Ausgabe 
20.8.1912
 
Einzelbild herunterladen

issenist

acht

sen. 10 Wöchentsiche Beil der Ob f a 5 eisage der Oberhessischen Volkszeitung pli⸗ geit N 15 slummer 20 Dienstag, den 20. Rugust 1912 1. Jahrgang den N gen 14 7 Geschichte. 5 tisse dieser Auserwählten. Nun soll man aber aus id. 7 8 f 8 d r Geschichte lernen. Gerade das ist ja der Zweck aller Ge ich⸗ 9 Als Utopisten uns Sozialdemokraten hinzustellen, ist schicht tsschreibung, daß die jetzige Generation aus den Er ing, Ines 2 8 Vergnügen unserer 8 Ein eignissen der Vergangenheit lernen soll, sich eine glücklichere es Itopist, das ist ein Mensch, der durch willkürliches, künst⸗] Gegenwart und Zukunft zu schaffen. Es kann also nicht eht, hes 5 5 den Lauf der Welt denZukunftsstaat fehlen, daß der Historiker auch ein Urteil abgeben muß des Haffen will. Also ein? Mensch, der da glaubt, es sei ihm ge⸗J über seinegroßen Männer; er muß sie loben oder tadeln, lich eben, das geschichtliche Werden nach seiner Willkür zul muß angeben, was sie falsch gemacht haben, wie sie es hätten tere* uken. Nun kreucht man blos einen Blick auf den Unter- richtiger machen können usw. Bekanntlich nimmt dies ja der hied der Geschichtsauffassungen zu werfen, wie ebenfalls einen sehr breiten Raum in den bürgerlichen Ge chs⸗ von der bürgerlichen und von der sozialistischen Wissen⸗ schichtsbüchern ein. off⸗ haft vertreten werde 8 um sogleich zu erkennen, wo in Wirk Hier stößt man nun aber auf eine böse Klippe. Soll der lich chkeit die Utopisten f sitzen. Die bürgerliche Wissenschaft ver⸗] Historiker die Taten und Ereignisse nicht blos berichten, son iche 5 itt eine ideologische Gef schichtsauffassung, die von der dern auch beu toilen, so fragt es sich, nach welchem Maß gen Jeberzeugung ausgeht. daß di e Geschichte das Werk hervor- stab solch Urteil abgegeben werden kann? Natürlich immer us gender Personen ist:Männer machen die Geschichte sagts nach dere was 5 Geschichtsschreiber selbst für richtig und gut ent⸗ 1 treitschte einer der berühmte esten bürgerlichen 5 Geschicht hält. Das ist aber ganz verschieden, je nach seinem gen Ihrer. Die sozialistische tat ace hält an ders eigenen Parteistandpunkt, nach seinen Kenntnissen und gen, Jaterialistischen Geschichtsauffassung fest, nach wel⸗] Fähigkeiten, nach seinem Charakter usw. Und so kommt es In⸗ 40 das 0 esentliche in der Geschichte d die Entwicklung ders denn, daß in den Werken verschiedener Historiker über die ssen bee wirtschaftlichen Verhältnisse ist, während die Er- selben Vorgänge ganz verschieden geurteilt wird. Was der Ju nisse, die Taten der Menschen erst aus dem Boden empor⸗eine lobt, das tadelt der andere, und umgekehrt. 1 rießen, den die wirtschaftliche Entwicklung geschaffen hat. Sa 3 95. 5 VVV Wer ist nun Utopist? Nach bürgerlicher Auffassung ge⸗ J So ist z. B. vor kurzem ein neues Werk über die Ge⸗ We 1 0 Nach 0 ge-[schichte des Kulturkampfes erschienen, verfaßt im iltet sich der Lauf der Welt nach den Ideen und dem Willen] katholischem Auftrage von dem Katholiken Dr. Kißling. Das die f 1 ger aan ae gef f ee 75 ist besprochen worden von dem Protestanten Kulemann. aus I Geschichte 2 Menschheit We e 3 e e Natürlich beurteilt der Protestant die Dinge ganz anders der 0 45 d 1 5 3 3 9 185 als der Katholit, und man kann sich kaum eine Vorstellung die h e eee dee, 5 5 beer machen von dem Wirrwarr, der dabei berauskemmm, sodaß 15 Feier a gt We 8 N 1 8 5 der unbefangene Leser, der nicht schon vorher B Besche 1d weiß, fr 1 Kere 1 e 35 5 2 davon nichts lernen, son ndern nur konfus werden kann. Der 1 1 5 0. 5 Le 3 90 2 5 tr 51 Lathol ik tadelt es aufs schärfste, daß der große Kurfürst seine i meinen e wirtschaftliche Entwicklung die] Schwiegertochter vor dem Uebertritt zum Kath nus ge 10 12 1 N N 2 505 0 0 3 1 warnt 15 und sieht darin einen bebe daß die preußische acht, dann ist der Gedanke, als könne ein 1 sch oder Regie von jeher katholikenfeindlich war. Er find es ie Gruppe von Menschen den Zukunftsstaatmachen, Un⸗ 5 jedri hen Land die Ehe 1 in. Wir haben also wieder einmal 8 Fall, daß sel 5 5. 5 Ner⸗ Vegner, bei ihrer grauenhaften Unken 1 f 8 yst⸗ s diejenigen Gedanken unterf schieben 0 Ii 3 8 1817 sal⸗ Die Frage nun, welche von der schicht G0 pro J Lire 5 n yor⸗ usungen die richtige ist, durch das] läum der Refo n itg f 0(He be⸗ ktudium der Gesck 0 Da ist antische Pfa Nn* 9 55 5. un⸗ sceressant, daß vor ein Naumann, 0 itholif 8 d il uft⸗ lichdem er Maurenbrechers die e lern- anders da Der Katl 5 2 a Vende gelesen hatte, die uptung auf: hiermi 3 Staa 1 lte⸗ viesen, daß auf Grund der materialistischen Geschichtsauf⸗ seh 5 N 2 tg it⸗ fung Geschichte überhaupt nicht geschriel t, ab 8 E bee en⸗ Ver den könne. Wir me nen, wenn man sich die di 5 Der 0 f vet⸗ lacht überlegt. so zeigt sich alsbald, daß genau das Umge⸗ euchle 1 di 5 Bt Forte zutrifft, daß Fiege* Grund der bürger⸗ 17 etretel 3 a f lun 75 Geschichtsauffassung ichte nicht geschriel verteidigt er Verfaff* 1 fem n kann. Und zum 9 dessen kann uns jedes bürger⸗[ hält. D derum 1g f ain e Geschichtsbuch d nicht ge tliche irch 8 ach⸗ 1 en nume inner di Gottesd abhalten m 0 für oge⸗. eigentliche Ursache alles Geschehe t a eber 3 7 Werdens in dem Willen, der n, dem Wir kurteile? el. arakter dieser Männer. Demgemäß h aben sich denn auch si Was kan! it ie bürgerlichen Historiker von jeher bemüht, die persönlichen ne glaube auch gen kgenschaften dergroßen Männer un. Frauen aufzu⸗ daß d 1 7 u so diren und ein großer Teil ihrer Bücher besteht in der aus- flir berül särlichen Schilderung des Charakters und der persönlichen! überlegt, ob Alex