch eine schöne, neue, die dir deine Mutter oder sonst jemand, der dir nahestand, mit auf den Lebens- weg gab. Die hole hervor und schlage 1 Joh. 1, 7 auf, lies es laut und mit Andacht:„Das Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes, macht uns rein von aller Sünde.“
Diese wenigen Worte zeigen dir den einzigen Weg zu deiner Rettung; einen anderen Weg findest du nicht, du magst suchen, wo du willst.
Nur wenn du unter Jesu Kreuz gehst, Sein Leiden und Sein Sterben als für dich geschehen an⸗ erkennst, kann dir geholfen werden.
In heiligem Ernst bitte ich dich darum ein⸗
dringlich: Komm zu Jesu! H. W. *
2 Gott liebt dich!
Eine junge Dame, welche nur für die Mode und weltliche Vergnügungen lebte, erkrankte infolge ihres ausschweifenden Lebens und mußte das Bett hüten. Da kamen eines Tages einige ihrer Freun⸗ dinnen laut scherzend zu ihr hinein und sagten: „Hast du von dem neuen Spaß gehört, den es hier gibt?“„Nein, was denn?“„O da ist ein ver⸗ rückter Mensch aus E herübergekommen, um, wie er sagt,»das Evangelium zu verkündigen. Es ist zu lächerlich! Aber wir wollen doch heute gleich mal hingehen und den Unsinn mit anhören.“
Bald waren sie fort, und als das arme, junge Mädchen allein dalag, regte sich in ihr— sie konnte sich das Gefühl selbst nicht erklären— das heiße Verlangen, ihnen dorthin zu folgen. Sie klingelte ihrem Mädchen und sagte, sie wünsche sich anzu— kleiden. Diese sagte ganz erschrocken:„Fräulein, Sie können doch nicht aufstehen!“„Lassen Sie mich nur und besorgen Sie nur schnell eine Droschke, ich habe Eile.“ So fuhr sie wirklich nach dem Ver⸗ sammlungslokal und fand auch bald einen Platz ge⸗— rade vor dem Rednerpult. Während des Gesanges und des Gebets ergriff sie ein heiliger Ernst. Da⸗ nach folgte Stille. Der Redner betrat das Pult, und dem Fräulein kam es zu ihrem großen Schrecken so vor, als habe er nur sie im Auge. Er wartete noch einen Augenblick, und als sie dann verwundert aufblickte, begegnete ihr Blick dem ernsten Blick des
rufen: Mein Gott!
Redners.
Er behielt sie im Auge, als wollte er die Geheimnisse ihres Herzens erraten, und sagte plötz⸗ lich:„Armes, sündiges Menschenkind, Gott liebt dich!“
„Ich weiß nicht,“ versicherte sie später,„waz
er mehr geredet hat. Er wird entschieden das Evan, gelium klar verkündigt haben, aber ich habe von alledem nichts mehr gehört. Es war mir, als müßt mir das Herz brechen, und doch wußte ich nichl warum. Mein ganzes vergangenes Leben ging an meiner Seele vorüber, mein Leben ohne Liebe, ohn Gott. Ich hatte Gott den Rücken gekehrt, hatte nur für die Welt, für das Vergnügen und für dit Sünde gelebt. Jene Worte tönten fort und fort in meinem Ohr, ich hörte nichts als:»Armes, sündiges Menschenkind, Gott liebt dich!. Wie ich aus dem Saal hinausgekommen bin, kann ich nicht sagen; nach kurzer Zeit kniete ich an meinem Bett, und Tränen strömten mir aus den Augen, Noch immer hörte ich in meinem Innern die Worte; »Armes, sündiges Menschenkind, Gott liebt dich!« Ich war mir meiner völligen Unwürdigkei bewußt, allein, ich wagte es, aufzublicken und zu Ich habe Dich nie geliebt, Du aber liebst mich; jetzt aber nehme ich Dich bei Deinem Wort. Ich traue Deiner Liebe, ja ich stürze mich hinein in diese Deine Liebe.“.
Von jener Zeit an hatte die Welt für sie ihres Reiz verloren; die nichtigen Freuden des Lebenz, die sie bisher genossen hatte, verschwanden ihr wi ein Traum. Sie war nun wiedergeboren, nicht auß vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen (1 Petri 1, 23), dadurch, daß die Liebe Gottes in
ihr Herz ausgegossen war durch den Heiligen Geil
S
Frieden mit Gott.
„Die Gottlosen haben keinen Frieden,“ fag
Gottes Wort(Jes. 48, 22), nämlich keinen Frieden des Herzens, keinen Frieden mit Gott. Von Natm
sind alle Menschen gottlos; denn gottlos heißt ein
fach: Los von Gott, ohne Gemeinschaft mit Gott Ja, wir sind von Gott, sondern stehen sogar in Feindschaft gegen Gott, wenn oft auch unbewußt; denn Gottes Work sagt:„Wißt ihr nicht, daß der Welt Freundschaff Gottes Feindschaft ist?“(Jak. 4, 4.) Da kann alse
von Frieden mit Gott keine Rede sein.
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Daraus ergibt sich von selbst schon die Antwort g auf die Frage: Wie erlangt man den Frieden
mit Gott? Es gilt, umzukehren aus der Gottes, ferne in die Gottesnähe, von der Weltfreundschaf zur Gottesfreundschaft, von der Sündenliebe zu Gottesliebe, von dem eignen Willen und der fleischlichen Lust zum Gehorsam gegen Gottes Willen.
ist der Weg zum Frieden mit Gott.
Hause aus nicht nur fern voß
Solck Umkehr nennt die Bibel Buße und Bekehrung; solches Kommen zu Gott nennt sie Glauben. Da! f
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