Ausgabe 
22.10.1912
 
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machen, alles sibrige mutet an,

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manert sind nur die Kais, an denen zahlreich

gt. Dieser 100 000 Einwohner zählende Handelsplaz ist lo recht u Zwitterding russischer, rumänischer und orientalischer Bauart.] dat en den hochgelegenen Stadtteilen übersieht man weithin das gin

in welchem der Strom in mächtigen Windungen seine

onautal 2 4 en Fluten dahinwälzt. 5 s f die Ju der Regel steigt nun der Reisende in einen kleineren] ihn

vampfer über, der bis zur Donaumündung fährt. Mit ihm er⸗ in n wir andestelle gelegen, am Fuße Hobrudschaplateaus, historisch bekannt nur durch den Uebergang] nu er Russen im Jahre 1828. Run erreichen wir hinter, Tuldscha, das N top vräjentiert, den stark regulierten Sulinaarm. Seine frühere chlangenlinie wurde mit der gelegt, für 5 Meter tiefgängige See aus 5 ur etwa 120 Meter Breite belassen. Bloß eine schmale Damm droue trennt das fließende vom Sumpfwasser. Unfbersehbar breitet ein wogendes Schilfmeer aus. Für die Militärwachthäuser und] zu Fischerhütten bleibt kaum Platz frei und bei hohem Wasserstande ehen die Höfe und Gärten derselben unter Wasser. ha

schiffe ausgebaggert und ihr wi

Bald erblicken wir nun die Sill 0 Aulina. Graubrauner Dunst lagert ober dem Küstenf 000 Einwohner beher ö trom, Meer und Sumpf hinzieht, an der breitesten Stelle kaum 400 Schritte messend. Durch eine doppelte Reihe von Handels- V schissen dampsen wir der Mündung zu, um nächst den an beiden D Fuden Leuchttürme tragenden Molen im Angesichte des Pontus et zuxinus zu wenden. K Keine freundliche Ortschaft ist es, die uns empfängt. Erst in

zen Joer Jahren entf ehends aus o recht den E

geit errichtet. Die Gebäude der europäischen Donaukommission] Moskau waren zertrümmert o

Jammer ganz abgestumpft, in den Straßen umher, während die Sol⸗

Isaktscha, ein unscheinbares Nest, abseits von der herunterlief.... des steil gegen die Donau abfallenden allein wohin ich mich in der Richtung unseres L

it der Zeit zum größten Teile schnurgerade] blieben 700 stehen.

Silhouette des Wasserturmes von] Tat ertappt worden! Alle haben erklärt, daf tädtchen, das] fehl des Gouverneurs und des Polizeidirektors anlegten, sie sind er⸗

bergend, sich als schmaler Streifen zwischen]schossen worden!

Holz erbauten, höchsteus einstöckigen Gebäude machen willen zerstören! So hat man sich seit indruck, als wären sie nur als Baracken für kurze 600 000 Familien an den Bettelstab gebracht! Die Feuerspritzen von

en verschiedener Nationen in ganzen Gruppen auf Beute aus⸗ gen. Vor einem Weinkeller wimmelte es von zum Teil schon

ganz berauschten Franzosen. Sie gaben sich nicht einmal die Mühe,

Pfropfen der Champagnerflaschen zu lösen, sondern ste schlugen en mit dem Säbel die Hälse ab und schnitten sich beim Trinken so die Lippen, daß Schaum mit Blut vermengt auf ihre Unisorm Der Tag neigte sich und mahnte zur Rückkehr,

s Lagers wandte, stand n alles in Flammen. Mir klebte bei dieser Feuersbrunst die

5 Zunge am Gaumen, ich löschte meinen brennenden Durst mit Cham⸗ s sich ziemlich europäisch] pagner.

Am 20. September ist der Brand erloschen. Von 12000 Häusern 800 Kirchen die Hälfte der vorhandenen irden eingeäschert. 20 000 Verwundete Russen und Franzosen kamen in den Flammen um.

Am selben Tag schrieb Napoleon, der am 18. nach dem Kreml rückgekehrt war, diesen Brief:

Das schöne, prächtige Moskau besteht nicht mehr! Rostopschin tes den Flammen preisgegeben! 400 Brandstifter sind auf frischer

z sie das Feuer auf Be⸗

Endlich scheint der ungeheure Brand gelöscht zu sein. Drei jertel von den Häusern sind verschwunden, ein Viertel steht noch! iese Handlungsweise ist abscheulich und zwecklos! Wollten Sie mich wa meiner Hilfsquellen berauben? Aber diese lagen ja in den ellern, die das Feuer nicht zu erreichen vermochte!

Wie konnte man übrigens eine der schönsten Städte der Welt,

e gitter Die fast durch⸗ bas res f 2 tanden hier einige Hütten. Die fast durch⸗[ das Werk von Jahrhunderten um eines so unbedeutenden Zweckes

Smolensk verhalten und

der weggeschafft, ein Teil der Wassen

and das Spital sind die einzigen, die einen stattlichen Eindruck des Arsenals war Verbrechern gegeben worden, die uns veranlaßten,

wie eine Stadt des Westens qu Be⸗ einige Schüsse auf den Kreml abzufeuern, um sie daraus zu ver⸗

Fin ihrer Entstehung. Die Gotteshäuser, unter denen auch eine treiben. Aus Meunschlichkeit und aus Interesse für Eure Mafestät

feine Moschee nicht sehlt, sind unausehnliche Bauten. Solid ge⸗s u

bertänt sind. Die Brandung des Meeres wirft e Donauschlamm wieder zurück ans Land, das jährlich um 12 Meter

c stetig gegen Osten vorschreitet.

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nd die große Stadt habe ich ste, als die russische Armee sie preisgab,

Schiff e Art 8 che Ar f 5 7 dieren in Verwahrung genommen, man hätte wenigstens Verwaltungen, en mitgeführten] Achörden und Bürgerwehren dort lassen sollen, wie es in Wien

weimal, in Berlin und auch in Madrid geschehen ist. Auch in Mai⸗

land haben wir selbst so gehandelt, als Suwaroff seinen Einzug hielt.

5 75 8 l 8 MNortreter 0 Ati n be⸗ 5 5 77 1 71 1 f f Die Bevölkerung Sulinas, aus Vertretern aller Nationen be-] Der Brand ermächtigt zur Plünderung, der sich der Soldat hingibt,

8 er den je Gri inen Hau f eil bild 95 5 2 5 stehend, unter denen die Griechen einen Hauptbestandteil bilden,] um den Flammen noch einige Trümmer streitig z

scheint größtenteils männlichen Geschlechts zu sein, denn man. be⸗i

gegnet sast ausschließlich nur rauhbärtigen Seeleuten, die sich in

Keines dieser Vergnügungslokale sieht besonders einladend aus.

paffierbar machen. Die hier ansässigen österreichisch-ungarischen

und vor den Schenken von ihrem anstrengenden Beruse erholen. kalte es für unmöglich, daß Sie mit Ihren . e. 20 3 berzen und N Spaziergang der Sulinoten i rechtsseitig male fg 3. 3. N e de e en een ele dra eendle e keiten, die eines großen Herrschers und eines g 0* Welle 0 1 i 31 f. 8 0 9 0 8. 5 5 würdig sind, Ihre Zustimmung gegeben haben. Feuerspritzen

u machen. Wenn ch voraussetzte, daß solches auf Befehl Eurer Majestät geschehen väre, so würde ich Ihnen diesen Brief nicht schreiben. Aber ich

Grundsätzen, Ihrem Ihren gesunden Anschauungen zu solchen Schändlich⸗ roßen Volkes un⸗ Während man die aus Moskau entfernte, ließ man 150 Feldgeschütze,

iter f die ald dreimal in der Woche an⸗ 60 000 erute, lie f Untertanen pflegen daher gern das dreimal in der Woche an⸗ 60 000 neue Gewehre, 1600 000 Infauteriepatrouau, mehr als 4000

kommende Schiff der Douaudampfschiffahrtsgesellschaft aufzusuchen, um hier wenigstens die gewohnte Kost zu finden, die Sulina nicht zu haben ist, oder mit angekommenen Landsleuten einen gemütlichen

Abend zu verbringen.

Der Uutergang der großen Armee. Der Krieg von 1812. Von Kurt Eisner. 3. Kapitel: Von Smolensk zum brennenden Moskau. (15. 20. September.) III.

Von einem Löschen oder nur Abschneiden des Brandes war vom 16. an nicht die Rede mehr; die Versuche, die gemacht worden waren durch Detachierung von Löschmannschaften aus den verschiedenen Korps, hatten aber bereits schlimme Früchte getragen. Wenn in der Nacht vom 14. bis zum 15. einzelne Soldaten, vom Hunger getrieben, sich in die Stadt schlichen, verstohlen auf Raub ausgingen, die leer stehenden Häuser durchsuchten, so war schon am 15. dieses Rauben gleichsam öffentlich geworden durch jene Detachements, die teils von der Hitze, teils vom Hunger, teils von der Gier nach ähnlichen Schätzen als die, mit denen beladen nachts zuvor Kameraden heim⸗ gekehrt, auseinander und dahin getrieben waren, wo kein Feuer sie hinderte; womit sie die Unordnung mehrten und, statt zu löschen, durch Unvorsichtigkelt und Leichtsinn den Brand auch in noch von ihm unberührte Stadtteile verpflanzten. Indes gebührt hierbei das Meiste dem losgelassenen Pöbel von Moskau, der auf eigene Hand plünderte und, als ihm die Konkurrenz der französischen Soldaten dabei lästig fiel, auch auf eigene Hand den Feuerbrand dahin warf, wohin der Feind nicht kommen sollte.

Rostopschin, der Gouverneur von Moskau, der das Feuer

anlegen ließ, in seiner Verteidigung gegen die Anklage, der mosko⸗ witische Herostrat gewesen zu sein, die er 1823 in Exil zu Paris herausgab, bezeichnet als Hauptzug im Charakter der Russen den Hang, lieber zu zerstören als nachzugeben: er endige gewöhnlich den Streit mit den Worten:So wird es denn für niemand sein.

So ging Moskau unter.

Der württembergische Leutnant v. Martens schreibt am 17 September in sein Tagebuch: AUnsere Pferde mußten über heiße Aschen⸗ und Schutthaufen, herabgestürzte eiserne Bedachung, tote Pferde und Leichname schrei⸗

Zentner Pulver, 3000 Zentner Salpeter und ebensoviel Schwefel dort zurück.

Ich habe Eure Majestät ohne Erbitterung bekriegt; einige Zeilen von Ihnen, vor oder nach der letzten Schlacht, hätten meinen Marsch aufgehalten, und ich hätte sogar gewünscht, um Ihretwillen den Ein⸗ zug in Moskau aufgeben zu können. Wenn Eure Majestät mir noch etwas von Ihrer früheren Freundschaft bewahrt haben, werden Sie diesen Brief günstig aufnehmen. Jedenfalls können Sie mir dank⸗ bar sein, daß ich Sie von den Ereignissen in Moskau in Kenntnis gesetzt habe. Napoleon.

Billion und Kubikmeile Eine Plauderei von Richardus. Aus der Wiener Arbeiter-Zeitung. Venn auch die Wiederkehr des Halleyschen Kometen den schau⸗ lustigen Bewohnern unseres irdischen Planeten eine arge Ent⸗ täuschung bereit hat, so ist doch sicher, daß durch ihn in allen Kreisen der menschlichen Gesellschaft ein reges Interesse für die Sternen⸗ welt wachgerufen wurde. Da von dem Kometen nur sehr wenig, meist aber gar nichts zu sehen war, so wendeten sich die verschiedenartig bewaffneten und unbewaffneten Augen der ausdauernden Beobachter anderen auf⸗ fallenden Objekten des Universums zu und hielten sich für den Ent⸗ gang des kosmischen Vagabunden an dem Anblick der glänzenden Venus, des mächtigen Ju p iter, des funkelnden Sirius und anderer hellleuchtender Sterne schadlos. Bald hörte man aus dem Kreise mancher Beobachtungsgruppen

förmliche wissenschaftliche Abhandlungen über die Planeten und die unendliche Fixsternwelt; da wurde mit Millionen und Billionen

Meilen(seltsamerweise hörte man nie Kilometer) nur so herum in jedenfalls gut belesener Beobachter, daß e Sirius einer der größten Sterne des

S111

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geworfen; da dozier

der auffallend funkel daß dessen Entfernung von der Erde mit etwa

unddreißig Millionen Meilen berechnet

e e 18 Universums sei und neun Lichtjahren oder sechs wurde.

jen. Viele der unglücklichen Einwohner irrten, vom grenzenlosen