Ausgabe 
7.12.1919
 
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Kinder als ein Gift betrachtest?? Sie ließ das Schelten, wandte sich von dem Trinker weg zu ihrem kleinen Robert und verbot ihm streng, je wieder zu trinken. ö

Den ganzen Tag mitten in ihren Hausgeschäften wurde die Witwe von dem Gedanken verfolgt, sie sollte ihr gefährliches Geschäft aufgeben. Immer stand vor ihr das häßliche, rot aufgedunsene Gesicht jenes Trinkers und daneben das frische, unverdorbene Kindergesicht ihres Knaben, und sie dachte mit Schau⸗ dern:Sollte mein Robert einst diesem Trunkenbold ähnlich sehen?!

Als die Nacht gekommen war und die Ihrigen längst in tiefem Schlafe ruhten, lag die arme Mutter noch auf den Knien und kämpfte einen schweren Kampf. Endlich brach der Morgen an; da ward es auch in ihrem Herzen stiller, und sie legte sich zu kurzer Ruhe nieder, indem sie ihr Gebet mit den Worten schloß:Himmlischer Vater, zeige mir den Weg, den ich gehen soll! Wenn Du von mir ver⸗ langst, daß ich die einträgliche Wirtschaft aufgeben soll, dann erwarte ich von Dir für mich und meine stinder das tägliche Brot! Darauf schlief sie ein.

Als die sechs Söhne zum Morgengebet beim 1 um die Mutter versammelt waren, sprach

ese zu ihnen:Kinder, es ist mir klar geworden, daß der Handel mit geistigen Getränken eine schlimme Sache ist; von heute ab gebe ich ihn ganz auf. Ich habe in der vergangenen Nacht Gott gebeten, mir den Weg zu zeigen, den ich nun gehen soll, und Er hat mir ihn, während ich schlief, kundgetan Ich habe nämlich geträumt, daß ich unser Wirtshausschild wegnahm und plötzlich an seiner Stelle zwei präch⸗ tige Garben von reifem Korn hervorquollen, so schwer, daß sie sich fast zum Boden herabneigten. Sicher will uns Gott durch diesen Traum sagen, daß Er uns nicht wird Not leiden lassen, wenn wir das Branntweingeschäft aufgeben. Wer von euch, meine Söhne, will den ersten Streich führen, um das Aus⸗ hängeschild abzunehmen? f

Eine Stunde später wußte schon das gan Städtchen, daß die Witwe E. das Wirtshausschile weggenommen habe. Es fehlte nicht an Leuten, di⸗ diesen Entschluß mißbilligten und ihr für ihre alter Tage Not und Mangel prophezeiten. Aber sie lief sich durch solche Geschwätze nicht irremachen; sit hatte das Bewußtsein, es im Gehorsam gegen Got getan zu haben.

Genau eine Woche nach dieser Begebenheit erhielt die Witwe einen Brief von einem Onkel, der in einer entfernten Stadt im Wohlstand lebte. Er teilte ihr mit, daß er wünsche, etwas für sie zu tun, um ihren Witwenstand zu erleichtern; er werde ihr deshalb fortan jedes Jahr die Summe von 1000 Mar auszahlen.

Voll Dank gegen Gottes Güte und Sein wunderbaren Wege anbetend, rief nun die erfreut Witwe ihre Befreundeten und Nachbarn zu sich und erzählte ihnen diesen tatsächlichen Beweis der treuer Fürsorge ihres himmlischen Vaters. Und bis auf diesen Tag wird diese Erfahrung von der Nach⸗ kommenschaft der Witwe E. in treuem Gedächtni behalten und von Kind auf Kindeskind weitererzähl

Gewohnheit.

In einer Predigt über geistliche Blindheit sagt⸗ Moody:Vielleicht verblendet dich auch deine Trink lust. Du sagst:»O ich kann das Trinken zu irgen! einer Zeit aufgeben, wenn ich nur will le aber wem du einmal wirklich willst, findest du die Gewohnheit stärker als deinen Willen. Gleich dem Manne, der unbewußt auf dem Strom dem Niagarafalle zutreibt

und noch die Warnungen vom Ufer aus verlacht,

aber plötzlich mit einem Schrei des Schreckens i den Abgrund stürzt, wirst du fortgetrieben, bis de auf einmal hinunter in das Grab eines Trunler boldes stürzest.

Versammlungs⸗- Anzeigen.

Bezirk Gießen. Stadtmission Gießen, Löberstraße 14 Jeden Sonntag Uhr Sonntagsschule; 4 Uhr Jungfrauenverein; % Uhr Versammlung; Uhr Christlicher Verein junger Männer; jeden Mittwoch Uhr Bibelstunde; jeden Freitag Uhr Gebetsstunde. GN Bezirk Bellnhausen. Jeden Sonntag 2 Uhr Versammlung im Vereinshaus Bellnhausen. = Bezirk Friedberg. Stadtmission Friedberg, Ludwigstr. 24. Jeden Sonntag vorm. 11 Uhr Sonntagsschule; nachm. 4 Uhr Unter⸗ haltungsstunde für die Jugend; abends Uhr Predigtgottesdienst; Dienstag abends Uhr Blaukreuz⸗ oder Frauenstunde; Mittwoch abends Uhr Zugendbund; Donnerstag abends Uhr Bibel⸗ und Gebetsstunde.

Bad Nauheim; Erholungsheim Bethesda, Frankfurter Str. 37½. Jeden Dienstag und Donnerstag abends 8 Uhr Bibelstunde. Stammheim und Schwalheim Jeden Sonntag Versammlung

Bezirk Nidda Schotten. Nidda(im Burghof). Jeden Sonntag abends 9 Ur Versammlung; jeden Montag abends 9 Uhr Gebetsstunde; jeden Dienstag abends 9 Uhr Bibelstunde.

Schotten, Hauptstr. 99. Jeden Sonntag mittags 12½ Uhr Sonn tagsschule, jeden Sonntag abends 9 Uhr Versammlung, jeden Mittwoch abends 9 Uhr Bibel. und Gebetsstunde.

Anderungen siehe Tageszeitung der Orte. S Bezirk Sellnrod.

Jeden Sonntag abends Uhr Versammlung und jeden Mittwoch und Freitag Gebetsstunde mit Bibelbetrachtung.

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