Ausgabe 
1.3.1929
 
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Amtsverkündigungsblatt

für -ie Provinzialdirektion Oberheffen und für das Kreisamt Gießen

1929

Dur durch die Post zu beziehen.

1. März

Ericheint Dienstag und Freitag.

flr.12

Iuholts-Aeberstcht: Falsche Deichsbanknoten. Die Wahlen zum Provinzialtag.

Bekanntmachung.

Das nachstehende Schreiben des Reichsbankdirektoriums vom 31 De­rber 1928 über Merkmale falscher Reichsbanknoten über 100 RM. bringe ich zur Kenntnis sämtlicher hessischen staatlichen Kassestellen.

Darmstadt, den 21. Februar 1929.

Der Hessische Finanzminister.

Kirnberger.

Reichsbank-Direktorium. Berlin SW 111, 31. Dez. 1928.

Nr. 11125 F.

Bon den im Umlauf befindlichen Reichsbanknoten über 100 RM. mit d->m Ausgabedatum des 11. Oktober 1924 ist kürzlich in Hamburg eine neue Fälschung sestgestellt worden. Sie ist als solche an den nach­stehenden Merkmalen unschwer zu erkennen:

Papier: Weicher als das echte, seifiger Griff.

Msittzeichem^ Vorderseite mit leicht deckender, wachsartiger

Paste durch Aufdruck nachgeahmt.

Gemusterte Bildprägung mit Kontrollstempel: MU ungefähr ähnlicher Zeichnung ungleich, teilweise schwach geprägt. Der Kontrollstempel hat auffallend dünne Schriften.

Vorderseite: Allgemein verschmutzter Gesamtemdruck. Auffallend sind die dickqedruckten Schriften und das matt gehaltene weibliche Bildnis.

Rückseite: In der großen mittleren Wertzahl 100 fehlt der Ziffer1 am Anfang des Aufstriches die auf echten Noten gut sichtbare schwarze Schattenstelle. Die Zahlen 100 stehen nicht alle in der Mitte der dafür vorgesehenen Felder.

Kontrollnummer: Aehnliche, ungleich stehende und ungleich dick gedruckte Typen. Erstmalig beobachtete Notennummer: A. 7 6a9 3/2 (ver­änderlich). _ ,, . . ... .

Herstellungsart: Anscheinend Steindruck. Die blaue ynstonung mi Grundmuster ist Handkolorit. .

Für die Ausdeckung der Falschmünzerwerkstatt und dahmsuhrende Angaben hat die Reichsbank eine Belohnung bis zu 3000 RM. ausge­setzt Mitteilungen, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, nimmt für Groß-Berlin Kriminalkommissar v. Liebermann, Alte Leipziger Straße 16, Anruf: Merkur 3789, entgegen; für alle anderen Orte sind die örtlichen Polizeibehörden zuständig.__

Bekanntmachung.

Betr.: Die Wahlen zum Provinzialtag der Provinz Oberhessen.

Von den am 15. November 1925 in den Provinzialtag der Provinz Oberhessen gewählten Mitgliedern sind

a) Landwirt und Mühlenbesitzer Heinrich C h r i st, Holzmuhle bei Lollar;

b) Fabrikdirektor Friedrich May, Gießen, am 15. Mai 1928 bzw. 18. Februar 1929 ausgeschieden.

Die Provinzialwahlkommission hat in ihrer Sitzung vom 23. Fe­bruar 1929 festgestellt, daß gemäß den Vorschriften des Artikels 5/, Abs 1 des Gesetzes über die Wahlen für Gemeinden und Gememde- verbände (Kreise und Provinzen) vom 7. Oktober 1925 an ihre Stellen als Mitglieder in den Provinzialtag zu berufen sind

zu a) Fürsorge-Obersekretär Fritz Lust, Lauterbach;

zu b) Landwirt Georg Philipp Dietz, Rieder-Erlenbach.

Gießen, den 25. Februar 1929.

Der Provinzialwahlkommissar:

Graef, Provinzialdirektor.

Druck 'derBrühl^schen Llnive rH täts«Buch. und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.